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Porträt: Ursus-Verlag Bad Hindelang  (gelesen 3817 mal)

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Offline oliver

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Porträt: Ursus-Verlag Bad Hindelang
« am: 12. Nov 2010 - 16:11 Uhr »

Thomas Niehörster betreibt den URSUS Verlag Bad Hindelang, der geprägt ist von einem starken regionalen Bezug, sei es durch die Autoren oder auch die jeweiligen Buchthemen. Für einen kleinen Überblick über das aktuelle Verlagsprogramm sind nachstehend aktuelle Werke über Mythen und Bräuche im Alpenraum oder mystische Frauengestalten der Alpen aufgeführt. Im Buch "Die Wilden Frauen" wird z. B. auch der Sage um den "Wildfräuleinstein" in Hinterstein nachgegangen. Für interessante Themen mit regionalem Bezug wurde eigens eine eigene Reihe aufgelegt: "Die Hindelanger Hefte"....

Auszug aus dem aktuellen Verlagsprogamm:


Der Maximiliansweg – Die Luitpoldvariante von Albert & Armin Gross
„Der Maximiliansweg“ lautet der Titel eines speziellen Wanderführers, den Albert und Armin Gross, Inhaber des Hotels Prinz-Luitpold-Bad in Hindelang, im title="Ursus Verlag Bad Hindelang">Ursus Verlag[/url] herausgegeben haben. Sie tüftelten eine spezielle „Luitpoldvariante“ aus, die fernab von den gewöhnlichen Wegen, von Balderschwang bis Rehbach/Vils führt. Die sehr gute Beschreibung der Strecken mit Infokästen, die auf die Besonderheiten der Fauna und Flora aufmerksam machen, verlocken zu manchen ungewöhnlichen Touren. Die einfachere Variante soll zum „Genusswandern“ verführen: Sie ist leichter zu gehen und bietet atemberaubende Ausblicke. Geschichten aus der Region, von König Max bis in die heutige Zeit, bilden den Rahmen für diesen kleinen Wanderführer.



Die Wilden Frauen - mythische und mystische Frauengestalten der Alpen von Thomas Niehörster
Als Wilde Fräulein, Salige, Fänggen, Weiße Frauen und unter vielen weiteren Bezeichnungen tauchen sie in den Sagen des gesamten Alpenraums auf und haben solch seltsame Namen wie Hurlahutsch, Stuzzemuzz, Herischka oder Kolatsche. Wer aber sind nun diese Wesen, die Frauen „aus einer Zeit vor uns“? Wo kamen sie her? Wo war ihr Reich? Den mythischen und mystischen Frauengestalten, spürt ein Buch von Thomas Niehörster nach, das soeben im Ursus Verlag erschienen ist. Es erzählt vom Alltag der „Wilden Frauen“, ihrem Umfeld und ihren Tabus, die nicht verletzt werden dürfen. Das Besondere an dieser Publikation ist, dass zum ersten Mal in einem Buch die verschiedensten Sagengestalten derart ausführlich zusammengefasst sind und in beispielhaften Sagenerzählungen vorgestellt werden. Wie real waren die Frauen, von denen berichtet wird, dass sie zumeist in Höhlen lebten, den Bauern bei der Arbeit halfen und deren Frauen Geburtshilfe gewährten? Sie kannten sich hervorragend aus mit Heilkräutern und lehrten die Bauersfrauen, Flachs anzubauen, um Leinen daraus zu gewinnen. Doch waren sie nicht nur kundig im Umgang mit Heilkräutern sondern genauso gut mit manchen Rauschpflanzen. Und sie waren Beschützer der Gämsen – wehe dem Jäger, der mehr von ihnen schoss, als er zu seinem Bedarf benötigte! Die „Wilden Frauen“, die Saligen und wie sonst man sie noch rief – waren sie gar nur Elementargeister? Den vielen Fragen um die Mythischen Frauengestalten geht das Buch nach und findet oft verblüffende Antworten. Auch den „Venedigermännle“, mit denen der Sage nach die Wilden Frauen Handel trieben, ist ein gesondertes Kapitel gewidmet. Der Anhang zum Buch enthält rund 90 verschiedene Namen und deren Deutung unter denen die Wilden oder Weißen Frauen im gesamten Alpenraum bekannt sind.



Vom Wilden Heer und den armen Seelen - Mythen und Bräuche im Alpenraum von Thomas Niehörster
Bei der Recherche zu seinem Buch „Die Wilden Frauen“ über die Frauengestalten der alpenländischen Sagen, stieß der Autor Thomas Niehörster wiederholt auf Begriffe wie die Percht, die „armen Seelen“ oder das „Wilde Heer“, das „Muetesheer“ in der Allgäuer Mundsprache. Da das Wilde Heer und seine Gesellen mit den Wilden Frauen, den Saligen, wie sie auch genannt werden, nur wenige Berührungspunkte haben, entschloss er sich, zu diesem Themenkreis ein eigenes Buch herauszugeben, das nun als 2. Band der geplanten Trilogie über die alpenländischen Sagengestalten im Ursus Verlag erschienen ist. Wotans – Odins – wilde Jagd aus dem nordischen Sagenkreis ist vielen Lesern ein Begriff. Niehörster interessierten jedoch vielmehr die Erscheinungsformen und die damit verbundenen Bräuche im Alpenraum. Es ging ihm dabei nicht darum, ein wissenschaftliches Werk zu verfassen, sondern ein Handbuch für Interessierte, die sich vielleicht zum ersten Mal mit diesem Thema befassen. Aber auch Kenner des Themas werden viel Neues erfahren, da Niehörster die Grenzen in die benachbarten Alpenländer überschritten hat und dort auf völlig andere Erscheinungsformen des Wilden Heeres gestoßen ist – wie den Zug der „armen Seelen“: Ein Heer verlorener Seelen, das nicht mit Sturmgebraus und Gebell der hetzenden Hunde daherkam, sondern mit lieblicher Musik. Der Autor vertieft sein Thema mit Hinweisen auf Zitate in der Literatur, in der Musik, gar in modernen Computerspielen. Weitere Kapitel sind der Percht und den Bräuchen der Rauhnächte und alten Traditionen wie dem „Windfüttern“ gewidmet, das die rauen Gesellen besänftigen sollte. Ein Namenverzeichnis zeigt, in wie vielen alpenländischen Sprachen das Wilde Heer mit seinen weiteren Sagengestalten bekannt ist.


aus der Reihe:

Hindelanger Hefte Nr.1: "Kleine Plauderei über die bäuerliche Kultur im Ostrachtal (oberes Allgäu)" (ISBN 3981102835) von Victor Schmitt

Hindelanger Hefte Nr. 3: Konrad Zuse - Der Vater des Computers und seine Zeit in Bad Hindelang und Hopferau (ISBN 9783981102895) von Thomas Niehörster

Hindelanger Hefte Nr. 4: HURLAHUTSCH – Kinder schreiben eigene Sagen (ISBN 9783981102826)

Hindelanger Hefte Nr. 6: Hindelang und seine Großmutte (ISBN 9783981249378) von Ludwig Curtius

Hindelanger Hefte Nr.7: Die Straße des weißen Goldes – Die Salzstraße Tirol-Allgäu-Bodensee (ISBN 9783941414112) von Thomas Niehörster

Hindelanger Hefte Nr. 8: Ostrachtaler Wetter – Aus langjährigen Aufzeichnungen (ISBN 9783941414129) von Richard Berktold

(Nachdruck der Texte mit freundlicher Genehmigung von Thomas Niehörster vom Ursus Verlag)

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