Notrufapp SOS EU ALP

Nagelfluhkette: Von Immenstadt bis auf den Hochhädrich. 14-Gipfel-Tour  (gelesen 29668 mal)

0 User und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline FalscherHase

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.591
Nagelfluhkette: Immenstadt, Mittag, Steineberg, Hochgrat, Hochhädrich, Hörmoosalpe. 14-Gipfel-Tour mit öffentlichem Personennahverkehr.
Bahnhof Immenstadt (ca. 728m), Friedhof, Steigbachtal bis zur Hölzernen Kapelle, dort links abbiegen, Normalweg zum Mittag (1451m) (meist Teerstraße).
Über’s Bärenköpfle zum Steineberg (der kleine Klettersteig fiel dieses Jahr einer Mure zum Opfer, also über den Normalweg, aber unter "Mitnahme" der Leiter auf den Gipfel). 1660m
Immer wieder ausgesetzte, z.T. seilversicherte Passagen. Gemsen!
Dann auf den Stuiben (1749m). Ebenso reichlich ausgesetzte und z.T. seilversicherte Passagen.
Dann auf den Sedererstuiben (1737m), den man aber auch umgehen könnte. Gemsen!
Weiterhin ausgesetzte Passagen.
Buralpkopf (1772m)
Gündleskopf (1748m)
Abstieg in die Gündlesscharte und Aufstieg zum Rindalphorn (1821m), dessen Gipfel man auch auslassen könnte.
Abstieg in die Brunnenauscharte (1626m) und Aufstieg zum Hochgrat (1834m).
Abstieg zum Staufner Haus (vorbei an der Hochgratbahn-Bergstation), dabei am Grat entlang (es gibt inzwischen auch eine leichtere Variante zwischen Bahn und Gipfel für Seilbahntouristen). Das Staufner Haus liegt auf 1614m.

Dann wieder hoch auf den Grat und weiter zum Seelekopf (1663m), dessen Gipfel man umgehen könnte.
Weiter über den Hohefluhalpkopf (1636m) und den Eineguntkopf  (1639m) auf den mehrköpfigen Falken (1561m).
Nun geht’s auf den Hochhädrich (1565m), dabei wieder mehr ausgesetzte Stellen, die meisten davon seilversichert.
Vom Hochhädrich aus zur Hörmoos-Alpe (1293m?), von der aus ein Bus nach Steibis fährt.

Neben den genannten Gipfeln gibt es natürlich die dazwischenliegenden Scharten, deren absolute Höhe über Normalnull ich nicht vorliegen habe. Und manche der Berge sind zweigipflig, was bei den gesammelten Höhenmetern auch noch zu Buche schlägt. (z.B. auch das Rindalphorn).
Die Summe der Anstiege beläuft sich auf 2600 Hm, die der Abstiege auf 2050 Hm.
Vom Immenstädter Bahnhof bis zum Staufner Haus waren es 2100 Hm Aufstieg und etwa 1200 Hm Abstieg.


Meine Gehzeiten (einschließlich Ess-Trink-Umzieh-Fotopausen, deren Summe sich bis zum Staufner Haus auf etwa 45 min festlegen lassen): Anmerkung: Diese Zeiten sind nicht repräsentativ.
Bahnhof Immenstadt – Steineberg: 2 Std 2min
Bahnhof Immenstadt – Stuiben: 3 Std 15 min
Bahnhof Immenstadt – Staufner Haus: 6 Std 44 min
Staufner Haus – Hochhädrich: 2 Std 13 min, davon etwa 15 min Pausen
Abstieg zur Hörmoos: 28 min

Der Abschnitt Hochgrat bis Falken wurde in den letzten Monaten deutlich entschärft (das ist nämlich ein Premium Wanderweg geworden), also „bessere“ Versicherungen und neue Tritte. Vom Falken zum Hochhädrich ist es aber gleich geblieben.

Alternative Abstiege: Vom Hochhädrich aus kann man aber auch an den Parkplatz laufen, der zu den Hochhädrich-Liften gehört. Oder nach Hittisau absteigen (Parkplatz am Schwimmbad).

http://de.wikipedia.org/wiki/Nagelfluhkette

Berggrüße von Sigrun

PS: Die Bilder sind nicht alle von der gestrigen Tour. Aber dafür zeigen sie "viel Weg"!

Einen Track (.kmz-Datei), der über Google Earth aufrufbar ist, ist zwei Beiträge weiter unten... (hier müsste ich  Bilder rauslöschen...)


« Letzte Änderung: 09. Okt 2014 - 15:34 Uhr von FalscherHase »
  • hilfreich

Offline i mori

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 141
Hallo Sigrun,

tolle, verdammt lange Tour. Schöne Beschreibung, schöne Bilder!
Die Tour von Staufner haus bis Immenstadt steht auf jedem Fall noch auf meiner Liste. Nicht zuletzt wegen der bekannt guten Küche am Staufner Haus...ich erinnere mich da an exzellente Krautkrapfen.
Vielleicht Mitte Oktober, wenn das Wetter mitspielt noch möglich.
Schade dass der eigentlich interessanteste Teil so entschärft wurde, aber bei der Länge ist die Kondition ja schon gefordert genug.

