24-Stunden-Wanderung  (gelesen 16567 mal)

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Offline Bergfex33

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #50 am: 23. Jun 2017 - 22:37 Uhr »
Ja, 3 x spuck ( toi toi toi) ;D

Viel Erfolg, machs gut und viel Spaß natürlich, denn der darf nie fehlen, auch wenns hart wird :ja:
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Offline oliver

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #51 am: 23. Jun 2017 - 23:49 Uhr »
Hi Sigrun,
auch von mir Durchhaltevermögen und ganz viel Spass (bei der Arbeit  ;D) und vertrete das Alpic.net würdig  8) ;D
Freuen uns schon auf Deine Berichterstattung und hoffentlich viele tolle Aufnahmen mit der einen oder anderen Randnote.
Beste Grüße
Oliver   :labtop:

P.S.: Bereits das Starterset macht fast schon etwas neidisch  ;)
« Letzte Änderung: 23. Jun 2017 - 23:51 Uhr von oliver »
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Offline Kauk

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #52 am: 24. Jun 2017 - 00:49 Uhr »
Viel Spaß! :)

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Offline FalscherHase

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #53 am: 24. Jun 2017 - 06:15 Uhr »
vielen lieben Dank...! :) Hab extra Akku und Speicherkarten für die Kamera dabei, dann sollte nix schiefegehen... ;) - zumindest nicht gerätetechnisch   ;D
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Offline Lampi

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #54 am: 24. Jun 2017 - 07:03 Uhr »
Viel Erfolg. Spaß wäre natürlich das I-Dipfele.
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Offline FalscherHase

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #55 am: 26. Jun 2017 - 19:46 Uhr »
danke, Lampi!  :)
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Offline FalscherHase

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #56 am: 26. Jun 2017 - 20:10 Uhr »
24 Stunden von Bayern 2017 – Austragungsort Bad Hindelang – ein grandioses Event!

Das war nun meine achte Teilnahme an einer 24-Stunden-Wanderung. Und doch war alles neu.

Bei den 24 Stunden von Bayern ist die Nachfrage deutlich größer als die Teilnehmerzahl. Die Startplätze werden mittels Losverfahren vergeben. Über 1700 Anwärter haben sich in diesem Jahr um die 444 Teilnehmerplätze bemüht. Die „24 Stunden von Bayern“ fanden dieses Jahr zum neunten Mal statt. Der Austragungsort wechselt jedes Jahr.

Bad Hindelang hat sich mächtig ins Zeug gelegt: 500 Freiwillige haben zum Gelingen beigetragen. Nein, nicht allein Streckenposten waren positioniert, wahrscheinlich sämtliche Vereine und ansässige Firmen hatten Aktionspunkte entlang der Strecken. Auch die früheren Event-Austräger waren zu finden. Viele Sponsoren machten die Aktion möglich. Die Verköstigung war ausgesprochen lecker, umfang- und abwechslungsreich. An der Strecke befanden sich genügend Stationen, um Hunger und Durst zu stillen und die Getränkeflaschen aufzufüllen.

Aufgeteilt war die Gesamtroute in eine Tages- und eine Nachtstrecke. Beginn und Ende jeweils am Wandermarktplatz in Bad Hindelang. Das hatte mehrere Vorteile wie die zentrale kulinarische Verköstigung (Frühstück Samstag und Sonntag, Abendessen Samstag), regensicheres Wäschewechseldepot und Treffpunkt für alle.
Die Tagestour führte von Bad Hindelang herauf bis fast zur Hornbahn-Bergstation, über den Straußbergsattel ins Retterschwanger Tal, im Bogen um den Breitenberg nach Hinterstein und auf Panoramawegen zurück nach Bad Hindelang. 29,2 km und 1133 Hm.
Die Nachttour verlief durch den Wildbachtobel herauf nach Oberjoch, mit der Bahn bergauf zur Wiedhagalpe (alternativ zu Fuß), über Rehbach nach Unterjoch. Über die Passhöhe der alten Salzstraße und am Moorbad vorbei, Kanzel und Café Polite zurück nach Bad Hindelang. 31,1 km und 1211 Hm.

Zu beiden Strecken wurde eine Erweiterung angeboten: Die Fitness-Strecke „wo die  wilden Fräulein hausen“ auf den Wildfräuleinstein und die Mondscheinstrecke „Extrastrecke in die Enklave“ mit Besuch von Jungholz. An manchen Stationen waren letzte Durchgangszeiten angegeben, auch ein Shuttle-Bus-System war organisiert, um verspätete Wanderer zum nächsten großen Treffpunkt zu fahren.

