Namloser Rundweg (Variante)  (gelesen 197 mal)

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Offline kalle

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Namloser Rundweg (Variante)
« am: 04. Nov 2018 - 18:01 Uhr »
Für die Begehung der Variante des Namloser Rundwegs gibt es mehrere kostenlose Parkmöglichkeiten.

  • Parkplätze am Eingang in das Sommerbergtal / Fallerschein
  • begrenzte Parkplätze am Beginn des Klauswald-Fahrwegs
  • Parkplätze an der Ortseinfahrt von Namlos

Wir haben diesmal das Gefährt am Parkplatz von Fallerschein abgestellt und sind zunächst dem Asphaltsträßchen ein Stück in das Sommerbergtal hinein gefolgt. An einem Kreuzbaum dann links ab und auf dem Gehweg bis zu der Sommerbergbachbrücke hinab. Über Stufen unterhalb dieser hindurch und links zu der Treppe, welche bis zu der neu errichteten Hängebrücke über den Namloser Bach hinunter führt. Die Hängebrücke selbst ist relativ kurz, jedoch ist hier bei der Zusammenkunft des Sommerberg- und des Namloser Baches die Landschaft eine äußerst urige und wirkt durch die Kluften und Klammen direkt wildromantisch.

Über weitere Stufen gelangt man hinauf in das Viehweid-Gebiet von Namlos und über einen alten Ziehweg zum Waldsteig, dem man kurze Zeit nach Nordwesten folgt. Nach etwa 350 Metern Wegstrecke trifft man auf den eigentlichen Jägersteig. Die Kompass-Karte zeigt die Wege in diesem Bereich als markierte Wanderwege an. Tatsächlich ist die Beschilderung für diesen Steig mehr oder weniger nicht mehr existent, die Markierungen nur bei genauem Hinsehen erkennbar. Offenbar wird dieser schöne Steig dem Verfall preisgegeben. Die Zahl der Begehungen dürfte gering sein, Abrutschungen auf den oder vom Weg wurden schon eine Zeit lang nicht mehr instandgesetzt, Fußbrücken und Stege nicht mehr saniert.

Um diesen östlichen Teil des Jägersteigs ist es jedenfalls schade, denn die Weganlage wäre aus landschaftlicher Sicht wirklich schön. Das Lechtal wirbt zwar mit sanftem Tourismus, hier bei Namlos scheint die 'touristische Flamme' jedoch inzwischen komplett erloschen zu sein. Vielleicht liegt das aber auch am Motorrad-Tourismus, welcher in diesem Tal ein sehr lautstarkes Signal eben gegen einen solchen schonenden Tourismus aussendet. Selbst jetzt im November hört man laufend die teils stark motorisierten Zweiräder durch das langgezogene Tal dröhnen.

Folgt man trotz der wenig idyllischen, akustischen Untermalung dem kleinen Steig gegen Osten, gelangt man durch Wald und zuletzt über Wiesenhänge zum kleinen Ort Namlos. Die 1263 Meter hoch gelegene Gemeinde selbst hat ihre Blütezeit leider offenkundig auch schon hinter sich gelassen. Die Landflucht hat dem Gebirgsort zahlreiche leerstehende und ruinöse Höfe und Häuser beschert, was der ansonsten zumindest visuell wahrgenommenen 'Heimeligkeit' alter Orte doch einen recht herben Dämpfer verpasst. Leider.

Im Normalfall würde der Rundweg durch den Klauswald zurück zum Ausgangspunkt führen. Oben im Arschwald - ja, der heißt wirklich so - sind derzeit jedoch Bauarbeiten zum Schutz des Ortes vor Naturgefahren im Gange und das Ambiente gleicht aktuell eher dem einer überdimensionierten Kiesgrube. Also geht unsere Wanderung am Talboden und entlang dem Namloser Bach zurück zum Taleinschnitt des Sommerbergtals und damit zum Parkplatz des Almdorfes Fallerschein.

Strecke: ca. 5,5km - Anstiege gesamt: ca. 200 Höhenmeter

Impressionen

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« Letzte Änderung: 04. Nov 2018 - 18:04 Uhr von kalle »

 





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