Bergsport und Corona?

Besler und Rote Wand  (gelesen 6213 mal)

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Offline Kauk

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Besler und Rote Wand
« am: 12. Mai 2012 - 16:46 Uhr »
Gestern traute ich mich zum dritten Mal in Folge am Freitag Nachmittag in den Restschnee. Das gute Wetter musste genutzt werden, bevor die Eisheiligen antanzen. Diesmal gings auf den Besler (1679 m), Beslergrat (1668 m) und den Beslerkopf (1655 m) sowie die Rote Wand (1474 m)

Route: Parkplatz vor Riedbergpass - Schönbergalpe - Nordflanke - Besler - Beslergrat - Beslerkopf - Frieburgarsalpe - Nordflanke - Rote Wand - Toniskopf - Toniskopfalpe - Dinigörgenalpe - Schönbergalpe - Parkplatz

Der kostenlose Parkplatz (ca. 1390 m, Parkverbot von 22 - 7 Uhr) befindet sich an der Bushaltestelle von Grasgehren Richtung Balderschwang. Zunächst kurz an der Straße Richtung Balderschwang bis nach links ein Wegweiser und Fahrweg zur Schönbergalpe hinableitet. Damit geht es ungefähr zunächst 50 Höhenmeter runter. An der Alpe den Wegweisern zum Besler folgen, kurz oberhalb dann nach links vom Weg ins Lochbachtal ab in die Nordflanke. Hier zunächst die steilen Flanken aufwärts, später wird unter den Steilflanken und Wandabbrüchen nach Osten gequert. Zunächst durch einen kleinen Schrofendurchlass und dann in der weiteren Querung sieht man schon das Gipfelkreuz auf dem Besler. Nun zwei Varianten: Ca. in der Hälfte nach rechts hoch in einen kleinen Einschnitt und über die Südseite zum Hauptgipfel (allerdings weiß ich da nicht genau wie das laufen soll, hab in umgekehrter Richtung den Weg unter Schnee nicht gefunden). Variante 2 ist der kurze Klettersteig zum Gipfel. Dieser Steig wurde 2009 renoviert, hat ein durchgehendes Stahlseil und glaub 2 Tritte. Der Fels ist arg abgespeckt, bei Nässe deshalb unangenehm. Schlüsselstelle ist ein Aufschwung im unteren Teil des Steiges (Ohne Seil wohl etwas um II), wer den meistert kommt den Rest auch hoch. Der Rest ist dann im I Grad, Ende zweites Drittel nochmal schwerer. Oben dann nach links zum Plateauartigen Gipfel mit Kreuz, Buch und einer herrlichen Sicht auf die Oberstdorfer Bergkulisse zwischen Grünten und Widderstein.

Mangels Orientierung durch die Schneedecke hielt ich mich am Grat um Richtung Beslerkopf zu kommen. Nach kurzer Zeit kommt ein Schrofenaufschwung, hier am besten den Pfadspuren links nach unten folgen und den Felskörper umgehen. Vermutlich war das nicht der Normalweg, hab keine Markierungen gesehen. Ich bin noch den Schrofenaufschwung (II-) hoch und über den schmalen Grat an die Felsabbrüche heran. Diese fallen senkrecht nach Westen ab, kein Weiterkommen, aber schöner Blick auf das weitere Programm. Also zurück und auf dem Pfad weiter. Ich hab mich so nah als möglich an den Felsen gehalten, zwei Kletterer getroffen und dann um eine Felsnase ziemlich unangenehm abdrängend herum in den Einschnitt des Normalwegs. Hier waren dann auch wieder Markierungen, also war ich wohl auf dem falschen Weg. Weiter über den Graskopf des Beslergrats und nahe der Schneide zum Beslerkopf. Am kurzen Gipfelaufbau normalerweise links herum auf einem Pfad, ich bin direkt die Felsen hoch (I+).

