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alpin => Sommer/Herbst in den Bergen => Thema gestartet von: FalscherHase am 21. Dez 2010 - 10:42 Uhr

Titel: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 21. Dez 2010 - 10:42 Uhr
Ich möchte 2011 gerne an einer 24 Stunden - Wanderung teilnehmen. Angebote gibt es z.B. im Tannheimer Tal. Auf eigene Faust wäre nicht so sinnvoll wegen logistischer Probleme.
Sigrun
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 19. Feb 2011 - 20:18 Uhr
... habe mich angemeldet bei der Tour 24.-25. Juni  ;D Tannheimer Tal, Mammut AlpineSchool
Vielleicht geht ja noch jemand ausm Forum mit?
Sigrun
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 28. Feb 2011 - 23:15 Uhr
http://www.mammut-alpineschool.ch/content.aspx?ArticleId=e3aca3f8-74f7-4d0d-9f2d-6df87ac5326b&ObjectId=340f76d3-0a3f-4b3e-8736-431fd9f30303 (http://www.mammut-alpineschool.ch/content.aspx?ArticleId=e3aca3f8-74f7-4d0d-9f2d-6df87ac5326b&ObjectId=340f76d3-0a3f-4b3e-8736-431fd9f30303)

 :)


oh, das war jetzt wohl Werbung... (habe aber weder Aktien noch sonstige geldwerte Beziehungen zum Veranstalter)

Gruß Sigrun
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: bergler1962 am 21. Apr 2011 - 11:35 Uhr
Hab ich gerade gesehen...
Feine Tour, ich bin mit denen vor 2 Jahren im Tannheimer mitgegangen.
War eine interessante Sache... :-L)
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 21. Apr 2011 - 19:20 Uhr
ja, bin auch mal gespannt...! :mount: ... und? Blasen? andere Läsionen? haben alle durchgehalten?
Bei den Informationen steht auch 'was von Wechsel-Wanderstiefeln. Auch so eine Sache, die man alleine nicht leicht hinbekommen würde, dass auf einem der Stützpunkte Wechselsachen deponiert werden! (Luxus pur!) Jetzt steht aber erst mal das weitere Training an  :) Und dafür eignen sich die kommenden Tage ja hervorragend!
Sigrun
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: bergler1962 am 23. Apr 2011 - 22:07 Uhr
Keine Blasen oder sonstiges. Es haben schon welche abgebrochen. -man konnte vor der beginnenden Nacht abbrechen, oder dann am morgen.
Ich hatte noch leichte Turnschuhe zum wechseln dabei, brauchte ich aber nicht. Wechselsachen ?  :no(
Wichtig ist Essen u Trinken !
Und die Einstellung. Vor allem nach 16 bis 18 Std. :'(
Bin zur Vorbereitung (mit 12 kg Rucksack) die Zugspitze über Wiener-Neustd. (Nächtigung)
und am 2 Tag den langen Weg über das Gatterl u Ehrwald wieder zurück zu den Wettersteinliften (Auto). Sind schon mal 8 Std.
Hoffe das sich genügend anmelden...
 :prost: :prost:
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 24. Apr 2011 - 12:37 Uhr
oh ja, darauf hoffe ich auch - dass sich genügend Leute anmelden. Hab mir eben nochmal das Schreiben angesehen, da steht tatsächlich in der Ausrüstungsliste: "Schuhe: Gut eingelaufene Wanderschuhe mind. knöchelhoch. Es empfiehlt sich ein zusätzliches Paar für Wechsel an der Zwischenstation." Und das macht nach meiner Meinung nur Sinn, wenn man die Wechselschuhe NICHT im Rucksack mitschleppt. (zumal ein Rucksackgewicht von 5 -7 kg einkalkuliert wird.) Beim Essen denkt die Liste an Energieriegel. Beim Trinken an 2 - 3 l Flüssigkeit (kann ja auf den Hütten aufgefüllt werden). Ich bin schon bei meinen Tagestouren mit dtl mehr Gepäckgewicht unterwegs. Was ich auch immer dabei habe: Ersatz-Einlegesohlen, falls die Füße schmerzen oder die Stiefel nassgeworden sind. (frische Einlegesohlen und frische Socken vermitteln das Gefühl trockener Schuhe! Luxus!)
- so, nachdem jetzt erstmal kein Regen mehr fällt, mach ich mich mal auf die Socken und laufe eine Runde.
Gruß Sigrun
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 19. Jun 2011 - 22:27 Uhr
Langsam wird's ernst!
Heute habe ich die letzte ernsthafte Trainingstour durchgeführt: mindestens 38,5 km, 1800 Hm rauf, 1700 Hm runter. Mit sämtlichen Pausen 9 Std 47 Min. Route: Oberstaufen, Hompessenalpe, Salmaser Höhe, Siedelalpe, Zaumberg, Immenstadt. 2. Frühstück beim Bahnhofsbäcker! Dann Friedhof, Steigbachtal, Seifenmoosalpe, Rosshütte, Obere-Gündle-Alpe, Eckhalde, Himmeleck, Klammen, Denneberg, Prodel, runter zur Weißach, Steibis Gasthof Brunold, dort ist eine Bushaltestelle. Mit dem Bus nach Oberstaufen.
Es war nicht nur ein Fitnesstest, sondern auch ein Test der Leidensfähigkeit: Immer wieder Regen und übel matschiger Weg. Aber ich habe immerhin einige Blumen fotografiert!
Es ist zu befürchten, dass das Wetter bei der 24-Stunden-Wanderung auch nicht besser sein wird. Die Prognose ist gar nicht gut.
Viele Grüße
Sigrun
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: bergler1962 am 20. Jun 2011 - 10:43 Uhr
Na dann wünsch ich dir viel Erfolg. Wetter wird wohl nicht trocken sein, PRoblematisch werden die Wege bei der Nässe sein, vor allem in der NAcht.
 Das war damals auch so. Fast jeder lag mal mehr oder weniger im SChlamm... ???
Der Streckenabschnitt
Gaichtspitze - Birckental - Gappenfeld Scharte - Landsberger Hütte fordert dei größte Kraft u Konzentration. Da zeigt sich dann das Getränke und Essensmanagment! Sehr wichtig!
 :prost: :prost:
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 22. Jun 2011 - 22:30 Uhr
ja, werde eine Müsliriegelsammlung mitnehmen  ;D nur wetterfest muss sie sein. Vielleicht eine Nüsse-Trockenobst-Mischung zusammenstellen... Bei kühlem Wetter wäre sogar Schokolade geeignet.
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 26. Jun 2011 - 10:49 Uhr
Bin wieder zurück! Von vorgestern auf gestern hat die Tour stattgefunden. 2 Tourenleiter (davon einer ein Bergführer) und 9 Teilnehmer (zwei Frauen, sieben Männer). Die Gruppe war bunt zusammengemischt, aus verschiedenen Gegenden herkommend. Ein Teilnehmer war über siebzig und auch gut dabei.
Die Regenklamotten kamen reichlich zum Einsatz. Aber schlimmer als der Regen war der Matsch.

Die erste Etappe führte vom Füssener Jöchl über die Otto-Mayer-Hütte und die Nesselwängler Scharte zum Gimpelhaus (Abendessen).
Zweite Etappe: Über den Hahnenkamm auf die Gaichtspitze (außer Regen dann auch noch Graupel) und runter nach Gaicht, wo auf dem großen Parkplatz das Auto mit Verpflegung und Wechselsachen wartete. Der Weg von der Gaichtspitze dorthinunter war echt übel, völlig matschig, rutschig wie Schmierseife. Die Teleskopstöcke waren Gold wert. Ein Teilnehmer stieg dann dort unten leider aus. Steinschlaghelm, Klettergurt und Klettersteigset wurden im Auto deponiert. (Wir hatten aber nur den Helm gebraucht, der Aufstieg zur Gaichtspitze ging auch ohne Klettersteigset prima und nicht wesentlich gefährlicher als ohne. Da sind ganz neue Seile angebracht.)
Dritte Etappe: Rauf durchs Birkental zur Landsberger Hütte. Auf halber Strecke an einer Jägerhütte Rast. Frühstück auf der Hütte. Um die Hütte war es elend kalt. Gut, noch mehr Klamotten im Rucksack zu haben! Die andere Teilnehmerin stieg hier leider aus wegen Knieproblemen.
Vierte Etappe: Rüber zum Kirchdachsattel, oberhalb des Schrecksees nach Norden, Jubiläumsweg. Wer wollte, konnte noch aufs Gaishorn. Zu dritt sind wir hochgespurtet (wir wollten’s einfach wissen…!), der Bergführer und zwei Teilnehmer. (Die anderen haben eine längere Pause eingelegt und sind gemütlich zum See runtergewandert.) Es gibt auf dem Gaishorn derzeit kein Gipfelkreuz, dafür eine Baustelle. Gerade wurde am Fundament gearbeitet und Mörtel angerührt. (und wir hatten von unten schon gestaunt, dass so viele Leute da oben sind.) Dann sind wir innerhalb eineinviertel Stunden an den See runter (wir wollten’s immer noch wissen) und dann gemütlich zur Bushaltestelle bzw Einkehrmöglichkeit gewandert, wo wir dann den Rest der Gruppe getroffen haben.

Unter „Mitnahme“ des Gaishornes kamen im Aufstieg 3370 Hm und im Abstieg 4023 Hm zusammen, die Gehstrecke betrug etwa 44 km.

Mit dem Wetter hatten wir insgesamt Glück. Nach dem Besuch der Gaichtspitze regnete es nicht mehr nennenswert (oder hab ich das nur verdrängt?). Dass der Weg so übel matschig ist, gehört einfach dazu. Ein Teil des Birkentales ist auch recht anspruchsvoll und muss mit höchster Konzentration begangen werden. Also hatten wir in der Nacht gar nicht so viel Zeit, um müde zu werden…
Wir hatten sogar eine recht gute Sicht, z.B. auch vom Gaishorn aus.

Ein „Tief“ hatte ich überhaupt keines. Selbst die Autofahrt nachhause ging ohne Probleme.

Den Tipp von bergler1962 habe ich mir zu Herzen genommen und wirklich viel gefuttert und getrunken in Gaicht und bei der Pause im Birkental.

Resumée:
Es war einfach grandios! Ich wollte „mich ausprobieren“ und hatte Erfolg. Mir hat es richtig Spaß gemacht.
Wer gerne wandert, eine gute Kondition und Durchhaltevermögen hat und sich ausprobieren möchte, kann eine solche Tour in Angriff nehmen.

