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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  alpines Sammelsurium (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Vergängliches aus dem ewigen Stein 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Vergängliches aus dem ewigen Stein  (Gelesen 3020 mal)
oliver
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Oliver vom Wanderpfa.de-Team ;-)


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« am: 22, Apr, 2008, 14:26:52 »

Mit dem nachstehenden Beitrag möchte ich auf die Arbeiten des Diedorfer Künstlers "Hama Lohrmann" (Hans Martin Lohrmann) aufmerksam machen.

Einige seiner Werke sind in den Höhen der Allgäuer und Lechtaler Alpen entstanden - vielleicht hat der eine oder andere aufmerksame Tourengeher bereits Bekanntschaft mit Ihnen gemacht und dabei über deren Herkunft gerätselt.

Er arbeitet ausschließlich in der freien Natur. Die ursächlichsten Elemente, Wasser, Erde/ Stein und Feuer und die pflanzlich organische Welt sind seine Materialien. Er billigt ihren momentanen Zustand, ihre Vergänglichkeit und ihre Vorgaben an Farbe, Form und Größe. Das gegebene Material wird direkt mit den Händen oder mit Hilfe einer kleinen Astsäge oder des Taschenmessers an Ort und Fundstelle bearbeitet. Stein und Holz werden ausgesucht, bleiben aber unbehauen. Blätter, Astwerk, Pflanzenstängel sind in ihren Oberflächen ungeglättet, unbearbeitet. Finger ziehen Furchen in die Erde oder tupfen und streichen mit Lehm oder farbigem Sand.

Hier folgt die Auflösung:

"Vergängliches aus dem ewigen Stein"
Kunst ist für viele Menschen ein Ausdruck bleibender Schönheit, manchmal auch bleibender oder steigender Wertanlagen. Der Diedorfer Künstler Hama Lohrmann geht einen anderen, steinigeren, Weg. Für seine Kunstwerke greift er bewusst auf Materialien zurück, die er vor Ort vorfindet, um die "Vergänglichkeit" mehr ins Zentrum der Kunst zu stellen. Lohrmann möchte hierbei jeden Stein den er verwendet, selbst angefasst, erspürt und erlebt haben.

Auf Bergeshöhen im "ewigen Stein" sammelt er Geröllstücke und formiert sie neu. Sehr oft steht hierbei der Kreis als archaische Urform für das Symbol der Harmonie. Mit Linien über den Kreisen lenkt er den Blick in die Tiefe der eindrucksvollen Gebirgsszenerie. Seine Werke hält er zum Zeitpunkt der Fertigstellung fotografisch fest und überlässt sie dann der Vergänglichkeit. Die Bilder seiner Werke werden in einer Galerie auf seiner Webseite ausgestellt.


Bravo
Exklusiv für die Alpic.net-Forumsgemeinde hat Hama Lohrmann drei Bilder von Werken in den Lechtaler Alpen zur Verfügung gestellt.
Bravo
Zudem dürfen wir uns für den nächsten Fotowettbewerb über ein signiertes Exemplar seines Kataloges "landart" (s.u.) freuen. Dafür HERZLICHEN DANK!!

Die Bildtitel halten das Entstehungsdatum, sowie die verwendeten Materialien und den Namen des Orts fest. Der Betrachter kann sich selbst in die Fotos und deren meditative Stimmung versenken (Bilder durch Anklicken vergrößern).


steine, schnee | lechtaler alpen | tirol | austria
10.-14. september 2007
Standort: Oberer Seewisee


Beschreibung: - bislang unveröffentliches Werk -
Standort: Seealpsee mit Blick auf Höfats


kalksteine, erdpigmente, erde, vogelbeeren | allgäuer alpen | tirol | österreich
09.09.2006
Standort: Großer Wilder

Weitere Einblicke und Hintergründe zum Schaffen von Hama Lohrmann bieten die "Texte zur Kunst" von Hama Lohrmann und Gertrud Roth-Bojadzhiev. Für eine aktuelle Austellung in Zusmarshausen hat Lohrmann eigens aus vielen hunderten Lechkieseln eine Steinpyramide aufgetürmt. Zwischen einer und zwei Tonnen schwer, ist das Gebilde dennoch äußerst zerbrechlich. Damit wird es gleichsam zu einem weiteren Symbol für Lohrmanns Interpretation der Vergänglichkeit.

