Sattelkopf, Lärchwand, Glasfelderkopf, Kesselspitze (Überschreitung)  (gelesen 7661 mal)

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Offline Max

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Wenn nicht heute, wann dann. Getreu diesem Motto konnte man den Tag eigentlich nicht sausen lassen. Schon länger geplant, packten wir heute die wunderschöne Grattour vom Sattelkopf bis zur Kesselspitze in den Hintersteiner Bergen an. Zeitlich und auch so phasenweise sehr unterhaltend, insgesamt ohne Zweifel eine der Top-Unternehmungen in diesem Bereich. Die Blicke zum Hochvogel und zu den Hüttenbergen um das Luitpold-Haus sind einfach gigantisch. Der Anstieg zum Sattelkopf vollzieht sich zunächst auf einem etwas versteckten Jagdsteig, man muss eben wissen welche Wege die Jägerschaft so benutzt. Oben raus dann etwas schrofig, wobei das kecke Sattelköpfle mit seinem seilversicherten Anstieg ordentlich Pepp in die Partie bringt. Was danach folgt ist einfach nur schön, sieht man mal von der etwas unangenehmen Umgehung der Türme zwischen Sattelkopf und Lärchwand ab. Letztere wartet mit einer traumhaften Himmelsleiter aus Gras auf, bevor man im wieder steinigem Gelände dem Glasfelderkopf zustrebt. Warum so viele Jubiläumswegbesucher an dieser feinen Aussichtswarte vorbei laufen, bleibt mir ein Rätsel. Die Kesselspitze ist schließlich ein krönender Abschluss mit einem der wohl schönsten Hochvogelblicke überhaupt.

Gruß, Max
« Letzte Änderung: 18. Aug 2012 - 23:08 Uhr von Max »
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Offline Snowfinchen

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Hey Max,

sehr schönes Tourchen  ;)

Oben raus dann etwas schrofig, wobei das kecke Sattelköpfle mit seinem seilversicherten Anstieg ordentlich Pepp in die Partie bringt.

Die Seilsicherung wurde erst letztes Jahr erneuert und erleichtert hier doch - auch moralisch gesehen - eindeutig den Aufstieg  ::)
Gerüchte im Tal besagen, dass ab nächstem Jahr auch der Sattelkopf mit einem Kreuz geziert werden soll  :fluester:

Der Anstieg zum Sattelkopf vollzieht sich zunächst auf einem etwas versteckten Jagdsteig, man muss eben wissen welche Wege die Jägerschaft so benutzt.

Seit Ihr den Reitweg aufgestiegen? Das allgäuer Krautnirvana (mannshohe Brennesseln und Brombeergestrüpp) wurde vor ca. 3 Wochen auf diesem Steig - sah zumindest so aus - auf einer Breite von ca. 1 1/2 m von oben bis unten mit einem Rasenmäher bearbeitet  ;D
drei Wochen zuvor musste man wirklich wissen, dass es hier diesen Weg gibt  ::)
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Offline Max

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Servus Snowfinchen!

Die Seilsicherung wurde erst letztes Jahr erneuert und erleichtert hier doch - auch moralisch gesehen - eindeutig den Aufstieg  ::)
Gerüchte im Tal besagen, dass ab nächstem Jahr auch der Sattelkopf mit einem Kreuz geziert werden soll  :fluester:

Also wir waren uns einig: Ohne Seilsicherung ist das ganze schon ne ganz andere Liga. Zum einen dieser abdrängende Felsblock und andererseits diese 30-cm-Leiste, die man voll auf Reibung gehen müsste. Da brauchts schon viel Vertrauen, so wie es da hinter einem runter geht. So aber einfach ein wunderschöner Gipfel. Hättest du zufällig eine Höhenangabe des Sattelköpfles?

Seit Ihr den Reitweg aufgestiegen? Das allgäuer Krautnirvana (mannshohe Brennesseln und Brombeergestrüpp) wurde vor ca. 3 Wochen auf diesem Steig - sah zumindest so aus - auf einer Breite von ca. 1 1/2 m von oben bis unten mit einem Rasenmäher bearbeitet  ;D
drei Wochen zuvor musste man wirklich wissen, dass es hier diesen Weg gibt  ::)

Ja wir waren am Reitweg unterwegs. Man musste nur einmal kurz durch die Botanik, um von der Forststraße auf den eigentlichen Weg zu kommen. War aber alles im Rahmen und ich fand den Aufstieg herrlich. Sehr ruhig und ursprünglich, ähnlich wieder Zugang zum Kegelkopf von Gerstruben aus. Überhaupt war das ja alles eine perfekt präparierte "Piste". Zuerst der nigelnagelneue Teer im Hintersteiner Tal bis zum Giebelhaus und danach der freigeschnittene Reitweg  ;D Extra nur für die Bergsteiger  8)

Viele Grüße, Max
« Letzte Änderung: 19. Aug 2012 - 12:13 Uhr von Max »
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Offline Kauk

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Lohnt es sich dafür ein KS-Set mitzuschleppen bzw. ist das überhaupt nötig?
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Offline Snowfinchen

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Also  ;D

Wenn ich der Karte vom Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern glauben schenken darf ist der Gipfel des Sattelköpfles 2.021 m hoch.

