Bester Aufstieg zum Kratzer?  (gelesen 13300 mal)

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Offline Schrofenkraxler

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Re: Bester Aufstieg zum Kratzer?
« Antwort #10 am: 03. Jul 2007 - 22:29 Uhr »
Hallo Jörg,

das hört sich ja gut an. Da könnte man mal eine Tour wagen  ;D. Schließlich sollte man doch mal Oberstdorfs Hausberg bestiegen haben :tanzen:

Gruß,
Mathias
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Offline Kauk

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Re: Bester Aufstieg zum Kratzer?
« Antwort #11 am: 05. Okt 2011 - 22:38 Uhr »
War schonmal jemand auf dem Haupt-/Mittelgipfel, der laut dem AVF der etwas höhere ist?

In der Beschreibung heißt es nur: "Nach rechts steil auf den Hauptgipfel".
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Offline Kauk

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Kratzer-Kreuzgipfel
« Antwort #12 am: 18. Aug 2012 - 16:24 Uhr »
Nach einigen Hüttentouren in den Allgäuer Alpen machte ich in diesem Sommerurlaub mal etwas anderes. Es ging für einige Tage (16. - 20.07.) auf die Kemptner Hütte (1844 m), die als Basislager genutzt wurde.

Tag 2: Ramstallspitze (Versuch) - Strahlkopf - Großer Krottenkopf
Tag 3: Öfnerspitze und Muttlerkopf
Tag 4: Kreuzeck - Rauheck - Fürschießer

Tag 1: (16.07.2012)


Zum Beginn erfolgte der Aufstieg zur Hütte und um den Tag noch nutzen auf den Kratzer-Kreuzgipfel (2427 m), mein einziger Ausflug in den Hauptkamm.

Route: Holzgau - Untere Roßgumpenalm - Obere Roßgumpenalm - Unteres Mädelejoch - (Kemptner Hütte) - Südflanke - Kratzer-Kreuzgipfel - Kemptner Hütte

Ausgangpunkt für meine Tour war Holzgau (1114 m) im Lechtal. Wer die weitere Anfahrt hierhin nicht scheut, dem sei dies wärmstens ans Herz gelegt. Zwei Dinge sprechen für Holzgau: Kostenloses Parken in der Ortsmitte (beidseits des Höhenbachs nahe der Kirche) und ein in meinen Augen landschaftlich reizvollerer Zustieg durchs Höhenbachtal, wenn man mal vom vom Sperrbachtobel absieht. Außerdem kann der Rückweg über den aussichtsreichen Höhenweg zur Jöchlspitze gestaltet werden, hier bieten sich dann auch noch weitere Gipfel an (Ramstallspitze, Strahlhorn, Rothornspitze). Wettertechnisch war der Start nicht so berauschend, in der Nacht Schnee bis ca. 2200 Meter und abziehende Schauer. Ich hatte Glück, die Karawanen der entgegenkommenden E5-Gänger waren in komplette Regenmontour gehüllt.

Zunächst folgt man gut ausgeschildert der Straße ins Höhenbachtal. Erster Blickfang ist die Hängebrücke bei Holzgau, es folgen die Simms-Wasserfälle. Den Weg kann man nicht verfehlen, immer dem Fahrweg nach bis zur Unteren Roßgumpenalpe (1329 m), hier rechter Hand nochmal ein Wasserfall. Nun den Schildern folgen und auf dem Wanderweg die erste Geländestufe überwinden. Es wurde ein (neuer?) Fahrweg gebaut, der wohl dem Viehtrieb dient. Interpretiert man die Markierungen, so ist eine Nutzung durch Wanderer nicht gewünscht, sie sollen den normalen Wanderweg nutzen. Anschließend wieder flacher zur Oberen Roßgumpenalm (1690 m). Hier folgt eine zweite Geländerstufe. Danach nochmals etwas flacher ins Tal hinein und in einem weiten Bogen nach links die Flanke hinauf Richtung Unteres Mädelejoch (1973 m). Der alte, direkte Weg hinauf soll wohl nicht mehr genutzt werden. Man sollte keinesfalls vergessen sich während des Aufstiegs auch mal umzudrehen und zur Holzgauer Wetterspitze zu schauen. Unterhalb des Jochs dann die ersten kleinen Felspassagen, die Trittsicherheit voraussetzen, ansonsten aber harmlos sind. Über sanfte Hügel ins Joch und auf der anderen Seite hinab zur Kemptner Hütte.