Grüße, Jens
  • hilfreich

Offline FalscherHase

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.591
War am 14.11. nochmal auf der Nagelfluhkette unterwegs. Diesmal kürzere Version: Vom Hochgratbahn-Parkplatz auf den Hochgrat (1 Std 35), über alle Gipfel nach Immenstadt. Gesamtzeit 7 Std 10 (inclusive aller Pausen). Föhnsturm. Und ein paar schräge Vögel getroffen. (und einen netten Menschen, der meine Kamera bedient hat.) Aufstieg knapp 2000 Hm, Abstieg etwa 100 Hm mehr. Schneeberührung harmlos. (Das wird heute anders aussehen!!) Die Dohlen fliegen übrigens auf Müsliriegel. Und die Zugspitze hab ich von dort noch nie "so nahe" gesehen.
Wandersaison-Ende-Grüße aus dem Oberallgäu
Sigrun
Ich freu mich auf die Schneeschuhzeit!!!

PS: Das Staufner Haus macht erst an Weihnachten wieder auf (25. oder 26.12.)

habe nun noch einen Track (.kmz-Datei) angefügt, auf der die komplette Nagelfluhkette als Tour drauf ist.! (Tour vom 22.5.14)
« Letzte Änderung: 29. Sep 2015 - 00:16 Uhr von kalle »
  • hilfreich

Offline oliver

  • Administrator
  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 2.426
    • Alpine Wanderpfa.de
Schöne Momentaufnahme  :-L)
  • hilfreich

Offline FalscherHase

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.591
Heute bin ich wieder über die 14 Gipfel  ;) aber noch ein bissel flotter.  Diese Zeiten sind nicht repräsentativ!
Vom Immenstädter Bahnhof zum Staufner Haus in 5 Std 46, einschließlich Pause auf jedem Gipfel und interessanter Unterhaltung mit zwei Wanderern, die im Zelt auf dem Steineberg übernachtet hatten. 3/4 Stunde auf dem Staufner Haus verwöhnen lassen!  :)
Vom Staufner Haus auf den Hochhädrich 1 Std 58. Abstieg zur Hörmoos (ca halbe Stunde). Dort hätte ich eine Stunde auf den Bus warten müssen (bei Humtata-Musik :down:), darum bin ich zum Imberghaus gelaufen (nochmal halbe Stunde) und mit der Imbergbahn nach unten gefahren. Auch dort erst viel später Busanschluss. Darum zu Fuß nach Steibis, wo mir mein Holder dann mit dem Auto entgegen kam. Hätte ich auf der Hörmoos auf den Bus gewartet, dann hätte ich in Steibis übrigens ebenfalls keinen g'scheiten Anschluss gehabt. (Soviel zur Infrastruktur - oder meiner mangelnden Geduld.)
Bergauf 2650 - 2700 Hm.

Bisher dachte ich, Alpenastern sind echte Sommerblumen. Aber vielleicht haben wir ja schon Sommer!!! :D

Ein besonderes Erlebnis war am Gipfelkreuz des Falken. Das hat so ein Geräusch gemacht, das ich als "Bitzeln" beschreiben will. Ab und zu hatte es genieselt. Gewitter waren angesagt. Ich hab dort dann nicht lange verweilt, sondern bin zügig weiter. Und hab überlegt, abzubrechen (also den Hochhädrich auszulassen), weil auf der weiteren Route reichlich Metallseil-Versicherungen sind. Überlegt ja, abgebrochen nein. Das Wetter sah sooo schööön aus, dass ich meine Bedenken über Bord geworfen habe. Aber jedem, der mir sowas erzählt, würde ich zum Abbruch raten...  :o
Das Gewitter kam übrigens erst Stunden später.

Viele Grüße von Sigrun
« Letzte Änderung: 06. Okt 2012 - 11:14 Uhr von FalscherHase »
  • hilfreich

Offline Uli D.

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 101
Über das "B(r)itzeln" erzählen oft die, die in den Westalpen und/oder an
 Viertausendern unterwegs sind. Solche elektrostatische (?) Aufladung der
Luft kann Gewitter vorankündigen, muss aber nicht notwendig unmittelbar
einen Blitzschlag auslösen. Das kann 100-200 m Luftlinie/Höhenmeter  
entfernt wieder vorbei sein; aber dieser Erscheinung zügig zu entgehen,
ist immer angeraten  :o
Gruß Uli
PS: Die Überschreitung würd ich auch mal machen (südl. Teil Falken
Hochhädrich schon vor Jahren mal).  Gibt's einen subjektiven Rat, ob die
Überschreitung von Süd nach Nord oder von Nord nach Süd schöner,
angenehmer usw. ist?
« Letzte Änderung: 22. Mai 2011 - 11:07 Uhr von Uli D. »
  • hilfreich

