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Filmtipp: Into the wild  (gelesen 4822 mal)

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Offline kalle

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Filmtipp: Into the wild
« am: 02. Jan 2009 - 15:53 Uhr »
   Sean Penns Filmadaption von Jon Krakauers Bestseller Into the Wild wird durch eine hervorragende Besetzung und eine angemessene Behandlung einer wahren Geschichte vorangetrieben. Emile Hirsch spielt Christopher McCandless, den Spross einer reichen, aber vom Pech verfolgten Familie, der nach seinem Abschluss an der Emory University in Atlanta Anfang der Neunziger Jahre beschließt, alles hinzuschmeißen und sich als "Reisender in Sachen Ästhetik" auf der Suche nach der "ultimativen Freiheit" aufzumachen. Und dabei macht er keine halben Sachen: McCandless spendet seine nicht unbeträchtlichen Ersparnisse wohltätigen Organisationen, verbrennt im wahrsten Sinne des Worten sein verbliebenes Bargeld, ändert seinen Namen in "Alexander Supertramp", verlässt seine Familie (William Hurt und Marcia Gay Harden als zänkische, ahnungslose Eltern und Jena Malone als seine erstaunte, aber liebevolle Schwester, die als Überstimme einen großen Teil der Hintergrundgeschichte erzählt) und macht sich auf den Weg in Richtung der Wildnis Alaskas, wo er sich vor der Welt verstecken will. In den folgenden zwei Jahren lebt er ein Vagabundenleben, nimmt hin und wieder einen Job an, fährt im Kajak im Grand Canyon nach Mexiko, landet in L.A. in der Gosse und dreht jedem, der sich mit ihm anfreunden will, den Rücken zu (darunter Catherine Keener und Brian Dierker als Hippies mittleren Alters und Hal Holbrook in einer bewegenden Rolle als alternder Witwer, der "Alex" unter seine Fittiche nehmen will). Penn, der Regie führte und das Drehbuch schrieb, wechselt diese Sequenzen ab mit Szenen, die McCandless’ Alaska-Idylle zeigen – wobei sich dies bald als nicht wirklich idyllisch herausstellt. McCandless richtet sich in einem liegengebliebenen Schulbus ein und kommt eine Zeitlang über die Runden, indem er Kleintiere (und einen riesigen Elch) erlegt, Bücher liest und seine existenzialistischen Überlegungen zu Papier bringt. Aber als die harte Realität eines Lebens in der Wildnis einsetzt, merkt er schnell, dass er nicht nur auf die Anforderungen des täglichen Überlebens schlecht vorbereitet ist, sondern dass er auch die Wichtigkeit jener Dinge unterschätzt hat, denen er entkommen wollte: menschlichen Beziehungen. Es wäre einfach, McCandless entweder als wahren Freigeist zu idealisieren, der von den sozialen Bindungen, die uns Andere einschränken, befreit ist oder ihn als hoffnungslos unreifen Naivling abzutun, als Verrückten, dessen Ignoranz gegenüber der praktischen Realität ihn zum Scheitern verurteilt. Into the Wild tut weder das Eine noch das Andere, sondern erzählt dem Zuschauer diese Geschichte auf bewundernswert unsentimentale Art und Weise und überlässt einem so die Entscheidung darüber. --Sam Graham   
Quelle: amazon.de

Film   Buch

   
« Letzte Änderung: 02. Jan 2009 - 16:07 Uhr von Kalle »
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alex

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #1 am: 02. Jan 2009 - 16:32 Uhr »
der trailer ist auf alle fälle vielversprechend!!!!!

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alex

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #2 am: 03. Jan 2009 - 18:48 Uhr »
habe mir den film heute angesehen. wenn man sich auf ihn einlässt erzählt er eine zum nachdenken anregende geschichte.

   Es wäre einfach, McCandless entweder als wahren Freigeist zu idealisieren, der von den sozialen Bindungen, die uns Andere einschränken, befreit ist oder ihn als hoffnungslos unreifen Naivling abzutun, als Verrückten, dessen Ignoranz gegenüber der praktischen Realität ihn zum Scheitern verurteilt. Into the Wild tut weder das Eine noch das Andere, sondern erzählt dem Zuschauer diese Geschichte auf bewundernswert unsentimentale Art und Weise und überlässt einem so die Entscheidung darüber. --Sam Graham
gruß,

alex

ps: mir hat er sehr gut gefallen. werd mir die geschichte bestimmt noch öfters durch den kopf gehen lassen...
« Letzte Änderung: 03. Jan 2009 - 18:50 Uhr von alex »
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Offline Lampi

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #3 am: 06. Jan 2009 - 19:09 Uhr »
Hat außer mir noch einer das Buch gelesen? War recht anschaulich beschrieben, auch die wenigen im Prinzip nur minimalen Fehler - aber die "Wildnis" verzeiht nixxx. Wenige Wochen gemeinsam mit einem alterfahrenen Aussteiger (von denen es dort wahrlich genug gibt) hätten ihm den nötigen letzten Schliff gegeben.
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Offline Nadja

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #4 am: 10. Jan 2009 - 16:00 Uhr »

Habe auch nur den Film gesehen, sehr bewegend, tolle Bilder, gute Story.
Regt zum Nachdenken an, das Ende war leider sehr traurig.

LG
Nadja
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Offline Johannes

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #5 am: 12. Jan 2009 - 22:59 Uhr »
Hab das Buch leider noch nicht gelesen - aber der Film ist wahrlich sehenswert  :-L)

Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an ..
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Offline 7up

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #6 am: 13. Jan 2009 - 06:36 Uhr »
Hab das Buch gelesen und den Film gesehen, und muss sagen das die Verfilmung doch sehr gut gelungen ist. Im Buch hat die Story natürlich noch mehr Details und Krakauer erzählt noch ein paar kleine Nebenstorys  unter andrem von sich, um sinn im  Handeln jener Person noch ein wenig hervor zu heben.

7Up
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alex

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #7 am: 13. Jan 2009 - 09:29 Uhr »
auch mir hat ja der film sehr gut gefallen, aber die internetrecherche über Christopher McCandless hat dann doch dinge ergeben die sehr ernüchternd sind  :ohmann:   ;)

gruß,

alex

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Offline berto

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #8 am: 10. Feb 2009 - 09:56 Uhr »
Gehe normalerweise nur in die Videothek, wenn meine Enkelkinder zu
Besuch sind um Science Fiction Filme auszuleihen. Hab mir nun selber
auch mal was geholt. Ein ganz anderer Film möchte ich sagen, manchmal
etwas schwierig aber toll!!!
Habe von Jon Krakauer das Buch "In eisige Höhen" über den Mount
Everest gesehen, ähnlich schwierig aber auch spannend.
LG Berto
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Offline Lampi

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Re: Filmtipp: Into the wild
« Antwort #9 am: 11. Feb 2009 - 15:01 Uhr »
Es dürfte schwierig sein, den Inhalt des Buchs in einem auch überlangen Spielfilm unterzubringen. Das Buch habe ich in 3 oder 4 Etappen gelesen, war echt spannend.
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