start | suche | alpin | region | geschichte | natur | bilder | service | links | FORUM | kalender | shop

Sie sind hier: Startseite - Alpin - Touren - Edelsberg
 
 

Edelsberg (1.629m) - Tannheimer Berge

 

Ein wirklich flauer Sommer war das bis jetzt, da muss man jeden "halbwegs" schönen Tag nutzen und sich auf den Weg ins Gebirge machen. Auch heute ist das Wetter wieder recht unbeständig und wir (Nadja, Joe und ich) machen deshalb einmal eine Almwanderung mit Besuch eines etwas kleineren Gipfels, dem Edelsberg.

Zeitig geht es los in Richtung Pfronten - Kappel an dessen südlichem Ortsrand sich ein Wanderparkplatz befindet. Schon zu Hause habe ich mittels Karte den Aufstieg vorausgeplant und so können wir gleich in Richtung Höllschlucht aufbrechen. Gleich am Weganfang warnt eine Tafel: "Nur für Geübte". Wir folgen also zuerst einem relativ breiten Fahrweg tief in die Schlucht hinein und kommen nach wenigen Minuten zu einem kleinen schmalen Steg, welcher uns über den kleinen Wildbach führt.

Schon jetzt zeigt sich die Höllschlucht von ihrer schönsten Seite. Man kommt sich beinahe wie im Urwald vor, so dunkel und grün wirkt alles auf einen ringsum. Kleinere Wasserfälle und Kaskaden sind am Grund der Schlucht zu sehen, über welche wir lediglich in einigen Metern Entfernung parallel zum Hang gehen. Steil zieht der Steig jetzt im Zickzack empor und wir haben das Ende der Schlucht erreicht. Ein Wasserfall fällt recht zaghaft über den Fels und das grün des Blätterdaches der Bäume wirkt hier schon beinahe unwirklich. Umwerfend schön ist es hier!

Die enorme Luftfeuchte in der Klamm lässt uns gehörig schwitzen, die Steigung mit welcher der kleine, rutschige Pfad in die Höhe zieht tut dann noch das Seine. Eine offene Gesteinsschichtung macht uns neugierig und wir schauen uns die Sache einmal aus der Nähe an. Zwischen zwei Felswänden führt ein Gang hindurch und endet an einer Felswand die für einen kreativen Kopf als Leinwand diente. Ein Teufel der uns mit seinem Dreizack schwingend entgegenlefzt, lässt uns schmunzeln.

Noch ein paar Kehren müssen wir überwinden, ehe wir am Almgelände der Kappeler Alm ankommen. Ringsum verstreut grasen die Tiere und nehmen kaum Notiz von uns, als Joe allerdings aus dem Wald tapst wird die Jungrindschar neugierig und mustert unser tun genauestens. Joe behagt das wieder einmal gar nicht und er versucht die "Meute" in großem Bogen zu umgehen. Sogleich machen sich einige Weidetiere daran die "Verfolgung" auf zu nehmen. Joe flüchtet kurzerhand in ein Waldstück und lässt sich eine Weile nicht mehr sehen.

Es ist noch kühl und wir haben die Alm erreicht. Für einen Einkehrschwung ist es aber noch viel zu früh und wir wandern an der Hütte vorbei und folgen rechterhand einem schmalen Forstweg. Durch ein kurzes Waldstück gelangen wir auf einen weiteren Fahrweg, welcher uns nach wenigen Minuten zum Sportheim Böck geleitet. Nach Rechts zieht der Fahrweg weiter in Richtung Alpspitz und Edelsberg. Man bemerkt auch gleich, dass sich ein Lift in der Nähe befindet und wir stapfen nun zusammen mit sandalenbereiften Rucksacktouristen zu dem Plateau am Fuße des Edelsberges. Rechts führt eine kleine Spur hinaus zum Gipfelaufbau der Alpspitze, geradeaus geht es weiter zum Edelsberg. Einige Meter später verzweigt sich der Weg abermals. Rechts zum Gipfel und nach links hinüber zur Fichtel- und Gundhütte oder weiter auf österreichisches Staatsgebiet nach Jungholz.


Wir folgen also dem recht ausgewaschenen Pfad in einigen Kehren hinauf zum Gipfelaufbau des Edelsberg. Der Ausblick vom "Gipfel" ist recht passabel und man kann viele Gipfel der Tannheimer Berge sowie der Allgäuer Alpen ausmachen. Als Hilfe dient hier die Infotafel welche direkt neben dem Gipfelkreuz installiert wurde. Dieser Gipfel verfügt sogar über ein Gipfelbuch, allerdings haben wir vergessen uns einzutragen...

Nach einer ausgiebigen Rast geht es den selben Weg zurück und zu einer wohlverdienten Rast auf der Kappeler Alm, bei einem wunderbaren Hirschbraten mit Spätzle und einem kühlen Bier. Nadja genoss ihre Flädlesuppe und das "Fitnessbrot" ebenfalls. Gut gestärkt treten wir dann den Abstieg an, welcher uns anders als beim Aufstieg diesmal über den Wiesenweg hinunter führt.

 
   
Talort Höhendifferenz in m
Pfronten - Kappel 730
   
Stützpunkt Gebirgsgruppe
Kappeler Alm, Sportheim Böck, Gundhütte Tannheimer Berge
   
Zeit in h Charakter
4 im Bereich der Höllschlucht ist Trittsicherheit ratsam, ansonsten unschwierige Wege; bei Nässe rutschig
   
 

» weitere Links

Mitdiskutieren in der Außerferner Stube