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Bach


Region: Lechtal


erste urkundliche Erwähnung: 1427 - Pach
Fläche: 56,87km²
Höhe: 1070m
Ortsteile: Oberbach, Unterbach, Stockach, Schönau, Winkl, Kraichen, Benglerwald, Seesumpf, Klapf, Bichl, Oberwinkl, Sulzlbach



der Ort Bach mit dem Eingang zum Madautal (ca. 1905)

Feuersteinabbaustätte am Rothornjoch


Am Rothornjoch im nahen Umfeld der Jöchlspitze hat ein Forschungsteam der Universität Innsbruck Ausgrabungen an mehreren Radiolarit- und Hornsteinaufschlüssen durchgeführt. Den (vorsichtigen) Einschätzungen der Experten zufolge, könnte sich am Rothornjoch in der Zeitspanne zwischen dem 6. und 3. Jahrtausend v. Chr. eine Silex-Abbaustätte befunden haben.

Siehe dazu auch den Beitrag 'das vorgeschichtliche Außerfern'.

Fund aus der Bronzezeit


Ein heute verschollener Fund einer Speer- oder Lanzenspitze aus der Bronzezeit ist belegt.

Gerichtsstätte des Lechtals



am Burgstall wurde einst Gericht gehalten
Ursprünglich war der Gemeindename Stockach in Gebrauch. Als "Anwaltschaft" des Lechtals wurde es als Sitz des sogenannten "Stocker Drittels" angesehen. Erst 1854 wurde im Zuge einer Verwaltungsreform aus der Gemeinde Stockach die Gemeinde Bach.

Auf der Geländestufe nordwestlich oberhalb von Bach befindet sich zwischen Seesumpf und dem Benglerwald die heute durch den Bewuchs nicht mehr erkennbare Ruine Burgstall. Hier gab es bis ins 15. Jahrhundert hinein eine Gerichtsstätte, einen sogenannten Dingstuhl, an welchem über das obere Lechtal Gericht gehalten wurde. Die Mehrzahl der Prozesse hat sich offenbar auf das "Marchrücken" und die Streitigkeiten rund um die Kulturflächen und deren Nutzung abgespielt.

Heute ist die einstige Existenz dieser Dingstatt noch an der Fassade des Gasthofs Grüner Baum in Bach illustriert. Ein Text gibt an: "Inkearstatt zur selbiga Zeit wo auf dem Burgstaoll beim Bach die Dingstatt ischt gwößt - für all Lechtler Leut 14 - 1600"



Bergbau


Im südlich des Madautals abzweigenden Alperschontal wurde noch im 15. und 16. Jahrhundert Erz abgebaut (Bleiglanz, Zinkblende und Galmei), wovon noch die Flurnamen Knappenbodenalpe und Knappenböden zeugen.
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Lawinen


Für 1693 ist ein katastrophaler Lawinenabgang im Kontertal (Sonnenkogel) belegt. 3 Häuser wurden zerstört und sieben Leben durch die Schneemassen genommen. Gerade in den letzten Jahrzehnten wurde viel in den Lawinenschutz investiert und die Gefahr ist zu einem großen Teil gebannt.

Händler und Kaufleute


Auch aus der Gemeinde Bach wanderten viele Händler und Kaufleute aus, um in der Ferne ihr Glück zu suchen. Einige Häuserfassaden erinnern an den einstigen Wohlstand, welchen die erfolgreichsten unter ihnen in die Heimatgemeinde zurück brachten und um ihren Lebensabend in der Heimat zu verbringen.

E5 - Europäischer Fernwanderweg und Lechweg


Heute herrscht aufgrund des durch den Ort führenden Fernwanderweges E5 eine gewisse touristische Umtriebigkeit. Private Zimmervermieter, Gaststätten und Personenverkehrsunternehmen profitieren davon. Als weiterer Besuchermagnet entwickelt sich zusehends der Lechweg.

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