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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Großer Roßzahn 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Großer Roßzahn  (Gelesen 4307 mal)
servus
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« am: 07, Sep, 2008, 13:44:13 »

6.September 2008
Von der Lechtalstraße bei Forchach Abzweig zu Sportplatz und Fa. Urban zum Parkplatz. Auf der Hängebrücke über den Lech, links auf Asphaltsträßchen weiter steht nach knapp zwei Kilometern links in der Wiese eine Jagdhütte. Etwa einen halben Kilometer weiter Abzweig nach rechts in den Wald. Hinweisschild "Landsberger Hütte", sieht man sich ein altes Holzschild darunter genauer an, erkennt man, daß hier einmal "Schwarzwassertal" stand. Auf dieser Forststraße mäßiger Anstieg zum Marterl "Bei unserem Herrn". Ab hier ganz leicht bergab erreicht man nach 40 Minuten den Schnatterbach. Bald danach Abzweig einer weiteren Forststraße nach links. Bei einem Wasserloch rechts weiter auf dem Forstweg bleibend und bevor dieser weiter Richtung Schwarzwassertal bergab führt links ins trockene Schotterbett des Roßkarbaches.
Oder, an dieser Stelle im Bild, etwa 200 Meter nach dem Wasserloch mal auf schwachen, mal auf deutlichen Trittspuren durch den Wald.


* Waldpfad.jpg (141.42 KB, 800x600 - angeschaut 598 Mal.)

* Einstieg Schotterbett.jpg (135.73 KB, 800x600 - angeschaut 592 Mal.)
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servus
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« Antworten #1 am: 07, Sep, 2008, 14:01:44 »

Der AVF empfiehlt den linken Einschnitt, was ich auch befolgte und dabei recht hoch den linken Schotterhang aufstieg, um die Latschen zu umgehen und schließlich dicht am Felsriegel unter den Roßkarspitzen das Roßkar erreichte.

Im unteren Bild der östliche Abschnitt des Großen Roßkars unter dem Haarigen Rücken und der Östlichen Roßkarspitze.


* Talschluss.jpg (123.83 KB, 800x600 - angeschaut 574 Mal.)

* Östlicher Karabschnitt.jpg (143.25 KB, 800x600 - angeschaut 569 Mal.)
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« Antworten #2 am: 07, Sep, 2008, 14:05:53 »

Jochumkopf, Kluppenkarkopf, Großer und Kleiner Roßzahn

Bei der Querung nach West trifft man nur zufällig auf kurze Reste von alten Pfadspuren.


* Großer Roßzahn.jpg (123.03 KB, 800x600 - angeschaut 573 Mal.)

* Pfadspur.jpg (124.51 KB, 600x800 - angeschaut 575 Mal.)
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servus
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« Antworten #3 am: 07, Sep, 2008, 14:11:32 »

Weiter an den Felsen entlang bis zur Scharte und auf dem Ostgrat bis zum Einschnitt im Gipfelaufbau.

Entgegen der Angabe im AVF würde ich diese Kletterstelle mit II bewerten. Um hier unbeschadet hoch zu kommen muß man unbedingt mit beiden Händen sichere Griffe finden.


* Aufstieg.jpg (127.1 KB, 800x590 - angeschaut 562 Mal.)

* Kletterstelle.jpg (137.62 KB, 600x800 - angeschaut 562 Mal.)
« Letzte Änderung: 07, Sep, 2008, 14:34:09 von servus » Moderator informieren   Gespeichert

servus
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« Antworten #4 am: 07, Sep, 2008, 14:14:03 »

Einfach gebasteltes Gipfelkreuz



* Gipfelkreuzersatz.jpg (119.08 KB, 800x600 - angeschaut 553 Mal.)

* Gipfelblick Nordost.jpg (109.15 KB, 800x587 - angeschaut 558 Mal.)
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servus
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« Antworten #5 am: 07, Sep, 2008, 14:20:22 »

Beim Abstieg hielt ich mich weiter westlich als beim Aufstieg, kam nach Durchwühlen einer fünf Meter breiten Latschensperre wieder in offenes Gelände zu diesem Einschnitt, der zu einem langen Schotterband bergab führte...

...welches vor Latschen endete, durch die ich mich wieder etwa zehn Meter durchwühlte und schließlich diese alte Pfadspur vorfand


* Zum Schotterband.jpg (130.09 KB, 800x600 - angeschaut 552 Mal.)

* Schwache Pfadspur.jpg (132.02 KB, 800x600 - angeschaut 555 Mal.)
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servus
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« Antworten #6 am: 07, Sep, 2008, 14:24:33 »

Alter Pfad...

...mit frischer Markierung, der vielleicht auch für den Aufstieg brauchbar wäre. Ob man den von unten findet und durchgehend durch die Latschen kommt, ist eine andere Frage.


* Alter Pfad.jpg (141.37 KB, 800x600 - angeschaut 551 Mal.)

* Neue Markierung.jpg (135.69 KB, 800x600 - angeschaut 549 Mal.)
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servus
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« Antworten #7 am: 07, Sep, 2008, 14:31:43 »

Ganz schöne Tour durch einfache Landschaft mit beeindruckendem, großen Kar, die durch die Länge der Strecke wohl auch in Zukunft sehr einsam bleiben wird. Einschließlich halbstündiger Gipfelrast war ich elf Stunden unterwegs. Wegen der guten Übersichtlichkeit des Geländes ist die Tour auch mit, wie in meinem Fall, bescheidenem Orientierungssinn zu schaffen.