Nun zu einer nahen Jadghütte und über den Wanderweg hinab ins Lochbachtal. Bald trifft man auf die freien Weideflächen und hat einen schönen Blick auf die Nordflanke der Roten Wand. Den dort befindlichen Schnee nutzte ich für den Aufstieg. Ziel ist der wenig ausgeprägte Sattel zwischen Roter Wand und Toniskopf, ihn erreicht man von Norden entweder über die freien Flächen im unteren Teil oder durch den lichten Wald. Oben dann über ebene Flächen zu einem Kessel unterhalb der Roten Wand, diesen hoch und nach links raus zum bewaldeten Gipfel. Trotzdem hat man gute Ausblicke nach Süden, wo der Gipfelaubau auch jäh abbricht und dem Namen alle Ehre macht. Ich bin der Kante noch nach Südwesten gefolgt und man kommt zu einem kleinen nach Süden vorragenden Ausläufer der Wand, hier kann man schön sitzen und genießen.

Abgestiegen bin ich nach Westen über den schwach ausgeprägten Plateaugipfel des Toniskopfs, hier eher am besten etwas rechts halten durch den Wald nach einer kleinen flachen Lichtung nochmals in die Bäume, auch eher rechts. Links sieht man bereits die freien Weideflächen, ich bin aber über einen kleinen Rücken nach unten, hier leichte Pfadspuren und sogar eine rote Markierung. Das ganze leitet zu dem Rücken, der genau hinter der Toniskopfalpe nach oben zieht. Danach auf dem Fahrweg zur Dinigörgenalpe (1280 m). Wo die Fahrstraße nach rechts abknickt dem Fahrweg links folgen und kurz darauf rechts hinauf gegen Schafberg. Hier geht es dann nochmal 100 Höhenmeter nach oben, bevor die steilen Flanken auf gutem Weg gequert werden und man in Kürze zurück zur Schönbergalpe abgestiegen ist. Von hier dann nochmal die 50 Höhenmeter hoch zum Parkplatz.

Gestrige Verhältnisse: Nordseitig am Besler noch viel Schnee, wenige Stellen des Sommerwegs sind bereits schneefrei. Der Schnee scheint fest, keine Anrisse zu erkennen. Ein dreckiger Grundlawinenkegel muss unterhalb des Beslerkopfs gequert werden. Von oben dürfte nicht mehr viel Potential sein. Allerdings lohnt es sich die Augen aufzuhalten, es schießen immer wieder Steine herunter, die aus dem feuchten Boden an den Steilflanken brechen. Der Klettersteig ist schneefrei, eine kurze Passage noch vereist, aber gut zu umgehen, der Ausstieg ist noch etwas mit Schnee verlegt, er muss ohne Seil umgangen werden, das ist aber problemlos. Oben am Besler nur noch viel Schnee im Schatten und Flachen. Im Übergang zwischen Beslergrat und -kopf zwei Wächten, gut zu gehen und auch zu umgehen. Nordseitig am Toniskopf nahezu geschlossene Schneedecke, im Wald teilweise schneefrei, Gipfelaufbau mehr frei.

Fazit: Vom Riedbergpass kurze Spritztour, wenn man nur den Besler macht, also gut geeignet für Feierabend, Sonnenauf und -untergänge und ähnliches. Der Besler ist ein traumhafter Aussichtsberg (wenn auch nach Süden und Westen eingeschränkt), geht man bis zum Beslerkopf hat man das komplette Panorama gesehen. Die Rote Wand ist mehr bewaldet, oben ist es aber einfach traumhaft schön, mehr Ruhe als am Besler...hier stören die Geräusche der Rennmaschinen doch immer wieder. Jetzt mit Schnee war die Rote Wand ganz gut zu gehen, im Sommer könnte ich mir vorstellen, das einige Passagen auch arg sumpfig sind. Das noch größere Problem könnte dann aber sein die ganzen Stacheldrahtzäune zu überwinden, noch waren sie abgenommen. Die Länge des Rückwegs sollte nicht unterschätzt werden.