Der Tag war noch jung, Lager wurden nicht vergeben, das Wetter hatte sich gebessert, sogar Sonne war gesichtet worden. Also schnell alles unnötige aus dem Rucksack genommen und im Trockenraum verstaut und wieder zurück ins Untere Mädelejoch gelaufen. Noch vor erreichen des Jochs am Wegweiser nach rechts Richtung Mädelegabel/Heilbronner Weg. Immer den schwachen roten Markierungen und dem meist deutlichen Weg folgend, teilweise in kurzer Kraxelei im Fels geht es aufwärts um den Kratzer herum. Ziel ist ein Geröllfeld mit großen Brocken unterhalb der Doppelscharte zwischen Kreuz- und Mittelgipfel. Hier vom Weg ab, durch das Geröllfeld zu einer Graszunge, die aus der linken Scharte weit hinabzieht. Über sie steigt man in einem leichten Rechtsbogen über wenig steiles, gut gestuftes Gras hinauf. Im oberen Drittel warten dann einige geröllige Rinnen, man hält sich am besten auf der rechten Seite, setzt den Rechtsbogen fort und zieht zu dem Felsblock in der Scharte hin. Unter diesem dann Querung nach links oben in die Scharte, hier ist das Gelände jetzt deutlich bröseliger. Die Querung ist aber gutmütig, teilweise lassen sich Pfadspuren erahnen. In der Scharte kann man dann auf der anderen Seite auf einem ausgeprägten Band zum Ansatz des Mittelgipfels (2428 m) gehen, die Besteigung wird als heikel beschrieben, eine Route ließ sich auf Anhieb nicht erkennen. Also zurück zur Scharte und auf Pfadspuren dem Kreuzgipfel zu. An der ersten Felsnase die sich einem in den Weg stellt und die Spuren scheinbar aufhören, sollte man sich nicht verleiten lassen, einfach auf den Grat zu klettern, sondern problemlos um die Nase herumzuqueren. Von dort geht es einfach in eine kleine Scharte vor dem Gipfelaufschwung. Diesen wieder auf Pfadspuren und mit etwas Gespür für die passende Route über einfach Fels hinauf und schnell zum Gipfelkreuz am reichlich zerborstenen Gipfel. Abstieg wie Aufstieg.

Fazit: Der Gipfel ist für alle zu empfehlen, denen am Heilbronner Weg zuviel Trubel ist, Ruhe und herrliche Rundumsicht inklusive, sofern man Trittsicher ist und im weglosen Gelände unterwegs sein mag.

Impressionen vom 1. Tag.
« Letzte Änderung: 27. Jul 2014 - 12:57 Uhr von Kauk »
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Offline Kauk

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Re: Kratzer-Kreuzgipfel
« Antwort #13 am: 18. Aug 2012 - 16:26 Uhr »
Impressionen vom 1. Tag II.
« Letzte Änderung: 18. Aug 2012 - 16:31 Uhr von Kauk »
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Offline Kauk

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Re: Kratzer-Kreuzgipfel
« Antwort #14 am: 18. Aug 2012 - 16:28 Uhr »
Impressionen vom 1. Tag III.
« Letzte Änderung: 18. Aug 2012 - 16:31 Uhr von Kauk »

Online Bergfex33

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Re: Bester Aufstieg zum Kratzer?
« Antwort #15 am: 23. Sep 2016 - 19:11 Uhr »
Holzgau - Roßgumpenalpe - Mädelejoch - Heilbronner Weg (kl. Stück) - Kratzer - gleicher Weg zurück.

