Der Aggenstein (1986m) nimmt in der Tannheimer Gruppe den Status eines Sonderlings ein da er auch geologisch nicht die selben Eigenschaften aufweist, wie seine Nachbarn Gimpel, Rote Flüh und Kellenspitze, welche aus dem Wettersteinkalk hervorgingen.
Unser Aggenstein, dessen Name vermutlich von dem lateinischen "acutus" also "spitz" abstammt, besteht nämlich aus dem Hauptdolomit aus der triaszeitlichen Lechtaldecke, ebenso wie der Hauptkamm der Allgäuer Alpen.
Gipfelstock des Aggenstein, im Hintergrund der Breitenberg
Den Anstieg beginnt man am besten bei dem Weiler Enge, der zur Gemeinde Grän gehört. Ein eigens ausgewiesener Parkplatz kann zum Abstellen des PKW genutzt werden. Das kleine asphaltierte Sträßchen führt nun nach links zu den Häusern vor dem Wald (hier bitte nicht direkt durch das Feld hinauf abkürzen!). Bei der Wegegabelung halten wir uns dann rechts und kommen nach einigen Metern zu einer Einmündung eines Forstweges. Dem folgen wir nun bis uns ein Wegweiser den Pfad zur Bad Kissinger Hütte anzeigt.
Der Anstieg auf dem Gehweg führt in vielen Kehren durch den Wald. Ständig an Höhe gewinnend kann man die Aussicht auf das Tannheimer Tal und in Richtung Pfronten / Fallmühle genießen. An einem kleinen Joch kommen wir dann aus dem Wald auf einen Wiesenrücken dem wir noch einige Meter folgen bevor wir auf die Bad Kissinger Hütte treffen.
Gipfelstock des Aggenstein von Osten aus gesehen
Hinter der Hütte wird der Anstieg zunehmend anstrengender da keine Bäume mehr Schatten spenden. Stetig ansteigend quert der Steig in eine kleine Mulde in der sich nun der Pfad in kleinen Serpentinen hinauf windet. Kurz vor dem Gipfel treffen wir noch auf ein trittsicherheit erforderndes Wegstück, das allerdings mit Seilen gesichert ist.
Eine weitere Variante wäre der Aufstieg von Norden. Vom Breitenberg her über die Ostlerhütte oder von der Seilbahn und der Hochalpe (Pfronten / Deutschland).
Bad-Kissinger-Hütte (1.792m)
Höhendifferenz: 850m
Charakter: Anstieg bis kurz unter den Gipfel unschwierig, danach ist die Trittsicherheit etwas gefordert (allerdings zum Großteil kettengesichert). Äußerst beliebter Gipfel, weshalb meist großer Andrang herrscht.
Gehzeiten: 3 bis 4 Stunden