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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Wannenspitze - Karlespitze - Zwickspitzen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Wannenspitze - Karlespitze - Zwickspitzen  (Gelesen 2893 mal)
Allgaier
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« am: 29, Jul, 2007, 13:35:49 »

Servus Lechtaler,

wie schon mal angesprochen möchte ich Euch heute meine Tour über die

 Wannenspitze - Karlesspitze - Zwickspitzen vorstellen.

Der günstigste Ausgangspunkt für die Tour ist die Pestkapelle bei Untergriesau / Häselgehr.
Von der Kapelle führt der Weg auf einem Fahrweg zuerst in nördlicher Richtung bis er nach ca. 35 Minuten rechts abzweigt in einen kleinen teilweise ziemlich steilen, gut sichtbaren Pfad.
Nach ca. 1,5 Stunden erreicht man die Hochwaldhütte, ein nettes Plätzchen für eine kleine Brotzeit.
Hinter der Hütte verliert sich der Pfad und es geht weglos über die freie Wiesenfläche bergan, man trifft Anfangs immer wieder auf Pfadspuren und verblasste rote Punkte, etwas später wird der Pfad wieder deutlicher, der Weiterweg zum ersten Gipfelziel der Wannenspitze ist kein Problem mehr.

Die Aussicht vom Gipfel ist Klasse, besonders auf die Hornbachkette ist genial.

Unser Weiterweg zur Karlesspitze in südlicher Richtung sieht nicht sehr einladend aus aber der Anblick täuscht, es geht auf teilweise markiertem Pfad und Pfadspuren weiter, zur etwas höheren Karlesspitze.
Der eigentliche Weg führt unter der Karlesspitze westlich vorbei, jedoch ein kleiner Besuch auf dem Gipfel lohnt sich da man einen schönen Blick zurück zur Wannenspitze hat und der Mehraufwand in ein paar Minuten liegt.

Der Übergang von der Karlesspitze zu den Zwickspitzen ist kein besonderes Problem, er ist zwar teilweise weglos und man sollte sich in losem Schotter sicher fühlen aber mit ein wenig Gespür ist der Übergang gut zu finden.

Die Zwickspitzen sind im Gegensatz zu den beiden vorherigen Gipfeln der krasse Unterschied, es sind reine Grasberge mit teilweise sehr steilen Hängen.
Ich war alleine unterwegs und habe mich an die Überschreitung der Zwickspitzen nicht gewagt, ich bin nur auf den ersten Gipfel aufgestiegen und dort eine reichliche Brotzei abgehalten um dann den als etwas schwierigeren Abstieg zu machen.

Der Abstieg ins Griesbachtal ist technisch nicht schwierig, es ist zwar eine teilweise sehr steile Grasgeschichte aber bei trockenem Boden und versichtigem gehen kein Problem.

Die Probleme ergeben sich erst im letzten Drittel denn ab da wo die Bäume beginnen verschwinden auch die letzten Trittspuren.

Ich bin dann weglos, mich immer möglichst in der Mitte des Rückens haltend abgestiegen was nicht ganz so einfach war da das Gelände durch die Büsche, Latschen und Bäume sehr unübersichtlich ist.

Ich habe dann den Hang ein paar mal gequert und bin dann plötzlich wieder auf Pfadspuren getroffen die mich dann den letzten Teil ins Tal führten.

Alles in allem ein herrliche Tour mit einer tollen Landschaft und sehr schönen Ausblicken in die umgebende Bergwelt.
Man sollte die Tour allerdings nur bei beständigem Wetter und trockenem Boden machen.
Ein Wetterumschwung mit Regen und Nebel wäre sichrlich nicht ratsam.

Der erst Blick nach der Baumgrenze auf die Hornbachkette



Am Weiterweg zur Karlesspitze



Der erste Blick auf die Zwickspitzen



Gipfelblick von der Karlesspitze zu den Zwickspitzen



Die Südostwand der Krlesspitze mit der Hornbachkette



Am Wegesrand



Zwickspitzkamm mit der Karlesspitze (so ist der Weg markiert auf dem Rücken ins Griesbachtal)



Das Gampenjoch (Abstiegsmöglichkeit nach Gramais)



Der Abstiegsrücken ins Griesbachtal



Die Türkenbundlilie beim Abstieg ins Griesbachtal



Ich ich hoffe euch hat die Tour und die Bilder gefallen.

Viele Grüße
Robert


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Viele Grüße
Robert
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Max
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Aufm Noppaspitz


« Antworten #1 am: 29, Jul, 2007, 14:58:25 »

Hi Robert,

großes Lob für den tollen Bericht und die - wie immer - äußerst gut gelungenen Bilder  Daumen

Die Tour selber scheint recht abwechslungsreich zu sein. Der Abstieg dürfte - wie von dir angedeutet - immer mehr verwachsen und es wird sich da im Laufe der Zeit noch einiges tun.