Gestern gings bei schönstem Wetter auf den Kratzer. Der hing auch schon eine Weile am Kühlschrank.
Aber heuer purzeln sie ganz schön, die Kühlschrankkandiaten.
Vom Parkplatz an der Kirche in Holzgau los, durchs Höhenbachtal, vorbei an den schönen Simmswasserfall und weiter über die Untere und Obere Roßgumpenalpe zum Mädelejoch. Von hier aus ein Stück den Heilbronner Weg entlang bis unter dem Westgipfel des Kratzers.
Das hügelige und bergige Gelände dort ist wunderschön. Das finden wohl auch die unzähligen Steinböcke, die sich unterhalb und oberhalb vom Weg beobachten lassen.
Ich bin ähnlich, wie Kauk beschrieben hat zum Gipfel hoch und fast den gleichen Weg wieder runter.
Oben im Hang hat sich schon fast so was wie ein Pfad ausgetreten.
Erst auf dem Runterweg kamen einige Wanderer den Heilbronner Weg entlang. Vorher wars erstaunlich ruhig.
Es gibt seit heuer Juli ein neues GIpfelbuch, in dem sich schon recht viele Einträge finden. Um einen einsamen Gipfel handelt es sich also nicht. Leider ist die GB-Kassette ziemlich hinüber und die Tüte in der das GB steckt hat auch schon Löcher. Falls von Euch heuer noch jemand hochsteigt, der möchte doch bitte was zum Kleben, Panzerband vielleicht oder ähnliches und eine neue Tüte fürs Buch mitnehmen.
An dem Simmsfall hat man jetzt einen Erlebnisklettersteig gebaut, der um den ganzen Wasserfall führt und etwas abenteuerlich wirkt. Tja die Holzgauer haben schon Einfälle ;)

Also, ich war gestern begeistert von der schönen Landschaft und natürlich von den Steinböcken, die mich wieder mal viel Zeit gekostet haben. Aber ich komm da einfach nicht drann vorbei. :)
« Letzte Änderung: 23. Sep 2016 - 21:23 Uhr von Bergfex33 »

Offline obadoba

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Re: Bester Aufstieg zum Kratzer?
« Antwort #16 am: 24. Sep 2016 - 06:09 Uhr »
Ah, dann haben wir am Donnerstag Dich da gesehen?
Orangener Pulli, helle Hose?

Wir sind dieselbe Route gegangen, haben den Aufstieg aber mit den Rädern bis gut über die Rossgumpenalpe verkürzt. Die Steinböcke ließen uns im Abstieg bis auf beinahe 10 Meter herankommen, bevor sie sich behäbig ein wenig zur Seite bewegten :-)
Wir sassen und standen sicherlich eine Stunde im Hang unter dem Kratzer und sahen zu (und filmten und fotografierten).

Nach den Nebentouren der letzten Tage (ungeschickte Urlaubswoche), war dieser Tag einfach nur wunderbar!
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Offline Chris

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Re: Bester Aufstieg zum Kratzer?
« Antwort #17 am: 24. Sep 2016 - 10:34 Uhr »
Schöne Tour, Regina, auf einen herrlichen Gipfel. Und tolle fotos hast Du auch noch mitgebracht. Prima!!!  :-L)
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Online Bergfex33

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Re: Bester Aufstieg zum Kratzer?
« Antwort #18 am: 24. Sep 2016 - 17:35 Uhr »
Schöne Tour, Regina, auf einen herrlichen Gipfel. Und tolle fotos hast Du auch noch mitgebracht. Prima!!!  :-L)

Danke Chris, es war wirklich superschön :)

Ah, dann haben wir am Donnerstag Dich da gesehen?
Orangener Pulli, helle Hose?

Wir sind dieselbe Route gegangen, haben den Aufstieg aber mit den Rädern bis gut über die Rossgumpenalpe verkürzt. Die Steinböcke ließen uns im Abstieg bis auf beinahe 10 Meter herankommen, bevor sie sich behäbig ein wenig zur Seite bewegten :-)
Wir sassen und standen sicherlich eine Stunde im Hang unter dem Kratzer und sahen zu (und filmten und fotografierten).

Nach den Nebentouren der letzten Tage (ungeschickte Urlaubswoche), war dieser Tag einfach nur wunderbar!

Ja, da habt Ihr wohl mich gesehen ;)
« Letzte Änderung: 24. Sep 2016 - 17:36 Uhr von Bergfex33 »
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Tags: kratzer | steinbock | steinböcke | 
 





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