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Schneck Spezial (Allgäuer Alpen) anspruchsvolle Tagestour ab Hinterstein  (gelesen 9197 mal)

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Offline mark

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Wir haben ebenfalls dieses herrliche Wetter ausgenutzt und sind Samstag um 03:30 Uhr mit dem Auto Richtung Hinterstein gestartet. Am Parkplatz vor Hinterstein beim E-Werk haben wir die Fahrräder startklar gemacht und sind zum Giebelhaus geradelt. Von dort weiter auf der Fahrstrasse zur Point-Hütte und weiter zum Himmelecksattel. Dort gönnten wir uns eine kleine Pause und genossen den wundervollen Blick auf die Höfats.

Vom Himmelecksattel ging es auf den Schneck Vorgipfel und direkt weiter über eine ziemlich ausgesetzte Gratschneide und in leichter Kletterei auf den Hauptgipfel. Hier gab’s dann erstmal was zu vespern ;D

Beim Rückweg bogen wir ca. 300m vor dem Himmelecksattel, etwas oberhalb eines Felsbrockens nach links und hielten immer auf den Fuß der Schneck Ostwand zu. Direkt am Fuße der Ostwand geht es über den Grat der Zwerchenwand zum Schnecksattel. Hier beginnt der schmale Grat über die Rotköpfe. Bis zum Südgipfel ist der blumenreiche Grat etwas ausgesetzt aber noch bequem zu gehen.

Der Übergang zum Hauptgipfel führt über eine ca. handbreite Gratschneide in brüchigem Fels die an Ausgesetztheit nicht zu übertreffen ist und nur wenig Trittmöglichkeiten bietet. Kurz darauf ist ein ebenfalls sehr ausgesetztes Stück abzuklettern, die Trittmöglichkeiten sind auch hier sehr begrenzt, und im Aufstieg wäre diese Passage sicherlich einfacher zu machen.  Von hier aus unschwer weiter auf dem schmalen Grat zum Hauptgipfel. Dort gönnten wir uns wieder eine wohlverdiente Pause und machten ausgiebig Brotzeit, direkt unter uns steht die kleine Bergwachthütte. Der Blick nach vorne auf das Wildenmassiv und die Hochvogelgruppe sind einfach unbeschreiblich, hinter uns die Höfats und neben uns der Schneck und auf der anderen Seite das Nebelhorn und der Hindelanger Klettersteig bis zum großen Daumen....einfach Wahnsinn!

Von hier aus dann weiter zum Nordgipfel, der über steile Grasstufen erklettert wird. Auf der anderen Seite hinunter zum Laufbacherecksattel und direkt wieder nach oben auf das Laufbacher Eck. Hier gönnen wir uns noch mal eine kleine Pause und schauen uns von oben den geplanten Abstieg weglos zur Rothtennhütte an. Dieser beginnt am Sattel zwischen Laufbachereck und Lachenkopf und bereitet keine größeren Schwierigkeiten. An der Hütte angekommen über ein Steiglein zur Plättele Alp und weiter auf einer Fahrstrasse zum Giebelhaus.  Hier zerrten wir unsere Räder aus dem Gebüsch und freuten uns auf die Talfahrt Richtung Hinterstein.

Fazit: Eine herrliche Tour etwas abseits von markierten Wegen, mit einer unbeschreiblichen Blumenvielfalt und grandiosen Aussichten. Es sollte noch erwähnt sein, dass so etwas nur für jemanden ist der absolut schwindelfrei ist und eine gewisse Kletterfertigkeit im 2.Grat und Sicherheit in extrem ausgesetztem Gelände und Steilgras mitbringt. 

Wie immer gibt es demnächst auf unserer Seite eine ausführliche Beschreibung mit noch mehr tollen Bildern. Wer den Newsletter hat bekommt automatisch Bescheid.

