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Elmen


Region: Lechtal


erste urkundliche Erwähnung: 1312 - elmenoe
Fläche: 29,64km²
Höhe: 976m
Ortsteile: Klimm, Martinau



Elmen von der Lichtspitze aus gesehen

Saumpfade


Es wird allgemein angenommen, dass sich schon lange vor den ersten Siedlern ein Pfad bzw. Saumpfad im Gemeindegebiet von Elmen befunden hat. So wurde am sogenannten Hohen Rain eine Münze aus der Zeit der Römer aufgefunden (ca. 175 n. Chr.).

Namensherkunft


Von elmenoe = mit Ulmen bewachsene Au

Kirchengeschichte


1438 wird erstmals von einem Kirchenbau in der Gemeinde Elmen berichtet, jedoch gab es mit Sicherheit schon Vorgängerbauten an der selben Stelle. 1667 wird die Kirche bei einem Brand zerstört. Sie erhält beim Wiederaufbau ihre heutige Gestalt. Nur der Kirchturm blieb von dem ursprünglichen Korpus erhalten, er wurde 1903 erhöht.

Lawinenunglück und Hochwasserkatastrophen


Im Jahre 1664 reißt eine Lawine 40 Männer in den Tod, als diese gerade das Heu von den Bergmähdern zu Tal

Langhausfresko in der
Elmer Pfarrkirche 'Hl. Drei Könige'
(Joseph Anton Köpfle)
bringen wollen. 22 Frauen wurden damit zu Witwen, sowie eine nicht genannte Anzahl von Kindern zu Halbwaisen. Angesichts der Gesamtbevölkerungszahl des Ortes mit 135 Einwohnern, wurde bei diesem Unglück beinahe ein Drittel davon ausgelöscht. Dabei nimmt sich der entstandene Sachschaden mit 4 zerstörten Häusern geradezu nebensächlich aus.

1762 ist ein verheerendes Hochwasser verzeichnet, wobei drei Häuser im Einzugsgebiet des Lechs gar mit Ketten gesichert werden mussten. Heute sind diese Bauten nicht mehr sichtbar.

Eine Lawine bricht 1887 von der Klimm ab und bildet mit ihrem Kegel einen Damm aus, welcher die Wasser des Lechs aufstaut. Auch am 23. März 1988 kommt es wieder zu einem Lawinenereignis, bei welchem mehrere Gebäude und eine Brücke zerstört werden. Der dabei entstandene Lawinenkegel erreichte eine Höhe von etwa 30 Metern.

Glockengießerei


Ende des 18. - Anfang des 19. Jahrhunderts bestand im Dorf eine Glockengießerei. Als Betreiber dieser Werkstätte wird ein gewisser Michael Schwarz genannt.

Feuersbrunst


Eine Feuersbrunst enormen Ausmaßes zerstört 1880 in der Gemeinde 13 Häuser. Nur 23 Jahre später (26. März 1903) wird beinahe der gesamte Weiler Martinau ein Raub der Flammen - lediglich ein Haus (Hnr. 2) bleibt verschont.

Flugzeugabsturz


1944 kommt es im Zuge eines Luftgefechtes am Himmel über dem Außerfern unter anderem auch zu einem Abschuss einiger deutscher Jagdflieger. Im Bereich der Elmer Fraktion Martinau stürzt eine dieser Maschinen ab.

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