P.S. Als Bike & Hike vom Graddler.

Wiedereinmal die Impressionen, diesmal zur Aufheiterung des grauen Maiwochenendes.
« Letzte Änderung: 12. Mai 2012 - 16:54 Uhr von Kauk »
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Offline Kauk

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Re: Besler und Rote Wand
« Antwort #1 am: 12. Mai 2012 - 16:47 Uhr »
2. Impressionspack.
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Offline Kauk

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Re: Besler und Rote Wand
« Antwort #2 am: 12. Mai 2012 - 16:49 Uhr »
3. Impressionspack.
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Offline Kauk

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Re: Besler und Rote Wand
« Antwort #3 am: 12. Mai 2012 - 16:51 Uhr »
4. Impressionspack.
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Offline Chris

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Re: Besler und Rote Wand
« Antwort #4 am: 13. Mai 2012 - 09:27 Uhr »
Schöne Tour und tolle Fotos!  :-L)

An die Dinigörgenalpe habe ich nicht so gute Erinnerungen. Irgendwann Mitte der 1990er Jahre wollte ich mit meinen Eltern und Freunden vom Riedbergpass aus dorthin wandern. Unterwegs war es so matschig, dass an ein Weitergehen nicht zu denken war, so dass wir umkehren mussten. Einige Jahre später sind wir von Rohrmoos zur Dinigörgenalpe gewandert. An dem Tag war es aber so nebelig, dass man beinahe die Hand nicht vor Augen sehen konnte.
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Offline horst

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Re: Besler und Rote Wand
« Antwort #5 am: 14. Mai 2012 - 23:41 Uhr »
Super Bericht, der mich anregt, auch mal diese Tour in einer etwas am Rande liegenden Gegend zu unternehmen. Auch wieder sehr schönes und reichhaltiges Bildmaterial, das die Sache passend unterstützt :-L). Übrigens gehört der Besler auch zum Helvetikum, nämlich aus dem Schrattenkalk, aus dem auch das Plateau des Hohen ifen besteht. Geologisch interessante Gegend. Außerdem liegt dort in der Nähe die Wasserscheide zwischen Donau und Rhein. Danke für diese schönen Eindrücke von deiner Bergtour.

Viele Grüße, horst
« Letzte Änderung: 14. Mai 2012 - 23:45 Uhr von horst »
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Offline Kauk

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Re: Besler und Rote Wand
« Antwort #6 am: 15. Mai 2012 - 14:36 Uhr »
Wobei gerade solche Gipfel in der Zwischensaison goldrichtig sind, wenn man nicht auf Massenandrang steht.

Die Schrattenkalkplateaus wie am Ifen und Besler ähneln denen an der Großen Bahama Bank, nur das diese deutlich mächtiger sind.
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Offline Kauk

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Re:Besler oder Aufstockung der Gipfelsammlung
« Antwort #7 am: 12. Nov 2014 - 17:21 Uhr »
Gestern gings nochmal raus in die Bergwelt, bevor der Urlaub endgültig und unbarmherzig seinem Ende zurast ;D. Nach meiner oben beschriebenen ersten Besler-Tour waren im Besler-Massiv noch einige Gipfelchen unbesucht geblieben (Schafkopf, Geißwiedenkopf, Schwarzenberg P.1385).

