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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Hohes Licht (2651m) 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Hohes Licht (2651m)  (Gelesen 2164 mal)
Kalle
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d´r Jochtappar


« am: 11, Aug, 2008, 11:03:09 »

Meist wird der zweithöchste Gipfel der Allgäuer Alpen, das Hohe Licht, von der Rappenseehütte angegangen. Wer es, zumindest am Anfang, aber etwas ruhiger haben und die Tour an einem Tag absolvieren möchte, steigt von Steeg durch das Hochalptal auf.

Von Steeg

Ausgangspunkt für die Tour ist die Einmündung der alten Straße auf die neue Fahrbahntrasse, etwa 2 Kilometer nach dem Weiler Prenten. Auf dem Schotterparkplatz bei der Wegmacherhütte kann das Gefährt an Sonn- und Feiertagen wohl problemlos und auch kostenlos abgestellt werden. Der alten Straße nun folgend bis hinunter zur Kehre, von welcher ein Wegweiser auf den Pfad leitet. Mäßig steil geht es dann durch den Wald empor, das kleine Steinletal passierend (Vorsicht bei Nässe) um dann in das eigentliche Hochalptal zu gelangen.

Am Aufstieg durch das Hochalptal mit Blick auf die Ellbognerspitze

Schöne Mischwälder flankieren den Weg und die halb verfallene Hütte der Mittleren Hochalp (1564m) wird rechterhand umgangen, bis sich dann der Wald lichtet und man über mehrere Geländestufen und einem längst verlandeten See ins Wieslekar gelangt. Nochmal eine solche Geländestufe nehmend und man gelangt ins Obere Wieslekar und trifft nach etwa 4 Stunden auf den von der Rappenseehütte herleitenden Steig, welcher zum Heilbronner Weg und unserem Ziel, dem Hohen Licht, führt.

Längst verlandeter See im Hochalptal

War der zurückliegende Weg noch von Einsamkeit geprägt, so ändert sich dieser Umstand nun und man bemerkt sofort, dass man im Einzugsgebiet des äußerst beliebten Heilbronner Weges angekommen ist. Mit vielen anderen Passanten geht es Richtung Osten über viele Kuppen steigend zu der unter einer mächtigen Rinne herabziehenden Schotterhalde. Über diese im Zickzack empor (bei noch vorhandenem Schnee sind hier Grödel, Steigeisen oder ein Pickel empfehlenswert) und im oberen Teil über Fels in die Rinne hineinsteigend, wo auch schon gleich in den Fels gehauene Stufen und Drahtseile hinaufleiten. Auf einem breiten Felsenband unter den Felswänden hindurch und schon steht man an der Wegegabelung, an welcher der eigentliche Heilbronner Weg beginnt.

Blick aus der Großen Steinscharte hinunter zur Rappenseehütte

Um dem Hohen Licht auf das Dach zu steigen verfolgt man den geradeaus führenden Weg und quert die breitgelagerte Westwand des Dolomitberges auf mal breiter und mal schmaleren Bändern. Eine Felsplatte (gut gangbar) wird mit Hilfe von gespannten Drahtseilen passiert und zum Schluss folgt man dem Gipfelgrat bis zu dessen höchstem kreuzbestandenen Punkt (etwa 5 Stunden). Eine herrliche Aussicht kann von hier heroben genossen werden: Kaisergebirge, Zillertaler und Stubaier Alpen, Wildspitze, Königspitze, Ortler, Piz Linard, Tödi bis hin zum Säntis. Rund 420 Alpengipfel sollen es sein, wobei davon 110 Dreitausender wären...

Formschöne Gipfel in der zerklüfteten Hornbachkette

Aber auch die Nahblicke, wie etwa auf die zerklüftete Hornbachkette oder die zackenbewährten Lechtaler Alpen sind ein wahrer Augenschmaus. Im Westen liegt tief unter uns die Rappenseehütte, die größte deutsche Alpenvereinshütte welche im Jahre 1885 erbaut wurde. Kurz zuvor, im Jahre 1869, hat schon der Bergpionier Hermann von Barth seinen Blick von diesem Gipfel schweifen lassen, allerdings ohne den Rummel welcher heute hier heroben herrscht.

