B179 - Fahrverbote Winter 2019/20

Geierkopf (westlicher)  (gelesen 25396 mal)

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Offline kalle

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Geierkopf (westlicher)
« am: 08. Aug 2006 - 21:40 Uhr »
vom kleinen (versteckten) parkplatz gleich bei der teufelsbachbrücke, führt ein kleiner pfad zunächst etwas steil aber bald flacher werdend über einen steilhang am rande des teufelstales hinauf in richtung zwerchenbergalpe. obwohl der kleine steig keine markierung besitzt, ist er dennoch nicht zu verfehlen. durch den ziemlich flachen verlauf gewinnt man nur sehr langsam an höhe, auf etwa 1530 meter höhe verläuft der steig sehr lange eben durch mehrere tobel.

der steig ist in den tobeln teilweise etwas in mitleidenschaft gezogen und bricht an manchen stellen ab, trotzdem ist ein vorankommen mit etwas trittsicherheit niemals schwierig. nach etwa zwei stunden gehzeit wird dann die kleine zwerchenbergalpe erreicht, die auf einer kleinen lichtung steht. über der alpe ist auch schon der westliche ausläufer der geierköpfe zu erkennen. der weiterweg führt links an der hütte vorbei und in den wald hinauf.

durch latschengassen und einen ausgewaschenen weg (gerade bei nassem wetter denkt man, man würde durch einen bach waten) schlängelt man sich über einen geländerücken empor und gewinnt mit einer ausholenden kehre das kreuzjöchl, von dem aus auch der jubiläumsweg weiterführen würde. geradeaus gelangt man über einen schrofigen geländerücken zum gipfel des westlichen geierkopfes (2143m).

der letzte aufschwung zum geierkopf ist von ein paar schrofenabsätzen durchsetzt, allerdings ergeben sich daraus keinerlei schwierigkeiten. geübte wanderer müssen hier nicht einmal die hände zu hilfe nehmen. am gipfel würde dann gegen osten ein pfad zu dem mittleren geierkopf führen. nach der gipfelrast geht es dann über den aufstiegsweg bis zur zwerchenbergalpe zurück. um auch die wegvariante über den zwerchenberg zu erkunden, bin ich über das opelhaus zum plansee abgestiegen.

der steig über den zwerchenberg ist teilweise abgebrochen, einmal muss man gar beim überqueren der bachrinne in das bachbett hinunterklettern. auch bei einigen querungen ist die sicherung nicht mehr zuverlässig und die steigverbauung in die tobel hinuntergebrochen. lediglich die aussicht ist von diesem steig aus imposanter, der aufstieg entlang des teufelstales ist allerdings vom gelände und wegtechnisch um einiges schöner.

bild 1: wegweiser am beginn des steiges

bild 2: ausblick vom steiglein in das teufelstal hinein, zu dem wildromantischen wasserfall
« Letzte Änderung: 01. Nov 2012 - 22:05 Uhr von Kalle »
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Offline kalle

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #1 am: 08. Aug 2006 - 21:43 Uhr »
bild 3: auf einer kleinen lichtung steht die zwerchenbergalpe

bild 4: ausblick vom gipfel hinüber zum mittleren geierkopf-gipfel (hauptgipfel) - rechts am bildrand eine durch den nebel entstandene aurora!  :-L)
« Letzte Änderung: 01. Nov 2012 - 22:05 Uhr von Kalle »
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Offline kalle

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #2 am: 08. Aug 2006 - 21:47 Uhr »
bild 5: das gipfelkreuz - dahinter in der ersten reihe: links kreuzkopf und rechts ochsenkopf; in der zweiten reihe die schlanke gipfelgestalt des säulings und in der dritten reihe die gipfel der tannheimer berge

bild 6: tibetische gebetsfahnen an der gipfelkreuzverankerung; im hintergrund der plansee
« Letzte Änderung: 01. Nov 2012 - 22:06 Uhr von Kalle »
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Offline kalle

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #3 am: 08. Aug 2006 - 21:49 Uhr »
bild 7: schnell ziehen gewitterwolken über die gipfel, nur der talkessel von reutte erstrahlt noch unter der fast mystischen lichtkuppel

bild 8: am abstieg über den zwerchenberg-steig hat man teilweise einen schönen ausblick auf den plansee

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eine schöne tourenbeschreibung (mitunter auch auf den geierkopf hauptgipfel) gibt es auf egon´s seite nachzulesen
« Letzte Änderung: 01. Nov 2012 - 22:07 Uhr von Kalle »
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Offline Mimo

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #4 am: 09. Aug 2006 - 07:59 Uhr »
Tja, die Geierköpfe, die waren auf meiner Wunschliste auch ganz oben - schöne Stimmungen hast Du da eingefangen!!!

Vielleicht sind sie bei mir im Herbst drann, da werde ich nochmal ne Woche kommen!

