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Vom Roßgund- zum Griesgundkopf (Allgäuer Alpen)  (gelesen 5384 mal)

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Offline Max

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Vom Roßgund- zum Griesgundkopf (Allgäuer Alpen)
« am: 06. Sep 2008 - 20:11 Uhr »
Das kurze Schönwetter-Fenster am heutigen Samstag hat mich und meinen Vater ins Stillachtal nahe Oberstdorf geführt. Von dort aus gings über den Krumbacher Höhenweg ins Kühgund und über die Südflanke hinauf zum Roßgundkopf. Nach kurzer Rast erfolgte der Übergang zum höchsten Gipfel des Tages, dem Alpgundkopf. Hier genehmigten wir uns eine ausgiebige Pause und nahmen danach den etwas luftigen Nordostgrat unter die Profilsohle, um somit die Scharte vor dem Grießgundkopf zu gewinnen. Die Kletterei in der Südwestflanke (I) machte so richtig Laune und gegen 13 Uhr brachten wir die letzten Meter zum Gipfel des Griesgundkopfs hinter uns. Besonders schön ist der Blick hinaus nach Oberstdorf und zu den zahlreichen Spitzen und Zacken der Allgäuer Berge. Da der Föhn nun mittlerweile nachgelassen hat und es nach und nach zu zog, stiegen wir schnurstracks zurück zur Scharte und von dort über steiles Gras hinab ins  Gleygund. Etwas links, später wieder rechts gehalten erreichten wir bald wieder den Höhenweg und wanderten gemütlich hinab zur Talstation der Fellhornbahn.
Fazit: Top Tour mit sagenhaften Ausblicken. Gerade die aufkommenden Nebel und Wolken brachten eine eindrucksvolle Stimmung mit sich. Alle Gipfel erfordern perfekte Trittsicherheit und wegloses Gehen bzw. teilweise Schwindelfreiheit. Näheres zur Route und den Schwierigkeiten auch unter www.gipfelsuechtig.de!

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Bild 1: Morgenstund hat Gold im Mund: Das Allgäuer Hauptdolomit-Trio am frühen Morgen
Bild 2: Der Guggersee lädt zu einer Rast ein. Links ragt der Biberkopf in den Himmel
« Letzte Änderung: 07. Sep 2008 - 17:03 Uhr von Max »
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Offline Max

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Re: Vom Roßgund- zum Grießgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #1 am: 06. Sep 2008 - 20:16 Uhr »
Bild 3: Meine Wenigkeit auf dem Alpgundkopf mit dem Oberstdorfer Talkessel im Hintergrund
Bild 4: Der Griesgundkopf vom Alpgundkopf betrachtet, mit unserer späteren Aufstiegsflanke
« Letzte Änderung: 07. Sep 2008 - 17:04 Uhr von Max »
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Offline Max

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Re: Vom Roßgund- zum Grießgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #2 am: 06. Sep 2008 - 20:18 Uhr »
Bild 5: Es zieht zu!
Bild 6: Nur wenige Augenblicke später wurden die ersten Gipfel in weiße Nebel gehüllt
« Letzte Änderung: 06. Sep 2008 - 20:20 Uhr von Max »
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Offline Max

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Re: Vom Roßgund- zum Grießgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #3 am: 06. Sep 2008 - 20:19 Uhr »
Bild 7: Drohend und abweisend wirken Trettach & Co. bei aufziehendem Schlechtwetter
Bild 8: Auch der Biberkopf kann sich den Wolken nicht entziehen...
« Letzte Änderung: 06. Sep 2008 - 20:21 Uhr von Max »
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Offline Banni

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Re: Vom Roßgund- zum Grießgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #4 am: 07. Sep 2008 - 13:46 Uhr »
Servus Max!

Coole Tour, die du mal wieder unternommen hast und sehr eindrucksvolle Bilder! daumen hoch ;-)

Gruß Patrick
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Offline Max

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Re: Vom Roßgund- zum Griesgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #5 am: 07. Sep 2008 - 18:13 Uhr »
Sers Patrick,

freut mich, dass dir meine Bilder gefallen. Mit ner Kompakten holst du halt bei den Lichtverhältnissen nicht mehr raus. Super Eindrücke waren es trotzdem...

Max
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Offline Banni

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Re: Vom Roßgund- zum Griesgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #6 am: 07. Sep 2008 - 19:44 Uhr »
joa kenn ich klar!  mit ner spiegelreflex machst natürlich noch bessere bilder! hab zwar ne digitale spiegelreflexkamera,  aber das is mir dann doch zu viel zum auf den berg hochtragen, da nehm ich lieber meine kompakte, die werden ja auch immer besser...

deine tour werd ich wohl nächstes jahr auch mal angehen ;-)

gruß patrick
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Offline Kauk

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Re: Vom Roßgund- zum Griesgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #7 am: 02. Okt 2012 - 23:34 Uhr »
Heute frei gehabt und nach der kurzen Schreckensnachricht des ZAMG-Bergwetters mit Regen statt des bis dahin angekündigten brauchbaren Wetters machte ich mich nach Webcam-Studium und einer verbesserten Tagesprognose morgens auf nach Faistenoy (2,50€ für den ersten Tag). Von dort nahm ich den Rossgundkopf (2139 m), Alpgundkopf (2177 m) und den Griesgundkopf (2164 m) in Angriff.

