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Säuling (2.048m) - Ammergauer Alpen

 

Um nicht einzurosten, habe ich heute Vormittag (25.04.06) noch eine Frühstückstour auf den Säuling unternommen. Mit meinem Roller bin ich zum Säulinghaus-Parkplatz gefahren und habe ihn dort abgestellt. Zuerst über das kleine asphaltierte Sträßchen und nach etwa zweihundert Metern auf den Steig, der gleich recht steil durch den Wald hinaufzieht.

 

Nach wenigen Minuten gelangt man erstmals auf den Fahrweg. Diesem nach rechts folgend, geht es um eine Geländekante herum und der Steig führt wieder links in den Wald hinauf in einen schönen Buchenwald. Nach passieren einer kleinen Engstelle, flacht das Gelände etwas ab und der kleine Pfad schlängelt sich durch einige dichte Jungwaldgassen über den Waldboden.

 

Bei einem eingezäunten Bannwald nach links aufsteigen und immer am Zaun entlang wandern, bis man das zweite Mal auf einen Fahrweg trifft. Auf diesem zuerst flach nach rechts und dann gleich linkerhand steiler in Richtung Pflacher Älpele. Etwa hundert Meter bleibt man auf dem Steig, bis man auf den Wegweiser des Säulinghauses trifft. Jetzt nach links durch den lichten Wald und auch hier führt der Weg wieder durch einige Jungwaldbestände, bevor er das dritte Mal auf den Fahrweg trifft.

 

Der Steig führt links des Brunstgrates mehrmals über den Fahrweg und steigt dann im Zickzack steil durch den Wald zum Säulinghaus, welches sich auf einem größeren Boden unterhalb der Säulingwände befindet an. An der kleinen Notlager-Hütte halte ich mich rechts und stapfe durch den Schnee und teilweise über loses Geröll zum Einstieg auf.

 

Schmal und teilweise durch das Schmelzwasser rutschig, zieht der kleine Pfad hinauf. Schon bald treffe ich auf die ersten Seil- und Kettensicherungen. Mit leichter Kletterei geht es bis fast zu der Gamswiese hinauf. Oben am Sattel grasen schon viele Gämsen, die zwar Notiz von mir nehmen, sich aber an meiner Anwesenheit nicht weiters stören. Hier und da ein interessierter Blick und dann wird aber gleich weiter gefressen. Über ein paar Schneefelder geht es hinauf zum letzten Aufschwung des Geländes, an dessen rechten oberen Punkt das Gipfelkreuz steht.

 

Der tatsächlich höchste Punkt ist aber weiter links auf einem kegelförmigen Gratrücken mit einem kleinen Steinmandl markiert. Ich treffe am Sattel zwischen den beiden Erhebungen ein und blicke gleich in die gähnende Tiefe der Lähngehre. Kaum zu glauben, dass hier eine Skitourenroute heraufführen soll! Am Gipfel wird noch ein wenig herumgeknipst und eine Eintragung ins Gipfelbuch vorgenommen. In diesem Jahr bin ich der 17. Besucher des Säulings. Eigentlich hatte ich angenommen, dass dieser Gipfel wesentlich öfter begangen würde.

 

Das Wetter ist nicht gerade berauschend und der Wind fegt eiskalt über den Gipfelrücken. Bald packe ich wieder meine Sachen und steige den selben Weg, welchen ich heraufgekommen bin, wieder ab. An dem Sattel grast wieder eine einzelne Gams und sie bewegt sich prompt in Richtung Steig. Als ich näher komme, trottet sie langsam den selben Weg hinunter, über den auch ich absteigen muss. Ich hoffe immer, dass sie einmal in den freien Graslatz hinaus ausweicht. Die Gams macht aber keine Anstalten, den Weg "zu räumen". Ich warte immer wieder um sie nicht in Panik zu versetzen, aber sobald ich wieder über den nächsten Felsriegel schaue, blickt sie mich wieder verdutzt an und tappst wieder ein paar Schritte weiter.

 

So zieht sich dieses "Spiel" hin, bis ich fast wieder den Einstieg erreiche. Endlich schwenkt sie unterhalb von ein paar Schrofen ins Unterholz und ich kann meinen Weg normal fortsetzen. Wahrscheinlich wird mir die Gams jetzt tausend Flüche nachschicken, weil sie jetzt wieder den ganzen Weg hinaufzotteln muss, um wieder zu ihrem sonnigen Ruheplatz zu gelangen ;-)

 
   
Talort Höhendifferenz in m
Pflach 1.150
   
Stützpunkt Gebirgsgruppe
Säulinghaus (1.720m) Ammergauer Alpen
   
Zeit in h Charakter
4 vom Säulinghaus bis zur Gamswiese einige Stellen mit leichter Kletterei (I.), Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
   
 

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