Michael
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livocatra

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Re: Geierkopf (westlicher) - Teufelstalsteig
« Antwort #5 am: 09. Aug 2006 - 08:44 Uhr »
Zitat von: kalle
bild 1: warum der aufstieg über den teufelstalsteig zum geierkopf nur für geübte sein soll, weiß der autor des schildes allein

Nicht übermütig werden! ;) Den Zusatz "nur für Geübte" beim Teufelstalsteig finde ich eigentlich berechtigt. Der Steig ist zwar für einen  geübten Bergwanderer nirgendwo schwierig, aber er ist so schmal und das Gelände so steil (und teilweise ausgesetzt), dass man fast immer absolut konzentriert gehen muss. Einmal gestrauchelt und der Sturz ist erst an der Ammerwaldstraße beendet. Trittsicherheit ist also auf jeden Fall erforderlich. Leute, die nicht regelmäßig in die Berge gehen (= Ungeübte), würde ich dort nicht raufschleppen.



« Letzte Änderung: 09. Aug 2006 - 10:32 Uhr von rps »
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Offline Exil-Moosdappa

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #6 am: 24. Jul 2007 - 19:56 Uhr »
Servus beinand,

bin dem westlichen Geierkopf am vor einer Woche aufs Dach gestiegen. Haben den gleichen Weg wie Du gewählt. Rauf über das wunderbare Teufelstal, runter über die Musteralpe zum Plansee.

Der Steig zum Plansee ist nicht mehr so kaputt, wie Du ihn beschrieben hast. Klar, bei dem Geröll muss man aufpassen, aber da haben die Wegebauer schon wieder uns Bergsteigern was Gutes getan.

Servus Uli
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Offline kalle

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #7 am: 24. Jul 2007 - 20:23 Uhr »
Servus Uli

Herzlich willkommen im Forum und vielen Dank für deine Info!

Super, dass die den Weg wieder hergerichtet haben. Die Runde ist nämlich wirklich schön zu gehen.

Gruß
Kalle
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Offline horst

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Re: Geierkopf (westlicher)
« Antwort #8 am: 26. Jul 2007 - 20:24 Uhr »
Hallo Kalle,

hast ne schöne Runde hinbekommen trotz drohender Gewitterneigung-
und die Bilder sind auch gut geworden-besonders das 7. ist sehr
eindrucksvoll.

Gruß Horst
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Offline kalle

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Geierkopf über Schönjöchl
« Antwort #9 am: 28. Okt 2007 - 12:03 Uhr »
Aufgrund der momentanen Schneesituation habe ich wieder einmal den Geierkopf als Tourenziel angesteuert. Allerdings wählte ich diesmal den Steig über das Schönjöchl als Anstiegsvariante. Vom Parkplatz bei der Musteralpe folgt man dazu dem Fahrweg entlang des Plansee-Ostufers in Richtung Neidernach, kurz vor dem Seeende zweigt linkerhand der kleine Fußsteig ab.

Am Aufstieg in Richtung Schönjöchl

Über einen steilen Graslatz geht es für etwa eine viertel Stunde bergan, bevor der Steig nach rechts auf eine Geländekante ausweicht. Entlang einem alten, verrosteten Zaun in Serpentinen ansteigend, legt sich das Gelände bald etwas zurück und man schreitet gemächlicher durch einen lichten Mischwald lange Zeit den Bergrücken hinan. Nach etwa anderthalb Stunden erreicht man die höchste Erhebung des Schönjöchels, einem herrlichen Aussichtspunkt, von welchem der Blick zum nahen Wettersteinmassiv und ringsum zu den Ammergauern reicht.

Ausblick vom Geierkopf-Gipfel (westlicher) zum Plansee und den Ammergauer und Lechtaler Alpen (im Vordergrund links das Schönjöchl)

Vom Schönjöchl absteigend, geht es durch Latschengassen und über den felsigen Steig dem sich zuschnürenden Grat entlang hinunter, durch lichten Wald bald zu dem Wegkreuzungspunkt, von welchem man zur rechten zur Zwerchenbergalpe und nach links hinunter zur Musteralpe gelangt. Zunächst stand aber die Besteigung des Geierkopfes am Programm. Am Berg traf ich noch vier weitere Bergbegeisterte, welche sich nicht vom Schnee und den eisigen Temperaturen am Gipfel abhalten ließen.

Eiskalter Sturm am Gipfel (im Hintergrund links der Geierkopf-Hauptgipfel und die Kreuzspitze)

Am Abstieg (wie im obersten Beitrag beschrieben) über die Zwerchenbergalpe und hinunter zur Musteralpe, konnte ich einen Vergleich der Wege anstellen. Der Wegverlauf über das Schönjöchl ist somit zwar von der Streckenlänge der weiteste Anstieg, aber auch der leichteste. Beim Direktabstieg über den Zwerchenbergsattel zur Musteralpe hingegen, ist doch ein gewisses Maß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig. Landschaftlich halten sich beide Anstiege in etwa die Waage.

Die "Schlüsselstelle" der Tour, einfache Kletterei im I. Grad

Gruß
Kalle

   
« Letzte Änderung: 14. Jan 2015 - 20:31 Uhr von kalle »
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