Ausgangspunkt der Tour war dieses Mal der Wannenkopfhütte-Parkplatz (1210 m) an der Riedbergpassstraße. Von hier der Beschilderung folgend kurz hinab zum Bach und auf dem Alpweg weiter hinauf Richtung Herzbergalpe (ca. 1190 m), unterhalb weiter auf dem Alpweg zur Schönbergalpe (Achtung: Offiziell ist der Weg noch bis 22.11.2014 wegen Baumfällarbeiten mit Windeneinsatz gesperrt, früh morgens arbeitet dort aber niemand, mich hat kein Stahlseil getroffen. Tagsüber wird aber von der anderen Talseite aus an der Passstraße eine Winde betrieben und gearbeitet.). Zunächst noch ein befestigter Weg, geht das ganze bald in einen schmaleren Viehtrieb über, sehr morastig und unangenehm zu gehen. An der Schönbergalpe (1342 m) den Wegweisern ins Lochbachtal folgen. Der Weg quert nun die Flanken des Schafkopfs.

Für die Besteigung des Schafkopfs folgt man dem Weg bis knapp zu seinem höchsten Punkt, an dem er deutlich ins Lochbachtal absteigt. Hier nun weglos über freie, teils feuchte Weideflächen die Westflanke hinauf. Ein erster Schrofenriegel blockiert bald die Flanke, am besten weicht man nach rechts zur Kante der Südflanke hin aus, hier kann man problemlos auf Wildwechseln aufsteigen. Die eingelagerte Grasrippe wird darüber erneut von einem Felsriegel begrenzt, deshalb zwischen den Riegeln nach links queren, bis man nach rechts wieder bequem die Westflanke aufsteigen kann. Mit etwas Geschick im Baumstamm-Mikado lässt sich ein Vorgipfel problemlos erreichen, über wellige Böden dann in Kürze zum Schafkopf-Gipfel (1627 m). Er bietet trotz Bewaldung eine recht passable Aussicht. Abstieg wie Aufstieg zum Wanderweg.

Dem Wanderweg dann nur kurz folgen, ich habe die weite Schleife Richtung Dinigörgenalpe über die Weidefläche abgekürzt. Nun weiter auf dem Sträßchen zur Freyburger Alpe, in Falllinie des Schafkopf-Gipfel bietet sich auch hier wieder eine direkte, weglose Abkürzung der endlosen Schleife in Richtung Wanderweg an.  Dieser ist zunächst noch breit, wird in der Folge aber schmaler, steil ist er durchgehend. An den freien Flächen unter dem Beslerkopf (1655 m) weglos direkt zum Gipfelaufbau und über die kurze Felsstelle (I+) nach oben.

Nun auf den Wegspuren über den Beslergrat (1668 m) in den Sattel vor dem Besler-Gipfelplateau. Hier entschied ich mich, den Normalweg zu finden, der mir im obigen Tourenbericht nicht gelang. Man steigt kurz in der Südflanke hinab zu einem Wegweiser und umrundet dann den Gipfel und führt unschwierig auf der Plateau mit dem Besler-Gipfelkreuz (1679 m).

Abgestiegen bin ich über den Klettersteig zum Wanderweg, der zunächst am Grat entlang führt und dann über die oben sehr steilen Südhänge runter zur Oberen Gundalpe (1495 m) leitet. Auf dem Wanderweg nach Osten in den Sattel (1490 m) vor dem Geißwiedenkopf (1544 m). Diesen erreicht man schnell über seine Westflanke, die unten raus kurz sehr steil ist und im Gegensatz zum Schafkopf-Aufstieg die weniger komfortablen Tritte (kleiner, abwärtsgerichtet) hat, oben dann problemlos zum höchsten Punkt.

Zurück am Wanderweg beginnt im Sattel der sogenannte Königsweg, der bis nach Obermaiselstein hinab führt. Er soll nach Maximilian II. von Bayern benannt sein, der Weg an sich ist breit und kunstvoll angelegt, erinnert mehr an einen Saumpfad, vermutlich damit seine Hoheit dort bequem per Ross anreisen konnte. An einer Jagdsiedlung (1323 m) wenig weiter Richtung Obermaiselstein, bis der Forstweg nach rechts abbiegt, der für Fußgänger laut Schild mit der Begründung das der Weg endet gesperrt ist. Diesem Fortstweg weiter folgen, an einer Kreuzung rechts halten, bis der Forstweg den Gipfel des Schwarzenbergs umrundet. An der höchsten Stelle des Weges in den Wald und mit etwas Orientierungssinn durch dichteren Bewuchs zum höchsten Punkt des Schwarzenbergs (1385 m), Gelände ist in der AV-Karte BY1 hilfreich dargestellt. Von der kleinen Jagdansiedlung auf dem Wanderweg zurück zur Herzbergalpe und mit dem kurzen Gegenanstieg zum Auto.