Quellenangaben:  
  • Online-Artikel von Gerald Lindner, Augsburger Allgemeine vom 04.04.08
  • Projekt von Hama Lohrmann " art in nature" hama-lohrmann.com
  • Fotos: © Hama Lohrmann (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung)

aktuelle Austellungen:
  • 06. April - 04. Mai 2008 "Berge" Museum Zusmarshausen (geöffnet jeweils Sonntags 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung: Tel. 08291/1520)
  • 13. Juni - 29. Juni 2008 "Kunsträume Bayern" Installation im Unteren Schloss, Bobingen mit Georg Kleber

Landart: Mit dem Katalog "landart" geht Hama Lohrmann auf seine Arbeitsweise ein und liefert weitere Informationen. Dieser ist im Buchhandel für ca. 18 Euro erhältlich (ISBN 978-3-00-023797-3)


« Letzte Änderung: 22, Apr, 2008, 15:07:59 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

Steig nicht zu hoch, wo Dir die Erd´ entschwindet, blick nicht zu tief, wo noch ihr Grahm dich drückt,
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #1 am: 22, Apr, 2008, 14:53:32 »

Ich glaube, ich habe im Bereich des Hermannskares auch schon ein Werk des Künstlers gesehen.

Detailausschnitt aus einer aus der Krottenkopfscharte gemachten Aufnahme

Sehr schöne Werke!

Gruß
Kalle
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oliver
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Oliver vom Wanderpfa.de-Team ;-)


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« Antworten #2 am: 22, Apr, 2008, 15:12:49 »

volltreffer - ein blick in die galerie von hama bestätigt deine vermutung, kalle.  Bravo

bin schonmal auf weitere reaktionen gespannt.
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berto
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« Antworten #3 am: 22, Apr, 2008, 18:01:43 »

Hallo!
Tolle Kunstwerke sind das, vor allem in dieser Umgebung.
Einige Bestandteile sind ja vergänglich, so wie der Schnee und
die Vogelbeeren. Es ist nur zu hoffen, daß nicht irgenwelche
Chaoten das zerstören.
LG Husum
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Max
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Aufm Noppaspitz


« Antworten #4 am: 22, Apr, 2008, 19:15:00 »

Hallo zusammen, kenn den Herrn schon aus diversen Zeitungsartikel. Diedorf ist nämlich nur so 15 km von mir entfernt. Das Kunstwerk im Anhauser Tal kenn ich auch schon von einigen Läufen.

Gruß, Max
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"Wenn Du es nicht versuchst, wirst Du nie wissen, ob Du es kannst"
Mimo
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« Antworten #5 am: 22, Apr, 2008, 21:24:10 »

Die Idee zu solchen Landartkunstwerken ist nicht neu! Ich denke die meisten Landartkünstler sind inspiriert durch die Kunst von Andy Goldworthy. Zu bewundern sind seine Kunstwerke in dem Kinofilm Rivers and Tides ( auch auf DVD erhältlich)!

Hier einige Beispiele seiner Kunst:
http://images.google.com/images?q=andy+goldworthy&hl=de&rls=GGLR,GGLR:2006-13,GGLR:en&um=1&ie=UTF-8&sa=X&oi=images&ct=title
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #6 am: 22, Apr, 2008, 22:30:43 »

@Mimo

Du wolltest doch auch mal was in der Art bauen...

.....möchte in der Zeit gerne eine Naturkunstskulptur a la Andy Goldworthy bauen!-kennt ihr den- ist ein geiler Typ!!!!- vielleicht auf dem Feuerspitzplateau unter dem Gipfel!

Hast du in der Richtung schon was gemacht und vielleicht sogar abgelichtet?

Gruß
Kalle
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Mimo
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« Antworten #7 am: 23, Apr, 2008, 07:49:22 »

Hallo Kalle!

Gutes Gedächtnis hast Du!