Viele Berggrüße von Sigrun (noch ganz high!)


[gelöscht durch Administrator]
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 26. Jun 2011 - 10:53 Uhr
°
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Chris am 26. Jun 2011 - 12:47 Uhr
Gratulation zu dieser tollen Leistung! Das muss ja - trotz des schlechten Wetters - ein super Erlebnis gewesen sein. Respekt!
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: bergler1962 am 26. Jun 2011 - 19:06 Uhr
Gratuliere!!! :bravo :bravo :bravo
Das du es geniessen konntest war mir nach deinen Vorbereitungstouren bewußt.
So vorbereitet kann man 24 Std auch "schön erleben"
Ansonsten muß man sich schon arg quälen.
 :prost: :prost:

Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 02. Nov 2011 - 20:37 Uhr
... ich hab da was gefunden...!  ;)

Gruß Sigrun

http://www.wanderkompass.de/24-stunden-3-laender-schrittweise.html (http://www.wanderkompass.de/24-stunden-3-laender-schrittweise.html)
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 01. Apr 2012 - 07:38 Uhr
... ich hab mich da übrigens angemeldet... vielleicht geht ja noch jemand ausm Forum mit?  :)

die 62 km machen mir noch ein wenig Sorgen, aber ich trainiere schon fleißig.

Gruß Sigrun

hier der "bessere" Link:
http://www.360-grad-schrittweise.de/3-laender-24-2012.html (http://www.360-grad-schrittweise.de/3-laender-24-2012.html)
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: horst am 01. Apr 2012 - 15:43 Uhr
Hallo Sigrun,

 hab das mal durchgelesen: 3800m im Aufstieg und über 4000m im Abstieg ::)-das ist allerhand Zeug :o! Und dann muß man wohl abgeholt werden oder am Endpunkt übernachten, denn danach ist man wohl schlagkaputt. Also wenn Du das schaffst, bist Du wirklich super drauf :-L) :-L) :-L). Wünsche Dir viel Spaß dabei und vor allen Dingen das Wichtigste-super Wetter
Dafür zu trainieren  :tanzen: ist absolut angesagt :-L) :bravo :mount:

Liebe Grüße, horst
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 29. Jul 2012 - 12:31 Uhr
Bin wieder da!
Schön war’s!

Schweiz – Liechtenstein – Österreich.
Ausgangspunkt war ein Parkplatz am Voralpsee (in der Nähe von Grabs). Nach Checken, ob auch alles dabei ist, sind wir zu fünft gestartet: Vier Teilnehmer und Detlef, unser Guide. Schönstes Hochsommerwetter, LSF 50.

Es ging hinauf zum Sisitzgrat, dann „gebirgseben“ unterhalb des Margelchopfes und am Alvier vorbei, dann runter nach Sevelen, wo das Abendessen bestellt war.
Die erste Etappe umfasste ca 20,6 km 1169 Hm rauf und etwa 1850 Hm runter. Unterwegs konnten die Wasservorräte oft nachgefüllt waren, da viele Quellen direkt am Weg liegen.
Kurz vor Sevelen fing der Regen an. Als wir beim Abendessen saßen, kamen Sturm und Gewitter, aber wir waren im Trockenen. In Sevelen stieß Dani zur Gruppe dazu als zweiter Guide, um bei Problemen die Gruppe teilen zu können.

Beim Aufbruch war das Wetter wieder gut, nun ging’s in der Ebene rüber an den Rhein und über eine Fußgänger-Holzbrücke auf die andere Seite nach Vaduz. Dort dann wieder bergauf am Schloss vorbei, einen Aussichtsturm „mitgenommen“ mit schönem Blick auf das nächtliche Vaduz und Blick in Richtung unserer vorigen Etappe, dann weiter  rauf auf die Höhe, nach Sücka, meist in sanftem Anstieg weiter nach Süden, dann durch’s Naaftal und im Schlussanstieg rauf zur Pfälzer Hütte. Diese zweite Etappe umfasste ca. 25,9 km, 1830 Hm im Auf- und 253 Hm im Abstieg. Der Himmel war meist sternenklar. Die Temperatur: Laue Sommernacht! Nachteil des schönen Sommernachtswetters waren die Insekten, die durch die Stirnlampen angelockt wurden und auch mal in Mund und Nase gerieten. Um 2:30 hab ich dann doch mal die Hosenbeine an die kurze Hose drangemacht und ein Unterhemd unter’s Kurzarmshirt gezogen.
Auf der Pfälzer Hütte bekamen wir das Frühstück. Danach brauchte ich das Langarmshirt, Halstuch und Handschuhe bei sehr frischem Wind. Das Windstopper-Fleece ließ ich im Rucksack, in der Hoffnung, durch die Aktivität warm genug zu werden. Und das reichte dann auch.

Die dritte Etappe ging zum Nenzinger Himmel. Von dort aus sollte es zur Alpe Setsch weitergehen und über den Rätikon-Höhenweg zum Amatschon – Joch, dann oberhalb von Brand weiter nach Bürs. Leider klappte das nicht. Auf dem Weg zur Alpe Setsch begann ein Gewitter, dessen Zielrichtung eindeutig unser Gebiet war. In Anbetracht, dass wir nach der Alpe eine mehrere  Kilometer lange ungeschützte Passage vor uns hatten, war das Risiko durch das Gewitter zu groß. Wir mussten umdrehen und kamen im strömenden Regen zurück zum Nenzinger Himmel. Diese Teilstrecke umfasst deswegen nur ca. 7,1 km, 106 Hm rauf und 846 Hm runter.

Gesamtsumme: 53,6 km, mindestens 3105 Hm bergauf, mindestens 2948 Hm bergab.

Resumée: Es war nur eine 21-Stunden-Wanderung. Macht aber nix. Die Entscheidung zum Abbruch war richtig. Und wir hätten durchaus weniger Glück haben können, z.B. mit dem Gewitter am Abend, das uns hätte voll erwischen können.
Detlef wusste immer schon vorab, wie weit es zur nächsten Quelle war, so dass wir auch mal mit halbgefüllten Wassergefäßen wandern konnten, ohne Durst zu bekommen.
Die Pausen waren meistens nur ein paar Minuten, was vollauf ausreichte. Jeder hatte ein Trinksystem dabei, so dass nicht jedesmal gehalten werden musste, wenn einer einen Schluck benötigte. (Ich gehe davon aus, dass ich mit Trinksystem in der Summe auf mehr Flüssigkeitszufuhr komme, als mit den Flaschen im Rucksack.) Trotz der wenigen Pausen gelang es mir, Dutzende Bilder zu schießen, ohne die Gruppe aufzuhalten.
Welch ein Blumenreichtum! Überall grünte und blühte es! Wenn man nicht nur auf den Weg schaute, konnte man eine wahre Pracht sehen! Außerdem Gemsen, Murmeltiere, ein einsamer Alpensalamander und Tausende Insekten…

Ein weiteres Glück war, dass die Tour überhaupt stattgefunden hat, obwohl die Teilnehmerzahl klein war.
Mir hat es großen Spaß gemacht. Auch das nächtliche Wandern war besonderes Erlebnis.

Gruß Sigrun

[gelöscht durch Administrator]
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Elchi am 29. Jul 2012 - 16:49 Uhr
Hallo Sigrun,

herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung. Was ich alles von Dir hier so im Forum lese, solltest Du Dich vielleicht in "wilder Hase" umbennenen. Oder vielleicht noch besser in "verrücktes Huhn". ;D Bin schon gespannt, was Du uns als nächstes präsentierst. Absolut tolle Leisung, meinen tiefsten Respekt.

LG
Volker
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Chris am 29. Jul 2012 - 17:10 Uhr
Da kann ich mich Volker nur anschließen. Starke Leistung!  :-L)
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung - Schweiz/Liechtenstein/Österreich
Beitrag von: FalscherHase am 22. Jul 2013 - 14:28 Uhr
am Wochenende war's wieder soweit!!  :D
Eine 24-Stunden-Wanderung!

- wer nun ein déjà-vu vermutet: Stimmt. Diese Tour gab's 2012 schon mal. Genau diese? Nicht ganz. Denn dieses Jahr ohne gewitterbedingte Verkürzung. Die ersten beiden Etappen sind deswegen (zumindest geographisch) fast identisch. Der alte Bericht ist weiter oben.

Diesmal waren es drei Guides und zwölf Teilnehmer. 5 Männer, 7 Frauen.

Die Tour setzt sich im Prinzip aus drei Tagestouren zusammen:
1. Etappe: Der Ausgangspunkt lag auf knapp 1200 m in der Nähe des Voralpsees (Schweiz). Es ging hinauf zum Sisitzgrat, dann „gebirgseben“ unterhalb des Margelchopfes und am Alvier vorbei, dann runter nach Sevelen, wo das Abendessen bestellt war. Spaghetti!!  :)
2. Etappe: In der Ebene gingen wir rüber an den Rhein und über eine Fußgänger-Holzbrücke auf die andere Seite nach Vaduz (Liechtenstein). Dort bergauf am Schloss vorbei und  rauf auf die Höhe nach Sücka, meist in sanftem Anstieg weiter nach Süden, dann durch’s Naaftal und im Schlussanstieg rauf zur Pfälzer Hütte. Frühstück!  :)
3. Etappe: Abstieg zum Nenzinger Himmel. Von dort aus zur Alpe Setsch und über den Rätikon-Höhenweg zum Amatschon – Joch, dann oberhalb von Brand weiter nach Bürserberg. Dort wurden wir mit Kleinbus und PKW abgeholt zur Abschluss-Jause im Tal.  :)