Die bisherige, nicht allzu strenge Runde (ca. 13 Km, knapp 1000 Hm) war wegen des frühen Aufbruchs natürlich recht bald beendet, so dass der durchaus annehmbare Tag (im Gegensatz zur eigentlichen Vorhersage) noch der Planung gemäß verlängert werden konnte (Ochsenberg, Sulzberg).

Als nächstes gings mit dem Auto nach Tiefenbach, Parkmöglichkeiten am Tourismusbüro. Gegenüber an der Kreuzung führt eine Straße zum Ortsteil Wasach, ihr folgt man bis zur Kirche (hinter der Kirche wohl ebenfalls Parkmöglichkeiten). Hinter der Kirche ein Wegweiser Richtung Judenkirche. Der Graf-Vojkffy-Wanderweg (Wildschutzgebiet mit Sperrung von 15.12 bis 15.03, am Anfang des Weges ein älteres Hinweisschild mit falschen Angaben) führt die Südostflanke des Ochsenkopfs entlang, zunächst trifft man auf eine Höhle, in der benannter Graf steinzeitliche Funde gemacht hat (Link-Info Graf Vojkffy). Die folgenden Felswände des Jehlefelsens sind ein Klettergarten. Am Kapf biegt der Weg nach links ab in Richtung Judenkirche. Jene hat wenig mit Juden zu tun, sie ist ein Felsbogen, der als Naturdenkmal eingestuft ist (Link-Info Judenkirche), von hier schöner Blick über Oberstdorf. Ich konnte dem Reiz nicht widerstehen und bin über den Bogen gegangen, auf der anderen Seite die Flanke hinauf, bald trifft man auf Wegspuren (Alternativ am Wegweiser kurz vor der Judenkirche dem steilen, wohl uralten Wirtschafsweglein folgen), die einen zum neuen Forstweg führen, auf ihnen dann an den Gipfelaufbau heran. Den Ochsenberg-Gipfel (1179 m) mit Vermessungsstein erreicht man kurz weglos. Abgestiegen bin ich dann auf dem Aufstiegsweg bis zum Kapf, von hier an der Fachklinik Oberstdorf vorbei ins Dorf bis zu einer Kreuzung (900 m).

An der Kreuzung dem Wegweiser zum Sulzberg folgen, es geht auf der Straße Richtung Ebnat. Bald darauf ist die Abzweigung eines kleinen Wanderwegs gekommen, der in sehr moderater Steigung auf den Sulzberg führt. An einer Verzweigung am besten rechts, dort dann bald eine freie Wiesenfläche, die herrliche Ausblicke bietet. Direkt die Wiese aufwärts ist in Kürze der Sulzberg-Gipfel (995 m) mit Kreuz und neuer Kapelle erreicht.  Zum Abstieg überschreitet man den Berg nach Tiefenbach, auch hier vorbei an einem Klettergarten. Man erreicht die Straße gegenüber der Kirche wieder.

Aktuelle Verhältnisse: Wie am Besler nicht anders zu erwarten, viel Nässe und einhergehend Matsch. Auf der beschriebenen Runde spielt Schnee keine richtige Rolle, unten im Schönberger Achtal im Schatten etwas und hinter der Schönbergalpe sowie nach dem Klettersteig im Schatten. Der Klettersteig selbst ist schneefrei aber freucht, das Seil wegen der Kombination mit matschigen Schuhsohlen hilfreich. Wer über die Nordflanke zum Klettersteig will, kann sich fast auf durchgehenden Schnee mit Spur einstellen. Ansonsten liegen bei allen Gipfeln des Tages immer wieder Bäumen vom 1. Herbststurm auf dem Weg herum, meist gut zu umgehen oder übersteigen.

