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Geierkopf (westlicher)  (gelesen 25506 mal)

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Offline helbob

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #20 am: 16. Jun 2010 - 08:52 Uhr »
Hab in der Karte einiges nachgetragen.
Reine Gehzeit waren es 7 Std etwa.

Du meinst anscheinend die Strecke Neualpe-Ammerwaldalm oder?
Der Weg hat ein paar leicht ausgesetzte Stellen, Geröllreißen, die teils mit Stahlseil gesichert sind. Ist aber wesentlich ungefährlicher als der Pfad im Teufelstal.
Mit Taschenlampe ist so ein Weg jedoch nicht ganz ohne u.a. weil er an manchen Stellen nicht gut zu sehen ist.

Falls du die südliche Hangquerung Neualpe-Kreuzjöchl meist: Ebenfalls etwas ausgesetzter Weg aber leicht zu gehen und ohne Gefahren.

Frage: Wie ist der Abstieg Östl. Geierkopf zum Sattel bzw. Neualpe? sieht von unten recht einfach aus....

Bild vom Plansee
« Letzte Änderung: 16. Jun 2010 - 08:56 Uhr von helbob »
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Offline Kraftmann

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #21 am: 16. Jun 2010 - 10:27 Uhr »
Ja, ich meine die Strecke vom (breiten) Kar des Neualpbachs hinauf zur Neualpe. Es gibt ein paar Stahlseile, aber ich fand dennoch, dass da Stellen drin sind, wo man schon etwas Gottvertrauen braucht.

Der Weg über das Teufelstal ist definitiv steil und verlangt Trittsicherheit, aber ich fühlte mich da immer besser aufgehoben. Wahrscheinlich zeigt das, wie subjektiv man doch oft Routen einschätzt.

Der Weg vom östl. Geierkopf zum Sattel bzw. Neualpe ist relativ einfach. Von oben gesehen bin ich zuerst über den Grashang nacht rechts zu einem Latschenfeld hinabgestiegen und bin dann am Rand der Latschen und durch Latschengassen bis zum unterhalb querenden Weg gelangt.  Von dort aus dann zum Sattel und zur Neualpe.

Bei der Überquerung gibt es eine Kletterstelle II, die ich anspruchsvoll empfand, ansonsten ist die Orientierung vor und nach dem Hauptgipfel manchmal etwas heikel, nichts jedoch was nicht zu meistern wäre.
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Offline Ecki

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #22 am: 20. Jun 2010 - 21:44 Uhr »
Moin allerseits,

Servus,
bei diesem Berg scheints wohl bei keinem so recht mit dem Wetter zu klappen.

das kann man nicht ganz so sagen, ich hab auch mal ein paar Beweisphotos von Ende September 2008 beigelegt (okay, es war auch etwas diesig, aber sonst bis auf sehr wenige Wolken richtig schön, v.a. nachdem es die Woche vorher immer wieder geregnet bzw. geschneit hatte).

Die Gehzeit von knapp 7 Stunden kann ich bestätigen (Gott sei Dank hat mich am Neualpgrieß allerdings mein "Taxi" abgeholt). Ich fand den Weg in den Hängen des Neualptales durch die vielen Runsen mit teils abgerutschem Weg übrigens auch um einiges anspruchsvoller als den "nur" schmalen und ausgesetzten Steig im Teufelstal. Ungeübte oder nicht Trittsichere würde ich da keinesfalls entlangschicken. Das letzte Photo zeigt mal eine typische (in dem Fall aber immerhin versicherte) Stelle.

Grüße, Ecki







« Letzte Änderung: 20. Jun 2010 - 21:46 Uhr von Ecki »
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Offline helbob

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #23 am: 21. Jun 2010 - 16:25 Uhr »
Schön schön....die Nebeldecke über dem Tal kommt gut  :-L)
Ich muß die tour bei Gelegenheit nochmal machen  ;)
Es kommt natürlich immer drauf an ob man die ausgesetzten Wege runter oder rauf geht. Der Weg zur Neualpe hoch war nichts besonderes, wenn ich jedoch die Fotos ansehen bei denen ich runter fotografiert habe dann sieht das schon etwas anders aus  ::).

