Rieffenkopf  (gelesen 1721 mal)

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Offline Kauk

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Rieffenkopf
« am: 24. Jun 2014 - 01:07 Uhr »
Nach der Tour am Vortag auf Hengst und Laufbichlkirche ging es am 8. Juni recht moderat mit zwei Freunden auf den Rieffenkopf (1748 m), das Hitzerekord-Pfingsten ging also weiter.

Route: Parkplatz Oberstdorf-Renksteig - Gerstruben - Ostrücken - Vorgipfel - Rieffenkopf - Retour Scharte - Südrücken - Hahnenköpfle - Retour Parkplatz

Geparkt habe ich erstmals am Renksteig (ca. 824 m), zu Dritt im Auto kann man die Gebühren ja klein halten ;) (5€/Tag, darunter gestaffelte Stundenpreise). Danach folgt man dem Burgstallsteig genannten Teerstraße hinauf zum Golfplatz. Am Ende des Golfplatzes folgt man an der nächsten Gabelung (898 m) der Beschilderung Richtung Gerstruben nach links zur Brücke und dem Kraftwerk an der Trettach. Wiederum nach links an der nächsten Kreuzung (908 m) und zügig ansteigend auf der Straße nach Gerstruben (1155 m).

In dem Museumsdorf Gerstruben angekommen nun auf der Straße noch hinauf nach links zum Gasthaus, daran vorbei und jetzt auf einem kurzen Alpweg zu einer Fütterungshütte. Hier beginnt dann der Steig über die Wiese hinauf zum Waldrand. Dieser wird auf einem sehr angenehmen Weg durchschritten bis man die freien Flächen des verfallenen Gerstrubener Älpeles erreicht. Zunächst weiter über die Flächen und dann im Wechsel durch lichten Wald aufwärts zur Einschartung zwischen Rieffenkopf und Hahnenkopfs.

Nun wendet man sich nach links bzw. nach Westen auf einem ausgeprägten Steig durch die Latschen. Der ausgeprägte Steig bleibt erhalten, wird aber deutlich anspruchsvoller als das bisher zurückgelegte. Es wird steiler, bröseliger und ausgesetzter, teilweise ist ein Handeinsatz durchaus hilfreich. So erreicht man in Kürze den Vorgipfel, an dem ein durchaus größerer Teil der Aspiranten abgeschreckt umdrehen dürfte. Von hier blickt man auf die abweisenden Felswändchen des Hauptgipfels.

Vom Vorgipfel links durch eine Latschengasse hinab und an das Felswändchen heran. Von hier erscheint der Aufstieg dann schon deutlich einfacher als von weitem. Man tritt ein wenig nach links hinaus und steht dann unter einer gut 3 Meter hohen Rinne, die allerdings unterhalb deutlich abbricht. Durch sie geht es auf guten Tritten (I. Schwierigkeitsgrad) und Latschengriffen auf den Hauptgipfel des Rieffenkopfs.

Auf gleichem Weg zurück in die Scharte und auf dem Wanderweg in die Scharte zwischen Hahnenkopf und Hüttenkopf. Über den Steig nach links und schnell auf den untergeordneten und deutlich überlaufenen Gipfel des Hahnenkopfs (1735 m).

Fazit: Bei rekordverdächtigen Temperaturen eine durchaus angenehme, kurze Tour, die zu einem großen Teil durch Schatten verläuft. Der Anspruch hält sich größtenteils in Grenzen, etwas Abwechslung bringt der Ostrücken-Anstieg mit kurzer Felspassage. Landschaftlich ebenfalls reizvoll, schöne Blicke rund um garantiert, lecker Apfelstrudel und Weizen in schönem Glas gibts in Gerstruben ;).

Anbei die obligatorischen Impressionen.
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Offline Kauk

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Re:Rieffenkopf
« Antwort #1 am: 24. Jun 2014 - 01:08 Uhr »
Impressionen zweiter Teil.
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Offline horst

