Um es gleich vorweg zu nehmen: wir waren nicht ganz oben
In aller Frühe gings von Kaisers aus hinein ins Kaisertal. Glücklicherweise sind kurz vor uns drei Tourengeher aufgebrochen, die uns gespurt haben und somit den Weg gewiesen haben. Eigendlich wollten wir auf die Aples Pleisspitze, aber der verharschte Südhang hätte uns vermutlich aufgefressen. Zudem wollten die drei vor uns zur Feuerspitze und wir nahmen die gegebene Spur gerne an. Unterhalb der Schlüsselstelle zur Feuerspitze, da wo die Schi mal kurz abgeschnallt werden müssen war dann Ende im Gelände.

Erstens ist unser schifahrerisches Können für so eine Engstelle noch nicht ausreichend und etwas Mut gehört für so ein Steilgelände auch dazu. Zweitens sind wir konditionell so einer langen Tour nicht ganz gewachsen, weil ausreichend Kraft für eine vernünftige Abfahrt sollt auch noch übrig sein.
Also warum nicht einfach in der Sonne sitzen bleiben und den Tag geniessen.

Die Feuerspitze läuft uns nicht davon. Wir üben uns lieber noch etwas mit der Begehung der Lechtaler. War trotzdem ein super Tag mit wenig Gipfelansturm. Ein paar Tourengeher kamen dann schon noch.
Zu den Schneeverhältnissen: Das ganze Kaisertal um die Aples Pleisspitze hatte noch Pulver (leicht windgepresst). Der Aufstieg ins Kälberlahnzug war kurz mal satt verharrscht und im Kälberlahnzug selber war wieder angenehmer, leicht abgeblasener Pulver vorzufinden.
Bei der Abfahrt Richtung Kaiser Alpe war noch ein Interessantes Phänomen festzustellen: immer wieder knirschte es leicht beim Abfahren, wie wenn man in ein Toastbrot beist. Da haben wir kurzerhand ein kleines Schneeprofil erstellt, was Aufschluss ergab. Eine dünne Harrschschicht unter dem Neuschnee von letzter Woche ist unter der Belastung des Abfahrens immer wieder durchgebrochen. Hier zum Glück gefahrlos, weil im flachen Gelände.

Lawinentechnisch wieder was dazu gelernt

Grüsse von Den_Grenzgaengern