Schreierkopf (2198m)  (gelesen 7799 mal)

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Offline FalscherHase

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Re: Schreierkopf (2198m)
« Antwort #20 am: 08. Jul 2017 - 18:13 Uhr »
suuuper...!!!  :-L)  :bravo
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Offline Zirbelnuss

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Re: Schreierkopf (2198m)
« Antwort #21 am: 08. Jul 2017 - 19:40 Uhr »
Danke für eure netten Rückmeldungen  :)

@Chris:
Der Normalweg (432) ist soweit ganz ok und gut erkennbar.
Unten sind ein paar Bäume umgefallen, die provisorisch mit einem Drahtseil gesichert wurden. Hier muss man ein paar Meter etwas improvisieren.

Anmerkung zur Aufstiegsroute:
Die Aufstiegsroute hab ich mir daheim als gps-Track vorbereitet, damit ging es dann überraschend gut durch ohne grobe Verhauer.
Guter Orientierungssinn, Erfahrung und Trittsicherheit sind wichtig, zusätzlich sollte man sich die Wegführung der AV-Karte vorher gut eingeprägt haben.
Wer einen ‘Weg‘ mit entsprechenden Markierungen im klassischen Sinne erwartet, wird lange suchen …
Von der Grund-Idee und Linienführung  ist dieser alte Steig zur Erschließung des Kreuzkarles von HiHoBa aus seiner Zeit übrigens durchaus geschickt an das Gelände angepasst angelegt worden.

Der Einstieg unten ist weglos, für manche soll man vermutlich hier gar nicht unterwegs sein.
Heinz Groth hat in den alten AVF für solche Fälle den Bergsteigern zu Recht ‚vernünftiges Verhalten ist oberstes Gebot‘ ans Herz gelegt, auch die Jagd hat berechtigte Interessen und wir Berggeher sollten in diesem Terrain mMn ein gedeihliches beidseitiges Auskommen  anstreben und uns entsprechend verhalten.

Danach führt zur neuen Bretterkarsp.-JH ein gut gangbares Steiglein, kurz vor der JH hatte ich mal Kontakt mit einer nassen Waldwiese, hier war etwas Suchen von Nöten. 
Ab der JH ist der Steig bei genauem Hinsehen oft durchaus erahnbar, außerdem gibt es für (erwünschte) Begeher zusätzliche – etwas chiffrierte – Hinweise an den Bäumen.

In der NW- u. Westflanke der Bretterkarspitze mehren sich dann rote Markierungen, die Wegführung ist hier relativ klar durch anfangs schönen Lärchen-Hochwald, später freigeschnittene Latschengassen vorgegeben.

Eine kurze Rinnenquerung mit etwas suspekt erscheinender Seilsicherung bildet gehtechnisch wohl die Schlüsselstelle – ich persönlich bekomm das noch bei T4 unter – in anderer Richtung (Abstieg) vermutlich etwas unangenehmer.

Weiter oben, vor einem großen W-O-Wandriegel quert man über Geröll das Bächl und gewinnt etwa in SW-W-Richtung über einen Grashang den Zugang zum Kreuzkarle (verfallene Hirtenhütte in AVK anpeilen).

Diese Aufstiegsroute beschreibe ich  nicht als Tourentipp oder sonstwas.
Einige werden manches anders sehen.
Jeder ist hier für sich selber verantwortlich und wer hier nicht durchkommt, kann ein Problem bekommen.

@ Kalle + Moderatoren + betroffene Einheimische:
wenn diese Anmerkungen zum Aufstieg unerwünscht ist, lösche ich sie wieder raus – kein Problem.
« Letzte Änderung: 09. Jul 2017 - 07:25 Uhr von Zirbelnuss »
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Offline kalle

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Re: Schreierkopf (2198m)
« Antwort #22 am: 08. Jul 2017 - 19:57 Uhr »
Ich hab damit kein Problem, der Weg ist in den meisten Karten sogar eingezeichnet und insgesamt lockt der schon halb verfallene Steig wohl generell nur wenige, kundige Begeher an. Der Rest wird vermutlich nach wie vor über die Schönecker Scharte kommen.

