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Elbigenalp

Region: Lechtal


erste urkundliche Erwähnung: 1312
Fläche: 33,10km²
Höhe: 1039m
Ortsteile: Obergiblen, Untergiblen, Grünau, Köglen


Alemannischer Fund


Im Gemeindegebiet von Elbigenalp wurde eine bronzene Gürtelschnalle aus dem 6. Jahrhundert aufgefunden.


Elbigenalp mit der noch komplett freistehenden Pfarrkirche St. Nikolaus (etwa 1900)

Namensherkunft


Es wird allgemein angenommen, dass sich der Ortsname von Elbigenalp von elmige Alpe ableitet, was soviel bedeutet wie auf der mit Ulmen bewachsenen Alpe

wechselnde Besitzverhältnisse


Schon drei Jahre nach der erstmaligen Nennung gelangen die Güter zu Elbigenalp durch eine Schenkung der Herren von Rettenberg an das Zisterzienserstift Stams.
1348 wird der Gerichtssprengel Lechtal - welcher zuvor dem Gericht Imst unterstand - dem Pfleger des Gerichts Ehrenberg zugeteilt.
Kirchlich wird die Pfarre Elbigenalp 1394 dem Kloster Füssen unterstellt.

Falger's Gedanken


...in seiner Chronik meint Falger, die Bevölkerung des Thales rühre von den Alemannen her, welche nach ihrer im Jahre 496 durch die Franken erlittenen Niederlage sich zum Theile auch am obern Lech niedergelassen hätten. Darauf deute, meint er, noch der im Lechthal übliche auf Veraltetes angewendete Ausdruck "altfränkisch" hin, in welchem noch der Hass gegen die Franken nachklinge.


Elbigenalp mit der Pfarrkirche St. Nikolaus
Als "Grund der Geschichte" nimmt er an, Lechthal sei eine Alpe gewesen und habe dem Kloster des hl. Magnus in Füssen gehört. Für die älteste Kirche Lechthals hält er das St. Martinskirchlein mit dem Beinhause in Elbigenalp. Er erinnert daran, dass schon früh auch auf den Höhen zerstreute Höfe standen, weil manche Bewohner den Lech gefürchtet hätten und dass Saumwege über die Höhen gingen. Auf einer Truhe sei die Jahrzahl 1001, auf einem Balken 1414 gestanden; der Taufstein in der Kirche zu Elbigenalp trägt eine fast unleserliche lateinische Umschrift vom Jahre 1411.

Anton Falger und das Lechthal - Christian Schneller

Königin Marie von Bayern


Über mehrere Jahre und gar Jahrzehnte hinweg besuchte Marie von Bayern - die Mutter König Ludwigs II. - immer wieder die Lechtaler Gemeinde. Schon bald erwarb sie auch ein Anwesen in Elbigenalp und galt als große Gönnerin für den Ort, aber auch für den Großteil des Lechtals.


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