Lichtspitze 2356m  (gelesen 3841 mal)

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Offline Die_Grenzgaenger

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Lichtspitze 2356m
« am: 27. Sep 2009 - 20:30 Uhr »
Startpunkt zur Lichtspitze ist die Zufahrtsstrasse nach Gramais und zwar gleich in der grossen Linkskehre nach Häselgehr, die die Sicht auf die Wannenspitze frei gibt.
Von dort geht es gemütlich und unspektakulär durch teilweise dichten Bergwald. Die einzige Schwierigkeit stellt die Rechtsquerung unter dem Gipfelmassiv zum seitlichen Gipfelgrad dar. Hier müssen ein paar kleine, abfallende Schuttrinnen durchstiegen werden.
Vom Grad geht es dann unschwer im Zick-Zack zum Gipfelkreuz, welches man nach 2,5h Aufstieg erreicht.
Der Aufstieg ist also nicht gerade berauschend, aber die Aussicht in die Hornbachkette und zum Hahntennjoch hinüber sind der teilweise steile Aufstieg dann doch wert!
Abstieg dann wie Aufstieg in gut 2 Stunden.

Weitere informationen gibt es hier: Lichtspitze

Die_Grenzgaenger
« Letzte Änderung: 24. Jun 2018 - 19:31 Uhr von kalle »
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Offline Die_Grenzgaenger

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Re: Lichtspitze 2356m
« Antwort #1 am: 27. Sep 2009 - 20:31 Uhr »
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Offline Die_Grenzgaenger

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Re: Lichtspitze 2356m
« Antwort #2 am: 27. Sep 2009 - 20:33 Uhr »
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Offline Ecki

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Re: Lichtspitze 2356m
« Antwort #3 am: 08. Okt 2009 - 09:51 Uhr »
So, nachdem ich das ja erst angekündigt und dann x-mal verschoben habe, fange ich jetzt doch mal mit der „Abarbeitung“ der Exkursionen im Sommerurlaub von Marion und mir an. Am 26.7. waren wir als Debüttour auch auf der Lichtspitze. Nachdem wir erst einmal mit dem Bus eine Haltestelle zu spät ausgestiegen waren, ging es auf dem Normalanstieg hoch zum Gipfelkreuz, wo es trotz der hochsommerlichen Zeit nicht hochsommerlich warm war. Nachdem wir die Vorteile der Witterung in Form ziemlich klarer Luft und somit Sicht ausgiebig genossen und uns von zwei anwesenden Einheimischen über eine von oben deutlich schwieriger aussehende Aufstiegsmöglichkeit direkt von Norden hatten aufklären lassen, ging es dann nicht auf demselben Weg zurück, sondern den Grat weiter in Richtung Zirmebenjoch.

Obwohl auf der AV-Karte nichts dergleichen eingezeichnet ist, finden sich hier auf größeren Teilen der Strecke zumindest leichte Trittspuren. Sollte man diese verfehlen, dürfte dies aber keine Probleme geben, denn dem Grat nicht direkt zu folgen ist nur nach der direkt auf die Lichtspitze folgenden Erhebung nicht sinnvoll, da man zwar gut hinauf, aber auf der anderen Seite nur noch recht kletterintensiv wieder herunterkommt (was man natürlich erst sieht, wenn man wie wir erst einmal hochgekraxelt ist). Also ein paar Meter zurück, unterhalb gequert und unschwierig über die Zirmspitze (inkl. Errichtung eines kleinen Gipfelsteinmannes) zum Zirmebenjoch, mit 2407m der höchste Punkt der Tour. Wegen der in Richtung Süden deutlich besseren Aussicht lohnt sich der Weg von der Lichtspitze hierhin meiner Meinung nach auf jeden Fall, auch wenn man nicht den folgenden etwas abenteuerlicheren Abstieg nehmen möchte.