Kann mir jemand sagen ob die Beschriftung in dem Foto so stimmt (der westl. Gipfel stimmt sicher aber die anderen beiden)?
« Letzte Änderung: 21. Jun 2010 - 16:28 Uhr von helbob »
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Offline i mori

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Re:Geierkopf (komplett)
« Antwort #24 am: 18. Aug 2013 - 17:48 Uhr »
Hallo,
Hab mich gestern an die komplette Überschreitung der Geierköpfe gewagt. Aufgrund der Länge der Tour und erwarteten Unwägbarkeiten mach ich solche Dinger am liebsten alleine, dann kann sich auch keiner beschweren. Alles ist mit im letzten Jahr bei der Schellschlichttour in den Sinn gekommen.
Aufstieg also an der Musteralpe vorbei am bekannten und teilweise markierten Weg aufstiegsseitig links der Geröllrinne im oberen Teil mit wenigen Kettensicherungen, insgesamt stramm aber keine größeren Schwierigkeiten. Auf der Hochfläche angekommen war ich erstaunt, wie flach man da rüber zu der frisch renovierten Jagdhütte durch schönen Waldboden kommt. Hier auf jeden Fall nochmal Wasser nachfüllen am Brunnen. Der weitere Aufstieg durch teileweise hüfttief ausgewaschene Rinnen, die bei entsprechendem Regen vermulich Canyoningerfahrung vorrausetzt. Dann durch Latschen relativ gemütlich an kleinen Sattel (Abzweig) heran an den Gipfelaufbau wo man erstmals ernsthaft die Hände braucht, was einem vor mir absteigenden Paar einen heftigen Zwist auslöste. Sie hatte aber auch ziemlich deutlich wackelnde Knie - ergo: nix für Anfänger, da gibst Altenativen. Am Westgipfel wars noch recht ruhig, was mich für einen Samstag ziemlich erstaunte :D, die Aussicht hätte besser sein  können, auch schon leicht gewittrig anmutenden Quellwolken :-\. Nach der Rast weiter zunächst klar erkennbar, dann schrofiger werdend zum Hauptgipfel, der ein wenig unangenehm bröselig ist. Das Felsenfenster dort oben hab ich leider erst am Rückweg von unten gesehen.
Nun aber zum wirklich ernsthaften Teil im Übergang zum Ostgipfel. Bereits von Hauptgipfel abwärts ist eine Stelle abzuklettern wo man die Tritte suchen musste (vielleicht hätte man auch unterm Gipfel rum queren können). Dann wieder in Gehgelände bis zu einem Abbruch, den man vom Abzweig schon gut als Knackpunkt des Übergangs ausmachen konnte. Hier hat mich ein Steinmann etwas irritiert, weil der mich direkt an die Kante brachte - also umkehren, da geht nix. Auch beim Unterum musste ich nochmal ansetzen um in dem Gebrösel gut durch zu kommen. In der Rinne unter der Kante kann man wohl auch direkt wieder an den Grat, ich bin etwas rechts ausholend dann wieder auf Steinmänner gestoßen. Der Weiterweg zum Ostgipfel ist wieder überweigend Gehgelände. Im Gipfelsteinmann wohnen fliegende Ameisen, was die wohl ganz gerne tun, schliesslich hab ich gleiches schon mal auf Korsika erlebt. Jedenfalls hab ich mich etwas abseits zum Mittagsschläfle niedergelassen, so hatte jeder sein Ruhe. Trotz der Abgelegenheit des Ostgipfel war dort noch ein Paar aus Oberbayern unterwegs. Der Abstieg ist schon ziemlich zugewachsen, aber nach kurzem aber heftigem Latschenkampf kam ich am Querweg von der Neualpe an. Auf diesem immer wieder Auf und Ab bis zurück zum Abzweig unterm Westgipfel. Als Abstieg hab ich mir den Weg übers Schönjöchl ausgesucht welcher eine kleine Gegenanstieg beinhaltet, der mich bei fortgeschrittener Gehzeit und entsprechender Wärme schon noch einige Körner gekostet hat.
Der Restabstieg ist dann ein ziemlicher Kniequäler und auch schon ziemlich verwachsen, aber noch erkennbar. Am Auto am See kam dann aber noch die abschliessende Belohnung: Eine Erfrischung im Plansee :-L)...und auf einmal war alles wieder gut.
Eine tolle, recht individuelle Tour auf einem typischen Ammergauer. Hab ca. 8h gebraucht bei ca. 1500HM gesamt.
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Offline i mori

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Re:Geierkopf (komplett)
« Antwort #25 am: 18. Aug 2013 - 17:59 Uhr »
Weitere Bilder zur obigen Tour
« Letzte Änderung: 21. Feb 2014 - 12:00 Uhr von kalle »
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Wagner Alex

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Re:Geierkopf (westlicher)
« Antwort #26 am: 21. Sep 2013 - 22:16 Uhr »
Hallo!

