Bergsport und Corona?

Urbeleskarspitze  (gelesen 6414 mal)

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Offline Kauk

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Urbeleskarspitze
« am: 04. Okt 2011 - 17:04 Uhr »
Gestern hab ich die vielleicht letzte Möglichkeit des Jahres für mich genutzt, auf einen hohen Allgäuer Gipfel zu steigen: die Urbeleskarspitze (2632 m).

Route: Parkplatz Marzelinabrücke in Hinterhornbach (Kostenlos) - Kaufbeuerer Haus - Nordwestflanke - Urbeleskarspitze - zurück auf gleichem Weg

Nach einer kalten Nacht im Auto gings früh morgens los. Man bleibt nur kurz auf dem Fahrweg, dann gehts an einem Schild nach rechts zum Abkürzen einen Pfad hinauf wieder zum Fahrweg. Diesem folgt man noch ein Stück, bis es dieses Mal nach links abgeht, Hinweisschild "Kaufbeurer Haus". Der Zustieg zur Hütte ist wunderbar angelegt, führt unten durch Wald, oben durch Latschen und zuletzt frei hinauf zur Hütte. Speziell im unteren Teil führt der Weg als erdiger Pfad durch dichte Baumbepflanzung, denke das wird meistens matschig sein, so auch gestern.

Ab der Hütte gibt es zwei Möglichkeiten weiterzusteigen. Nach rechts, dem Weg zur Bretterspitze folgend oder links auf dem Weg hinter die Hütte zum Hubschrauberlandeplatz und recht direkt über Schutt aufwärts, teilweise sind hier Steigspuren vorhanden. Dieser Weg führt dann hinauf zur Querung vom Bretterspitz-Weg, ist als Aufstieg sicher mühsam und deshalb nur, aber dann unbedingt (schnelles Abfahren über Geröll), für den Abstieg zu empfehlen.

Man folgt dem Weg über den welligen Kesselboden im Urbeleskar so lange, bis dieser nach rechts hinauf ins Kar unter Bretterspitze und Gliegerkarspitze abzweigt. Nach links führt ein Pfad weiter, ein "U" und ein Pfeil erleichtern die Wegfindung. Nun quert man mit zunächst leichtem Höhenverlust so lange unter der Urbeleskarspitze hindurch, bis man zu einem Rücken gelangt. Hier ist ein Metallkreuz angebracht, das man als Anhaltspunkt schon länger sehen kann. Es ist empfehlenswert hier einen Helm aufzusetzen, da die Flanke durchaus bröselig ist und man immer wieder in der Falllinie des Weges geht.

Zunächst geht es den Rücken auf Steigspuren und Felsgelände (I. Schwierigkeitsgrad) hinauf, wobei sie die Schwierigkeiten allmählich steigern. Wem das zuviel wird, der sollte hier noch einigermaßen glimpflich umdrehen. Am Ende des Rückens geht es nach rechts hinaus auf ein Band (I, roter Pfeil). Hier ist die eigentlich einzige (vermutlich dauerhaft) feuchte Stelle des Aufstiegs. Besonders im Herbst wird es hier gern vereist sein, nicht so gestern. Eine Umgehung der Stelle ist je nach Ausmaß des Vereisung möglich, sowohl etwas schwerer direkt von unten, als auch obenrüber.

Von nun an wechseln sich gut gangbare und meist nicht sehr ausgesetzte Bänder mit Kletterstellen in teilweise steilem Fels ab. Die Markierung ist üppig, die Orientierung deshalb nicht schwierig. Abgesehen vom recht anhaltenden Ier-Gelände gibt es zwei markante Schlüsselstellen. Zunächst ein weiterer Kamin, der am besten schräg nach links oben erklettert wird (II). Weiter oben wartet dann eine kurze recht glatte Wandstelle, die von zwei Rissen durchzogen wird. Die Ersteigung an guten Griffen und Tritten ist über den linken Riss etwas einfacher (II) und schnell vorbei. Unterhalb der Wand befindet sich ein kleines Plateau, wodurch der Stelle die Ausgesetztheit genommen wird. Im Abstieg kann sie trotzdem eine Portion Überwindung kosten. Kurz darauf führt ein Pfad unter dem Hauptgipfel direkt hinüber zum etwas niedrigeren Kreuzgipfel. Der Hauptgipfel kann ohne größere Schwierigkeiten direkt aufwärts besteigen werden. Auch der Übergang zum Kreuz ist nicht schwierig. Das Gipfelbuch stammt aus dem Jahr 1987 und wird eines der dicksten überhaupt sein. Es wurde vom Spender anlässlich dessen 120. Urbeleskarspitz-Besteigung gestiftet. Zurück an der Hütte gabs ein wohlverdientes Bier in schönstem Sonnenschein.

Fazit: Gestern war ein Traumtag, der dem besuchten Gipfel würdig war. Die Aussicht ist genial, aber eigentlich auch logisch, wenn der nächsthöhere Gipfel neun Kilometer entfernt ist. Wer die Schwierigkeiten beherrscht, der hat mit der Urbeleskarspitze einen kurzweiligen Gipfel. Selbst die über 1500 Höhenmeter vom Tal hinauf machen sich nicht so extrem bemerkbar, da der Aufstieg recht direkt hinaufgeht.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen.
« Letzte Änderung: 30. Jun 2012 - 22:12 Uhr von Kauk »
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Offline Kauk

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Re: Urbeleskarspitze
« Antwort #1 am: 04. Okt 2011 - 17:06 Uhr »
Impressionen Teil II.
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Offline Kauk

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Re: Urbeleskarspitze
« Antwort #2 am: 04. Okt 2011 - 17:08 Uhr »
Impressionen Teil III.
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Offline Chris

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Re: Urbeleskarspitze
« Antwort #3 am: 04. Okt 2011 - 17:34 Uhr »
Tolle Tourenbeschreibung und herrliche Fotos!  :-L) Besonders das erste vom Hochvogel gefällt mir sehr.
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Offline tubeblogger

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    • Hornbachkette
Re: Urbeleskarspitze
« Antwort #4 am: 04. Okt 2011 - 18:11 Uhr »
 :-L)
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Offline jimbobkeli

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Re: Urbeleskarspitze
« Antwort #5 am: 14. Okt 2011 - 14:55 Uhr »
da ruft der Berg!
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