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Allgäuer Alpen
Kaum ein europäischer Gebirgszug ist so
abwechslungsreich in seiner Formenvielfalt wie der der
Allgäuer Alpen.
Ein imposantes Wechselspiel aus kargen,
grauen Felswänden und blumenprächtigen, hochalpinen
Grasmatten kennzeichnen dieses Gebirge.
Es ist zwar nicht das höchste im Außerfern,
durchschnittlich etwa 300 Höhenmeter niederer als die
gegenüberliegenden Lechtaler Alpen, kann aber mit seinen
kecken Felsgipfeln und den steilen Abhängen durchaus
auch mit höheren Gebirgen konkurrieren.
Respekt einflössend sind vor allem die teilweise sehr
steilen Grasflanken, welche über luftige und schmale
Grate verfügen. Besonders bei Nässe sind diese Berge mit
größter Vorsicht zu behandeln.
Für die Kletterer unter uns sicherlich interessant. Sind
die Wände der Allgäuer doch sehr brüchig, eignen sich
viele Gipfelstöcke trotzdem bestens um einige Anhänger
der kraxelnden Zunft in ihren Bann zu ziehen.
Für Alpinsportfreunde, welche sich lieber auf
gesicherten Pfaden vorwärts bewegen, gibt es viele
bekannte Wanderrouten in den Allgäuer Alpen. Der
Jubiläumsweg oder der Heilbronner Weg, um nur einige zu
nennen, ziehen sich durch dieses Gebiet.
Das wir heute solche Pfade erklimmen können, dafür ist
vor allem solchen Pionieren wie Hermann von Barth zu
danken. Er und auch andere Alpinisten seiner Zeit haben
dafür gesorgt, dass die Gebirgswelt der Allgäuer Alpen
wie auch anderswo so gut erschlossen ist.
Ein besonderer Anreiz diese Berge zu erkunden, dürfte
für alle Blumenliebhaber gegeben sein. Die Artenvielfalt
ist hier nämlich besonders groß und so findet man immer
wieder auch seltene Pflanzen, welche andernorts schon
seit langem nicht mehr anzutreffen sind. Die Höfats
beispielsweise ist ein solcher blumenreicher Grasberg,
der zwar mit seinen Matten den Sammelwütigen locken mag,
aber als sehr gefährlich einzustufen ist.
Darum empfiehlt es sich, die Blumen einfach an ihrem
Standort zu belassen und auch anderen Wanderern die
Möglichkeit zu bieten, sich an dem Anblick der oftmals
seltenen und geschützten Blumen zu erfreuen.
Eine weitere Besonderheit bietet dieses Gebirge für
unsere deutschen Nachbarn. Am westlichen Auslauf des
Biberkopfes befindet sich nämlich der südlichste Punkt
Deutschlands, welcher auch zugleich den Abschluss dieses
Gebirgszuges bildet.
Durch diesen Gebirgszug verläuft also auch die
deutsch-österreichische Grenze und kann von beiden
Seiten gleich gut erstiegen werden. Auf der einen Seite
bilden das Lechtal sowie das Tannheimer Tal die
Begrenzung für die Allgäuer, wohingegen auf deutscher
Seite der Wintersportort Oberstdorf im Stillachtal einen
Grenzpunkt darstellt.
Interessante Links zum Thema "Allgäuer Alpen":
www.allgaeuergipfel.de
Ammergauer Alpen
Wer kennt es nicht, das Schloss Neuschwanstein mit der
beeindruckenden Bergkulisse im Hintergrund? Diese
Gebirgsgruppe ist die der Ammergauer Alpen.
Der Säuling (2.047m) ist sozusagen das
Begrüßungskomitee.
Dieser Gebirgszug reicht von Füssen bis nach Ettal (bei
Garmisch) und
erfreut sich ebenso wie die Tannheimer Gruppe größter
Beliebtheit bei den Wanderern und Gleitschirmfliegern.
Am Tegelberg bei Schwangau herrscht nicht selten ein
Treiben wie auf einem Ameisenhaufen, aber auch hier sind
noch viele Stille Plätzchen zu entdecken.
Wandert man
vom Tegelberg ins Innere der Gebirgsgruppe, so gelangt
man ins Ammertal in dem sich auch das Schloss Linderhof,
ein Jagdschloss König Ludwigs, befindet.
Durch dieses Ammertal verläuft eine Verbindungsstrecke
zwischen dem Ettal und Reutte, welche über den Plansee
führt.
Dieses Tal teilt das Gebirge der Ammergauer auch in zwei
Gruppen. In Fahrtrichtung Ettal erhebt sich rechts des
Tales die Daniel-Gruppe, mit der Danielspitze als
höchste Erhebung (2.340m). Die linke Gruppe ist
bedeutend niederer, der höchste Punkt dieser Seite ist
die Hochplatte (2.082m).