Gestern war es meine Absicht auf den westl. Geierkopf zu gehen, aber aufgrund der andauernd aufziehenden Regenschauer entschied ich mich bei der Zwerchenberghütte die Tour zu beenden. Insgesamt wurde ich dreimal nass und dann reichte es mir.

Dass es dann bis einschl. Ankunft beim Auto nicht mehr regnete war ja klar...  ;)

Über das Schönjöchl ging es dann wieder hinunter zum Plansee und weiter zur Musteralpe wo ich das Auto abgestellt hatte.

Seltsam - Hirsch konnte ich keinen hören. Gibt es hier tatsächlich lokale Unterschiede? Im Bereich unteres Lechtal geht es ja bereits ganz nett ab, aber im Ammerwald (bin noch bis zur Ammerwaldalpe zurück gefahren) und Plansee konnte ich keinen einzigen hören...

Anbei ein paar Aufnahmen der Tour:

Letztes Überbleibsel des Sommers.


Der Blick zum Wettersteinmassiv.

Ein Spielhahn duldet ein paar Aufnahmen, bevor er sich davon macht.

Wolken-/Nebelverhangener westl. Geierkopf.

Eine Stütze der bayerischen Zugspitzbahn.

Der Klassiker am Weg vom/zum Schönjöchl.
Die schönste Aussicht über den Plansee hat man aber von gegenüber :-)

Gruß,
Alex
« Letzte Änderung: 23. Sep 2013 - 15:10 Uhr von a1ex »
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Offline kleimber

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Re:Geierkopf (westlicher)
« Antwort #27 am: 22. Sep 2013 - 06:56 Uhr »
Hallo Alex
Dass es dann bis einschl. Ankunft beim Auto nicht mehr regnete war ja klar...  ;)
warum so negativ, wenn Du die Welt in so schönen Bildern einfängst?
Seltsam - Hirsch konnte ich keinen hören. Gibt es hier tatsächlich lokale Unterschiede? Im Bereich unteres Lechtal geht es ja bereits ganz nett ab, aber im Ammerwald (bin noch bis zur Ammerwaldalpe zurück gefahren) und Plansee konnte ich keinen einzigen hören...
Die warten bis kurz bevor es Winter wird.
« Letzte Änderung: 22. Sep 2013 - 06:58 Uhr von kleimber »
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Wagner Alex

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Re:Geierkopf (westlicher)
« Antwort #28 am: 22. Sep 2013 - 20:14 Uhr »
Seltsam - Hirsch konnte ich keinen hören.
So, es geht doch! Bin gerade vor Ort und die Kollegen haben es recht lustig :-)
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Wagner Alex

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Re:Geierkopf (westlicher)
« Antwort #29 am: 26. Sep 2013 - 13:40 Uhr »
Hallo!

Wieder ein paar Aufnahmen, welche alle rund um die Geierköpfe entstanden sind.

Vorab noch ein Link zu einem Kugelpanorama (360x180°), welches am Weg zum Zwerchenberg entstanden ist:

Noch in der Nacht unter dem Sternenzelt, oberhalb der Musteralm.


Eine lichtstarke Stirnlampe ist um diese Uhrzeit natürlich hilfreich.


Ein(einhalb)horn


Der abnehmende Mond ist lange am Tageshimmel zu sehen.


Thaneller NO-Wand :-)


Kleine, zarte Schönheit an der man sich auch noch im Herbst erfreuen kann.


Ich blieb zwar unentdeckt, aber die Gams ahnte wohl meine Anwesenheit. Nach längerem "Gestarre" aaste sie ruhig weiter.


Beim Abstieg, kurz vor der Musteralm, lauschte ich noch den Hirschen und betrachtete die Milchstraße.


Nachtspiegelung mit Sternen.

Ich hoffe, die Aufnahmen finden Gefallen.

Gruß,
Alex
« Letzte Änderung: 26. Sep 2013 - 13:47 Uhr von a1ex »
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