Wie war's? Schöööön!! Berge, Bäche, Blumen, Seen und lauter liebe Menschen... traumhaft!! Einfach klasse!!
Aber: Manche Passagen ziiiiehen sich... Um zur Pfälzer Hütte zu gelangen, geht's dann nochmal auf eine Ebene höher und nochmal über eine längere Passage... oder auf das Amatschonjoch: Das sahen wir ja schon lange, bevor wir den Nenzinger Himmel erreicht hatten. Also gar nicht weit und nur 700 Hm...  ;) - und dann kommt da noch eine Kurve und dort noch ein kleiner Zwischenanstieg...   ;) Und in der Schlussetappe: Es war dermaßen heiß, kaum eine uns gnädige Wolke, die Schatten spendete... und nochmal ein Gegenanstieg, viel Strecke... Im "Normalfall" würden wir das alle einfach so "wegstecken", denke ich. Aber mit über 20 Std Wanderung in den Knochen war's dann doch anstrengend - und in manchen Füßen auch schmerzhaft... :-\!
Interessant war auch, wie wichtig das Thema "Essen" wird...!  ;) Irgendjemand stellte mitten in der Nacht fest, dass es "nur noch 4,5 Stunden bis zum Frühstück" sind!
Die Nacht: Schon im Abstieg nach Sevelen wurden die Stirnlampen erforderlich. Es geht dort durch eine Schlucht, da genügt das Licht der Dämmerung nicht mehr für einen sicheren Tritt. Von Sevelen nach Vaduz ist die Straße so gut beleuchtet, dass die Lampen aus blieben. In Vaduz gibt es einen Trinkwasserbrunnen kurz vor dem Anstieg zum Schloss. Dort wurden Wasser nachgefüllt und die Stirnlampen erneut installiert.
Mit Insekten im Lampenlicht hatte ich dieses Jahr weniger Probleme als letztes Jahr. Beim Aufstieg zur Pfälzer Hütte konnte dann irgendwann die Lampe eingepackt werden. Die Sonne beschien nach und nach die Gipfel rundum, das war auch ein besonderes Erlebnis. Die Hütte lag dann prächtig im Sonnenschein.
Das Wetter spielte großenteils mit. Wie auch im letzten Jahr war Sonne ein großes Thema. Ich halte mich an LSF 50 (damit sieht man ganz schön weiß aus) – und habe das mehrfach wiederholt. Auf der ersten Etappe war die Regenbekleidung kurzzeitig erforderlich (jedoch ohne Regenhose), später gar nicht mehr. Gewitter und kräftiger Regen setzten erst ein, als wir beim verdienten Abschlussessen saßen.
Was sind das für Leute, die hier teilnehmen?? Klar, lauter Verrückte.  ;D (Schon um zu sehen, welche Verrückten da mitmachen, lohnt es sich, hinzugehen!) Die Gruppenzusammenstellung war (ich kann natürlich nur für mich sprechen...) sehr angenehm! Wir waren die 24 Stunden zwar nicht auf engstem Raum  ;) aber doch gemeinsam unterwegs. Mal eine Zeit mit dem einen, mal eine Zeit mit dem anderen. Oder auch mal alleine. Für mich war das wunderbar. Zu jedem gab es angenehme Bezugspunkte. Einfach stimmig. Es waren drei „Pärchen“ dabei und manche kannten sich schon von vorangegangenen Unternehmungen.
Von den zwölf Teilnehmern mussten drei leider früher abbrechen. Einer hatte ein internistisches oder konditionelles Problem, eine zog sich eine Platzwunde zu und eine bekam fiese Blasen. Unterwegs bestanden mehrere Möglichkeiten eines vorzeitigen Abstiegs. Einer der Guides begleitete denjenigen. Das erforderte logistische Planung und kostete auch etwas Zeit. Genaugenommen waren es auch diesmal nicht 24 Stunden, sondern (als Ausgleich zum letzten Jahr? ;)) eher 26.

Bissel Statistik: Vorbehaltlich von Mess-Ungenauigkeiten (das GPS war auf eine Messung pro Minute eingestellt, es kann also z.B. nicht jede Serpentine korrekt vermessen worden sein, außerdem sehe ich auf dem Track auf Google Earth, dass punktuelle Fehlmessungen dabei waren, also außerhalb der möglichen Gehstrecke) gehe ich von 61 bis 62 km Gehstrecke aus. Der Gesamtaufstieg beläuft sich auf 3862 Hm, der -abstieg auf 4021 Hm. (Die Höhe wurde barometrisch gemessen und passt erfahrungsgemäß ganz gut oder ist eher zu niedrig dokumentiert.)

Kleiner Exkurs, da wir viele Blumen angesehen haben...: Gelber Enzian, gepunkteter Enzian, stengelloser Enzian, Frühjahrsenzian = "Schusternägele", "alte Männer"="Bergmännle"= Fruchtstand der Anemone, weißer Klee, roter Klee, Hornklee, Wundklee, Germer, Mehlprimel, Alpenrose, verschiedene Disteln, Türkenbundlilie, blauer Eisenhut, Wolfs-Eisenhut, Akelei... (Nachtrag: Kugelblume, Hahnenfuß, Brillenschötchen, Teufelskralle, Soldanelle, Glockenblume, Klappertopf, Trollblume, Gold-Pippau, Flockenblume, verschiedene Orchideen wie Knabenkräuter, Waldhyazinthen...)

Resumée:
So anstrengend das auch war - oder vielleicht auch deswegen! - es war eine erlebnisreiche und wunderbare Aktion!
Wer Berge und lange Touren liebt,  nicht menschenscheu ist und seine Grenzen austesten möchte, dem sei eine 24-Stunden-Wanderung ans Herz gelegt! :ja: Erlebnisse und Eindrücke im Kompakt-Format!

Viele Grüße vom Balkon!  :prost:
Sigrun

[gelöscht durch Administrator]
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 05. Jan 2014 - 15:32 Uhr
... ach so, ja ... da gibt's auch 2014 dolle Sachen...

18./19.1.14: ca 2000 Hm, 72 km, Schwäbische Alb
http://www.360-grad-schrittweise.de/alb-24-2014-winter.html (http://www.360-grad-schrittweise.de/alb-24-2014-winter.html) - allerdings schon übermorgen Anmeldeschluss  ::)

und im Sommer ist auch wieder das 3-Länder-Event:
6./7.9.14: ca 4000 Hm, 57 km, Schweiz / Liechtenstein / Österreich
http://www.360-grad-schrittweise.de/3-laender-24-2014.html (http://www.360-grad-schrittweise.de/3-laender-24-2014.html), das überschneidet sich jedoch mit der Seven-Summits-Tour Schröcken.

Gruß aus dem Sauwetter
Sigrun
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Grimpeur am 05. Jan 2014 - 17:01 Uhr
http://karwendelmarsch.info/ (http://karwendelmarsch.info/)

könnte für dich auch ganz interessant sein  ??? ::)

VG
Grimpeur

... ach so, ja ... da gibt's auch 2014 dolle Sachen...

18./19.1.14: ca 2000 Hm, 72 km, Schwäbische Alb
http://www.360-grad-schrittweise.de/alb-24-2014-winter.html (http://www.360-grad-schrittweise.de/alb-24-2014-winter.html) - allerdings schon übermorgen Anmeldeschluss  ::)

und im Sommer ist auch wieder das 3-Länder-Event:
6./7.9.14: ca 4000 Hm, 57 km, Schweiz / Liechtenstein / Österreich
http://www.360-grad-schrittweise.de/3-laender-24-2014.html (http://www.360-grad-schrittweise.de/3-laender-24-2014.html), das überschneidet sich jedoch mit der Seven-Summits-Tour Schröcken.

Gruß aus dem Sauwetter
Sigrun
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 05. Jan 2014 - 18:47 Uhr
ja, hab ich auch schon in meinem Kalender  ;) und außerdem stehen darin:

5.-6.7.14 Berchtesgaden 24 Stunden (Link noch von 2013: http://www.berchtesgadener-land.com/de/24-stunden-spezial/ (http://www.berchtesgadener-land.com/de/24-stunden-spezial/)

und ein paar "kürzere" wie Graubünden-Walking Ende Juni (Link noch von 2013: http://lenzerheide.com/walking/de/home (http://lenzerheide.com/walking/de/home))

oder Silvretta-Ferwall-Marsch: http://www.galtuer.com/de/silvretta-ferwallmarsch-galtuer (http://www.galtuer.com/de/silvretta-ferwallmarsch-galtuer)

oder Gondo Plausch-Klasse am 3.8. (Link allerdings noch von 2013: http://www.gondoevent.ch/ (http://www.gondoevent.ch/)) - für die Freaks natürlich auch die Normalversion mit zwei aufeinanderfolgenden Marathonläufen möglich, aber nix für mich.

Es gibt noch viele weitere... auch kürzere Events, die mehr auf Geschwindigkeit abzielen. (die passen aber nicht in diesen 24-Std-Thread)

Ich hab zwar schon einige Events im Kalender stehen, aber wirklich wichtig sind mir nur ein paar davon...

Wenn's nach mir ginge, dann würde ich am 23.8. am Silvretta-Ferwall-Marsch teilnehmen und am 6.9. bei der Seven-Summits-Tour Schröcken. Dann ist jedoch fraglich, ob ich am dazwischenliegenden Wochenende tatsächlich noch den Karwendelmarsch unterbringe  :o. - zumal ich auch diverse Wochenenddienste zu arbeiten habe  :-[
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Nash am 06. Jan 2014 - 17:35 Uhr
Das ist so cool! Hab mir die Route von "Berchtesgaden 24 Stunden" angeschaut, sieht sehr anspruchsvoll aus.

Trainierst du eigentlich speziell das Jahr über auf solche Veranstaltungen, also hast du einen Trainingsplan? Oder machst du das einfach "nach Gefühl"?
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 06. Jan 2014 - 22:22 Uhr
@ Nash, außer Höhenmeter zu sammeln mach ich kein Training  ;D ... 1-2x / Woche noch eine Stunde Gymnastik, wenn's der Dienstplan erlaubt.
Vor meiner ersten Teilnahme an einer 24-Stunden-Wanderung habe ich gezielt ziemlich lange Touren gemacht (ist am Anfang des Threads ansatzweise beschrieben). Danach war ich mir sicher, dass sowas einfach möglich ist.


