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Berwang

Region: Zwischentoren


erste urkundliche Erwähnung: 1226
Fläche: 42,72km²
Höhe: 1342m
Ortsteile: Brand, Bichlbächle, Gröben, Kleinstockach, Mitteregg, Rinnen, Tal


Funde


Prähistorische Kleinfunde wurden in Berwang selbst und dem Nahbereich des Thanellers gemacht.


Berwang mit Pfarrkirche, im
Hintergrund die Zugspitze

Erste Siedler


Die ersten Siedler im Gebiet von Berwang waren unter dem Schutz von den Herren von Starkenberg stehende Bajuwaren, nutzten das Gelände vermutlich schon zuvor als Alpgebiet und kamen über die heutige Tarrenton Alpe aus dem Gurgltal und von Imst. Sie siedelten im Rotlech-, Namloser und Berwanger Tal in sogenannten Schwaighöfen, welche sie an klimatisch begünstigten Stellen errichteten, was in dem durch die Höhenlage bedingten rauen Klima auch durchaus nötig war.
Selbst in witterungstechnisch normalen Jahren war der Ertrag gerade so ausreichend. Verdarb Regen, Frost oder Schnee die erhoffte Ernte oder lichtete eine Viehseuche die Anzahl der Tiere im Stall, zog schnell auch der Hunger in die Bergbauernhöfe ein.

Um das Vieh versorgen zu können, wurden selbst die steilsten Bergmähder und sämtliche Almflächen bewirtschaftet.

Besitzansprüche



ehemaliges Hochaltarbild
des Meisters Paul Zeiller aus Reutte
1226 gelangte das Gebiet von Berwang an die Tiroler. Ab 1430 endet der Verwaltungsanspruch von Imst und fällt an das Gericht Ehrenberg.

Kirchenbau und kirchliche Selbständigkeit


Zunächst zählte Berwang kirchlich zur Mutterpfarre Imst. Erst um 1420 wird mit dem Bau einer eigenen kleinen Kirche begonnen und ein Friedhof angelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Toten über den Fernpass nach Dormitz zur Bestattung überstellt werden. Ab 1423 betreut der Pfarrer von Lermoos die kleine Kirchengemeinde von Berwang mit und ab 1441 erhält der Ort einen eigenen Seelsorger.

Ereignisse


Im Jahr 1629 werden für Berwang 8 Urhöfe genannt.

1816 beschädigt eine aus der Hönig-Nordflanke abgebrochene Staublawine einige Häuser und die Kirche. Am Kirchenbau wurde das Dach des Turmes und sämtliche südseitig ausgerichteten Fenster zerstört.

1843 stattete die bayerische Königsfamilie mit Maximilian II., seiner Frau Marie Friederike und den beiden Söhnen Ludwig und Otto dem Bergbauerndorf einen Besuch ab.

1968 - Lawinenunglück (?; eine genauere Quelle wird noch gesucht)

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