Offline FalscherHase

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.591
@ Uli

Meist gehe ich von Nord-Ost nach Süd-West, weil ich bequem frühmorgens mit dem Zug nach Immenstadt komme. (Die Anbindung von und nach Steibis mit öffentlichem Personennahverkehr ist frühmorgens nicht gegeben. - und schon gar nicht weiter zur Hörmoos. Und auch nach Riefensberg, Hochhädrichparkplatz oder Hittisau kommt man ohne PKW nicht so gut.) Und weil es in diese Richtung mehr Höhenmeter rauf als runter geht. Und weil das Staufner Haus dann eine prima Mittags-Einkehr-Möglichkeit bietet. (ich war gestern kurz nach 12 Uhr dort, war 6:17 in Immenstadt gestartet) Und weil man über's Staufner Haus gut ins Tal kommt, falls sich die gesamte Tour dann doch als zu umfangreich herausstellt. - dann hat man immer noch deutlich mehr gemacht als die "übliche" Nagelfluhkettenwanderung, die von der Mittagbahn-Bergstation zur Hochgratbahn-Bergstation oder umgekehrt geht. (Am Mittag steht übrigens irgendwas von 7 Std für Bahn zu Bahn.)
Von "Bahn zu Bahn" rate ich dringend ab ;): Unbedingt noch das Staufner Haus besuchen! Das lohnt sich immer! 

Viele Grüße von Sigrun
  • hilfreich

Offline horst

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.144
Hallo Sigrun,
 immer wieder schöne Bilder und Eindrücke von Deinen Touren. :bravo Die Nagelfluhkette bietet viele schöne und abwechslungsreiche Touren in lieblicherer Landschaft als in der Hauptkette, deshalb war ich dort auch oft unterwegs. Kann mich erinnern, dass zwischen Hochhädrich und dem Falken oder direkt am Falken der Gratübergang " nicht ganz ohne" ist. Wie gehst Du da ? Sonst ist es aber meist bequem-abgesehen von der Länge-und man hat auch sehr schöne Weitblicke  zur Hauptkette etc.. :-L).Vielleicht geht es dieses Jahr auch wieder einmal dorthin-angeregt durch Deinen schönen Bericht.

LG, Horst
  • hilfreich

Offline FalscherHase

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.591
@Horst: Vielen Dank!  :)
Du hast Recht: Falken - Hochhädrich ist nicht ohne. Aber gut machbar. Zum Teil ausgesetzt, einiges "zum Hinlangen". Aber gerade das macht die Sache reizvoll. Es gibt übrigens ein Teilstück, das besonders heftig ist. Aber das kann man bequem umgehen. (Die Umgehung ist der Hauptweg.) Das ist am Abstieg vom Falken Richtung Hochhädrich. (Einfach NICHT an dem dicken Baum der Beschilderung nach rechts folgen, sondern auf dem Grat weiter. Wenn man nicht auf die Beschilderung aufpasst, kann man versehentlich diesen schwereren Weg erwischen. Da kommt irgendwann eine Stelle, die zwar metallische Erleichterungen hat, aber - meiner Ansicht nach - doch recht knifflig ist. Da braucht's auch ein bissel mehr Muskelkraft in den Oberarmen. Und runterfallen würd ich da auch nur ungern. Da geht's zwar nur ein paar Meter 'runter, aber die haben es in sich. Ich hab mir jedenfalls vorgenommen, diese Variante zumindest bei Allein-Touren nicht mehr zu machen.)
LG Sigrun
  • hilfreich

Offline horst

  • alpic.Mitglied
  • Beiträge: 1.144
Hallo Sigrun,
 
  wir sind damals vom Hochhädrich zum Falken immer am Grat entlang-sind also den unangenehmeren Weg gegangen, so wie von Dir beschrieben. Deshalb war mir das noch in Erinnerung. Dann sind wir über die Falkenhütte und Hörmoos nach Steibis abgestiegen-war eine schöne Runde an einem herrlichen Tag. Leider noch auf Dias aufgenommen, die noch nicht gescannt sind, sonst hätt' ich mal ein Bild gepostet(bin grad auf der Suche nach einem guten Scanner). Früher waren wir mehr auf der Allgäuer Seite unterwegs; die letzten Jahre gings mehr vom Lechtal aufwärts. Vielleicht geht es jetzt aber wieder mehr nach Westen-Schafalpen-Kleinwalsertal-Gottesackergebiet-und dann rücken auch die Nagelfluhberge wieder mehr ins Blickfeld. Wünsche Dir für heuer viele glückliche Touren bei schönstem Wetter :-L).

Liebe Grüße, Horst

« Letzte Änderung: 25. Mai 2011 - 11:50 Uhr von horst »
  • hilfreich

Tags: nagelfluhkette | 
 





aktuell online
Bilder • 35.824
Themen •   5.436
Beiträge • 49.212


IMPRESSUM
DATENSCHUTZ
FAQ

(V.14.11) © alpic.net und Autoren 2001 - 2019 nach oben