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Re:Rieffenkopf
« Antwort #2 am: 25. Jun 2014 - 10:41 Uhr »
Riffenkopf-Hahnenkopf ist eine sehr schöne Tour. Schöne Bilder, schöner Bericht :bravo. Wir sind auch über Gerstruben hoch, dann aber über die Lugenalpen durchs Oybachtal abgestiegen (sind mit Bus zum Renksteig und waren daher vom Auto unabhängig). Ist vielleicht die etwas interessantere Variante, denn von den Lugenalpen aus hat man schöne Blicke taleinwärts ins Oytal. Schön sind beide Touren allemal :-L). Danke für deine schönen Eindrücke von diesem reizenden, malerischen Tourengebiet im Allgäu. :-L) Leider hab ich von unserer Tour nur noch Dias, daher kann ich davon kein Bild posten-die Umstellung auf die Digitalkamera kam bei mir erst 2004. An die kurze, unangenehme Rinne direkt unter dem Gipfel kann ich mich noch gut erinnern. So viel ich weiß, sind wir dann beim Abstieg südseitig an den Felsen herum  abgestiegen, was erheblich besser ging. Zu unserer Zeit lag in der brösligen Rinne ein großer Steinbrocken, der auf dem Gebrösel abzurutschen drohte und den zu betreten wir nicht wagten. ::)

LG, horst
« Letzte Änderung: 26. Jun 2014 - 12:30 Uhr von horst »
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Offline Kauk

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Re:Rieffenkopf
« Antwort #3 am: 25. Jun 2014 - 17:57 Uhr »
Das stimmt Horst, die Variante über das Oytal ist sicher schön, in der Affenhitze wollten wir aber nicht den langen Weg gehen und waren über den Schatten auf der Gerstrubener Seite recht froh.

Von Gebrösel ist in der Rinne nix mehr übrig, oben wurden die Latschen vor vermutlich jüngerer Zeit ausgeholzt.
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Offline WS86

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Re:Rieffenkopf
« Antwort #4 am: 26. Jun 2014 - 21:18 Uhr »
ich kann 2 Bilder vom Ostabstieg ins Oytal beisteuern:

1.) Obere Lugenalpe und Großer Wilder

2.) Untere Lugenalpe

die anschließende Rückfahrt vom Oytalhaus nach Oberstdorf mit dem Bergroller macht dann auch noch richtig Spaß.
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Offline Guatzle

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Re: Rieffenkopf
« Antwort #5 am: 19. Jul 2015 - 16:37 Uhr »
Wir waren, der angekündigten und doch nicht eingetroffenen Gewitterfront wegen, am Hahnenkopf und Riffenkopf. Anfahrt mit der Bergsteigerlinie um 7.45 Uhr bis Christlessee und dann über den Hölltobel, an Gerstruben vorbei auf dem Normalweg zum Hahnenkopf. Anschließend rüber zum Riffenkopf. Am Riffenkopf sind wir dann weiter Richtung NordWesten auf den vom Gipfel aus sichtbaren Vorgipfel (1563m). Die Wegfindung war nicht ganz so einfach, doch hin und wieder sah man früher einmal ausgeschnittene Latschen. Trittsicherheit erforderlich. Ziemlich vorne dann eine wunderschöne Wiese mit Kreuz und Buch (klein aber fein) - ideales einsames Plätzchen zum die Seele baumeln lassen. Angesichts der Einträge in diesem Büchlein sind wird dann weglos übers Gündle Richtung Oy-Tal abgestiegen.  Ist aber bis zu den sichtbaren Hütten ziemlich mühsam durch hohes Kraut - Stöcke absolut empfehlenswert. Ab den Hütten dann auf dem freigeschnittenen Weg zur Oytal-Straße. Nachdem die Roller am Oytalhaus erst ab 15.00 Uhr ausgegeben werden - zu Fuß zurück nach Oberstdorf. Nachdem in einem älteren AV-Führer die Skiabfahrt vom Hahnenköpfle als lohnenswert beschrieben wird - weiß jemand wo man am besten den Waldgürtel überwindet? Lt. Karte könnte in Abfahrtsrichtung links vom Weg das beste Durchkommen sein?
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Offline Wassermann

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Re: Rieffenkopf
« Antwort #6 am: 10. Nov 2018 - 21:36 Uhr »
Heute zum nahenden Saisonabschluß nochmal eine Rundtour Oberstdorf - Oytal - Lugenalpen - Hahnenköpfle - Riffenkopf - Gerstruben - Oberstdorf gegangen. Zumindest jetzt im November eine recht ruhige Unternehmung. Obwohl man sich überwiegend in Tälern und auf Alpweidegebiet bewegt, hat diese Tour durchaus ihren Reiz. Bergsteigerische Schwierigkeiten: keine. Nur auf den letzten Metern am Riffenkopf braucht es kurz mal die Hände. Die vergleichsweise geringe Gipfelhöhe sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß man, bedingt durch die nicht zu vermeidenden Talhatscher, fast in den Bereich einer Tagestour kommt.

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