Will man wie wir nicht mehr weiter dem Grat bis zum Seitekopf folgen (was bis auf einen Aufschwung leicht aussieht – hat das hier evtl. schon jemand gemacht und kann etwas zu Schwierigkeiten sagen?), so beginnt hier der pfadfinderisch interessante Teil der Tour. Zumindest das Ziel hat man fast die ganze Zeit im Blick: Man möchte zu der Lache, die in der AV-Karte eingezeichnet ist und in deren Nähe ein Pfad zur Zirmebenhütte beginnt. Da das Gelände nicht überall komplett einsehbar ist, sind wir mehr oder weniger der geringsten Neigung folgend zuerst stetig absteigend bis oberhalb der Lache gequert und dann relativ direkt herunter, wobei gerade zum Schluss einige Latschenäste sehr hilfreich waren, um nícht mehrmals auf dem Hintern zu landen. Im nachhinein vermute ich, dass ein Abstieg in flacheres Gelände etwa zu Mitte der Querung einfacher möglich gewesen wäre, wahnsinnig schwierig war unsere Variante aber auch nicht. Bei Nässe würde ich allerdings vom gesamten Abstieg Richtung Zirmebene dringendst abraten: Das Gras ist ordentlich steil und dann sicher nicht ungefährlich.

Ist man an der Lache angekommen, so beginnt die Suche nach dem Pfad zur Zirmebenhütte. Wir haben uns hier zuerst etwas zu weit vom kleinen Tümpel entfernt und den dann sogar markierten Pfad erst nach einer Latschenkämpferei entdeckt. Hat man ihn aber erst einmal, geht es gemütlich zu Hütte, wo man vor der folgenden Kniequälerei beim Abstieg zur Gramaiser Str. noch eine Pause einlegen sollte. Auch hier gibt es wieder zwei Wegfindungsprobleme: Zum einen gilt es, von der Hütte mit der Lichtung dem Abstieg zu finden. Dazu geht es die Wiese hinunter zu einem Jagdsitz und kurze Zeit spät rechts ab (halblinks dürfte es nach Richtung Riefen gehen). Ab dort ist der Weg den größten Teil halbwegs gut sichtbar, es finden sich auch immer wieder alte Markierungen, so dass man ihn recht gut von abzweigenden Wildpfaden unterscheiden kann. Das ändert sich erst wieder bei einem Jagdsitz, von dem aus man bereits die Straße sieht. Wir haben ab dort keinen eindeutigen Weg mehr erkennen können und sind dann weglos nicht allzu steil, aber brennesselreich, direkt zur Straße hinunter, wo uns netterweise zwei Damen aus dem Allgäu als Anhalter mit bis nach Häselgehr genommen haben.

Insgesamt fanden wir beide die Tour sehr schön, gerade während der Gratüberquerung hat man im Prinzip durchweg ein ausgezeichnetes Panorama. Auch der Abstieg über die Zirmeben ist schön und teils abenteuerlich, aber nur bei trockener Witterung zu empfehlen.


Alpenrose


Blick von der Lichtspitze zur Hornbachkette


Blick von der Lichtspitze nach Südwesten


Blick von der Lichtspitze nach Süden


Rotwand, Pfeilspitze und Kreuzspitzen


Das obligatorische Gipfelphoto


Interessante Gesteinsschichtungen an der Begrenzung des Umsinnerkars


Blick von der Zirmspitze den Grat entlang Richtung Zirmebenjoch


Blick vom Zirmebenjoch Richtung Heiterwand


Blick vom Zirmebenjoch nach Süden, mit dem weiteren Gratverlauf zum Seitekopf (etwas links der Bildmitte der Aufschwung, der mir leicht anspruchsvoller aussieht)


Blick zurück zum Grat von der Lichtspitze vor der Hornbachkette


Blick zur Lichtung auf der Zirmebene


Nicht nur wir mochten anscheinend die Blumen


Abschließend habe ich noch ein kleines Experiment gewagt. Ich arbeite bei der „freien Weltkarte“ OpenStreetMap mit und trage dort auch immer brav alle Wege (und sonstige in einer Karte interessanten Objekte) ein, denen ich so begegne wenn ich unterwegs bin. Falls jemand hier auch einen GPS-Empfänger hat, würde es gerade im Forumsgebiet auch noch genug weiße Flecken geben, in denen man sich ordentlich austoben kann – ich beantworte auch gerne Fragen zur Thematik. Nun ja, Schluss mit der Werbeeinblendung: Ich hab mal etwas mit den Schnittstellen, die dort zur Verfügung stehen, experimentiert, um den Track mit dem Weg, den mir genommen haben, darstellen zu können.