Max, mir ging es wie Dir! Ohne die Seilsicherung wäre das nicht nur eine Stufe zu hoch für mich ... allein schon die doch luftige Umgebung! Von Deiner beschriebenen Kletterstelle mal abgesehen.  ::)

@ Kauk: Ich denke ein Klettersteigset ist sicherlich nicht falsch es mal in den Rucksack zu werfen. Ob Du es einsetzt, kannst Du ja spontan Vorort entscheiden. Ich habs - allein vom Kopf her - liebend gern angezogen  :schwitz:
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Offline Max

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Servus Kauk!

schwierige Frage, die ich so nicht beantworten kann. Das hängt wohl von einem selber ab. Ich fands ohne gut vertretbar und würde das auch wieder so machen. Rein objektiv gesehen handelt es sich ja nur um 30 - 50 HM, also sehr überschaubar und daher fraglich ob man das bei dieser 12 Std.-Tour auch noch mitschleppen will. Da ich noch nie einen Klettersteig gegangen bin, kann ich auch nicht beurteilen ab wanns so ein Set braucht und wann es noch ohne geht (wohl eine subjektive Entscheidung).

Gruß, Max
« Letzte Änderung: 19. Aug 2012 - 12:29 Uhr von Max »
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Offline horst

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Schöne Bilder und schöner Bericht von einer landschaftlich sehr schönen Tour, Max :bravo; wollt ich auch schon immer mal machen. Leider zu wenig Zeit. Vielleicht klappt es dieses Jahr mal wieder-allerdings mehr im Süden und Westen.
Eine Frage zum "Reitweg": den Ausdruck kenne ich nicht. Geht der vom Giebelhaus hoch, südlich am Rosskopf vorbei zur Sattelhütte? Würde mich interessieren :). Einen sehr schönen Anstieg zum Sattelkopf könnte ich mir durchs Erzbergtal vorstellen, über das ich schon einige Touren seiner Schönheit wegen in diese Richtung gegangen bin.

Nach dem ersten Bild von Snowfinchen gehts da schon ganz luftig zu und ein kleiner Fehltritt könnte schwerwiegende Folgen haben. Daher würde ich da auch ein Klettersteigset verwenden-sicher ist sicher 8) ;D!

Viele Grüße, Horst
« Letzte Änderung: 20. Aug 2012 - 19:42 Uhr von horst »
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Offline Kauk

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Danke Max...ok, wenn du keine Vergleichswerte hast, ist es wirklich schwierig zu sagen.

Danke Snowfinchen für die Eindrücke aus dem Steig.

Einen sehr schönen Anstieg zum Sattelkopf könnte ich mir durchs Erzbergtal vorstellen

Das hängt mit Sicherheit ganz stark davon ab, wie du wieder runtergehen willst und wie du überhaupt nach da hinten kommst. Der Weg vom Giebelhaus lohnt sich vorallem wenn du bis dahin mit dem Rad fährst und übers PLH dorthin zurückkehrst (und vorallem dann jeden Meter Hatsch sparen willst). Zudem ist dann halt der Aufstiegsweg kürzer.

Will man von der Bockkarscharte über den Jubiläumsweg zurück, ginge auch das Erzabachtal gut, da man das ja vom Notlendsattel auf einem Steig gut erreicht. Aber auch dann hätte man ja noch die Option zum Giebelhaus über den als Notabstieg beschriebenen Weg.

Mit dem Bus ist es dagegen wohl völlig egal.
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Offline Snowfinchen

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Eine Frage zum "Reitweg": den Ausdruck kenne ich nicht. Geht der vom Giebelhaus hoch, südlich am Rosskopf vorbei zur Sattelhütte? Würde mich interessieren :).

Der Name Reitweg stammt meines Wissens vom Prinzregenten, für den dieser Weg eingerichtet wurde ab (zur Jagd und Aufstieg mit Pferd). Der Weg eignet sich - finde ich zumindest - für einen knieschonenden Abstieg. Er verläuft relativ flach in unzähligen Serpentinen. Dadurch wird er tendenziell a bissi zum hatsch, aber grundsätzlich ist er recht schön.
Von Deiner Ortsbeschreibung her passt der Aufstieg. Der Einstieg von unten her ist jedoch unter Umständen etwas schwer zu finden.
Vom Giebelhaus auf der Teerstrasse Richtung Pointhütte. Nach einer Zeit zweigt links ein Forstweg ab. Diesem folgen bis Du die Jagdhütten siehst. An dieser Stelle kommst Du auch aus dem Wald raus. Rechts in der Wiese ebenfalls rechts hoch und im Grunde bist Du da dann schon auf dem Weg.

Einen sehr schönen Anstieg zum Sattelkopf könnte ich mir durchs Erzbergtal vorstellen, über das ich schon einige Touren seiner Schönheit wegen in diese Richtung gegangen bin.

Abgesehen von den landschaftlichen Eindrücken eignet sich dieser Weg zum "schnellen" Auf-/Abstieg. Hier muss jedoch in kauf genommen werden, das bis zum Mitterhof ein Teils sehr steiler Forstweg (im Abstieg eher unangenehm - zumindest für mich) geht.
Ab hier ist dann etwas Orientierungssinn gefragt, da sich der Pfad immer wieder verliert bzw. in verschiedene Pfäde verzweigt. Diese Problematik besteht von oben wie auch von unten.
Aber bisher sind se alle irgendwo raus gekommen  ::)
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Offline bergler1962

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Ich hab für solche Fälle einen Karabiner und ne Bandschlinge dabei.
Das ist vielleicht nicht so stabil wie ein richtiges Set aber für mich ist das ausreichend...
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