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Schon oft bin ich
durch den Ort Häselgehr gefahren ohne den Hausberg der
Gemeinde, die Lichtspitze, bewusst zu bemerken. Auch von der
Ferne reiht er sich in die Riege der Lechtaler ein ohne
besonders aufzufallen. Dem musste nun also Abhilfe geschafft
werden.
Vor der Lechbrücke zweigt die Straße in Richtung Gramais ab,
welcher ich bis zur zweiten Kehre folge. Unmittelbar hinter
der Kurve führt ein Forstweg links in den Wald und bietet
vielleicht für 2 Autos Platz. Mehr braucht man auch gar nicht,
da der Gipfel eher selten von Wanderern begangen wird.
Ein großes Schild weist den Weg durch den Wald hinauf. Ein
kleiner Pfad schlängelt sich nun anfangs noch flacher, bald
aber ziemlich steil über den Waldboden hin. Besonders nach
langen Regenperioden oder in der Früh ist der Weg stellenweise
ziemlich schmierig und das ändert sich bis zum Gipfel hinauf
nicht.
Nach etwa einer Viertelstunde trifft man auf die Wildfütterung
und einen Fahrweg. Rechts neben der Futterrofe führt die
kleine Spur in einen recht dichten Jungwald und gerade in den
Morgenstunden ist es in dem "Tunnel" recht rutschig und
dunkel, es ist also Vorsicht angesagt.
Über eine Stunde schreitet man durch den schattenspendenden
Wald ehe man auf erste größere Lichtungen und eine
Lawinenverbauung trifft. Der Steig führt nach wie vor steil
bergan und erst kurz unter dem Felsstock des Gipfels zieht er
nach rechts und unter den Felsen durch mehrere Gräben
hindurch. Diese Gräben sind das einzig knifflige an der Tour
und verlangen eine gehörige Portion Trittsicherheit und
Schwindelfreiheit.
Feinstes Geröll bildet hier der Kalk aus und macht den
Quergang eher ein wenig unangenehm, gerade wenn zuvor eine
Woche Regen auf den Berg niederprasselte, ergibt sich ein
glitschiges Abenteuer. Es ist allerdings durchaus zu
bewältigen und wenn man diese Gräben und den ersten Latz
hinter sich gelassen hat, steht dem Vorhaben nichts mehr im
Wege.
Noch durch einige Latschengassen hindurch, in einer
Linksschleife hinaus auf den Gipfelgrat und im Zick-Zack
hinauf zum Gipfelkreuz. Oben angekommen kann man dann die
herrliche Rundumsicht genießen und sich das Ober- bzw.
Unterlechtal, sowie das Gramaiser- und das Bschlabertal aus
der Vogelperspektive anschauen. Auch die Bergwelt ringsum
lässt keine Wünsche offen und man kann von hier wirklich viele
Gipfel erkennen... |
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