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Auch heute lockte
uns das schöne Wetter wieder ins Gebirge und so wanderten wir,
diesmal mit Silvia und Tine, ein Stück entlang des Saalfelder
Höhenweges mit einem kurzen Abstecher auf die Sulzspitze
(2.084m).
Ausgangspunkt dieser Halb-Tagestour war Tannheim (Talstation
Vogelhornbahn).
Am Parkplatz, der für einen Tag 2 Euro kostet, stellten wir
den PKW ab. Danach ging es zum gemütlichen Teil über, die
Fahrt mit der Vogelhornbahn auf das Neunerköpfle.
Nach der Bergstation gehen wir nach rechts hinüber unter den
Gipfelstock des Neunerköpfle, wo sich auch der Startplatz für
die Paragleiter und Drachenflieger befindet (das Neunerköpfle
ist bekannt als Flugberg für die Para- u. Deltagleiter).
Früher ging der Weg links hoch und über felsiges Gelände
hinauf zum Gipfelkreuz des Neunerköpfle, heute aber zieht der
Weg angenehm unterhalb des Gipfelstockes hinüber auf die
Kanzel.
Der Weg, auf dem wir uns befinden, heißt Saalfelder Höhenweg
und ist, insofern man keine Abstecher auf die am Weg liegenden
Gipfel unternimmt, wirklich für jeden zu begehen.
Hier gibt es keine ausgesetzten Stellen und keinerlei
Schwierigkeiten zu bewältigen. In gemächlichem Auf und Ab geht
es in Richtung Landsberger Hütte, die allerdings noch weit von
unserem jetzigen Standpunkt entfernt ist.
Nun befinden wir uns auf dem Strindenjoch, die gleichnamige
Hütte (Strindenalpe) liegt links unterhalb des Joches. Ein
Blick nach rechts hinunter zeigt uns die Usseralpe, auf der
der Hüttenwirt noch selbst Käse zubereitet. Wir aber folgen
weiter dem Pfad des Saalfelder Höhenweges und sehen vor uns
schon die Sulzspitze (2.084m), welche wir heute noch
"mitnehmen" wollen.
Seit ca. einer halben Stunde sind wir jetzt unterwegs und wir
erreichen die Strindenscharte. Von dieser Scharte aus zieht
ein Grat nach links hinauf zum Litnisschrofen, welcher aber
über keinen markierten Weg verfügt. Auf dem Fahrweg der
Gappenfeld Alpe gehen wir unter der Flanke der Sulzspitze
hindurch und treffen den Wirt der Alpe, der gerade dabei ist
den Weidezaun zu reparieren. Er begleitet uns ein Stück des
Weges und erklärt uns ein wenig die Gegend und stellt uns
seinen netten Hund "Blitz" vor.
Jetzt treffen wir auf die Weggabelung, welche nach rechts
hinauf zur Sulzspitze führt. 35 Minuten stehen für diesen
Steig angeschrieben.
Also keine strapaziöse Angelegenheit die eigentlich (fast)
jeder schaffen sollte. Stellenweise hat die Erosion die
oberste Humusschicht abgetragen und eine Geröllrinne
hinterlassen. Diese stellen die einzigen "gefährlicheren"
Situationen dar, welche der Anstieg zur Spitze birgt.
Am Gipfel angekommen genießen wir die herrliche Aussicht in
die umliegenden Berggruppen und ins Tal. In südwestlicher
Richtung sehen wir das imposante Delta des Hochvogels und im
Südosten die Leilachspitze. Unter uns liegt das Vilsalptal,
den See jedoch sehen wir nicht, da er hinter einem Bergrücken
versteckt ist.
Nach einem kurzen Abstieg zurück zum Fahrweg kommen wir nach
einer halben Stunde zur Gappenfeld Alpe (1.810m).
Das Begrüßungskomitee stellt ein drolliger Ziegenbock dar, der
hier die Gäste unterhält. Auch die freundliche Wirtin und ihre
gute Hüttenbrotzeit verschönern uns den Nachmittag und so
bleiben wir eine Weile auf der Terrasse sitzen und genießen
die Sonne. Wir entschließen uns den Abstieg direkt hinter der
Hütte zu nehmen.
Von der Hütte aus zieht der Weg in einer Senke hinab zu einer
Geländekante, von wo aus der Steig recht steil hinunterführt.
Nach ca. 25 Minuten treffen wir auf einen neu angelegten Weg.
Dieser Weg ist aber schon beinahe als "kriminell" anzusehen.
Steil und ohne jeglichen Tritt führt er im Zick-Zack hinunter.
Der grobe Schotter tut noch sein übriges dazu. Das ist kein
Weg sondern eine "Geröllrinne"! Die Art und Weise wie dieser
Weg angelegt ist, lässt uns vermuten, dass sich der Erbauer
hierbei absolut nichts gedacht hat! Gott sei Dank ist diese
Tortur nach 35 Minuten wieder vorbei und wir können nun auf
einer asphaltierten, kleinen Straße weitergehen. Bald kommen
wir auch auf die Vilsalp-Straße und nach Tannheim. |
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