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Allgäuer Bergnamen


Allgäuer BergnamenAutor
Steiner Thaddäus
Verlag
Kunstverlag Josef Fink
Erscheinungsjahr
2008



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Dieses Buch bietet in 451 Artikeln für alle Gipfel der Allgäuer Alpen, des bayerischen, Vorarlberger und tirolischen Raumes und einige markante Höhen des Alpenvorlandes eine sprachliche Erklärung ihres Namens. Die Grundlagen für die Deutung sind urkundliche Bezeugungen dieser Namen und ihre mundartliche Aussprache. Es zeigt sich dabei, dass viele Bergnamen uralt sind, denn seit dem 9. Jahrhundert treten sie in Urkunden verschiedenster Art ans Licht. Mehr noch: Einige von ihnen sind so alt, dass ihre sprachliche Grundlage im lebendigen Deutsch längst verschwunden ist und deshalb nur im Vergleich mit anderen germanischen Sprachen erkannt werden kann. Ganz wenige stammen aus der untergegangenen romanischen Sprache des Allgäus in vordeutscher Zeit.

Die Namen spiegeln auch die unterschiedlichen Strukturen der Bergwelt: von den Grasbergen, vorwiegend im Nordteil, bis zu den schroffen Felsbergen des Allgäuer Hauptkammes und der Hornbachkette. Sie lassen die Eigenart der Allgäuer Namengebung ersehen und dokumentieren zugleich die Unterschiede des Allgäuer Alemannischen, des Bairischen und des Walser Alemannischen am Tannberg und im Kleinen Walsertal. Überlieferung und Deutung lassen auch erkennen, dass die überwiegende Zahl der Gipfelnamen aus der Zeit vor Beginn der alpintouristischen Erschließung stammt, dass sie aber oft von der Touristik erst eindeutig auf bestimmte Gipfel festgelegt und nicht selten sprachlich verändert wurden. Die wenigen touristischen Neuschöpfungen treten dadurch klar hervor.

Das Buch will ein Begleiter für den interessierten Wanderer und Bergsteiger sein, dem Heimatfreund eine Stütze zur Erforschung seines Interessenraumes bieten, aber auch den Anforderungen der wissenschaftlichen Namenkunde entsprechen.