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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Gratwanderung über Brünstelskopf und Felderkopf 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Gratwanderung über Brünstelskopf und Felderkopf  (Gelesen 493 mal)
Ecki
Spaziergänger
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Beiträge: 15



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« am: 01, Jul, 2009, 22:26:22 »

Farchant - Brünstlkreuz (1734m) -  Brünstelskopf (1814m) – Großer Zunderkopf (1895m) – Vorderer Felderkopf (1928m) – Felderkopf (1818m) – Enningalm - Pflegersee

Nachdem ich es ja in meiner Vorstellung bereits angedroht hatte, möchte ich dann doch direkt mal mit einem Bericht aus einer Ecke der Ammergauer liefern, aus der es bis jetzt noch keinen Bericht gibt. Da ich im baldigen Urlaub sicherlich genug neues Material sammeln werde, dürfte es nicht der letzte in den kommenden Tagen werden (wenn ich nicht bös ausgebuht werde Wink ).

Los geht’s an der Kirche in Farchant, wo es (wie auch auf den kommenden Metern) einige Parkgelegenheiten gibt. Man verfolgt die Straße mit hübscher Aussicht auf's Wettersteingebirge (v.a. die Alpspitze) bis zum Bergansatz, wo einen direkt ein Schild in Richtung Brünstlkreuz links einen Steig hinauf schickt. Erst auf dem Steig und schließlich immer wieder auf Fahrwegen geht es nun – anfangs noch mit Blicken auf das Loisachtal – bergauf bis zum Sattel, auf dem die Forststraße ins Gießenbachtal zu fallen beginnt. An dieser Stelle links ab und steil, aber nur an wenigen Stellen auf rutschigem Geröll Trittsicherheit erfordernd (abstürzen kann man aber nicht) bis zum Brünstlkreuz, an dem man das erste Mal einen umfassenden Ausblick genießen kann.

Bis zu dieser Stelle wird man an schönen Tagen kaum allein sein, setzt man aber wie ich den Weg über den Grat fort, so hat man gute Chancen auch noch etwas Einsamkeit zu genießen. Das Brünstlkreuz selber bildet keinen wirklichen Gipfel, nach weiteren 80 Höhenmetern steht man dann allerdings mit dem Brünstelskopf schon auf dem ersten Gipfel des Tages. Über den hier nach Norden abzweigenden Seitengrat kann man auf einem (bis zum Hasenjöchl nicht mehr markierten) Weg  auch die Notkarspitze erreichen.

Für mich geht’s allerdings teils auf der Grathöhe, teils etwas links davon auf manchmal nicht sehr gut erkennbarem Weg zuerst auf den Zunderkopf und anschließend auf den Vorderen Felderkopf, mit 1928m der klare Höhepunkt dieser Tour, von dem man (wie eigentlich während der gesamten Gratwanderung, hier aber wg. der Höhe herausragend) einen tollen Blick auf Alpenvorland, Estergebirge, Karwendel, Wetterstein. Im Westen versperren relativ bald Frieder und Kreuzspitze den Blick, was aber kaum stört (sehen ja auch nicht so schlecht aus Wink ).

Vom Vorderen Felderkopf führt der Weg weiter zum Felderkopf, der kaum ausgeprägt ist und den höchsten Punkt einer sanft geneigten und sehr schönen Alm-Hochfläche bildet, die ihren Hinterlassenschaften nach zu urteilen vor dem Abtrieb wg. der ersten Schneefälle von einer Menge Rindviecher okkupiert war. Ausgerechnet hier, wo aufgrund der weiten freien Fläche nicht ganz klar ist, wo es weitergeht, verlaufen sich auch die letzten Wegspuren. Theoretisch gibt es wohl zwei Möglichkeiten, zum einen die Gratfortsetzung zum Windstierlkopf (und für Konditionsbolzen auch noch zu Kienjoch und Kieneckspitz) oder den Abstieg zur Enningalm, den ich gewählt habe. Durch stetiges langsam absteigendes Queren der Wiesen findet man auch ohne Markierungen fast zwangsläufig den entsprechenden Weg, der auch teilweise markiert ist.

Man gelangt so schließlich unschwierig zur Enningalm und wandert dort zunächst auf dem ostwärts führenden schmalen Zufahrtsweg ins Tal zwischen Felderkopf und Kramer. Nach einiger Zeit trifft man auf eine Forststraße. Hier hat man nun zwei Möglichkeiten: Links und mutmaßlich recht langweilig auf der Straße weiter oder kurz rechts auf der Straße hinab, die bald endet. Anschließend weiter auf einem schmalen Weg (zwischendurch auch kurz noch mal auf einer Forststraße) durch das romantische Tal des Sulzbachgrabens. Nach einigen Kilometern trifft man schließlich wieder auf eine Forststraße, auf der man links über die Reschbergwiesen wieder nach Farchant wandern könnte. Ich war an dieser Stelle faul, bin rechts kurz zum Pflegersee gelaufen und habe dort auf mein „Taxi“ nach Oberammergau gewartet, das mich schon morgens nach Farchant gebracht hatte.

Fazit: Einfach, aber sehr schöne und größtenteils recht einsame Gratwanderung, die durch die Länge von fast 20km aber doch gewissene konditionelle Anforderungen stellt. Auch die Wege sind ab dem Brünstelskopf bis zur Enningalm nicht immer einfach zu finden.


Blick aus dem Loisachtal bei Farchant zum Wetterstein.


Blick vom Brünstlkreuz auf die kommenden Ziele: Von rechts Grat zum Brünstelskopf, Zunderkopf und Vorderer Felderkopf.


Der Kramer vor dem Wetterstein.


Brünstlkreuz.


Notkarspitze.


Loisachtal, Estergebirge und Karwendel.


Vorderer Felderkopf.


Kienjoch mit Kuhalm unterhalb.


Zugspitze.


Blick zur Enningalm.


Frieder, Kreuzspitze und Kuchelberggrat hinter den Hochflächen am Felderkopf (direkt dahinter der Windstierlkopf).


Blick vom Pflegersee zurück zum Felderkopf.
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Die_Grenzgaenger
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Beiträge: 697


Josch und Sasa am Gipfelkreuz vom Wilden Mannle


« Antworten #1 am: 01, Jul, 2009, 22:44:17 »

Hallo Ecki,

das nenn ich mal einen gelungenen Einstieg ins Forum. So viel Zeit für einen ausführlichen Bericht nehmen sich hier nicht viele.  Bravo Respekt und weiter so!

Grüsse Die_Grenzgaenger
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"Heute ist die gute alte Zeit von Morgen" (Karl Valentin)
Kalle
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Beiträge: 2227


d´r Jochtappar


« Antworten #2 am: 02, Jul, 2009, 09:42:42 »

Da möchte ich mich den Grenzgängern anschließen. Ein schöner und überaus produktiver Einstieg Daumen

 Bravo

Gruß
Kalle
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...die einen haben die Berge und die anderen den Horizont...
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