Hochfrottspitze Überschreitung  (gelesen 5944 mal)

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Offline Gipfelsammler

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Hochfrottspitze Überschreitung
« am: 15. Okt 2010 - 21:03 Uhr »
Ein spontaner Urlaubstag machte es möglich dem Nebel zu entrinnen. Von Holzgau ging's zuerst mit den Rädern am Cafe Uta vorbei zur Unteren Roßgumpenalm. Dort bleiebn die Bikes zurück, obwohl man auf einem in jüngerer Zeit etwas unsensibel in die Landschaft geschlagenen Forstweg noch ein Stück höher gekommen wäre. Kurze Zeit später tauchen wir aus dem Nebel aus und wenden uns ab Mädelejoch nach Westen. Vorbei gehts an den Südhängen des Kratzer, über den Schwarzmilzferner zum Bockkarsattel. Dort verlassen wir den Weg und steigen über den SSW-Grat auf die Hochfrottspitze. Hält man sich möglichst am Grat, so hat man deutlich bessere Chancen auf festes Gestein als wenn man in die Flanken ausweicht. Dies gilt auch für eine leicht abdrängende Stelle am dritten Aufschwung. Diese lässt sich an guten Griffen leicht direkt ersteigen (ca. II+) Ein Queren in die weiter rechts befindliche Rinne, wie in manchen Beschreibungen zu lesen, ist nicht notwendig.
Beim Übergang zum Hauptgipfel gilt es stolpern zu vermeiden, sonst ist er unproblematisch. Gleiches gilt für den Abstieg über den NO-Grat. Auch hier kann man häufig in die Ostflanke ausweichen, muss dann aber mit weniger festen Haltepunkten vorlieb nehmen. Der nachfolgende Aufstieg zur Mädelegabel macht wieder richtig Spaß, einfach weil der Fels dort wärmer ist an diesem herrlichen Spätherbsttag.

Auf der Mädelegabel haben wir den Gipfel ganz für uns allein; auch eine Seltenheit, die man genießen muss. Nur drei weitere Bergsteiger haben an diesem Tag noch den Weg hier herauf gefunden. Dann folgt der Abstieg. Am liebsten würde man alle 5 Minuten stehen bleiben und ein Foto nach dem anderen machen, aber in dieser Jahreszeit heißt es doch an die drohende Dunkelheit zu denken, denn für die Tour waren wir doch fast 9 Stunden unterwegs.
« Letzte Änderung: 01. Okt 2017 - 11:05 Uhr von kalle »
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Hochfrottspitze Überschreitung
« am: 15. Okt 2010 - 21:03 Uhr »
Eine neue Art der Krebshilfe - von der gemeinnützigen Initiative Outdoor against Cancer

Offline Gipfelsammler

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #1 am: 15. Okt 2010 - 21:05 Uhr »
Und noch ein paar Bilder.
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Offline Chris

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #2 am: 16. Okt 2010 - 08:36 Uhr »
Klasse Fotos, herrliche Tour, vielen Dank dafür! Ist aus dem 7. Bild der Schochenalmsee zu sehen?
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Offline Gipfelsammler

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #3 am: 16. Okt 2010 - 10:51 Uhr »
Hallo Chris,

auf dem 7. Bild ist der Schwarzmilzsee (ca. 2250m) zu sehen.

Beste Grüsse Claus
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Offline Chris

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #4 am: 16. Okt 2010 - 17:33 Uhr »
OK, danke für die Info!
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Offline JumpinJackFlash

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #5 am: 17. Okt 2010 - 16:06 Uhr »
Die Hochfrottspitze ist ja vermutlich ein echter Geheimtipp im ansonsten gut frequentierten Allgäuer Hauptkamm. Gilt einer der beschriebenen Grate auch als Normalweg, oder gibt es noch einen alternativen Anstieg?
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Offline Max

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #6 am: 17. Okt 2010 - 16:56 Uhr »
@ Claus: Ist es denn auch möglich die Scharte zwischen Mädele und Hochfrott vom Schwarzmilzferner her zu gewinnen? Wie sind die Schwierigkeiten ungefähr an dieser Stelle?

Gruß, Max
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Offline Gipfelsammler

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #7 am: 17. Okt 2010 - 21:39 Uhr »
@JumpinJackFlash: Die verschiedenen Grate (SSW, NO und W) unterscheiden sich nicht allzu sehr in Ihrer Schwierigkeit. Am (technisch) einfachsten dürfte nach den Beschreibungen der Westgrat sein. Aber auch hier ist die eine oder andere IIer Stelle dabei.

@Max: Der Weg vom Schwarzmilzferner in die Scharte ist sicher möglich und bestimmt nicht schwerer als II. Allerdings schaut es schon ein bisserl nach Schutt aus. Genau drauf geachtet hab' ich aber nicht, weil gerade in der Scharte ein kühles Windle war und ich in die Sonne wollte. Im Zweifel halt Dich lieber an die Grate. Ich hab meine Fotos noch mal durchgeschaut und lade Dir zwei Bilder hoch, die leider nicht alles zeigen. Auf Bild 1 sieht man ganz gut den möglichen Wegverlauf im oberen Teil. Bild 2 ist vom Normalweg der Mädelegabel aufgenommen. Man sieht ganz gut, dass in einem flacheren Abschnitt viel Schutt liegt und dass es kurz vor der Scharte ein bisserl steiler wird.
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Offline Max

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #8 am: 18. Okt 2010 - 16:54 Uhr »
Danke für die Tipps Claus! Dachte ursprünglich, dass es nur wenige Meter in die Scharte hoch sind, das ist aber scheinbar nicht so. Werde mich dann eher an die Grate halten, wenns mit der Hochfrott irgendwann mal klappen sollte!

Viele Grüße, Max
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Offline Gipfelstuermer

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Re: Hochfrottspitze Überschreitung
« Antwort #9 am: 25. Okt 2010 - 16:43 Uhr »
Hallo Max,

bin 1998 mal von der Scharte zwischen Mädelegabel und Hochfrottspitze zum Schwarzmilzferner abgestiegen. War schon so im Bereich II und ziemlich brüchig (bei einem Griffausbruch wäre mir damals beinahe mein Tourenpartner abgestürzt, konnte sich dann nach einem 2 Meter Fall gerade noch so halten), aber machbar. Von der Scharte gehts dann verhältnismäßig leicht auf die Hochfrott. Mehr weiß ich leider nicht mehr dazu.

Gruß,
Thorsten
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Tags: hochfottspitze | 
 





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