Das Ergebnis findet ihr hier: http://www.math.tu-bs.de/~degbers/privat/alpic/20090726/20090726.html.
Die Symbole sollten eigentlich anklickbar sein und verraten, was an der Stelle genau liegt. Über ein kleines Feedback, ob ich das demnächst generell machen sollte, würde ich mich freuen – den gpx-Track bekommt man natürlich auf Nachfrage auch.

Viele Grüße aus dem herbstlich-verregneten Braunschweig,
Ecki
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Offline Alpenspezi

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Lichtspitze - Zirmebenjoch - Seitekopf
« Antwort #4 am: 12. Jul 2015 - 06:34 Uhr »
Lichtspitze - Zirmebenjoch - Seitekopf

Gestern gings mal wieder ins Lechtal, auf drei Gipfel die eher selten besucht werden. Wir haben uns die Gratüberschreitung von der Lichtspitze übers Zirmebenjoch zum Seitekopf ausgesucht.

Ausgangspunkt der Runde ist der Parkplatz gleich nach der zweiten Kehre an der Straße von Häselgehr nach Gramais. Dieser Parkplatz ist zur Zeit allerdings nur sehr eingeschränkt nutzbar da er als Holzlagerplatz verwendet wird. Eine Windhose oder so etwas hat hier eine ganze Schneise in den Wald gerissen. Der Anfang des Aufstiegswege zur Lichtspitze wird durch umgestürzte Bäume, nicht nur durch einzelne die man überklettern muss, deutlich erschwert.
Endpunkt ist Gramais. Um uns den langen Rückweg auf der Teerstraße zu ersparen haben wir vorher Räder in Gramais abgestellt.

Da auch vom Seitekopf hier im Tourenarchiv schon ein sehr guter Bericht vorliegt möchte ich nur (wie von Ecki im vorstehenden Bericht angesprochen) den noch fehlenden Teil, den Gratabschnitt vom Zirmebenjoch bis zum Seitekopf, näher beschreiben.
Zur Lichtspitze möchte ich nur noch erwähnen dass dieser Aufstieg den Leuten sehr entgegen kommt die Serpentinenwege nicht ausstehen können. Hab selten einen Anstiegsweg gesehen, zumindest was den unteren Teil im Wald betrifft, der so direkt und dementsprechend steil hochzieht.

Vom kreuzlosen Zirmebenjoch, dem Haupt- und höchsten Gipfel des Kammes zwischen Hahntennjoch und Gramaiser Tal, gehts zunächst durch einfaches Schrofengelände auf dem harmlosen Grat weiter. Sehr schwache Pfadspuren und ein paar Steinmänner leiten bald rechts in die Flanke die man bis zum begrünten Wasenjoch (Haselkarjoch) quert. Von diesem Einschnitt gehts über einen breiten Rücken einfachst auf das grasige Dreieckjock (ein interessanter Abschnitt für Blumenliebhaber). Auf dem Dreieckjoch steht man dem auf dieser Seite felsigen Gipfelaufbau des Seitekopfs gegenüber. Man kann sich hier schon mal einen Eindruck (siehe Bild Nr. 06) vom weiteren Wegverlauf machen, dem schwierigsten aber nicht schwierigen Abschnitt der Gratwanderung. Nach dem kurzen Abstieg in den tiefsten Punkt weist ein kleiner roter Pfeil (Bild Nr. 07) nach links in die Nordostflanke in der das Felshindernis umgangen wird. Man quert die Flanke, zwei rote Punkte waren noch zu finden, mit Höhenverlust bis zu der in Bild 08 zu sehenden Rinne durch die es wieder hinauf auf den Grat geht. Wir haben den auf dem Bild punktiert dargestellten felsigen Weg gewählt der allerdings sehr brüchig und unangenehm zu gehen war. Wenn ich nochmal gehen sollte würde ich den Weg durch die begrünten Abschnitte wählen, auf dem Bild gestrichelt dargestellt. Obs allerdings wirklich die besser Wahl wäre weiß ich natürlich nicht. Das Gelände ist steiler als es das Bild vermittelt.
Ist man wieder auf dem Grat angekommen trennen einen nur noch ein paar einfache Schrofen vom Gipfelkreuz des Seitekopfs.