... mal sehen, ob das was wird (für mich) mit Berchtesgaden-24-Std. Reizt mich schon sehr. (Ist aber weniger an Strecke und Höhenmetern als bei der 24-Stunden-Dreiländertour. Aber das Hauptproblem ist, die richtigen Prioritäten zu setzen in Anbetracht, dass der Juli eigentlich schon knallvoll verplant ist.)
Kommst mit?
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Nash am 07. Jan 2014 - 21:01 Uhr
Mitkommen … hmja, dafür muss ich aber noch ein "bißchen" trainieren bis ich tatsächlich solche Strecken durchstehen könnte. ;D

Deine sportliche Leistung ist sehr beachtlich! Am beeindruckendsten fand ich die Aktion im Sommer, das Gaishorn und die Rotspitz am gleichen Tag zu besteigen.  :-L) :)

Nebenbei… ich finds auch gar nicht so einfach das Jahr über fürs Bergsteigen fit zu bleiben (deswegen hatte ich auch gefragt wie du trainierst). Ich geh regelmäßig schwimmen, Gewichtheben (z. Zt. eher weniger wegen Rücken aua ;) ) und ebenfalls etwas Gymnastik, trotzdem ists im Frühjahr immer ein gewisser Anlauf den ich nehmen muss bis ich wieder in Form bin um schöne und längere Bergtouren zu bewältigen. :)
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 08. Jan 2014 - 12:30 Uhr
Deine sportliche Leistung ist sehr beachtlich! Am beeindruckendsten fand ich die Aktion im Sommer, das Gaishorn und die Rotspitz am gleichen Tag zu besteigen.  :-L) :)

... danke...!  :) Ist aber völlig logisch: Als Schwäbin musste ich natürlich das Parkticket maximal nutzen (aber, ob der Parkplatzwechsel legal war?)


Meine Antwort war nicht sehr konkret...
Was ich so mache: Bergwanderungen, vor allem bergauf. Gelegentlich mit der Bahn runter (fauler Hund...). Im Winter dann mit den Schneeschuhen (oder wie derzeit: Mit den Grödeln).
Im Prinzip das ganze Jahr durch Höhenmeter sammeln, meist in moderatem Tempo. 2013 waren es über 166.000 Hm, im Jahr davor über 162.000 Hm (bergauf).
Die Gymnastik: 1x pro Woche Pilates (Betriebssport, super Sache!) und November bis Ostern 1x pro Woche Skigymnastik vom DAV (macht eine Sportlehrerin, in der Gruppe bin ich die Jüngste). Wobei ich zugeben muss, dass ich mit dem Betriebssport immer wieder Probleme habe wegen Terminkollisionen und darum eher unregelmäßig teilnehme. Aber das macht wirklich Spaß! Da hat sich eine nette Gruppe zusammengefunden!

Insgesamt der Versuch, das ganze Jahr über fit zu bleiben. (Der Heimtrainer (Radl) steht eher als Kleiderständer in der Wohnung...  :( da fehlt mir echt die Motivation.)

Da die meisten 24-Std-Wanderungen in gemäßigtem Tempo stattfinden, ist's vor allem eine Kopf-Sache, falls ein Tiefpunkt auftritt, trotzdem weiterzugehen. Gegenseitige Motivation in der Gruppe tut auch gut. Leckere Sachen mitnehmen! Auch das tut gut!  ;)

Das war zwar nicht billig, aber die Wanderung im Tannheimer Tal war eine gute Einstiegstour für 24-Stunden-Wanderungen.

Nachtrag:
Als ich zum ersten Mal eine 24-Std-Wanderung gemacht habe, hatte ich lange nicht so viele Höhenmeter "intus" wie in den Folgejahren. Ich gehe davon aus, dass eine gute Grundfitness und ein paar Bergtouren im Vorfeld ausreichen sollten, um eine 24-Std-Wanderung in Angriff nehmen zu können.
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 23. Jan 2014 - 18:22 Uhr
Letztes Wochenende war es wieder soweit! Eine 24-Stunden-Wanderung!  :D Diesmal auf der Schwäbischen Alb. Geislingen / Steige – Bad Urach. Und diesmal im Winter! Eine Tour mit Detlef Nescholta, bei dem ich an den 3-Länder-Touren 2012 und 2013 teilgenommen habe (siehe oben). http://www.360-grad-schrittweise.de/ (http://www.360-grad-schrittweise.de/)

Wenn ich richtig gezählt habe, waren wir 13 Teilnehmer (oder doch nur 12? Muss mal ernsthaft nachdenken, rechnen und Gehirn verdrehen) und zwei Guides. Nachts noch ein Guide zusätzlich. Die meisten von uns hatten schon Erfahrung im 24-Stunden-Wandern und einige kannten sich von früheren Touren. Übrigens: Die Teilnehmer sehen völlig normal aus und verhalten sich auch nicht irgendwie auffällig…  ;)

Wir starteten morgens um 9:00 in Geislingen / Steige bei Eiseskälte. Statt Fernblick beeindruckten uns bizarre Eisgebilde an den Zweigen. In abwechslungsreichem Auf und Ab auf Forst- und Wanderwegen erreichten wir am Nachmittag das Wasserberghaus, wo uns Spaghetti, Kaffee und Kuchen erwarteten. Hier war die erste Möglichkeit, die Thermosflaschen heiß aufzufüllen…! Weiter ging’s im gleichen Stil – nach geraumer Zeit jedoch schon bei Dunkelheit - zum Gasthof Bläsiberg: Abendessen um 22:00. Buchweizen, Gemüsesuppe und Kuchen! Bis dorthin hatten wir schon 1950 Hm in den Knochen und viele Kilometer… Hier bestand die Möglichkeit zu übernachten, also die Tour abzubrechen. Aber keiner wollte! Weiter ging’s! Vor dem Start rüsteten einige Teilnehmer ihren Kälteschutz auf… Zusätzliche lange Unterhosen waren durchaus angebracht.
Unterbrochen von wenigen Pausen wanderten wir weiter durch die Nacht. Und Winternächte sind durchaus lang. Die Gespräche verstummten öfter, man hing den eigenen Gedanken nach. Hin und wieder konnten wir harmlose Passagen ohne Stirnlampen gehen: Das Mondlicht genügte. Aber es war nicht jede Passage harmlos. Die Schwäbische Alb bietet durchaus auch alpines Gelände. Steile An- und Abstiege, abschüssige Querungen, felsige Abschnitte, von rutschigen Passagen gar nicht zu reden. Wenn der Weg nicht gefroren war, war er nämlich matschig. So matschig, dass vom Schwarz meiner Winterwanderschuhe nichts mehr zu sehen war.
Nicht weit weg vom Ziel hatte ein Wanderfreund Kreislaufprobleme, die ihn zum Abbruch zwangen. Das war sehr schade, waren wir doch als Gruppe über die vielen Stunden angenehm zusammengewachsen. Und eigentlich war er ja gesund und echt fit… Aber da half nix. In diesem Moment ging es einfach nicht weiter. Seine Frau holte ihn ab. Er erholte sich erfreulicherweise rasch und ließ uns ;) Grüße ausrichten.
Wir übrigen wanderten den restlichen Weg nach Bad Urach, vorbei am Uracher Wasserfall. Vor halb Neun kamen wir am Marktplatz an („so seh’n Sieger aus…“) und Detlefs Frau empfing uns. Eine Reporterin interviewte uns für SWR 4 und war erstaunt über unsere Euphorie und Freude.

Die Strecke beschreibe ich nicht genauer, denn dazu kenne ich mich nicht gut genug aus. Ist aber gar nicht so wichtig, finde ich. Hin und wieder ging es durch kleine Ortschaften, ansonsten hatten wir Natur pur. Einfach schön.

Während der 24 Stunden fehlte die meiste Zeit über der Weitblick: Entweder war es sowieso Nacht, oder es herrschte dichter Nebel. Von Schnee fehlte bei dieser Winterwanderung allerdings jede Spur.

Statistik gewünscht? Etwa 70 km und mehr als 2700 Hm. Es darf tatsächlich auch mal eine Mittelgebirgstour sein!

Wie ging’s mir? Prima! Schon vor der Tour hatte ich die Fersen und eine Kleinzehe gut verklebt. Allerdings letztere nicht gut genug (ist die Zehe dann doch größer als gedacht…?), so dass ich später zwei winzige Blasen entdeckte. Die hatte ich schon während der Tour gespürt, aber tunlichst darauf verzichtet, den Verband abzuziehen. Ein Tief auf der Tour? Nicht wirklich. Ok, zu manch nächtlicher Stunde vielleicht etwas wortkarg, aber es muss ja nicht immer gesprochen werden. Und richtig müde war ich nach der Tour! Während der Fahrt nachhause konnte ich noch wach bleiben, hab zuhause dann geduscht, die Waschmaschine angeworfen und bin ins Bett gefallen für 2,5 Stunden. Nicht länger, um einen falschen Rhythmus zu verhindern. Und am Abend dann früh ins Bett. Muskelkater kam fast keiner.

Und wie ging’s den anderen? Ich kann ja nur mutmaßen und aus Gesprächen schließen… Reue habe ich bei keinem herausgehört. Eher Stolz, das geschafft zu haben. Für den einen war’s mehr, für den anderen weniger anstrengend. Und einen schlimmen „Moralischen“ hatte wohl auch keiner.

Hier ein Link zum Tourenbericht von Magnus: http://erfolgsmatrix.de/24-stunden-wanderung-winter-2014-schwaebische-alb/ (http://erfolgsmatrix.de/24-stunden-wanderung-winter-2014-schwaebische-alb/)



Und wie geht’s weiter?
Es gibt durchaus ein paar weitere interessante Events in diesem Stil im Jahr 2014. Ob und woran ich teilnehmen werde – mal sehen.
Detlef bietet 24-Stunden-Touren an: Auf der Schwäbischen Alb im Juni und die Drei-Länder im September. Im Allgäu findet Mitte Juni eine Sieben-Seen-Tour über 24 Stunden statt: www.wertach24.jimdo.com (http://www.wertach24.jimdo.com) mit 3000 Hm und 59 km. Bei Berchtesgaden gibt’s eine interessante Sache Anfang Juli. Und die seven-summits-tour-schröcken ist zwar zeitlich kürzer, dafür aber heftiger… (Anfang September) Letztere habe ich mir vorgenommen, beziehungsweise bin schon angemeldet. www.7berge.at (http://www.7berge.at)




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Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Lampi am 24. Jan 2014 - 14:55 Uhr
Ja sehr schön.
Je nach dem wie man es sieht ist es gut oder schlecht, dass Nebel war.
Ein großer Teil der Strecke führt an einmaligen Aussichtspunkten vorbei. Da hält man sich dann gern mal auf - und ratzfatz braucht man zwei Tage nach Bad Urach :) . 
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: MagnusBuehl am 25. Jan 2014 - 17:31 Uhr
Danke Sigrun für Deinen Bericht und fürs Teilen.  8)
LG Magnus
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 18. Mai 2014 - 12:14 Uhr
... das ist ja auch schon demnächst: Mitte Juni: http://wertach24.jimdo.com/ (http://wertach24.jimdo.com/)

Zeit, mal wieder laaaange Touren in Angriff zu nehmen!!  ;D
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 11. Jun 2014 - 20:37 Uhr
der Countdown läuft!  :D
Nun hoffe ich auf wenig Regen Samstag / Sonntag...!  ::)
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Bergfex33 am 11. Jun 2014 - 22:57 Uhr
@ Falscher Hase
Ich drück Dir die Daumen, beide!
So schlimm wird das Wetter wohl nicht.
Ein wenig Regen erfordert weniger Schwitzen.
Wenns nicht gerade aus Kübeln gießt.
Ich wünsch Dir viel Erfolg :-L)

LG
Bergfex33
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung: Allgäu 24, 7 Seen. 14./15.6.14
Beitrag von: FalscherHase am 17. Jun 2014 - 22:59 Uhr
Vergangenes Wochenende war es wieder soweit!  :D Allgäu 24, eine 7-Seen-Wanderung über 24 Stunden!