Bild 1: Blick auf den Giebel auf der Talstrasse Richtung Giebelhaus
Bild 2: Höfats vom Himmelecksattel

Gruß Mark
« Letzte Änderung: 23. Dez 2014 - 21:48 Uhr von kalle »
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Offline mark

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #1 am: 15. Jul 2007 - 21:54 Uhr »
Bild 3: Aufstieg zum Schneck, links der Vorgipfel, rechts der Hauptgipfel
Bild 4: Großer Wilder vom Schneck Vorgipfel
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Offline mark

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #2 am: 15. Jul 2007 - 21:58 Uhr »
Bild 5: Schneck Hauptgipfel vom Vorgipfel, links sieht man einen Teil des Grats über die Rotköpfe
Bild 6: Rückblick vom Hauptgipfel des Rotkopfs Richtung Südgipfel. Fast ganz rechts die extrem ausgesetzte Gratschneide, und dann der kurze ausgesetzt Abschwung zum abklettern
« Letzte Änderung: 15. Jul 2007 - 22:17 Uhr von mark »
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Offline mark

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #3 am: 15. Jul 2007 - 22:00 Uhr »
Bild 7: Oli kurz vorm Hauptgipfel, im Hintergrund der Hochvogel
Bild 8: Blick zum Schneck bei unserer Gipfelrast
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Offline mark

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #4 am: 15. Jul 2007 - 22:02 Uhr »
Bild 9: Nochmal Blick zum Hochvogel
Bild 10: Auf'm Radel
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Offline Schrofenkraxler

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #5 am: 15. Jul 2007 - 22:46 Uhr »
Tolle Tour und super Bilder  :-L) :-L) Das spricht mich auch an. Was sollte man denn in Sachen Schwindelfreiheit und Kraxeltalent mitbringen wenn man den Schneck ersteigen will?

Gruß,
Mathias
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Offline Mimo

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #6 am: 16. Jul 2007 - 06:29 Uhr »
Hallo Mark!

Ja das ist wirklich eine besondere Tour, genau wie ihr sie gemacht habt mit der anschließenden Überschreitung der Rotköpfe! Sie schwirt mir nach Boris Laufenbachereck Spezial Bericht schon durch den Kopf und ich hoffe sie in diesem Sommer auch machen zu können!!

Ab Dienstag bin ich endlich mal wieder unterwegs im Lechtal! Ferienzeit! Ich freue mich drauf!!!

Liebe Grüsse
Michael
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Offline oliver

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #7 am: 16. Jul 2007 - 06:55 Uhr »
Nachtrag: Tolle Tour mit tollen Bildern - fehlt nur noch ein Bild von Mark: hier auf dem Grat der Rotköpfe (im Hintergrund rechts das Laufbacher Eck).
« Letzte Änderung: 16. Jul 2007 - 08:29 Uhr von oliver »
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Offline kalle

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #8 am: 16. Jul 2007 - 14:37 Uhr »
Hallo Mark und Oliver!

Sehr interessante Sache, die ihr beiden da gemacht habt. Gratulation zu einer wohl nicht alltäglichen Tour :-L)

Gruß
Kalle
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Offline mark

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Re: Schneck Spezial
« Antwort #9 am: 16. Jul 2007 - 16:36 Uhr »
Tolle Tour und super Bilder  :-L) :-L) Das spricht mich auch an. Was sollte man denn in Sachen Schwindelfreiheit und Kraxeltalent mitbringen wenn man den Schneck ersteigen will?

Gruß,
Mathias

Hallo Mathias,
um auf den Schneck zu kommen sollte man auf jedenfall 100% schwindelfrei sein, denn Fehler oder zittrige Knie kann man sich hier nicht erlauben. Die Kletterpassage ist im 1. Grad, das ist der erste Felsaufschwung zum Hauptgipfel wie auf Bild 3 zu sehen. Der ist schon etwas ausgesetzt bietet aber gute Trittmöglichkeiten und ist nicht zu steil. Danach folgt ein ca. 3 m langes wagrechtes Stück, der Grat ist anfangs vielleicht noch 30cm breit und schnürt sich dann bis auf eine handbreit zusammen....Trittmöglichkeiten unterhalb des Grates sind auf der rechten Seite nur spärlich vorhanden....die linke Seite würde ich nicht empfehlen. Diese Passage dürfte aufgrund der Ausgesetztheit nach beiden Seiten schon im oberen 1er Bereich liegen. Wer sich hier unsicher fühlt, sollte dann lieber die herrliche Aussicht vom Vorgipfel genießen. Danach unschwierig zum Gipfel. Bei unserer ausführlichen Tourbeschreibung auf unserer Seite - die noch ein paar Tage in Anspruch nimmt - werden wir auch nochmals ausführlich und mit Bildmaterial auf diese Schlüsselstellen eingehen.
Gruß Mark
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