Im Link von Max beschreibt Boris die Tour wie immer vom feinsten. Deshalb mach ich nur noch Ergänzungen von meinen Eindrücken.

Meine Route plante ich etwas anders. Mit dem Rad gings zunächst nach Birgsau und weiter über die Buchenrainalpe zur Breitengernalpe. Kurz danach biegt rechts der Fahrweg hinauf zum Vorderberghöfle ab. In der ersten Kehre hab ich dann mein Rad abgestellt, der Weg ist ziemlich steil und ich wollte mich nicht mit dem Schieben abrackern. Insgesamt eine brauchbare Radstrecke, beim Rückweg sind zwei kleine Gegenanstiege einzurechnen.

Vom Vorderberghöfle über den Bach (Brücke oder Furt je nach Wasserstand) und auf dem Älplerweg steil aufwärts. Kurz danach knickt dieser nach links ab, der Wanderweg folgt ausgeschildert nach rechts und quert aufsteigend die Südflanke. Nach einiger Zeit mündet er in einen weiteren Älplerweg dem man nach rechts folgt. Er leitet zum Gebiet der Vorderen Taufersbergalpe, vor deren Erreichen man auf den Panoramaweg trifft. Nun am besten direkt in den Kühgund.

Leider war so ab ca. 1600 Meter immer wieder alles im Nebel. So hatte ich zunächst Probleme die Grasrampe hinauf zum SO-Grat zu finden. Erst als ich quasi drunter stand riss gerade noch rechtzeitig der Nebel auf, ansonsten wär ich in die Alpgundscharte gestiegen und von dort zum Rossgundkopf-Gipfel. Die Grasrampe ist unten raus recht gut zu steigen, im Mittelteil fehlen gute Tritte. Der Aufstieg über den SO-Grat an den Gipfelaufbau ist nette, unschwierige Kraxelei.

Der Übergang vom Alpgundkopf zum Griesgundkopf ist ohne größere Schwierigkeiten möglich. Vom Alpgundkopf direkt am Grat hinab, höchstens etwas nach rechts ausweichend. Zwei kurze Felsstufen hinab, Schlüsselstelle ist über einer Platte. Diese Stelle hab ich umgangen, weil gleich der erste Tritt zur Platte hinab rausgebrochen ist. Danach größtenteils steiles, bröseliges Gehgelände.

Hinauf zum Griesgundkopf hab ich die linke Rinne genommen (rechts dürfte auch möglich sein), dabei setzt sich das Bröselgelände fort, im Prinzip kann man alle Kletterstellen umgehen, ansonsten um I. Oben auf dem Graskopf hat man meiner Meinung nach den höchsten Punkt erreicht. Etwas anspruchsvoller ist der Übergang zum Kreuz. Hierbei wird es nun ausgesetzter, kurz vor dem Kreuz wird es recht schmal, der Fels ist fest (I), eine Umgehung sollte nicht zu empfehlen sein. Seit Juli 2011 schmückt ein neues Kreuz den Gipfel.

Zurück in die Scharte und hinab in den Gleygund. Zunächst über gut gestuftes, steiles Gras hinab, dann auf den Graszungen zwischen Geröll zum Geröllfeld. Dieses ist nicht gut zum Abfahren geeignet und unangenehm zu gehen, deshalb am besten links rausqueren zu den Graszungen jenseits. Im Bereich des Gerölls sind die Tritte passabel, es liegt allerdings viel Geröll rum. Unten dann auf dem Kamm zwischen den Kesseln entlang und nach rechts über mehrere Grasbuckel hinaus. Nun noch etwas nach rechts weiterqueren bis eine Graszunge zwischen den Latschen hinabzieht. Am Ende eine zugewachsene Gasse mit Wildwechsel die man zügig absteigen kann. Unten dann wiederum rechts rüber und über die freien Flächen zum Guggersee hinab. Im Abstieg durch die Latschen sollte man oben nicht zu weit links hinauskommen, da hier Abbrüche warten. Vom See zurück zur Vorderen Taufersbergalpe und Abstieg wie Aufstieg.

Fazit: Empfehlenswerte Tour über eine wundervollen Aussichtskamm, wer trittsicher und schwindelfrei ist, der wird Spaß an der Überschreitung haben. Dazu kommt die absolute Einsamkeit auf einem Großteil der Strecke (zumindest in meiner Version). Nur schade das mir der Nebel heute etwas die Ausblicke zu nichte machte, entschädigt haben aber tolle Wolkenstimmungen.

Anbei noch ein paar Impressionen.

« Letzte Änderung: 17. Mär 2013 - 23:47 Uhr von Kauk »
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Offline Kauk

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Re: Vom Roßgund- zum Griesgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #8 am: 02. Okt 2012 - 23:36 Uhr »
Impressionen II.
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Offline Kauk

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Re: Vom Roßgund- zum Griesgundkopf (Allgäuer Alpen)
« Antwort #9 am: 02. Okt 2012 - 23:38 Uhr »
Impressionen III.

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