.....ja, ich habe mich mit Torsten am Roßkarsee an einer innen hohlen Steinpyramide versucht, die leider nur eine Nacht gehalten hat!

....und am nächsten Tag haben wir auf dem Weg ins Schafkar mit einer Steinspirale begonnen, die die Hitze an der Vollendung gehindert hat.

....und auf dem Feuerspitzenplateau gibt es einen kleinen roten Steinkreis von einem unbekannten gemacht!

Bild 1  Pyramide am Roßkarsee
Bild 2  Pyramide im Abendlicht


* 2007_0721Roßkar0118.JPG (52.95 KB, 640x480 - angeschaut 356 Mal.)

* 2007_0721Roßkar0119.JPG (56.88 KB, 640x480 - angeschaut 353 Mal.)
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Mimo
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« Antworten #8 am: 23, Apr, 2008, 07:51:57 »

Bild 3  unvollendete Steinspirale am Weg ins Schafkar
Bild 4  Roter Steinkreis an der Feuerspitze von unbekannt


* 2007_0721Roßkar0124.JPG (78.69 KB, 700x525 - angeschaut 358 Mal.)

* 2006_0918Herbst060122.JPG (62.41 KB, 700x525 - angeschaut 362 Mal.)
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #9 am: 23, Apr, 2008, 08:27:42 »

Letztes Jahr hab ich den kleinen Steinturm am Ufer des Schafkarsees gesehen. Jemand hat, zwar nicht ganz so elegant wie euer Original, wieder einen Steinturm errichtet.

Gruß
Kalle


* rosskarsee.jpg (86.26 KB, 642x482 - angeschaut 354 Mal.)

* rosskarsee2.jpg (89.19 KB, 642x482 - angeschaut 342 Mal.)
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« Antworten #10 am: 23, Apr, 2008, 10:26:25 »

Das ist ja nett, dass da jemand den Steinhaufen benutzt hat die Pyramide wiederaufzubauen!
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oliver
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Oliver vom Wanderpfa.de-Team ;-)


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« Antworten #11 am: 24, Apr, 2008, 10:05:51 »

Bild 4  Roter Steinkreis an der Feuerspitze von unbekannt

wurde bereits von hans-martin lohrmann als eines seiner kunstwerke identifiziert...war ursprünglich noch mit schnee gefüllt...dürfte dann in ungefähr so ausgesehen haben:

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« Antworten #12 am: 25, Apr, 2008, 13:10:47 »

Da hast Du ja mal wieder schnell recherchiert Oliver!

Mich beeindruckt diese Art von Kunst sehr - besonders, wenn man selbst Hand anlegt! Durch die Arbeit mit den Naturmaterialien stellt man einen besonders innigen Kontakt zur Umgebung her und verbindet sich so auf besondere Weise mit der Natur!

Mimo
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oliver
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Oliver vom Wanderpfa.de-Team ;-)


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« Antworten #13 am: 25, Apr, 2008, 13:49:31 »

Danke Mimo  Wink

Mich beeindruckt diese Art von Kunst sehr - besonders, wenn man selbst Hand anlegt! Durch die Arbeit mit den Naturmaterialien stellt man einen besonders innigen Kontakt zur Umgebung her und verbindet sich so auf besondere Weise mit der Natur!

Nachdem hier im Forum durchaus Interesse an dieser Art Kunst besteht, überlegen wir gerade, wie ein gemeinsames Kunstprojekt mit dem Künstler Hama Lohrmann aussehen könnte.

In der von Kalle neu eingerichteten Rubrik "Forumsprojekte" können bei Interesse zu dem Projekt Vorschläge eingereicht und diskutiert werden - eurer Phantasie sind hierzu keine Grenzen gesetzt

gruß oliver
« Letzte Änderung: 25, Apr, 2008, 13:52:55 von oliver » Moderator informieren   Gespeichert

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alex
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Galtjoch


« Antworten #14 am: 10, Jul, 2008, 17:15:19 »

etwas unterhalb des gipfels der hochplatte


* landart_hochplatte.jpg (47.6 KB, 500x375 - angeschaut 127 Mal.)
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[...]Dem Tambour will der Wirbel nicht unterm Schlägel vor[...]
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