Die Tour: Gestartet wurde am Samstag kurz vor 8:00 am Weißensee, vorbei am Alatsee zur Saloberalm, über den Zirmgrat zum Falkenstein. Abstieg ins Vilstal und an der Breitenbergbahn vorbei über die Reichenbachklamm rauf zur Bad Kissinger Hütte, wo es Spaghetti gab. Weiter ging’s über das Füssener Jöchle zur Musauer Alm – auch dort ein Verpflegungsstopp. Und zugleich ein Trockenstopp, da wir inzwischen durch strömenden Regen gewandert waren. Die Stirnlampen wurden bald notwendig. Den Frauensee erreichten wir mitten in der Nacht. Dort erneute Verpflegung! Über Pflach erreichten wir den Alpsee, den wir großenteils umrundeten. Inwischen war der Tag angebrochen. Nach 6:00 erreichten wir dort einen festlich gedeckten Tisch mit Kuchen, Keksen, Nudeln, Obst, Tomaten, Tee, Kaffee…! Damit stärkten wir uns für die Schluss-Etappe, die uns weiter führte an den Schwansee, rauf auf den Kalvarienberg und vorbei am Lechfall und dem Mitter- und dem Obersee. Dann gemächlicher Schlussweg zum Alatsee, wo uns das Frühstück erwartete.

Bissel Statistik: Etwa 58 km und mehr als 3100 Hm. Mit allen Pausen waren wir etwa 25 Stunden unterwegs. Von 17 Teilnehmern erreichten zehn das Ziel.

Die Organisation? Prima! Drei Guides begleiteten uns. Ein Versorgungsteam organisierte den Verpflegungsstopp am Alpsee und die Abholungen. Auch ungeplante Probleme (abgerutschter Weg, nächtliche Suche nach einer Alternative) wurden erfolgreich und ruhig gelöst. Aussteiger konnten an vorher vereinbarten Punkten abgeholt werden.  

Was braucht man für solch eine Unternehmung? An Ausrüstung kamen zum Einsatz: Regenhose, Regenjacke (manche spannten den Regenschirm auf), Handschuhe, Stirnband oder Mütze, Halstuch, lange Hose, natürlich die Stirnlampe, Verbandszeug (Blasenpflaster), die meisten hatten Trekking-Stöcke... Probleme hatte eine Teilnehmerin, weil sie nasse Füße bekam und ihre Haut aufweichte. Andere mit Sportschuhen kamen zurecht. In Anbetracht des prognostizierten Regens hatte ich Wanderstiefel an und war froh darüber.
Außer Material waren von Vorteil: Kondition, Trittsicherheit und Durchhaltevermögen. Die vorangegangene Nacht gut geschlafen zu haben, war auch nicht schlecht.

Wie war’s? Klasse! Für mich eine prima Strecke, nicht zu viele Kilometer und problemlos machbare Höhenmeter. Abwechslungsreiches Gelände. Anstrengend fand ich nächtliche Pausen, in denen wir vorne auf den Rest der Gruppe warten mussten. Da wollte der Körper dann doch irgendwie seinen Schlaf holen… dagegen half, die Vorräte im Rucksack zu plündern.

Wie war's danach? Ich hatte das Glück, abgeholt zu werden, war also recht schnell zuhause. Wäsche in die Maschine, drei Stunden schlafen, dann haben wir eine Freundin besucht, um 21:00 in's Bett. Am nächsten Morgen früh raus, normaler Arbeitstag - und weil ich ja schon so lange nicht mehr oben war, ging's am Abend noch schnell auf den Hochgrat.  ;D

Resumée: Der Suchtfaktor ist z.B. auch daraus zu ersehen, dass das nun meine fünfte 24-Stunden-Wanderung war.

http://wertach24.jimdo.com/allgäu24-sieben-seen/ (http://wertach24.jimdo.com/allgäu24-sieben-seen/)

Schöne Grüße von Sigrun
Titel: Re:24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 18. Jun 2014 - 05:57 Uhr
zwei Alpsee-Bilder  :)
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 17. Jun 2015 - 18:15 Uhr
Die nächste 24-Stunden-Wanderung steht an!!! Sie findet statt vom 4. auf den 5. Juli in / bei Berchtesgaden.
http://www.berchtesgadener-land.com/natur/wandern/wander-festival-2015/24h-watzmann-extrem (http://www.berchtesgadener-land.com/natur/wandern/wander-festival-2015/24h-watzmann-extrem)
Es sollen ca 63 km und 3230 Hm bewältigt werden. Also vergleichbar mit den Events, an denen ich in den letzten Jahren teilgenommen habe.
Also, mal wieder Ausdauer üben!  :) Und da heute die Wolken das Wetter bestimmten, beschlossen wir "um nix zu sehen, muss man nicht weit weg fahren" und starteten von zuhause eine nette Tour. Von Oberstaufen ging es an der Hompessenalpe vorbei, rauf auf die Salmaser Höhe, den gesamten Höhenzug rüber bis nach Zaumberg, Abstieg zum Großen Alpsee, Aufstieg nach Rieder und rüber zur Bärenfalle (dort startet eine Sommerrodelbahn) und rauf auf die Eckhalde. Den kompletten Prodelkamm rüber und Abstieg Richtung Lanzenbach. Und weil der Bus nicht soooo oft fährt, kehrten wir noch ein im Gasthaus Hochgrat in Steibis, direkt an der Bushaltestelle. Rückfahrt nach Oberstaufen mit dem Linienbus.
Es kamen bei der Wanderung 1689 Hm im Aufstieg (im Abstieg weniger) und 37,22 km zusammen - insgesamt 8:38 vom Start bis zur Einkehr. Also sollte  ;) eigentlich  ;) das Pensum der 24-Stunden-Wanderung machbar sein. Allerdings sind meine Beine nun etwas müde.

Nach den Bildern ein .kmz-Track, mit dem man über Google Earth die Tour genau ansehen kann.

Gruß Sigrun

Nachtrag: Bei der Orchidee handelt es sich um Brand-Knabenkraut
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: bergler1962 am 17. Jun 2015 - 18:45 Uhr
Hallo Sigrun, da wär auch noch was für dich...

http://www.sellrainer24er.at/
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 17. Jun 2015 - 18:55 Uhr
stimmt! das passt suuper ins Profil... vielen Dank!!!
aber der 31.7. (Freitag), das wird leider nix. Ich muss ja noch "hin kommen", und das an einem Arbeitstag... scheint aber prima organisiert zu sein. Danke!!!
LG Sigrun
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 06. Jul 2015 - 22:23 Uhr
Wander-Festival Berchtesgadener Land

Das vielleicht heißeste Wochenende des Jahres 2015! Ich dachte, bei solch einem Wetter müsse man die Sonne meiden, um die Mittagszeit am besten zuhause bleiben und möglichst keine körperlichen Aktivitäten unternehmen. Falsch gedacht!

Bericht über eine 24-Stunden-Wanderung.

Auf der Suche nach Highlights für das Jahr 2015 fiel mir das Wander-Festival in Berchtesgaden auf. Dabei wurden drei 24-Stunden-Wanderungen angeboten: Die leichteste ging von Berchtesgaden über den Untersberg („Untersberg alpin“ mit offiziell 2740 Hm, 43 km, Teilnehmerzahl ist mir unbekannt), die mittlere („Watzmann alpin“ mit offiziell 2600 Hm, 56 km, Teilnehmerzahl ca. 120) führte von Berchtesgaden bis zum Watzmannhaus und später auf den Toten Mann, die anspruchvollste Tour („Watzmann extrem“ mit offiziell 3400 Hm, 63 km, Teilnehmerzahl 94) zusätzlich auf das Hocheck (2651m), den leichtesten Gipfel des Watzmanns. Und da wollte ich rauf!

