Vom Ortszentrum Reutte
gelangt man in östlicher Richtung zu dem Areal des Metallwerk
Plansee. Geradeaus an den Gebäuden vorbei und links über die
Brücke des Archbaches führt eine schmale Straße an den
Produktionshallen des Werkes vorbei. In einer Rechtskurve quert
man dann nochmals den Archbach über eine Brücke und fährt dann für
wenige Meter wieder in Richtung Talausgang. Unmittelbar nach der
zweiten Brücke zweigt jedoch ein Fahrweg zu dem Umspannwerk des
Elektrizitätswerkes Reutte ab.
Ab dem Umspannwerk gehen wir zu Fuß weiter. Gleich hinter dem
Maschendrahtzaun beginnt auch schon der Hermannsteig, welcher
entlang der Stuibenfälle in das Tal hineinzieht. Nach dem ersten
Steg würde der Ministersteig über einige Serpentinen den Hang
hinauf führen, allerdings will Nadja heute eher einen Spaziergang
als eine Bergtour unternehmen und so bleiben wir auf dem unteren
Weg.
Von hier aus kann man schon die ersten Becken und kleineren
Wasserfälle erkennen. Um diese Jahreszeit sind die Wassermassen
allerdings eher überschaubar, da das Kraftwerk oberhalb der
Stuibenfälle das Wasser an einer Sperre zurückhält. Auch die Kälte
hält einen Großteil der Niederschläge in Form von Schnee fest.
Trotzdem ist eine Wanderung durch die Schlucht sehenswert.
Einst waren die Wassermassen welche der Ablauf des Plansees führte
enorm. Seit das EW-Reutte jedoch den Druckstollen anlegte, waren
auch die spektakulären Zeiten der Stuibenfälle vorbei. Heute
werden die Wasserfälle gerne zur Trendsportart Canyoning genutzt
oder ganz einfach für Junge und Junggebliebene zum "Gumpen-Jumping"
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