Kesselspitze, Fuchskarspitzen und Weittalkopf  (gelesen 3445 mal)

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Offline kalle

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Re: Kesselspitze, Fuchskarspitzen und Weittalkopf
« Antwort #10 am: 17. Aug 2015 - 09:29 Uhr »
Danke für deine Einschätzung, habe es korrigiert
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Offline Andy

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Re: Kesselspitze, Fuchskarspitzen und Weittalkopf
« Antwort #11 am: 13. Jun 2018 - 20:24 Uhr »




Wo geht er denn jetzt hoch, der I.er von der Balkenscharte?

Gruß Andy
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Offline Andi

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Re: Kesselspitze, Fuchskarspitzen und Weittalkopf
« Antwort #12 am: 13. Jun 2018 - 21:07 Uhr »

Wo geht er denn jetzt hoch, der I.er von der Balkenscharte?

Gruß Andy

Der Normalweg geht von der Balkenscharte ausgehend auf der Südostseite rauf. Er ist also auf deinem Bild nicht zu sehen, sondern auf der Rückseite des Berges. Meiner Erinnerung nach sind die spärlichen Markierungen so angebracht, dass man sie nur von oben kommend sieht. Sinn der Sache ist, dass Kletterer den Abstieg vom Gipfel finden und nur Leute, die der Sache gewachsen sind, auf dem Normalweg aufstiegen.

Meiner spärlichen Erinnerung nach quert man von der Balkenscharte ausgehend zuerst etwas absteigend auf dem Weg. Dann ein gutes Stück in die Ostflanke rein, wo bald zuerst mal etwas grasiges Gelände kam und dann ein Wechsel felsiges Gelände mit Kletterstellen bis II. Trittspuren sind erkennbar. Für Schwierigkeitsgrad I empfand ich das Ganze als recht alpin und anspruchsvoll. Rechne besser mit einem IIer in alpin anspruchsvollem Gelände, welches keinen Fehler verzeiht. Sehr gute Trittsicherheit, Orientierungsvermögen, alpine Erfahrung und trockene Bedingungen sind sehr wichtig. Wenn du dir nicht sicher bist, aufpassen, dass man sich nicht unkontrolliert in gefährliches Gelände verzettelt.

Der Südgrat hat wohl auch einer eine Tendenz zum Schwierigkeitsgrad III, anstatt II.
« Letzte Änderung: 13. Jun 2018 - 21:09 Uhr von Andi »
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Offline Kauk

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Re: Kesselspitze, Fuchskarspitzen und Weittalkopf
« Antwort #13 am: 14. Jun 2018 - 01:33 Uhr »
Wie Andi schreibt verläuft der Normalweg auf der österreichischen Seite. Meine Schwierigkeitsbewertung kannst im Tourenbericht zu Beginn nachlesen. Ich hielt das ganze im Einstieg zur Rinne kurz für II, darüber würde der eine oder andere sicher diskutieren und es leichter werten wollen. Im Rückblick nach unten konnte man sich an den Markierungen orientieren, in der richtigen Rinne zu sein.

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Offline Andy

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Re: Kesselspitze, Fuchskarspitzen und Weittalkopf
« Antwort #14 am: 14. Jun 2018 - 05:42 Uhr »
Nächstes Ziel ist der Zustieg zur Südlichen Fuchskarspitze. Dazu quert man nach dem Abstieg durch die Ostflanke über Geröll und Gras nach Süden unter den Fuchskarspitzen entlang. Für den Zustieg nun entweder bis zum Wanderweg weiterqueren und mühsam in Geröll hinauf zu Balkenscharte. Oder man versucht ohne Höhenverlust einen Grasrücken mit markantem Felszahn unterhalb der Fuchskarspitze zu überqueren. Vom Grasrücken in etwa unterhalb des Gipfels hat man einen instruktiven Blick auf die diversen Rinnen in der Südflanke. Auf gut gangbaren Grasbändern quert man in der Steilflanke weiter aufwärts gegen die Balkenscharte, um in steilem, gut gestuftem Schrofengelände nach Westen zu dem Pfadspuren aufzusteigen, die von der Balkenscharte herabführen. Der erwähnte Grasrücken bricht steil oberhalb des Wanderwegs ab, daran kann man sich im Aufstieg gut orientieren, um nicht zu weit zu queren. Diese Variante spart aus dieser Richtung einige Höhenmeter und den Geröllschinder zur Scharte. Auf den erwähnte Pfadspuren mit einigen Markierungen nach Norden auf die Grasterrasse in der Ostflanke der Südlichen Fuchskarspitze.

Auf der Grasterrasse beginnt nun die Suche nach der richtigen Aufstiegsrinne. Wichtig ist, die Grasterrasse nicht zu weit nach Norden zu queren. Sie wird von einer markanten Rinne durchzogen, die sich bis zu den unterhalb gelegenen Böden fortsetzt. Jenseits der Rinne findet sich zwar weiteres Gras mit Spuren, doch hier ist man falsch. Ein weiterer Anhaltspunkt ist eine markante, sehr helle Felsplatte: Steht man unter ihr, ist man definitiv über die deutliche Rinne drüber gestiegen und eindeutig zu weit. Stattdessen stiegt man vor der tiefen Rinne im Gras aufwärts zu einer eher unscheinbaren Rinne, die sich im Aufstiegssinn links bzw.südlich der markanten Rinne als direkte Nachbarrinne zeigt. Das Gras geht bald in felsiges Geröllgelände über, hier finden sich dann auch die ersten roten Markierungen, die nur von oben zu sehen sind. Nun beliebig in der Rinne hinauf, bereits der Einstieg stellt die Schlüsselstelle dar. Die gut gestuften, aufgestellten Platten sind nur kurz nah am II. Schwierigkeitsgrad dran, danach wird das Gelände schnell leichter. Bei Nässe ist der Fels jedoch teils unangenehm rutschig. Am Ausstieg der Rinne befindet sich ein markanter Felszacken, in der Rinne finden sich viele Markierungen, die aber weiterhin in Aufstiegsrichtung oftmals erst zeigen, wenn man sich die richtige Route ausgesucht hat (mit etwas Sinn für Orientierung und Gespür für die leichteste Route stellt dies aber keine Probleme dar). Danach geht es auf Pfadspuren in Geröll und Gras zum Südgrat und weiter gegen den Gipfel. Die Route weicht dann wieder in die Ostflanke aus. Der mannshohe Gipfelfelsblock der Südlichen Fuchskarspitze (2314 m) kann einfach erklettert werden (I), es warten ein Gipfelkreuz und ein konstruktiv hochwertiger Gipfelbuchkasten.


Entschuldige!
Ist doch alles bestens beschrieben :-L)

Danke Euch!
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Offline Andy

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Re: Kesselspitze, Fuchskarspitzen und Weittalkopf
« Antwort #15 am: 30. Jun 2018 - 21:49 Uhr »
Im Rückblick nach unten konnte man sich an den Markierungen orientieren, in der richtigen Rinne zu sein.

Rinne auf Anhieb gefunden, Danke nochmal! :-L)


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