Übrigens tolle Bilder  :-L)
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Offline Bergfex33

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Re: Schreierkopf (2198m)
« Antwort #23 am: 08. Jul 2017 - 22:04 Uhr »
Mich hat das voll angeregt, werd mal recherchieren. Solche alten Steige faszinieren mich.
Danke, das Du die Tour eingestellt hast.

Sollten böse Mails kommen, dann kann der Bericht ja immer noch in die geheimen Steige wandern.

LG
Regina
« Letzte Änderung: 08. Jul 2017 - 22:06 Uhr von Bergfex33 »
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Offline Chris

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Re: Schreierkopf (2198m)
« Antwort #24 am: 09. Jul 2017 - 09:54 Uhr »
Danke, Zirbelnuss! Dann plane ich mal den Schreierkopf über den Normalweg.
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Offline Kauk

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Re: Schreierkopf (2198m)
« Antwort #25 am: 29. Sep 2017 - 23:56 Uhr »
Nach meiner Besteigung der Kreuzkarspitze verbrachte ich die Nacht auf der Hermann von Barth-Hütte, wie angekündigt hatte es am Abend noch einen Schauer gegeben, stutzig hätte man werden können, dass der Schauer ein paar Stunden andauerte. Als ich am Morgen einen Blick aus dem Fenster warf, hatte es statt dem angekündigten recht sonnigen Wetter einen dichten Wolkenschirm aus dem schon wieder Regenfäden fielen. Sofort schaltete ich einen Gang zurück und absolvierte die Morgenroutine aus Frühstück und Rucksack packen in aller Ruhe. Damit konnte ich dann auch trocken starten, wenn auch deutlich später als gewünscht. Der Himmel bleibt grau, Aussicht auf besseres Wetter gibt es nicht.

So wandere ich mit den schweren Beinen in denen die 1700 Höhenmeter des Vortags steckten in Richtung Schöneggerscharte (2206 m). An der Wegkreuzung zieht ein deutlicher Weg gegen diese empor, in einem Felssturzgebiet ist die Spur teils vollständig verschütten, Markierung sind von unten spärlich auszumachen. Je höher man kommt desto besser wird der Weg wieder und zieht zuletzt über ein gerölliges Band deutlich links hinaus zur Scharte. Das Gelände ist steil und verlangt Trittsicherheit (auf anderen Steigen sind solche Abschnitte mit Seilen versichert). Auf der anderen Seite wartet im schattigen Kar wieder etwas Schnee, doch dieser ist bereits soweit zurückgetaut, dass inzwischen der Matsch am Boden das ganze eher rutschig gestaltet. Auf dem Weg nach Hinterhornbach quert man soweit gegen die Kreuzkarscharte, bis der Weg deutlich ins Schöneggerkar abfällt. Hier zweigt im Geröll zunächst unscheinbar die Wegspur ab, die zur Kreuzkarscharte (2125 m) führt. Das geht auf der Spur ganz gut, wenn sie auch oft schmal ist und
mal etwas von der Natur in Mitleidenschaft gezogen wird. Von der Scharte geht es dann über den schönen Grasrücken auf den Gipfel des Schreierkopfs (2200 m).

Von hier blickt man herrlich über das Kreuzkar mit seinem See oder auch auf die andere Seite des Hornbachtals mit dem Rauhorn-Kreuzeck-Zug oder dem Hochvogel. Ein kleine Kreuz steht inzwischen auch oben, aber im Steinmann hat es immer noch kein Gipfelbuch. Eigentlich wollte ich nun weiter zur Bretterkarspitze, eine herrliche Tour aus dem Fundus von Laudahn...doch das Wetter ist immer noch nicht besser und meine Beine sind arg schwer. Ich entschließe mich, die Bretterkarspitze bei besserem Wetter zur besteigen. So geht es zurück in die Schöneggerscharte und über den Normalweg auf die Balschtespitze. Danach wie am Vortag entlang des Balschtebachs zurück nach Elbigenalp.

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