Nach den Gipfelbüchern zu urteilen sind alle 3 begangene Gipfel eher selten besucht. Die Aussicht ist aber, insbesondere vom Zirmebenjoch überragend und der Weg dorthin recht lohnend. Für die gesamte Überschreitung (insgesamt etwa 1520hm) waren wir 7 Stunden, mit Pausen, unterwegs.
« Letzte Änderung: 12. Jul 2015 - 07:56 Uhr von Alpenspezi »

Offline Bergfex33

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Re: Lichtspitze 2356m
« Antwort #5 am: 12. Jul 2015 - 09:30 Uhr »
Interessante Tour :-L)
Und schöne Bilder :ja:
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Offline Chris

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Re: Lichtspitze 2356m
« Antwort #6 am: 13. Jul 2015 - 12:44 Uhr »
Da kann ich mich Bergfex nur anschließen.  :-L) Super!!!
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Offline Alpenarne (Levan)

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Re: Lichtspitze 2356m
« Antwort #7 am: 24. Jun 2018 - 18:33 Uhr »
Am Samstag, 16.6., bin ich ebenfalls diesen langen, abwechslungsreichen und einsamen Grat gegangen. Der Aufstieg zur Lichtspitze ist tatsächlich nicht der "Burner" (zu monoton). Richtig interessant und schön ist dagegen der lange Grat von der Lichtspitze zum Seitekopf. Insgesamt eine geniale Rundtour über 4-5 Gipfel (wenn man die Zirmspitze als Gipfel wahrnimmt).
Meine Route:
Parkplatz Gramaiser Straße oberhalb von Häselgehr - Lichtspitze - Zirmebenjoch - Dreieckjoch - Seitekopf -
Gramais - Rückmarsch auf der Straße bis Parkplatz (1,15 Std.).

Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke:

Offline Bergfex33

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Re: Lichtspitze 2356m
« Antwort #8 am: 24. Jun 2018 - 18:59 Uhr »
Schöne Tour und tolle Bilder :-L)
Das ist für heuer auch noch geplant 8)

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Offline Bergfex33

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Re: Lichtspitze 2356m
« Antwort #9 am: 15. Jul 2018 - 11:19 Uhr »
Naja, gesagt, getan.
Am Donnerstag gings dann auch hoch zur Lichtspitze und den schönen und abwechslungsreichen meist sichtbaren Pfad über Zirmspitze, Zirmebnerjoch, Dreieckjoch rüber zum Seitekopf.
Lichtspitze und Seitekopf waren mir bekannt, nur der Weg dazwischen nicht.
Auf dem Weg zum Zirmebnerjochnoch sind die alten roten Markierungen kaum noch sichtbar, daher sind die Steinmännchen die man hier und da findet recht hilfreich.
Ab dem Zirmebnerjoch steht dann eine lange etwas unangenehme Flankenquerung an, rüber zum Hasenkarjoch, wo es im auffallend grünem Gras dann weiter übers Dreieckjoch zum Seitekopf geht.
Wir haben die Pfeile zur Umgehung der steilen Felsen sofort gefunden und auf Trittspuren zur recht einfachen Steilgrasrampe gequert,  uns dort dann weiter oben rechts am Fels gehalten und vom Grat dann weiter die letzten paar Meter zum Gipfel. Über den Normalweg runter nach Gramais, dort hatten wir morgens schon ein Fahrrad deponiert, was die Sache etwas vereinfacht und abkürzt.
Es war eine sehr schöne und recht einsame Tour, wir waren die Einzigen die an dem Tag da unterwegs waren.

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