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Allgäuer Bergfieber

Bergsteigergeschichte(n) einer rauen Region


Allgäuer BergfieberAutor
Auffermann Uli
Verlag
Bruckmann
Erscheinungsjahr
2010

vollständige Rezension von oliver



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Das Allgäu gilt als lieblich - jedoch kann es auch anders! Schon namhafte Bergsteiger wie Dülfer und Heckmaier mussten ihr Können als versierte Alpinisten an Höfats, Schneck oder Trettach unter Beweis stellen. Uli Auffermann hat ein unterhaltsames, informatives Buch geschrieben, das das Allgäu einmal anders, als echtes Bergsteigerland zeigt: abenteuerlich und rau. Allgäuer Alpingeschichte wird hier lebendig, und die Tourenbeschreibungen regen zur Nachahmung an.

Neben Hermann von Barth, dem ersten Hochtourist des Allgäus, Anton Spiehler - dem Vater der Allgäuer Höhenwegen, Josef Enzensperger mit sportlicher Ausrichtung wird auch die Geschichte vom jungen Bergführer Willi Wechs mit seinen wichtigsten Stationen aufgeführt. Im März 1941 leitete Wechs eine Unternehmung mit echtem Expeditionscharakter: die Durchquerung der Hornbachkette, die über 12 Gipfel verlief. Eine solch alpine Großtat hätte sicher größeres Echo erhalten, wenn Sie in den Ostalpen erfolgt wäre. Wechs hatte damit die Erfahrung gelehrt, dass direkt vor der eigenen Haustür mit etwas Kreativität und vor allem im Winter, in der stillen Jahreszeit, all das zu finden sei, was großen, intensiven Alpinismus in seiner Essenz ausmacht. Daneben bringt Uli Auffermann immer wieder lokale Persönlichkeiten ins Spiel, z. B. eine Episode mit Florian Kerber, Bergführer aus Bach im Lechtal.