Der Berg ruft! Mit der gleichnamigen Musik (Wolfgang Ambros) wurde am Start die Stimmung angeheizt! (Als ob’s noch nicht warm genug gewesen wäre!) Registrierbändchen (am Arm), Roadbook und Zeitplan hatte ich mir schon am Vorabend abgeholt.
Start war am Samstag, 4.7. um 9:00 und in gutem Tempo ging’s Richtung Königssee, am dortigen Parkplatz war die erste Verpflegungsstation vorbereitet. Dort noch ein kleines Briefing, und nun kamen endlich die ersten richtigen Höhenmeter! Für uns 94 Teilnehmer waren drei Guides zuständig, der vordere machte Tempo, einer in der Mitte und eine sammelte am Schluss alle ein. Ich versuchte gleich zu Beginn, mich im vorderen Viertel aufzuhalten, um mich bei Bedarf zurückfallen zu lassen. Das Tempo war recht flott, wir vorderen waren regelmäßig deutlich zu früh an den Verpflegungspunkten. Für mich war das super, ich konnte immer mithalten und wusste, ein Leistungseinbruch dürfte ohne Konsequenzen sein. Allerdings ist so ein Kräftemanagement wenig effektiv: Bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit zu gehen und dann viel zu lange Pausen machen. Mir ist’s anders eigentlich lieber. Und fotografieren geht auch leichter, wenn man langsamer unterwegs ist…
Aber zurück zur Tour, der erste Anstieg führte uns zur Kühroint-Alpe, von dort weiterer Anstieg zum Watzmannhaus. Dort jeweils Verpflegung. Am Watzmannhaus machten die ersten schlapp, verzichteten auf das Hocheck und warteten auf die Alpin-Gruppe, die nach uns gestartet war. Die Passage vom Watzmannhaus auf das Hocheck komplettierte auf mehr als 2000 Aufstiegs-Hm, wir hatten dort also schon 2/3 der Höhenmeter hinter uns, aber noch recht wenig Strecke. Der Abstieg (also wieder über 2000 Hm, oh oh) über das Watzmannhaus (diesmal mit Suppe!) runter nach Ramsau, wo es eine noch längere Pause gab mit warmer Mahlzeit (Buffet). Während wir auf das Weitergehen warteten, wurde es langsam dunkel. Die Nacht-Etappe führte an Hinter- und Taubensee vorbei hinauf zur Mordaualm (Verpflegung! Lagerfeuer! So schön!) und über das Loipl zum Hochschwarzeck. Unterwegs waren weitere Verpflegungs-/Pausenstationen vorbereitet, nachts war immer spätestens nach zwei Stunden eine Pause eingeplant. Beim Hochschwarzeck konnte man wählen, ob man mit auf den Toten Mann geht (macht immerhin 350 Hm aus) oder ihn umgeht. Der vorne gehende Guide erzählte etwas von einer Stunde Aufstieg dort hinauf, aber es war sofort klar, dass wir das wieder deutlich unterbieten würden. Wir waren viel zu früh da oben, als dass wir Lust gehabt hätten, den Sonnenaufgang abzuwarten. Wir warteten nur, bis alle da waren, dann gingen wir weiter Richtung Söldenköpfl, wo im gleichnamigen Café ein leckeres Frühstück vorbereitet war. Und um 6:30 feierte, wer wollte, dort einen Berggottesdienst mit. Das was so schön…! Manche haben die Zeit anderweitig genutzt und etwas geschlafen. Dann weiterer Abstieg ins Tal nach Strub, einem Berchtesgadener Vorort, letzte Verpflegung vor dem Ziel und Warten auf die Alpin-Gruppe. Es war geplant, dass erst die Untersberg-Gruppe, dann die Watzmann-Alpin-Gruppe und dann wir nach Berchtesgaden „einlaufen“.
Was für ein prächtiger Empfang! Applaus, Musik… Das war so schön! Ein Schnäpsle gab’s (oh, das muss noch irgendwo rumliegen) und eine Urkunde! Und natürlich zu essen und zu trinken.

Resumée:
Klasse Organisation: Essen und Trinken war ein wichtiges Thema, die vielen Kalorien, die verbraucht wurden, konnten locker ersetzt werden, so reichhaltig waren die Auswahl und auch die Menge, die zur Verfügung standen. Wenn ich mir überlege, dass alleine ich tags 5 Liter und nachts 3 Liter Getränk vernichtet habe (zuzüglich Frühstück im Café und meinem selbst mitgebrachten Liter), sind das Unmengen, was das Organisationsteam da transportiert hat. Zur Verfügung standen verschiedene Mineralwässer, Apfelsaftschorle, Kaffee, Tee, Obst, Süßigkeiten, Salz-Knabbereien, Studentenfutter, Kekse, Riegel, Brezeln, Brot, Käse, Wurst… – die Zusammensetzung je nach Lage der Station. Insgesamt 11 Pausenstationen sorgten für Flüssigkeit, Kalorien und Atempausen.
Drei Notfall-Shuttle-Stationen waren eingerichtet für Abbrecher, von denen es doch einige gab.
So viele Teilnehmer… es war tatsächlich schön, mit vielen verschiedenen Leuten unterwegs zu sein, einige waren als Gruppen oder Paare unterwegs, andere kannten niemanden. Ich war mal mit der einen mal mit einem anderen mehrere Kilometer unterwegs, manchmal mit nettem Gespräch, manchmal jeder den eigenen Gedanken nachhängend. Insgesamt immer passend.
Stimmung: Ich kann nur für mich sprechen. Einen fiesen Tiefpunkt hatte ich glücklicherweise nicht, aber so zwischen 0:30 und 1:30 war ich ziemlich müde.
Kurzfristige Malaisen: Die Knie mögen keine Stufen nach unten.
Bleibende Schäden: Wo ist die nächste 24-Stunden-Wanderung???

nach den Bildern ein Track...
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Bergfex33 am 06. Jul 2015 - 23:11 Uhr
Super Sigrun :bravo, einfach toll :-L)
An so einem Event teilzunehmen ist schon eines, aber noch so gut abzuschneiden ein anderes.
Gratulation, daß Du es so gut bewältigt hast. :bravo :bravo
Ja, auch überhaupt, Bewunderung, daß Du Dich auf solche schweißtreibende und kraftzährende Events einläßt :-L)
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: Alpenspezi am 07. Jul 2015 - 05:53 Uhr
Ja, beeindruckende Leistung, insbesondere in Anbetracht der Hitze die an diesen Tagen herrschte! Super!  :-L) :-L)
Mir hats am Samstag schon nach 1500 hm und 7 Stunden gereicht ...  :P 8)

Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: bergler1962 am 07. Jul 2015 - 15:46 Uhr
 :bravo :-L) ja ja, der 24Std Virus, kann schon sehr hartnäckig werden. Hört sich toll an, kann ich mir gut vorstellen :-L). Muß ich auch mal wieder machen... :o
Mein Glückwunsch :bravo
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung, Planung 2016
Beitrag von: FalscherHase am 10. Apr 2016 - 18:56 Uhr
So, meine ersten Termine stehen!
Kommt jemand mit?

24 Stunden im Schwarzwald (7.-8. Mai)
http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/24-stunden-wanderung-2016-westweg-mummelsee-pforzheim-schwarzwald-wanderope/15457625/ (http://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/24-stunden-wanderung-2016-westweg-mummelsee-pforzheim-schwarzwald-wanderope/15457625/)

24 Stunden bei Oberstaufen (nein, nicht 24 Stunden Hochgrat, das wäre natürlich noch viel besser!) (23.-24. Juli)
http://24h-trophy.de/24h-wanderung-oberstaufen/ (http://24h-trophy.de/24h-wanderung-oberstaufen/)

Nicht ganz so lange Aktionen (also keine 24 Stunden):
Karwendelmarsch (Kurzdistanz mit 35 km) (27. August) und Seven-Summits-Tour Schröcken (zeitlich kürzer aber deutlich anspruchsvoller als alle anderen Aktionen in diesem Beitrag) (10. September).
http://karwendelmarsch.info/ (http://karwendelmarsch.info/)
http://www.sevensummitschroecken.blogspot.de/ (http://www.sevensummitschroecken.blogspot.de/)
Titel: Re: 24 - Stunden - Wanderung: Oberstaufen
Beitrag von: FalscherHase am 26. Jul 2016 - 10:42 Uhr
(Ausgefallen ist beziehungsweise auf Anfang Oktober verschoben wurde die 24-Stunden-Wanderung im Schwarzwald.)

24-Stunden-Wanderung von Oberstaufen

Vom 23. bis 24. Juli fand in Oberstaufen eine 24-Stunden-Wanderung statt, Start um 8:00.
Bei schönstem Wanderwetter machten sich etwa 130 Leute auf zu einer großen Runde im Naturpark Nagelfluhkette. Vom Kurpark ging’s durch den Ort, runter nach Weißach, über Buchenegg auf den Hündlegipfel, in großem Bogen zu den Buchenegger Wasserfällen, über den Tarzansteg und den Wanderweg entlang der Weißach zur Hochgratbahn. Dort große Verpflegung. Nun weiter auf den Prodelkamm, wo uns leider das schlechte Wetter mit Starkregen erreichte. Der Abstieg führte bis fast an die Hohe Brücke, wo die Entscheidung getroffen wurde, wegen Sturm nicht auf das Rindalphorn zu gehen. Also im Tal zurück zur Talstation. In Anbetracht des weiterhin schlechten Wetters und der Wartezeiten auf langsame Teilnehmer musste der Gratweg komplett weggelassen werden, und wir erreichten die Falkenhütte „aus halber Höhe“. Auf der Hütte erneut eine große Verpflegung. Und dort warteten auch Wechselsachen auf uns, man hatte sie beim Start abgeben können. Welch Luxus, welch Wohltat, frische Socken und Schuhe anzuziehen! Der Regen hörte auf, als wir uns von der Falkenhütte zur nächtlichen Etappe aufmachten. Erfreulicherweise war wieder die vorab geplante Route möglich: Über die Hädrichmoore knieschonend Richtung Kojen, im Bogen zum Imberghaus, dort mitternächtlich eine große Verpflegung. Über den Dreiländerblick zum Gaukler nach Aach zum Frühstück. Und dann dämmerte es auch schon. Der Weg führte uns weiter zum Eibele-Wasserfall, den schönen Wanderweg rauf über Döbelisried zum Paradies, wo Pfarrer Wagner (Oberstaufen) eine ökumenische Andacht hielt - unterstützt von zwei Alphorn-Bläsern. Endspurt über den Kapf nach Oberstaufen und großartiger Empfang im Kurpark!
Resumée: Auch mit angepasster Route war es ein prima Erlebnis, 24 Stunden zu wandern. Es kamen knapp 61 km und 2780 Hm zusammen. Die Verpflegung war großartig (neben den beschriebenen Stationen gab es noch einige weitere kleine!), mein Notproviant kam nicht zum Einsatz. Die genaue Teilnehmerzahl und wie viele die Tour abgebrochen haben, weiß ich nicht. Ich hoffe, dass 2017 die Tour erneut angeboten wird, da ich sehr gerne die Version gehen würde, die eigentlich geplant war. Und vor allem für die Nicht-Allgäuer wären die super Aussichten zu wünschen, die unsere Gegend bietet.


Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: obadoba am 26. Jul 2016 - 19:32 Uhr
Cool! :bravo
Duchgehalten trotz aller Widrigkeiten  :-L)
Titel: Re: 24 Stunden - Wanderung
Beitrag von: oliver am 27. Jul 2016 - 13:57 Uhr
Hi Sigrun,

Glückwunsch für Deinen gelungenen Auftritt und Dein Durchhaltevermögen  :bravo
und danke für die tolle Berichterstattung aus erster Hand... :-L)
In der Lokalpresse finde ich leider keine Berichte zum Event.