Fazit: Wetter besser als erwartet, schöne Föhnstimmung, der Föhn schlug auch erst um die Mittagszeit am Besler richtig durch. Besler bei den matschigen Verhältnissen kein Genuss, wenn man einen Grund hat dort zu gehen, lässt es sich aushalten. Ochsenberg und Sulzberg sind einfach nette Gipfelchen, die sich als Zugabe lohnen. Ein Besuch der Judenkirche ist auch mal etwas anderes, schöne Ausblicke.
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Offline Kauk

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Re:Besler oder Aufstockung der Gipfelsammlung
« Antwort #8 am: 12. Nov 2014 - 17:23 Uhr »
Impressionen II.
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Offline andy84

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Schafkopf Direktvariante
« Antwort #9 am: 23. Sep 2015 - 08:38 Uhr »
Der Schafkopf kann wie im AVF oder von Kauk beschrieben von Westen aus recht einfach erklommen werden. Eine andere, jedoch deutlich anspruchsvollere Variante ist die direkte Besteigung von Osten. Dazu geht es vom Beslerkopf weglos nach Westen, die steilen Abbrüche werden südlich umgangen und direkt vor dem Schafkopf wird wieder in die Scharte aufgestiegen (T5). Von dieser Scharte aus führt nun eine Klettervariante direkt auf den Schafkopf.
Hier hängt ein recht neues Stahlseil, dieses ist jedoch nicht in den Stahlösen befestigt und hängt lose herunter, es ist oben trotzdem gut sicher befestigt.
Die Kletterei ist im unteren Teil eine steile Schrofenkletterei, der Fels ist nicht überall fest, aber man kommt trotzdem gut voran. Im oberen Teil geht es durch eine fast senkrechte Rinne in schöner Verschneidungskletterei nach oben. Es sind ein paar Stahlstifte vorhanden, durch welche die Kletterei etwas entschärft wird. Trotzdem ist die Schwierigkeit im oberen 2ten Grat, in der Verschneidung im unteren 3ten Grat anzusiedeln. Ohne die Stifte wäre es ne obere 3.
Das Seil kann zwar zur Hilfe genommen werden, es ist aber sehr wackelig und eher hinderlich. Es ist jedoch bestens verankert und hält sicher stand.
Der kurze "Klettersteig" wurde zu Ehren von Ekkehard Daser errichtet, einem bekannten Förster aus Fischen.
Vom Ausstieg gelangt man nun unschwierig zum höchsten Punkt des Schafkopfs, von dem man eine tolle Aussicht genießen kann. Und dies sicherlich immer alleine.
Auf dem gleichen Weg geht es wieder hinunter, wobei im Abstieg sind vor allem die Stahlstifte sehr hilfreich da die Erdflecken doch noch recht feucht und schmierig sind.
Allgemein sollte der Aufstieg bei Nässe gemieden werden, ein Helm ist sicherlich auch nicht verkehrt. Die Kletterlänge beträgt ca. 35m und macht echt Spaß.

Der Abstieg erfolgt über den Normalweg des Besler über die Schönbergalpe, ein direkter Abstieg von der Scharte am Schafkopf ist nicht möglich, da diese Rinne in einen sehr brüchigen senkrechten Abbruch abfällt. Also wieder zurück am Beslerkopf und Beslergrat vorbei und hinunter zur Schönbergalpe und an dieser vorbei zur Herzbergalpe.



PS: Der Aufstieg verläuft in die kleine Einschartung in der Bildmitte in Foto 1

 





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