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Breitachklamm

 
Es war ein kalter, nebliger Februartag (15.02.04), genau das richtige Wetter um die Breitachklamm zu erkunden!

Wir fuhren also mit unserem PKW in Richtung Oberstdorf. Wenige Kilometer vor dem Ort Oberstdorf zweigt jedoch die Straße nach rechts in Richtung Tiefenbach und Räppele ab. Auf dem Wegweiser ist aber unter anderem auch die Breitachklamm ausgeschildert.

Am Wirtshaus Breitachklamm stellen wir unser Fahrzeug ab (es ist hier 1,- Euro für die Abstellgebühr zu entrichten!). Wir wollen uns schon auf den Weg in die Klamm machen, da müssen wir jedoch nochmals einen Eintritt von Euro 2,50 pro Person bezahlen.
Noch denken wir, dass diese Preise wohl sehr hoch angesetzt sind. Später werden wir jedoch noch zu sehen bekommen, welche Arbeit die Instandhaltung dieses Weges birgt und somit finden wir auch diesen Eintrittspreis gerechtfertigt!

Wir wandern also anfangs noch über eine verschneite Wiese, kommen aber bald an den ersten interessanten Teil der Tour durch die Breitachklamm. Ein kleiner, enger Tunnel führt einige Meter durch einen Felsvorsprung und dürfte so manchen Klaustrophobiker auf eine harte Probe stellen!
Gebückt laufen wir durch den kleinen Tunnel. Nach dem Durchgang läuft der Weg ganz eng an den Felsen entlang und wird darüber oftmals mit enormen Eiszapfen behangen, welche nicht immer unbedingt vertrauenserweckend auf einen wirken dürften! Öfter mal einen Blick nach oben zu riskieren ist hier sicherlich nicht falsch.

Etwa 200 Meter nach dem Tunnel wird der Weg immer eindrucksvoller. Von dem Weg auf dem wir uns befinden bis hinauf zur Abbruchkante in die Schlucht sind es mindestens 50 Meter Höhe, nach unten noch einmal etwa 30 Meter. Um so weiter man dann in die Schlucht vordringt, desto lauter tosen die Wassermassen unter uns. Die Klamm ist hier vielleicht noch 2 Meter breit.

Über uns eine natürliche Brücke, welche aus zwei riesigen Felsbrocken besteht, die vor einiger Zeit von der Abbruchkante heruntergesackt sein müssen und sich nun hier ineinander verkeilt haben. Noch einmal ein ganzes Stück darüber verläuft in schwindelnder Höhe ein Steg über die Klamm. Die Kraft des Wassers hat hier im Laufe der Zeit ganze Arbeit geleistet. So sind riesige Felskuppeln aus dem Gestein geschliffen worden und der Fels wurde an den engeren Stellen sauberst abgetragen.

Früher wurde die Breitachklamm "Großer Zwing" genannt. Erschlossen wurde die Schlucht für den Tourismus ab dem Jahre 1905 von einem gewissen Johannes Schiebel, einem Pfarrer, der mit einigen mutigen Tiefenbachern einen Weg durch die Klamm anlegte. Noch heute erinnert eine Bronzetafel über dem Eingang in den kleinen Tunnelgang an ihn.

 

» weitere Links

www.breitachklamm.de

Acht Seligkeiten

Geschichte der Breitachklamm