* Hochvogel.jpg (112.76 KB, 800x600 - angeschaut 982 Mal.)

* Gaishorn Einstein.jpg (105.87 KB, 800x588 - angeschaut 539 Mal.)
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Graddler
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« Antworten #8 am: 07, Sep, 2008, 15:22:46 »


Servus Servus !

Gratuliere Dir zu Deiner tollen Tour. Diese Tour an einem Tag, da hast Du was geleistet. Respekt !
Zur Latschen-Latscherei: Die Beschreibung im AVF ("im linken Einschnitt") kommt mir etwas irreführend vor. Wir sind vor Jahren zum Roßkar aufgestiegen. Damals hatten wir das Glück, nach der "Schotterpiste" gleich auf schwache Trittspuren zu stoßen. Diese sind abschnittsweise auch in der DAV-Karte korrekt eingezeichnet. Die Trittspuren verlaufen nur zu Beginn etwas links, ziehen dann aber nach rechts. Anhand der Spuren, die gelegentlich mit kleinen Steinmännchen ergänzt waren, konnten wir gut durch die Latschen-Zone aufsteigen. Findet man diese Trittspuren nicht, wird´s bestimmt schwierig.
Ist denn der ganze Aufstieg jetzt markiert ?

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servus
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« Antworten #9 am: 07, Sep, 2008, 15:42:22 »

Die Markierungen auf den beiden Felsblöcken sind die einzigen, die ich gesehen habe. Keine Ahnung, welchem Zweck die frische Markierung irgendwo mittendrin einer Strecke dient, dessen Pfad sich am Beginn und am Ende im Nichts verläuft. Auch die Markierungen an Stein und Baum zu Beginn des Schotterbettes sind eigentlich überflüssig, wenn der Wegverlauf sonst nicht markiert ist und man sich ohnehin einfach nur an die Richtung halten muss. Diese Markierungen sieht man eh erst, wenn man sowieso schon auf dem richtigen Weg ist.
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livocatra
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« Antworten #10 am: 07, Sep, 2008, 21:02:15 »

Alter Pfad...

...mit frischer Markierung, der vielleicht auch für den Aufstieg brauchbar wäre. Ob man den von unten findet und durchgehend durch die Latschen kommt, ist eine andere Frage.
Ist das auf dem Foto nicht ein alter Grenzstein? Wenn ja dient die Markierung wohl eher zur leichteren Wiederfindbarkeit des Grenzsteins als zur Markierung eines Weges.
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servus
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« Antworten #11 am: 07, Sep, 2008, 21:20:22 »

Grenzstein schon möglich, aber wofür? Gemeindegrenzen gibt es in dem Bereich nicht. Vielleicht hat es etwas mit dem Jagdrecht zu tun.
Der Felsblock am Beginn des Schotterbettes unten sieht auf der Rückseite so aus:


* Markierter Felsblock.jpg (136.24 KB, 800x600 - angeschaut 493 Mal.)
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livocatra
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« Antworten #12 am: 07, Sep, 2008, 21:51:05 »

Grenzstein schon möglich, aber wofür? Gemeindegrenzen gibt es in dem Bereich nicht. Vielleicht hat es etwas mit dem Jagdrecht zu tun.
Der Felsblock am Beginn des Schotterbettes unten sieht auf der Rückseite so aus:

Das sind eindeutig Grenzsteine. Laut der aktuellen Tirolkarte verläuft südlich des Großen Roßzahns eine Gemeindegrenze. Kann allerding nicht sagen, ob ds genau dort ist, wo du die Steine gefunden hast, da ich mich in der Ecke zu wenig auskenne. Ich hoffe der Link zur Karte funktioniert:

Aktuelle Karte mit Gemeindegrenze
« Letzte Änderung: 07, Sep, 2008, 23:20:34 von rps » Moderator informieren   Gespeichert
servus
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« Antworten #13 am: 07, Sep, 2008, 22:46:22 »

Die beiden Bilder "Alter Pfad" und "Neue Markierung" sind kurz nacheinander in der selben Minute entstanden. Der Blick abwärts lässt den Standort nur schwer abschätzen. Horizontal könnte ich mich etwa in der Mitte über dem Talschluss befinden. Eine halbe Stunde später ist unteres Bild entstanden. Vor Ort habe ich mich leider auch nicht rückblickend mit der Route befasst.
Die Gemeindegrenze verläuft aber über die Bergrücken vom Hochvogel bis zur Saldeiner Spitze.


* Halbe Stunde nach passieren des Grenzsteins.jpg (120.83 KB, 800x600 - angeschaut 484 Mal.)
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livocatra
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« Antworten #14 am: 07, Sep, 2008, 23:28:11 »

Die Gemeindegrenze verläuft aber über die Bergrücken vom Hochvogel bis zur Saldeiner Spitze.
Ja, das hat mich auch irritiert. Kann hier auch nur noch spekulieren. Wenn man die topographische Aufnahme von 1802/5 mit der aktuellen Karte vergleicht, sieht man, dass auch die Landesgrenze einmal anders verlaufen ist. Vielleicht handelt es sich tatsächlich um alte Grenzsteine und die Gemeindegrenzen sind früher anders verlaufen. Vermutlich hat man die Steine damals an Stellen platziert, die einfacher zugänglich waren, als die Bergrücken.
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