Entlang der Hauptstrecken waren 65 Wegpunkte markiert. Dort gab es neben Verköstigung viele Aktionen, Informationen und Überraschungen. Man konnte die Strecke einfach „durchlaufen“ oder die Angebote wahrnehmen. 65 Aktionen auf 60 km, da ist Entschleunigung quasi inbegriffen. Verschiedene Musikgruppen der Region waren aktiv, Künstler, Gymnastikgruppen, eine Volkstanzgruppe und Geschichtenerzähler. Wir durften Steinmännchen bauen, jodeln, balancieren, im Dialekt grüßen, Krolf spielen, Wünsche an einen Wunschbaum hängen, am Feuer sitzen und Schnupftabak schnupfen, torwandschießen mit Tennis und Fußball, Segway und E-Bike fahren, weitere Geschicklichkeitsparcours durchlaufen, im Dunkeln eine Röhrenrutsche runter rutschen, mit Alpacas und Pony gehen, Pfarrer Kneipp, König Ludwig und die Wilden Fräulein treffen, auf dem Ergometer Strom erzeugen, auf dem Hörnerschlitten vor einem Winterbild posieren, bei sternklarer Nacht den Saturn durch das Teleskop erkennen, Blumen pflanzen, Holzscheite tragen, im Heubett liegen, einen Triathlon absolvieren (Gaudi-Ski, Schnaps, Schießen), beim Schmieden zusehen, Rindermassagen sehen, alte Traktoren bewundern, Leckereien und Wasser der Region genießen. Wadenmassage und Kneippanwendungen taten Körper und Geist wohl. Einige Glücksräder verhalfen zu schönen kleinen Gewinnen. Die 24-Stunden-Ausrichter von 2015 (Spessart-Mainland) traten als Spessart-Räuber auf und verpassten allen Teilnehmern einen Ruß-Fleck im Gesicht, der so manchen bis zum nächsten Tag zierte. Informiert wurde über Forstwirtschaft, genfreie Landwirtschaft, Holzrücken mit Pferd, Salztransport und Kontrolle der Grenze vor mehreren hundert Jahren. Außerdem war Tag der Offenen Tür der Bergwacht. Fotoaktionen mit kleinem und großem Rahmen. Weg weisende Feuer und Lichterfeen erleuchteten manchen nächtlichen Weg. Illuminationen verzauberten die Nacht.

Zudem hatte die Landschaft reichlich zu bieten. Die Fernsicht war zwar eingeschränkt und nicht jeder Gipfel sichtbar. Doch die Weite und Tiefe waren zu sehen, Fauna und vor allem Flora zu bewundern. Eindrücklich war die Wanderung durch den Wildbachtobel („Begehen bei Nässe, Vereisung oder Dunkelheit ist gefährlich“), den wir lange vor der Dunkelheit passierten. Wer die Augen offen hielt, entdeckte am Wegesrand Raritäten wie früchtetragenden Seidelbast, Graslilien, Alpenrosen, Enziane, Türkenbundlilien, unterschiedliche Glockenblumen und Knabenkräuter, Rotes Waldvögelein, verblühenden Frauenschuh und viele, viele andere Orchideen. Schmetterlinge, Vögel und Schnecken wurden beobachtet und Frösche belauscht. Und manches Rind- und Federvieh wunderte sich offensichtlich über die vielen Wanderer.

Wie ging es mir? Gut! Ich hatte mir von vornherein vorgenommen, keine Zusatzstrecken zu nehmen und mir die Aktionen anzusehen. Die erste Steigung nahm ich sportlich (rauf zur Hornbahn-Bergstation), ab dort Genusstour. Obwohl beide alleine angereist waren, haben sich eine andere Teilnehmerin und ich recht schnell zusammengefunden und wir sind die meiste Zeit gemeinsam gewandert und haben die Stationen miteinander besucht. Probleme machten mir Blasen an den Füßen, aber meistens konnte ich sie ignorieren, erst in den letzten Stunden wurden sie ärgerlich, weil ich da sowieso schon ausgepowert war. Durch die vielen Programmpunkte war auch die Nacht nicht langatmig, Tiefpunkte traten kaum auf. Mit der zeitlichen Einteilung taten wir uns etwas schwer. Obwohl wir fast alle Programmpunkte „mitnahmen“, kamen wir an wenigen Stationen etwas zu früh an, sie waren noch nicht aufgebaut. Wären wir allerdings die Fitnessstrecke gegangen, hätten wir uns heillos verspätet und wären irgendwann auf den Shuttle angewiesen gewesen. Wir hätten uns also an manchem Punkt mehr Zeit lassen oder längere Pausen machen können. In der letzten Pause vor dem Ziel (am Café Polite: „glei-hämmers-g’schafft-Sekt“) hatten wir so viel Zeit, dass wir richtig müde wurden und uns fast die Augen zu fielen. Frühstück in Bad Hindelang gab es ab 6:00, also warteten wir mit dem Aufbruch, um nicht vor 6:00 unten zu sein. Der Regen erwischte uns für vielleicht 10 Minuten (Regenjacke blieb trotzdem im Rucksack). Zwei nette Mitarbeiterinnen der Bad-Hindelang-Touristik kamen uns mit Regenschirmen entgegen, und so gingen wir die letzten Meter im Trockenen. Dann noch „Geschafft“-Fotos und rein ins Kurhaus, wo Frühstück, Ersatzklamotten und frisches Wasser auf uns warteten.
Das Wetter: Das war ebenfalls super! Ok, durch die Bewölkung war die Sicht nicht optimal. Aber die brennende Sonne der letzten Tage hätte uns das Leben doch eher schwer gemacht. Angenehme Temperaturen, Regen erst kurz vor dem Ziel.

Resumée: Diese 24-Stunden-Wanderung war völlig anders als alles, was ich vorher gemacht habe. Neben dem sportlichen Ereignis (60 km und 2355 Hm sind auch in mäßigem Tempo nicht nix) zählten die vielen Aktivitäten, Informationen und Erlebnisse. Ich habe Dinge getan, die ich noch nie gemacht hatte. Es war unglaublich schön und ich freue mich, dass ich dabei sein durfte. Und ein großes Kompliment an alle, die dieses wunderbare Event ermöglicht und gestaltet haben!
« Letzte Änderung: 26. Jun 2017 - 20:14 Uhr von FalscherHase »

Offline FalscherHase

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #57 am: 26. Jun 2017 - 20:20 Uhr »
:)
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Offline FalscherHase

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #58 am: 26. Jun 2017 - 20:22 Uhr »
:)

Offline kalle

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Re: 24-Stunden-Wanderung
« Antwort #59 am: 26. Jun 2017 - 21:44 Uhr »
Schön, dass du dabei so einen Spaß und eine Begeisterung hattest  :bravo
Danke für deinen Beitrag  :-L)

Schönen Gruß
Kalle
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