Löwenbachtobel  (gelesen 280 mal)

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Offline kalle

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Löwenbachtobel
« am: 29. Okt 2018 - 09:37 Uhr »
Die ersten Niederschläge in Form von Schnee galt es mit einer kleinen, stimmungsvollen Wanderung zu entdecken. Als Startpunkt wählten wir den kleinen Ort Imberg, auf einer Höhenstufe südlich des Ostrachtals. Zunächst in Richtung Straußberghütte, zweigt nach etwa einer Viertelstunde ein Ziehweg rechts ab, welcher in leichtem Auf und Ab durch den Wald in die Tobelflanke hinein zieht. Die Schneeauflage und der Nebel zaubern ein mystisches Licht in den Tobelwald. Zuletzt auf schmalem Steig hinab auf den Grund des Tobels, hin zum Löwenbach.

Der Löwenbach legt dabei immer wieder auch kleinere Nester der sogenannten "Imberger Schieferkohle" frei, die in den Notzeiten sogar in größerem Umfang bergmännisch abgebaut wurde. Den Grubeneingang hat in der Vergangenheit aber wohl ein Hangrutsch unter sich begraben. Im oberen Bereich des Tobels sollen sich sogar noch Reste einer Seilbahn finden, welche heute, bei solch einem rutschigen Untergrund, jedoch vor uns "sicher" sind.

Über einen mit Stufen versehenen Steig gelangt man über die steile, südliche Tobelflanke bald hinauf in den Bereich des Weidegebietes im Umfeld des Sonthofer Hofs. Über die schmale Fahrstraße einige Kehren hinab, zweigt bald ein Weg in Richtung Kühberg und Steinbichl ab. Nördlich des Kühbergs durchstreift man ein kleines Moorgebiet und am Weiterweg in Richtung Margarethen - einer Ansiedlung über Sonthofen - passiert man einen interessanten Steinbruch mit dicken, aus Sediment abgelagerten Felsplatten, welche sich schön in dem darunter befindlichen Wassergumpen spiegeln. Im Nebel wähnt man sich in einer archaisch anmutenden Arena und sogar ein Echo lässt sich in diesem halb offenen Felskessel erzeugen.

Kurz vor Margarethen biegen wir rechter Hand ab und wandern über den Fahrweg zurück in Richtung Imberg. Vom unteren Lauf des Löwenbachs steigen wir kurz steiler über einen Fußpfad hinan und stehen bald direkt vor der Katharinen-Kapelle am Rande von Imberg. Nach Besichtigung der alten, nur noch schwer erkennbaren Fresken an der Außenfassade der Kapelle geht es zurück zum Auto, das zuvor an dem kleinen, kostenlosen Parkplatz neben dem Gebäude der Feuerwehr abgestellt wurde.
« Letzte Änderung: 04. Nov 2018 - 17:12 Uhr von kalle »

Offline Graddler

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Re: Löwenbachtobel
« Antwort #1 am: 31. Okt 2018 - 22:23 Uhr »
Kalle, was schätzt du wie lange diese Ruinde dauert - reine Gehzeit ohne Besichtigungspausen u.ä.? 2 Stunden?
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Offline kalle

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Re: Löwenbachtobel
« Antwort #2 am: 01. Nov 2018 - 18:20 Uhr »
Hallo Graddler

Ich hätte jetzt auch so zwischen 1:45 bis 2 Stunden gesagt. Insgesamt sind es 6 Kilometer Strecke und knapp 300 Höhenmeter die man dabei absolviert.

Schönen Gruß
Kalle
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Offline Graddler

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Re: Löwenbachtobel
« Antwort #3 am: 01. Nov 2018 - 19:18 Uhr »
Danke, Kalle. Mittlerweile kann ich deine Zeitschätzung aus eigener Erfahrung bestätigen :) .

 





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