Langspornige Veilchen säumen den Weg im Wieslekar

Fazit: Lange und anstrengende Tour durch das herrliche Hochalptal, im oberen Teil schattenlos. Zum Schluss der Tour hochalpines Felsgelände. Vorsicht bei Altschneeresten. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung. Keine klettertechnischen Schwierigkeiten, jedoch lang und anstrengend (insgesamt ca. 10 Stunden), deshalb hat die Tour die schwarze Klassifizierung erhalten.
Höhendifferenz: 1450m
Gehzeiten: ca. 9 bis 10 Stunden

Wegverlauf durch das Obere Wieslekar und die Westwand des Hohen Lichts

Panorama

360°-Panorama vom Gipfel des Hohen Lichts

« Letzte Änderung: 11, Aug, 2008, 23:26:34 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

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alex
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Galtjoch


« Antworten #1 am: 11, Aug, 2008, 11:22:32 »

he's back!!!  Laola
« Letzte Änderung: 11, Aug, 2008, 23:26:52 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

[...]Dem Tambour will der Wirbel nicht unterm Schlägel vor[...]
nordmann
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Der mit dem Hut geht !


« Antworten #2 am: 11, Aug, 2008, 15:24:39 »

Hallo Kalle !
Wie immer klasse Fotos und ein toller Bericht Bravo. Wir sitzen hier im Flachen, sind traurig und haben nur unsere Bilder und das Forum Heul. Hoffe daß, das Jahr schnell ´rumgeht.

LG

Daniel
« Letzte Änderung: 11, Aug, 2008, 23:27:05 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

Fliegen und Bergsteigen hat was gemeinsam : Runter kommt man immer...
Max
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« Antworten #3 am: 11, Aug, 2008, 17:04:17 »

Klasse Bilder und toller Bericht, kalle! Eine Frage hätte ich da noch: Wie kommst du denn auf den Begriff Hochlicht? Ich bin in der Literatur eigentlich noch nie auf diese Bezeichnung gestoßen - klär mich bitte auf!

Gruß, Max
« Letzte Änderung: 11, Aug, 2008, 23:27:16 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

"Weise ist nicht, wer viele Erfahrungen macht, sondern wer aus wenigen lernt, viele nicht machen zu müssen."
Karlheinz Deschner
Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #4 am: 11, Aug, 2008, 22:38:24 »

@Max

Danke für deine Rückmeldung.

Mit dem Hochlicht ist das in der Tat so eine Sache, weil das eigentlich nur im mundartlichen so in Gebrauch steht. Der Einheimische, wenn ihn denn mal einer kennt, spricht eher nicht vom im hochdeutsch gebräuchlichen "Hohen Licht", sondern wird es viel eher als "Hoachliácht" bezeichnen.

Tatsächlich habe ich diesen Begriff aber auch schon in einem Bergbuch vorgefunden und zwar in dem Werk "Gipfelziele - Allgäuer Alpen" von dem Autor Helmut Dumler:

Zitat
...Bei frühem Weggang kommt man in den unvergeßlichen Genuß des Sonnenaufganges am Steinmann auf der Spitze - erstes Licht des Tages, vor allen anderen Bergen der näheren Umgebung. Davon rührt der Name her: >>Hoaliacht<< im Oberallgäuer Dialekt...

Allerdings wird nur diese Passage im Text mit der Bezeichnung "Hoachliácht" verwendet, als eigentliche Tourenbezeichnung verwendet auch er das übliche "Hohe Licht".


Gruß
Kalle

« Letzte Änderung: 11, Aug, 2008, 23:27:32 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #5 am: 11, Aug, 2008, 22:55:29 »

@all

Zitat
he's back!!!  Laola

...we are back!!!  Grin

Bild 1: vor dem Rummel...

Bild 2: ...nachher waren wir "tourismusgeschädigt"  Hammer


* nkhl01.jpg (36.69 KB, 450x338 - angeschaut 529 Mal.)

* nkhl02.jpg (41.21 KB, 450x338 - angeschaut 840 Mal.)
« Letzte Änderung: 11, Aug, 2008, 23:27:46 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

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Graddler
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« Antworten #6 am: 11, Aug, 2008, 23:20:59 »

Eine Frage hätte ich da noch: Wie kommst du denn auf den Begriff Hochlicht? Ich bin in der Literatur eigentlich noch nie auf diese Bezeichnung gestoßen - klär mich bitte auf!

Hohes Licht (2651 m), Allgäuer Alpen, bei der Rappenseehütte.
Hochlichtspitze (2600 m), Lechquellengebirge, bei der Göppinger Hütte.

