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Für den heutigen
Tag ist die Tour auf die Scheinbergspitze im Ammerwald
geplant. Zugleich ist dies aber auch die erste
Gemeinschaftstour von Forenmitgliedern, die sich bis dato nur
"virtuell" kannten: Ralf (rps) und Kalle. Auf dem Weg von
Kaufbeuren in den Ammerwald hat mich Ralf mit seinem roten
Kleinwagen mitgenommen.
Am Parkplatz den
kleinen Flitzer abgestellt, geht es über einen Fahrweg erst
einmal gemütlich über ein paar Serpentinen bis zu einem
Wegweiser, der uns den Beginn des Steiges zeigt. Dem
kleinen Pfad folgend gehen wir durch gestrüppreiches Gelände
und nur hier und da treffen wir auf kleinere Schneeflecken.
Der Waldhang wird steiler und auch die Schneefelder werden
immer größer. Wir orientieren uns an den roten
Markierungspunkten und folgen teilweise auch älteren Spuren.
Ab ca. 1600
Höhenmeter ist die Schneedecke geschlossen und wir stapfen
über die Südschulter und teils steile Passagen empor.
Teilweise befinden sich dicht unter der Schneedecke
Latschenfelder und oft brechen wir bis zu der Hüfte in die
sich öffnenden Löcher ein. Trotz der zeitweiligen Schinderei
haben wir beide unseren Spaß am Aufstieg und auch die immer
dunkler werdenden Quellwolken ändern daran nichts.
Leider ist die
Sicht generell ein bisschen trübe und so ist beispielsweise
der Hochvogel in der Ferne nur ganz schemenhaft zu erkennen.
Bald erreichen wir den Vorgipfel und dann wird erstmal eine
kurze Rast gemacht und ein paar Fotos geknipst. Ralf hat schon
Angst davor, dass nun seine Identität im Forum gänzlich offen
gelegt wird, aber es hilft nichts... er muss jetzt auf das
Bild! ;-)
Wir unterhalten uns noch über Begebenheiten in den Ammergauern
und anderswo und steigen die letzten Meter über den kleinen
Sattel zum Hauptgipfel auf. Die Witterung verschlechtert sich
zunehmend
und bald setzt auch schon leichter Graupelschauer ein. Über
einen Geländerücken im Südosten sehen wir einen Tourengeher
mit seinem Hund herannahen. Nach Nordosten würde ein seilgesicherter Steig vom Gipfel zu diesem Geländerücken
führen, aber mit dem Hund ist das nicht möglich. Der
Tourengeher macht aber dann auf dem höchsten Punkt des
Geländerückens Rast und zieht die Felle von den Skiern ab.
Eindrucksvoll erhebt sich das breitgelagerte Massiv der
Hochplatte im Westen. Links davor ist auch ein Gipfelziel vom
letzten Frühling zu erkennen: die Weitalpspitze. Unglaublich,
wie viel Schnee dort oben noch liegt. Wir unterhalten uns noch
ein wenig, aber der Wind vertreibt uns wieder vom Gipfel und
wir steigen ab. Mit einigen Einbrüchen über den
Latschenfeldern geht es durch den tiefen Schnee hinunter. Am Hinunterweg begegnen uns noch ein paar Berghungrige, die es
aber durch unsere Spurarbeit schon leichter haben. |