Eine Frage noch: Sind auf deinem Bild mit der Überschrift "Der erste Blick auf die Zwickspitzen" wirklich die Zwickspitzen zu sehen? Mir sieht das eher nach Seitekopf und Hochgwas aus. Das große Joch müsste der Übergang Gramais/Boden sein - oder täusch ich mich da?

Gruß, Max
« Letzte Änderung: 29, Jul, 2007, 15:01:29 von Max » Moderator informieren   Gespeichert

"Weise ist nicht, wer viele Erfahrungen macht, sondern wer aus wenigen lernt, viele nicht machen zu müssen."
Karlheinz Deschner
stephan.boris
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« Antworten #2 am: 10, Okt, 2007, 11:50:37 »

Hallo Robert,

deine Bilder haben soviel Appetit gemacht, dass ich am vergangenen Sonntag die Tour mit Charly nachgegangen bin. Wirklich ungemein lohnend, vor allem der freie Blick auf die Hornbachkette beim Aufstieg hat mir sehr gefallen. Uns ging es beim Abstieg zur Griesbachalm übrigens genauso wie dir: Ausgerechnet dort, wo das Gelände im Wald (mit oft moosigem Boden) unübersichtlich wird, fehlen die Markierungen. Dadurch steigt jeder anders ab und es wird sich wohl kaum noch eine Trittspur ausprägen. Dabei würden ein paar Markierungen schon genügen. Aus diesem Grund bleibt dieser überaus reizvolle Abstieg dem geübten Alpinisten vorbehalten, denn das steile Waldgelände fordert schon absolut sicheren Tritt. Allen Nachbegehern rate ich, sich ganz ähnlich wie in der Alpenvereinskarte eingezeichnet ab ca. 1900 hm Richtung der gut sichtbaren Lorenzhütte zu halten. Man gelangt so an den südlichen Rand des "Tobels" (hier bereits wieder Weidegebiet), wo man über Trittspuren gut absteigen kann.

Übrigens habe ich auch noch einen Abstecher auf die beiden Zwickspitzen gemacht. Die Südl. Zwickspitze ist ein ganzes Stück anspruchsvoller, als der nördliche Gipfel. Die Umgehung des Gratturms macht noch keine Schwierigkeiten, dann aber legt die Geländesteilheit nochmals einige Neigungsprozente drauf. Ich schätze, es waren bis zu 50° (vgl. 40° am Nordgipfel). Es gibt ausreichend Grastritte, aber nie besonders große. Mir kam das ziemlich anspruchsvoll vor und war hochkonzentriert, was aber vielleicht auch daran lag, dass das Gras etwas feucht war und zwischendrin lag sogar etwas Raureif. Als ich dann meinte, den Gipfel erreicht zu haben, stand ich auf einem ganz schmalen Vorkopf. Es zeigte sich nun, dass der alte AVF doch Recht hatte mit der "völligen Schwindelfreiheit". Ein ganz kurzes, aber beidseitig extrem ausgesetztes Gratl führt über schauderhaften Abbrüchen zum ganz kleinen Gipfel. Auf dem angehängten Foto kommt das zwar nicht ganz rüber, aber man kann es doch ganz gut erahnen. Die Aptychenkalkfelsen machten auf mich einen sehr zuverlässigen Eindruck (sonst wäre ich da auch niemals rüber), nur der einen aufgerichteten Felstafel (rechts neben meinem Pickel) wollte ich hinsichtlich seiner festen Verankerung besser nicht trauen.

Viele Grüße

Boris


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charly
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« Antworten #3 am: 11, Okt, 2007, 10:38:01 »

bei dem wetter musste die tour ja gelingen Daumen

Typischer lechtaler steinhaufen - mit Holzverziehrung - und recht wenig bergsteiger , so mag MAN-n das   ; Grin Grin Daumen

alles in allem - eben eine schöne herbst tour  Bravo


* boris.jpg (60.23 KB, 640x480 - angeschaut 981 Mal.)
« Letzte Änderung: 11, Okt, 2007, 10:53:21 von charly » Moderator informieren   Gespeichert

ich muss nicht .....ich darf , auf die berge !
charly
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« Antworten #4 am: 11, Okt, 2007, 20:20:42 »

als draufgabe noch eine Luftaufnahme - von heute nachmittag Grin Daumen


* wannenspitze.jpg (64.45 KB, 640x480 - angeschaut 946 Mal.)
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ich muss nicht .....ich darf , auf die berge !
servus
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« Antworten #5 am: 27, Okt, 2008, 20:46:42 »

Wir haben am Sonntag diese Rundtour gemacht.
Dünne Eisschicht auf einer Pfütze über der Hochwaldhütte:


* Hochwaldpfütze.jpg (117.97 KB, 800x579 - angeschaut 628 Mal.)
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