Beste Grüße
Oliver
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 21. Apr 2017 - 07:40 Uhr
... auch in diesem Jahr 24 Stunden wandern! Erneut die Oberstaufen-Tour! Und diesmal hoffentlich mit besserem Wetter und mit einem Stück Nagelfluhkette...
"Zeitgleich" (KANN ja gar nicht sein  ;D) findet auch eine 12-Stunden-Runde statt. Die bin ich vor wenigen Wochen mal als große Runde gewandert (das war, bevor der Schnee kam), um einen Fitnesstest zu machen. (Nein, noch nicht fit...  :-\)
- und im Gegensatz zu den "24 Stunden von Bayern" gibt es noch genügend Startplätze!

http://24h-trophy.de/austragungsorte/oberstaufen/
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 23. Jun 2017 - 19:39 Uhr
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus...!  ;)

Morgen bis übermorgen "24 Stunden von Bayern" in Bad Hindelang. - und ich bin dabei!  :D

(daran ist das alpic.net nicht unbeteiligt  ;D )
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: kalle am 23. Jun 2017 - 20:30 Uhr
Dann wünsch ich dir dabei viel Spaß und Erfolg  :-L)

Gruß
Kalle
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: Bergfex33 am 23. Jun 2017 - 22:37 Uhr
Ja, 3 x spuck ( toi toi toi) ;D

Viel Erfolg, machs gut und viel Spaß natürlich, denn der darf nie fehlen, auch wenns hart wird :ja:
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: oliver am 23. Jun 2017 - 23:49 Uhr
Hi Sigrun,
auch von mir Durchhaltevermögen und ganz viel Spass (bei der Arbeit  ;D) und vertrete das Alpic.net würdig  8) ;D
Freuen uns schon auf Deine Berichterstattung und hoffentlich viele tolle Aufnahmen mit der einen oder anderen Randnote.
Beste Grüße
Oliver   :labtop:

P.S.: Bereits das Starterset macht fast schon etwas neidisch  ;)
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: Kauk am 24. Jun 2017 - 00:49 Uhr
Viel Spaß! :)

Gesendet von meinem LG-H815 mit Tapatalk

Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 24. Jun 2017 - 06:15 Uhr
vielen lieben Dank...! :) Hab extra Akku und Speicherkarten für die Kamera dabei, dann sollte nix schiefegehen... ;) - zumindest nicht gerätetechnisch   ;D
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: Lampi am 24. Jun 2017 - 07:03 Uhr
Viel Erfolg. Spaß wäre natürlich das I-Dipfele.
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 26. Jun 2017 - 19:46 Uhr
danke, Lampi!  :)
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 26. Jun 2017 - 20:10 Uhr
24 Stunden von Bayern 2017 – Austragungsort Bad Hindelang – ein grandioses Event!

Das war nun meine achte Teilnahme an einer 24-Stunden-Wanderung. Und doch war alles neu.

Bei den 24 Stunden von Bayern ist die Nachfrage deutlich größer als die Teilnehmerzahl. Die Startplätze werden mittels Losverfahren vergeben. Über 1700 Anwärter haben sich in diesem Jahr um die 444 Teilnehmerplätze bemüht. Die „24 Stunden von Bayern“ fanden dieses Jahr zum neunten Mal statt. Der Austragungsort wechselt jedes Jahr.

Bad Hindelang hat sich mächtig ins Zeug gelegt: 500 Freiwillige haben zum Gelingen beigetragen. Nein, nicht allein Streckenposten waren positioniert, wahrscheinlich sämtliche Vereine und ansässige Firmen hatten Aktionspunkte entlang der Strecken. Auch die früheren Event-Austräger waren zu finden. Viele Sponsoren machten die Aktion möglich. Die Verköstigung war ausgesprochen lecker, umfang- und abwechslungsreich. An der Strecke befanden sich genügend Stationen, um Hunger und Durst zu stillen und die Getränkeflaschen aufzufüllen.

Aufgeteilt war die Gesamtroute in eine Tages- und eine Nachtstrecke. Beginn und Ende jeweils am Wandermarktplatz in Bad Hindelang. Das hatte mehrere Vorteile wie die zentrale kulinarische Verköstigung (Frühstück Samstag und Sonntag, Abendessen Samstag), regensicheres Wäschewechseldepot und Treffpunkt für alle.
Die Tagestour führte von Bad Hindelang herauf bis fast zur Hornbahn-Bergstation, über den Straußbergsattel ins Retterschwanger Tal, im Bogen um den Breitenberg nach Hinterstein und auf Panoramawegen zurück nach Bad Hindelang. 29,2 km und 1133 Hm.
Die Nachttour verlief durch den Wildbachtobel herauf nach Oberjoch, mit der Bahn bergauf zur Wiedhagalpe (alternativ zu Fuß), über Rehbach nach Unterjoch. Über die Passhöhe der alten Salzstraße und am Moorbad vorbei, Kanzel und Café Polite zurück nach Bad Hindelang. 31,1 km und 1211 Hm.

Zu beiden Strecken wurde eine Erweiterung angeboten: Die Fitness-Strecke „wo die  wilden Fräulein hausen“ auf den Wildfräuleinstein und die Mondscheinstrecke „Extrastrecke in die Enklave“ mit Besuch von Jungholz. An manchen Stationen waren letzte Durchgangszeiten angegeben, auch ein Shuttle-Bus-System war organisiert, um verspätete Wanderer zum nächsten großen Treffpunkt zu fahren.

Entlang der Hauptstrecken waren 65 Wegpunkte markiert. Dort gab es neben Verköstigung viele Aktionen, Informationen und Überraschungen. Man konnte die Strecke einfach „durchlaufen“ oder die Angebote wahrnehmen. 65 Aktionen auf 60 km, da ist Entschleunigung quasi inbegriffen. Verschiedene Musikgruppen der Region waren aktiv, Künstler, Gymnastikgruppen, eine Volkstanzgruppe und Geschichtenerzähler. Wir durften Steinmännchen bauen, jodeln, balancieren, im Dialekt grüßen, Krolf spielen, Wünsche an einen Wunschbaum hängen, am Feuer sitzen und Schnupftabak schnupfen, torwandschießen mit Tennis und Fußball, Segway und E-Bike fahren, weitere Geschicklichkeitsparcours durchlaufen, im Dunkeln eine Röhrenrutsche runter rutschen, mit Alpacas und Pony gehen, Pfarrer Kneipp, König Ludwig und die Wilden Fräulein treffen, auf dem Ergometer Strom erzeugen, auf dem Hörnerschlitten vor einem Winterbild posieren, bei sternklarer Nacht den Saturn durch das Teleskop erkennen, Blumen pflanzen, Holzscheite tragen, im Heubett liegen, einen Triathlon absolvieren (Gaudi-Ski, Schnaps, Schießen), beim Schmieden zusehen, Rindermassagen sehen, alte Traktoren bewundern, Leckereien und Wasser der Region genießen. Wadenmassage und Kneippanwendungen taten Körper und Geist wohl. Einige Glücksräder verhalfen zu schönen kleinen Gewinnen. Die 24-Stunden-Ausrichter von 2015 (Spessart-Mainland) traten als Spessart-Räuber auf und verpassten allen Teilnehmern einen Ruß-Fleck im Gesicht, der so manchen bis zum nächsten Tag zierte. Informiert wurde über Forstwirtschaft, genfreie Landwirtschaft, Holzrücken mit Pferd, Salztransport und Kontrolle der Grenze vor mehreren hundert Jahren. Außerdem war Tag der Offenen Tür der Bergwacht. Fotoaktionen mit kleinem und großem Rahmen. Weg weisende Feuer und Lichterfeen erleuchteten manchen nächtlichen Weg. Illuminationen verzauberten die Nacht.

Zudem hatte die Landschaft reichlich zu bieten. Die Fernsicht war zwar eingeschränkt und nicht jeder Gipfel sichtbar. Doch die Weite und Tiefe waren zu sehen, Fauna und vor allem Flora zu bewundern. Eindrücklich war die Wanderung durch den Wildbachtobel („Begehen bei Nässe, Vereisung oder Dunkelheit ist gefährlich“), den wir lange vor der Dunkelheit passierten. Wer die Augen offen hielt, entdeckte am Wegesrand Raritäten wie früchtetragenden Seidelbast, Graslilien, Alpenrosen, Enziane, Türkenbundlilien, unterschiedliche Glockenblumen und Knabenkräuter, Rotes Waldvögelein, verblühenden Frauenschuh und viele, viele andere Orchideen. Schmetterlinge, Vögel und Schnecken wurden beobachtet und Frösche belauscht. Und manches Rind- und Federvieh wunderte sich offensichtlich über die vielen Wanderer.

Wie ging es mir? Gut! Ich hatte mir von vornherein vorgenommen, keine Zusatzstrecken zu nehmen und mir die Aktionen anzusehen. Die erste Steigung nahm ich sportlich (rauf zur Hornbahn-Bergstation), ab dort Genusstour. Obwohl beide alleine angereist waren, haben sich eine andere Teilnehmerin und ich recht schnell zusammengefunden und wir sind die meiste Zeit gemeinsam gewandert und haben die Stationen miteinander besucht. Probleme machten mir Blasen an den Füßen, aber meistens konnte ich sie ignorieren, erst in den letzten Stunden wurden sie ärgerlich, weil ich da sowieso schon ausgepowert war. Durch die vielen Programmpunkte war auch die Nacht nicht langatmig, Tiefpunkte traten kaum auf. Mit der zeitlichen Einteilung taten wir uns etwas schwer. Obwohl wir fast alle Programmpunkte „mitnahmen“, kamen wir an wenigen Stationen etwas zu früh an, sie waren noch nicht aufgebaut. Wären wir allerdings die Fitnessstrecke gegangen, hätten wir uns heillos verspätet und wären irgendwann auf den Shuttle angewiesen gewesen. Wir hätten uns also an manchem Punkt mehr Zeit lassen oder längere Pausen machen können. In der letzten Pause vor dem Ziel (am Café Polite: „glei-hämmers-g’schafft-Sekt“) hatten wir so viel Zeit, dass wir richtig müde wurden und uns fast die Augen zu fielen. Frühstück in Bad Hindelang gab es ab 6:00, also warteten wir mit dem Aufbruch, um nicht vor 6:00 unten zu sein. Der Regen erwischte uns für vielleicht 10 Minuten (Regenjacke blieb trotzdem im Rucksack). Zwei nette Mitarbeiterinnen der Bad-Hindelang-Touristik kamen uns mit Regenschirmen entgegen, und so gingen wir die letzten Meter im Trockenen. Dann noch „Geschafft“-Fotos und rein ins Kurhaus, wo Frühstück, Ersatzklamotten und frisches Wasser auf uns warteten.
Das Wetter: Das war ebenfalls super! Ok, durch die Bewölkung war die Sicht nicht optimal. Aber die brennende Sonne der letzten Tage hätte uns das Leben doch eher schwer gemacht. Angenehme Temperaturen, Regen erst kurz vor dem Ziel.