Grüße vom Graddler
« Letzte Änderung: 11, Aug, 2008, 23:27:58 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

Grüße vom Graddler
Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #7 am: 11, Aug, 2008, 23:29:17 »

Okay, das ist natürlich schlecht, wenn es dadurch zu Verwechslungen kommen sollte. Habe den Titel deshalb dahingehend abgeändert Smiley

Gruß
Kalle
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helbob
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« Antworten #8 am: 24, Aug, 2008, 19:02:00 »

Sag mal Kalle
mit welcher Kamera machst du den immer die schönen Fotos?  Daumen

Ich bin derzeit immer mit einer Minolta A200 unterwegs nachdem mir im letzten Urlaub (Anfang 2008) meine neue Olympus E510 gestohlen wurde.

Das Panorama im obigen Post ist fast so gut als ob man selbst dagewesen ist  Wink

Gruß
helbob
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #9 am: 25, Aug, 2008, 14:49:08 »

Servus helbob!

Kamera geklaut, das ist ärgerlich und bitter. Noch dazu war das ja nicht nur eine Hobbyknipse. So weit ich ich weiß, kann die E510 auch ein bißchen was.

Fotografiert habe ich das Pano mit der EOS 40D und dem EF-S 17-85mm, allerdings hatte ich Probleme mit dem Setzen des Schärfepunktes unter Verwendung des Polfiters. Danke trotzdem für dein Lob.

Gruß
Kalle
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helbob
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« Antworten #10 am: 25, Aug, 2008, 17:01:35 »

@Kalle,
ich hatte ja nicht nur dieses Pano gemeint sondern insbesondere auch deine anderen Kunstwerke.  Bravo
Wenn man eine 40D mit diesem Objektiv mitschleppt muß man schon einiges fürs fotografieren übrig haben  klatschen
Mir persönlich ist sie fast zu groß, die Olympus war in dieser Hinsicht ein gutes Maß. Die Bildqualität der Olympus konnte mit  der Pentax 10D auf jeden Fall mithalten auch wenn sie geringfügig lichtschwächer war.
Der Stabi ist in jeder hinsicht eine super Erfindung den ich hatte ihn zuerst in der Minolta (bzw. immer noch) danach in der Pentax, und schließlich in der Olympus.

Gruß
helbob
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Stoahogga


« Antworten #11 am: 26, Aug, 2008, 10:53:33 »

Hallo Fachleute-möchte auch etwas dazu lernen. Ihr sprecht so im
Fachchinesisch(Chinesisch ist ja im Moment 'in'),daß ich nicht mitkomme Oh Mann!:

@Kalle:von welchem Hersteller ist deine Kamera?

@Helbob:Was ist ein Stabi?

Gruß Horst
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helbob
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« Antworten #12 am: 26, Aug, 2008, 20:54:31 »

@horst,
alles kein Problem:

 -Stabi meint den Stabilisator der Verwacklungen ausgleicht und somit Belichtungszeiten von etwa 1/3 s aus der Hand bei 28mm Weitwinkel zuläßt. Ebenso bringt er natürlich auch insbesondere im Telebereich Gewinne. Denn wenn man sich kein lichtstarkes Objektiv z.B 70-200/2,8 leisten kann, bleibt nur die Möglichkeit den Iso-Wert hochzuschrauben um kürzere Belichtungszeiten zu erhalten oder ein Stativ zu benutzen.
Canon und Nikon bauen den Stabi in die teuren Objektive ein, Olympus und Pentax, sowie Panasonic haben ihn im Kamerabody.
Bei den Kompakten gehört er auch schon fast zur Standartausrüstung und nennt sich bei Panasonic z.B. O.I.S. (optischer Bildstabilisatr)

-Die Kamera von Kalle ist ein Canon:
http://www.digitalkamera.de/Kamera/Canon/EOS_40D.aspx
Ein Top Gerät das derzeit günstig zu haben ist.

Gruß
helbob
« Letzte Änderung: 26, Aug, 2008, 21:25:12 von helbob » Moderator informieren   Gespeichert
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Stoahogga


« Antworten #13 am: 27, Aug, 2008, 11:28:03 »

Hallo Helbob,

  danke für deine ausführliche Antwort-jetzt weiß ich Bescheid. Bei
meiner Kamera gibts sowas nicht.Hab ne Canon Powershot G5. Der
größte Mangel bei der Kamera ist, daß man beim zoomen die aktuelle Brennweite nicht mitgeteilt bekommt und auch nicht voreinstellen kann.

Gruß Horst
« Letzte Änderung: 27, Aug, 2008, 18:11:45 von horst » Moderator informieren   Gespeichert

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Hauptkommissar Paul Wanner von der Kemptener Polizeidirektion – Mitte Vierzig, sportlich, Bergsteiger – ermittelt mit seinem Team im Allgäu und löst viele verzwickte Kriminalfälle.

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