Jedoch birgt diese Seite einige Schmankerln wie etwa den
Gipfel des Geiselsteins (1.884m), welcher auch als das
Matterhorn der Ammergauer bezeichnet wird. Diesen Namen
trägt er aber nicht nur aufgrund seiner abweisenden
Abstürze, sondern auch wegen dem Umstand, dass der
Anstieg Schwierigkeiten im Bereich II. aufweist und
somit keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen
ist.
Für alle Wanderer und Naturliebhaber ist diese
Gebirgsgruppe ein absolut lohnendes Ausflugsziel.
Ähnlich wie in den Tannheimer Bergen und den Allgäuer
Alpen ist auch hier eine großartige Alpenflora zu
bewundern.
Lechtaler Alpen
Dieser Gebirgszug der seinen Namen von dem im Norden
angrenzenden Lechtal bekommen hat, birgt den höchsten
Gipfel der Nördlichen Kalkalpen in sich: die
Parseierspitze.
Mit 3.036 Metern Höhe der einzige
Dreitausender. Allerdings liegt dieser Gipfel nicht mehr
auf dem Außerferner Areal, sondern befindet sich
gänzlich auf Landecker Gebiet.
Im Gegensatz zu den niedereren Gebirgsgruppen wie
Allgäuer und Ammergauer Alpen ist die Vegetation auf
diesen Bergen weitaus spärlicher. Hier dominiert der
Fels, aber dafür in
seiner ganzen Pracht. Häufig kann man an den Lechtaler
Gipfeln die einzigartigen Formationen der Gebirgsfaltung
genau ins Auge fassen und bekommt so eine Vorstellung
welche Kräfte hier am Werk waren und immer noch sind.
Wenn man in den Lechtaler Alpen nur die größeren und
wirklich selbständigen Gipfel rechnet, so ergibt sich
eine Zahl von etwa 150. Diese Gipfel sind aber bei
weitem nicht so "überlaufen" wie anderswo. Manche Gipfel
zählen vielleicht ein oder zwei Besucher pro Jahr, aber
nicht weil diese so uninteressant sind, sondern weil
manch ein Gipfel über keinen gesicherten und
ausgeschriebenen Weg verfügt. Für den Ruhe suchenden
Alpinisten sicherlich ein weiterer Anreiz.
Flächenmäßig bedeckt die Gruppe der Lechtaler ca. 1.000
km², ist ca. 60 km lang und bis zu 20 km breit, was ihm
auch hier wieder den Superlativ "am größten" einbringt
(im Vergleich zu den anderen Gebirgsgruppen der
Nördlichen Kalkalpen!).
Tannheimer Berge
Hier kann ein Spaziergänger genauso Höhenluft schnuppern
wie ein Kletterer der sich in extremen Situationen
wohler fühlt. Beispielsweise der Schönkahler ist auch
für das etwas ältere Semester ohne größere Probleme zu
meistern und bietet trotzdem eine herrliche Fernsicht in
das Alpenvorland gegen das Ostallgäu hinaus.
Weiters die
Reuterwanne bei Jungholz. Auch sie ist angenehm zu
"bezwingen" und bietet ebenfalls viel für das Auge.
Weiter östlich hingegen wird der Charakter der
Aufstiegsrouten immer anspruchsvoller, insofern man vor
hat den Gipfel zu erklimmen. Um gemütliche
Almwanderungen in diesem Gebiet zu unternehmen muss man
aber auch hier keine athletische Ader haben. Die
Bergwelt ist in dieser Gebirgsgruppe außerordentlich
"gut" erschlossen, was natürlich auch wieder die
Besucherzahlen in die Höhe treibt.
Die Gipfel jedoch sind meist nur den Konditionsstarken
vorenthalten, die auch über die nötige Trittsicherheit
verfügen. Noch extremere Varianten im Fels sind
ebenfalls genügend vorhanden. Zu nennen wären hier die
Wände der Roten Flüh, des Gimpels, der Kellenspitze und
der Gehrenspitze. Hier kommt der Kletterfreund voll auf
seine Kosten.
Aufgrund der kurzen Anstiegszeiten zu den Gipfeln sind
hier auch durchwegs zwei oder mehr Gipfel an einem Tag
zu schaffen, allerdings ist das Gebiet an schönen Tagen,
wie schon erwähnt, ziemlich überlaufen und so sind die
Flecken an denen man sich in Ruhe erholen kann recht
spärlich, aber es gibt sie dennoch!
Wie auch in den benachbarten Allgäuer Alpen ist auch
hier eine besonders prachtvolle Alpenflora zu entdecken.
Wettersteingebirge
Das Wettersteingebirge, das von dem gewaltigen
Zugspitzmassiv dominiert wird, reicht von Ehrwald bis
ins Gebiet von Seefeld hinein. Allerdings befindet sich
nur ein Teil davon auf Außerferner Boden. Die Zugspitze
als höchste Erhebung auf deutschem Boden reicht in eine
Höhe von 2.962 m. Der höchstgelegene Punkt auf
österreichischer Seite ist jedoch der Schneefernerkopf mit 2.874 Metern, der somit nach der
Holzgauer Wetterspitze (2.895 m) den zweithöchsten Punkt
innerhalb des Außerfern darstellt. |