Bergsport und Corona?

verlassen - verwachsen - verfallen  (gelesen 7485 mal)

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Offline Richard

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Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #40 am: 28. Okt 2017 - 01:41 Uhr »
Schwarze Wege werden auch mal wieder belebt: So z.B. der Weg über den Kienberg. Letztes Jahr kamen mir mindestens 30 Leute entgegen. Ich war von West nach Ost unterwegs. Grund war die Beschreibung des Weges in einem neuen Führer - allerdings von Ost nach West.

Offline Richard

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Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #41 am: 11. Feb 2020 - 13:44 Uhr »
Ich habe neulich das Archiv meines verstorbenen Vaters gesichtet und ganz interessante alte Karten und Führer gefunden. Für Freunde schwarzer Wege könnten diese eine Fundgrube sein. Wer daran interessiert ist, schreibt mir bitte  eine E-Mail.

1:25.000

AVK-Hochvogel                    von 1907
AVK-Parseier                        von 1911
AVK-Arlberg                         von 1913
AVK-Heiterwand                   von 1912
AVK-Oberstdorf                    von 1906/1935
AVK-Klostertal                      von 1927
AVK-Kaisers                         von 1917


1:100.000

Skitouren Ammergauer         vor WK I


Führer

Vorarlberger Schie-Führer Gargellen         von 1928   (die Orthographie ist richtig!)
Lechtaler Alpen                                       von 1924
Kaisergebirge                                          von 1922
Allgäuer Alpen                                         von 1925
Münchner Kletterführer                            von 1923
Ammergauer Alpen                                 von 1922
Tannheimer                                             von 1922
Wetterstein                                             von 1921
Hochtourist Ostalpen                              von 1926
« Letzte Änderung: 11. Feb 2020 - 14:07 Uhr von Richard »
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Offline revirii

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Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #42 am: 11. Feb 2020 - 18:43 Uhr »
so manche Perle könnte man doch einscannen  ;)
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Offline Lampi

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Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #43 am: 12. Feb 2020 - 12:40 Uhr »
so manche Perle könnte man doch einscannen  ;)
Das war auch mein erster Gedanke. Ob so eine Karte oder ein altes Buch das noch überlebt?
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Offline Richard

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Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #44 am: 12. Feb 2020 - 18:38 Uhr »
Mit einem DIN-A4 Scanner ist das sehr aufwändig. Wenn es nur um einen Kartenausschnitt oder einige Buchseiten ginge, könnten wir darüber reden.
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Offline revirii

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Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #45 am: 13. Feb 2020 - 07:13 Uhr »
Och, Inhaltsverzeichnis/Übersicht einscannen bzw. abtippen und dann selektiv scannen, wenn das Interessantes dabei ist. Könnt ich schon machen  ;) Mail ist unterwegs  :)
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Offline Lampi

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Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #46 am: 13. Feb 2020 - 11:53 Uhr »
Frage mal die Heimatmuseen an, die haben sicher Interesse - und wenn Du ihnen die Schätzchen überlässt, zeigen die sich sicher erkenntlich in Form von ein paar Scans.
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Offline kalle

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Antw:Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #47 am: 04. Mär 2020 - 09:57 Uhr »
Frage mal die Heimatmuseen an, die haben sicher Interesse - und wenn Du ihnen die Schätzchen überlässt, zeigen die sich sicher erkenntlich in Form von ein paar Scans.

Dieser "Deal" erscheint mir aber nicht sonderlich vorteilhaft...  ;D
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Offline Lampi

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Antw:Re: verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #48 am: 04. Mär 2020 - 12:05 Uhr »
Dieser "Deal" erscheint mir aber nicht sonderlich vorteilhaft...  ;D
Erlösen wird Richard m.E. nicht viel für die Sachen.
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Offline Richard

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Antw:verlassen - verwachsen - verfallen
« Antwort #49 am: 13. Aug 2020 - 16:24 Uhr »
Großbergjoch 2.490 m

„Sie müssen schon eine sehr alte Karte haben, in der dieser Weg eingezeichnet ist“, sagte ein älterer Einheimischer vor zwei Wochen zu mir, als ich ihm erzählte, dass ich von der Madau aus auf dem dort eingezeichneten Weg über das Großbergjoch und Großberg zum Württemberger Haus gelaufen bin. Damit hatte er recht: die Karte stammte aus dem Jahr 1911 (Bild 1).

Ich wollte auf dem noch vorhandenen Restschneefeld bis zum Felsabbruch unterhalb des Jochs aufsteigen und dann entlang der Felsen im Geröll nach links hinauf ausweichen, um den von rechts kommenden Steig zu erreichen. Das erwies sich aber als äußerst mühsam, so dass ich mit entschloss, den unteren Teil des Felsabbruchs im sehr gerölligen IIer-Gelände zu durchklettern, bis ich dann auf den Steig traf (Bild 2 + 3).

Vom Steig waren allerdings nur noch die Trockensteinmauern gut zu erkennen; der Steig selbst war vollkommen unter einer Geröllschicht verschwunden, die sich bei jedem Tritt sofort nach unten bewegte. Das Joch erreichte ich nur durch Zuhilfenahme der bergseitigen Begrenzungswand.

Aufgrund des vielen losen Gerölls wählte ich den Rückweg in die Madau über Großberg, Württemberger Haus und Leiterjöchl. Auf das eigentliche Ziel, die Kleinbergspitze, verzichtete ich - vor allem wegen eines herannahenden Gewitters, das sich aber später wieder verzog.

Die Weiden nördlich des Großbergjochs gehören zur Gemeinde Zams und wurden von dort aus auch bestoßen. Bereits im Frühjahr, wenn noch Schnee am Joch lag, wurde der Steig ausgeschaufelt und das Vieh dort hinübergetrieben. Da es dort keine Möglichkeit gab, Milch zu verkäsen, bestand die Herde nur aus Galtvieh, Schafen und Ziegen u.U. auch Pferden.

Bild 1:   Übersichtskarte mit Großbergjoch 2.490m
Bild 2:   Kartenausschnitt vom Großbergjoch mit Anstiegsrouten
•           gelb:   gewählter Anstieg
•           rot:           Abweichung im oberen Teil des gewählten Anstiegs
•           blau:        alter Jochübergang
Bild 3:   Nordansicht des Großbergjochs mit Anstiegsrouten vom Mahdberg aus
•           gelb:   gewählter Anstieg
•           rot:           Abweichung im oberen Teil des gewählten Anstiegs
•           blau:         alter Jochübergang
Bild 4:   Blick auf das Großbergjoch im Anstieg zum Großbergkopf

P.S. Der Fahrweg ins Röthtal wurde letzten Herbst um etwa einen Kilometer nach Süden bis zur Steilstufe verlängert, angeblich, um das erlegte Wild besser abtransportieren zu können (?). Der Fahrweg ist steil und ziemlich rau und etwas für ambitionierte Moutainbiker.

 





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