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Jeanne Immink

Die Frau, die in die Wolken stieg


Jeanne Immink - Die Frau, die in die Wolken stiegAutor
Muré Harry
Verlag
Tyrolia
Erscheinungsjahr
2010

vollständige Rezension von obadoba



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Dieses Buch erzählt die bemerkenswerte Geschichte der Holländerin Jeanne Immink, die sich dazu berufen fühlte, schwierige Berge zu besteigen, in einer Zeit, in der eine solche Beschäftigung für eine Frau, zumal allein mit Kind, noch als höchst unkonventionell und skandalös galt. Als erste Frau kletterte sie – in Hosen, wider die Gepflogenheiten ihrer Zeit – den vierten, damals obersten Schwierigkeitsgrad, der um 1890 nur einer Handvoll Männern vorbehalten war. Mit einer Vielzahl von Erstbegehungen und Gipfelbesteigungen in den Dolomiten stellte sie unter Beweis, dass auch eine Frau imstande ist, schwierigste Routen zu meistern.

Frei und unabhängig zog sie durch die Alpen, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Für ihre Ziele engagierte sie die besten Bergführer. Mit Sepp lnnerkofler, dem späteren Kriegshelden, bildete sie eine großartige Seilschaft. lm steilen Fels bewegte sie sich ebenso sicher und selbstbewusst wie in der Wiener oder Münchner Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Durch die Aufnahmen von Theodor Wundt, einem damals bekannten Bergfotografen, ist ihr Bild – das erste Foto einer kletternden Frau, das auch als Titelbild verwendet wurde – der Nachwelt erhalten geblieben. Zwei Gipfel wurden nach ihr benannt, die Cima Immink im Jahr 1891 und der Campanile Giovanna (= Jeanne) zu Anfang des letzten Jahrhunderts. Die beiden Bergspitzen – Jeanne Imminks Visitenkarte – stehen nebeneinander in der Palagruppe in den südlichen Dolomiten.