Resumée: Diese 24-Stunden-Wanderung war völlig anders als alles, was ich vorher gemacht habe. Neben dem sportlichen Ereignis (60 km und 2355 Hm sind auch in mäßigem Tempo nicht nix) zählten die vielen Aktivitäten, Informationen und Erlebnisse. Ich habe Dinge getan, die ich noch nie gemacht hatte. Es war unglaublich schön und ich freue mich, dass ich dabei sein durfte. Und ein großes Kompliment an alle, die dieses wunderbare Event ermöglicht und gestaltet haben!
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 26. Jun 2017 - 20:20 Uhr
:)
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 26. Jun 2017 - 20:22 Uhr
:)
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: kalle am 26. Jun 2017 - 21:44 Uhr
Schön, dass du dabei so einen Spaß und eine Begeisterung hattest  :bravo
Danke für deinen Beitrag  :-L)

Schönen Gruß
Kalle
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: Richard am 26. Jun 2017 - 23:18 Uhr
Super. Gratulation.

Schöne Bilder

Übrigens Bild 209 zeigt den Samenstand eines Wiesenbocksbarts.
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 27. Jun 2017 - 06:21 Uhr
Richard, vielen lieben Dank - auch für die Info! Hab mich schon mehrfach gefragt, wer so prächtige "Pusteblumen" fabriziert!  :-L)
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: eybi am 27. Jun 2017 - 09:58 Uhr
Gratuliere! :bravo
Wirklich tolle Fotos und Eindrücke!
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: Lampi am 27. Jun 2017 - 12:44 Uhr
Spaß gehabt  :-L)

Mitr würden sich da einige Fragen stellen.
Über 1700 Anwärter haben sich in diesem Jahr um die 444 Teilnehmerplätze bemüht.
Die Tagestour .... 29,2 km und 1133 Hm.
Die Nachttour .... 31,1 km und 1211 Hm.
Wie kommen die genau auf 444? Und warum nicht (z.B.) auf 666 ;)
Das Verhältnis von Strecke zu Höhe ist schon fast flachländisch - das heißt höhere Geschwindigkeit und (bei meinen Massen) schmerzende Knie und (mittlerweile auch) Hüften. Gibt es auch kürzere Strecken mit mehr Höhenmetern?
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: Elchi am 27. Jun 2017 - 13:31 Uhr
Toll, toll, toll  :bravo

Tiefsten Respekt vor dieser Leistung. Und dazu noch tolle Bilder. :-L)

LG Volker
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: oliver am 29. Jun 2017 - 09:34 Uhr
Hi Sigrun,

danke für Deine tolle Berichterstattung von der Veranstaltung und die schönen Impressionen von der Strecke. :bravo

Einer Festanstellung als Außenreporterin für das Forum steht somit "fast" nichts mehr im Weg  ;)

Beste Grüße
Oliver
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: obadoba am 02. Jul 2017 - 07:04 Uhr
Sehr feiner Bericht und schöne Bilder!
Und man kann die Begeisterung und Freude richtig mitlesen :)

Und natürlich: Gratulation!
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 02. Jul 2017 - 18:43 Uhr
Lieben Dank, eybi, Lampi, Elchi, Oliver und obadoba!  :)

... und der nächste Termin nähert sich mit großen Schritten: In drei Wochen in Oberstaufen, also ein Heimspiel  :D Und da sind noch viiiiele Plätze frei! (aber auch recht teuer)

http://24h-trophy.de/austragungsorte/oberstaufen/24h-panoramawanderung/
http://24h-trophy.de/austragungsorte/oberstaufen/

(es gibt auch eine 12-Stunden-Version, die bin ich im März testmäßig gewandert: http://www.alpic.net/forum/bergsommer/speed-hiking/msg47024/#msg47024 )
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: obadoba am 03. Jul 2017 - 21:56 Uhr
Nene, das ist nix für Fusskranke.
Ich lass sowas mal die Gesunden machen :D

Aber hinterher les ich gern wieder mit und drücke schon mal vorab die Daumen :-)
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: Kauk am 03. Jul 2017 - 22:19 Uhr
Ich wollt schon länger auch noch Danke für den Erlebnisbericht sagen ;)!

Gesendet von meinem LG-H815 mit Tapatalk

Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: FalscherHase am 25. Jul 2017 - 13:46 Uhr
24-Stunden-Wanderung, Oberstaufen 2017

Am Samstag war es wieder soweit! Die 24-Stunden-Wanderung mit Hochgrat! Im letzten Jahr war die Route auch über einen Teil der Nagelfluhkette zwar vorgesehen, doch Gewitter forderten eine Anpassung auf weniger exponiertes Gelände.
Gewitter waren auch dieses Mal ein Thema, die Route brauchte jedoch nicht geändert zu werden.
Und so starteten über 100 Teilnehmer um 8:00 im Kurpark Oberstaufen zu einer Runde mit 60 km und gut 3000 Hm.

Der Weg führte über Weißach auf den Hündlekopf herauf, runter zu den Buchenegger Wasserfällen, auf der anderen Talseite herauf Richtung Steibis, vor Erreichen der Ortschaft Abzweig zur Talstation der Hochgratbahn, wo leckeres Mittagessen auf uns wartete. Für manchen war die Strecke bis hier hin schon grenzwertig, so dass die Organisatoren die Option anboten, die Gruppe zu teilen.
Und so wanderten einige direkt auf den Kamm der Nagelfluhkette, während die Hauptgruppe die ursprüngliche Route über Prodel und Denneberg nahm und erst dann (über die Brunnenau, die steilste Passage der gesamten Tour) den Gratweg erreichte. Der Unterschied wird in etwa 500 Hm und 9 km ausgemacht haben. Vom Hochgrat ging es weiter nach Westen über die Nagelfluhkette bis zur Falkenhütte – Abendessen, Halbzeit! Wer seinen Schuhbeutel vorgeschickt hatte, konnte hier Schuhe, Socken oder sonstiges wechseln. Nun war auch Zeit für die Stirnlampe.
Eine Kette kleiner Lichtlein zog sich durch die Nacht. Weiter ging es Richtung Hädrichparkplatz und auf federndem Weg im Kojenmoos zum Imberghaus. Dort erwartete uns ein Mitternachtsimbiss, der in Anbetracht des Wetters ausgedehnt wurde.
Als Starkregen und Gewitter vorbei waren (meine Güte, was hatten wir ein Glück!), brachen wir auf zum Dreiländerblick. Viel Blick gab es nicht, obwohl die Nacht inzwischen sternenklar war. Die Wege zum Teil ausgesprochen matschig und rutschig. Ich war froh, die Stöcke dabei zu haben. Weiter nach Aach, wo im „Gaukler“ Frühstück für uns vorbereitet war. Drinnen war es heiß und laut, draußen kühl, zunehmend neblig und ruhig. So saßen ein paar andere und ich vor der Kneipe, aßen, tranken und dösten vor uns hin.
Aufbruch im Morgengrauen, die Stirnlampen waren nur noch kurze Zeit erforderlich. Über Eibele (Wasserfall) ging es nach Döbelesried, heraus aus dem Nebel. Der nächste Punkt war das Paradies, das Café am Kapf. Dort erwarteten uns Alphornbläser und eine super Sicht über große Teile unserer Route (Hündle, Prodelkamm, Nagelfluhkette, Falkenhütte, Imberghaus, Aach im Nebel).
Dann Endspurt rauf auf den Kapf und durch den Wald über Wurzel-Wege zurück zum Kurpark, wo wir mit Ehren und Weißwurst empfangen wurden.

Wie ging es mir?
Eigentlich ganz gut. Allerdings hatte ich wieder Blasen an den Füßen trotz einiger Vorbereitung. Aufmunterungs-SMS kamen regelmäßig bei mir an, das war schön! Aber zwischen 3:00 und 4:00 war ich mir nicht sicher, ob ich auf der Veranstaltung richtig bin oder nicht doch eher schlafen sollte………….. ketzerische Gedanken, am Gaukler den Shuttle zu nehmen… aber so kurz vor Schluss – der sich dann aber noch deutlich hinzog……….. nie wieder………….. ….nie wieder?? Das war jetzt Nummer 9, seit 2011 jedes Jahr eine oder zwei 24-Stunden-Wanderungen.

Was machten die anderen?
Viele haben die komplette Route bewältigt. Auf dem Hochgrat-Gruppenbild, das einer der Guides fotografiert hat, sind jedoch weniger als 60 Leute. Ich habe mitbekommen, dass ein paar Teilnehmer die Brunnenau nicht heraufgegangen sind, sondern die Hochgratbahn genommen haben und dann oben weiter konnten. Andere drehten in der Brunnenau um, hatten dann aber keine Chance mehr auf die Bahn. Ich gehe davon aus, dass sie abgebrochen haben. Außerdem gab es an bestimmten Punkten die Möglichkeit, problemlos abzubrechen und mit dem Shuttle-Busle nach Oberstaufen zu fahren.
Kontakt hatte ich zu einigen Mitwanderern, mal mit dem einen, mal mit der anderen. Manche kannte ich schon, auch das war schön! Und eine Wanderin hatte 24 Zettelchen dabei, eines für jede Stunde – mit aufmunternden Worten! So eine schöne Idee!
Außer der 24-Stunden-Runde wurde auch eine 12-Stunden-Tour angeboten. Auch deren Teilnehmer hatten einen super Wandertag. Beim Start (15 Minuten Abstand) trafen beide Gruppen aufeinander, und im Ziel der 24-Stunden-Gruppe waren einige der 12-Stunden-Wanderer im Empfangskomitée.
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: Bergfex33 am 25. Jul 2017 - 21:09 Uhr
Super Sigrun, das Du es wieder mal geschafft hast. :bravo
Großen Respekt vor Deiner Leistung, Hut ab. :-L)
Titel: Re: 24-Stunden-Wanderung
Beitrag von: oliver am 09. Aug 2017 - 22:54 Uhr
 :bravo Glückwunsch auch von mir...tolle Leistung  :-L)