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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Gabelschrofen, etwas abseits der Wege 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Gabelschrofen, etwas abseits der Wege  (Gelesen 5738 mal)
Hawkeye
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Der mit dem süssen schwarzen Vogel ;-))


« am: 20, Aug, 2006, 14:55:42 »

Gestern konnte man ja was unternehmen, für einen Tag mal wieder in die Ammergauer und zwar dahin, wo nur Wenige sind.

Also Radl mitgenommen, in Halblech gestartet und erstmal bis zur Reiselsbergbrücke ins Halblechtal gestrampelt.
Weil ich mir was ausgefallenes einbildete, dort rechts weg ins einsame Lobental.
Die Forststrasse hat einige steilere Abschnitte, ist aber auch für Bikeschwächlinge wie mich fahrbar. Erst zum Ende gehts wirklich aufwärts.

So, und wie kommt man von da zum Gabelschrofen?
Auf jeden Fall über den Straussbergsattel.
Weils ja ausgefallen sein soll, nicht aussen rum sondern weglos einfach rauf(es gibt nämlich keinen bezeichneten Weg).  Grin
Also gut, da rechts lang gehts offenbar nicht...
Ich halte mich mal an eine Fahrspur, die von einer Holzaktion stammt.
Bald gehts nur noch durch kniehohe Stauden weiter und ich erreiche einen kleinen Bach.
Sieht doch gut aus, als dem Bachlauf folgend nach oben.
Zwischendrin lichtet sich der Wald mal, aber... uups....
das da weit rechts drüben muss wohl der Straussbergsattel sein. Shocked
Rüberqueren oder weiter nach oben?


Klar nach oben, das spart Weg.  Tongue
Das Gehen im weglosen hohen Gras verlangt Konzentration weil man nicht so recht sieht, was am feuchten Boden ist.

Aha, da oben scheint eine Geländekante zu sein.
Vollns rauf da und mal die Karte aus dem Rucksack gekramt.
Wo bin ich denn  Huh
Der Abruch rechts schaut nach Krähe aus...
ok, das unten ist der Schwangauer Kessel und der markante Felsklotz weiter links der  Gabelschrofen.
Immer am Weidezaun entlang steige ich weiter...wenn da Draht gespannt ist, gehts jedenfalls.
Irgendwann treffe ich auf den Weg vom Gabelschrofen zum Straussbergsattel, der erste Teil des Abenteuers ist vorbei.

Neben dem Weg wächst auch schönes..


Dem Weg folgend ist bald der Gabelschrofensattel erreicht und auffi gehts zum Gipfel durch die Südrinnen.
Von brüchigem Fels findet sich nur wenig, aber es liegt abschnittsweise allerhand Schotter rum.
Also sauber steigen, dann bleibt alles liegen.
Das ganze ist Genusskletterei und II.
Wer da seifrei rauf will, sollte in solchem Gelände absolut sicher sein
Den Gipfel hab ich für mich allein und im Buch findet sich ein Gruss für Andrea, deren Website ich regelmässig anschaue.

Die Geiselsteinsüdwand mal aus einem anderen Blickwinkel
[/i]
Nach ausgiebiger Pause das Ganze wieder runter und weil ich schon mal da bin, gleich noch auf die Krähe nebenan.
Vorbei ists mit der Einsamkeit...
war ja zu erwarten, dass da mehr los ist.


Gabelschrofen von der Krähe

Den Rückweg nehme zwecks der Aussicht oben rum am Grat.

Wer sucht, der kommt wieder auf den Weg zum Straussbergsattel.
So erst mal am Bach etwas erfrischen und dann schau mer mal, wo es da runter geht.
Halbwegs in Richtung Lobental, das wird schon passen.
In der Karte findet sich ein Bach; diesem folgend müsste ich wieder zurück zum Radl kommen.
Hmm...kein Bach, nur ein trockener Bachlauf. Auch wurscht, ich lege eine ausgiebige Trainingseinheit für Trittsicherheit und Blockwerk ein.
Das geht ja prima  Cool
Später plätschert es vernehmlich, sieh an, das Wasser kommt ans Licht.
Also fortan neben dem Bach weiter, das passt.
Es geht durch Urwald...da liegt seit -zig Jahren ein Baumstamm, der langsam verrottet und der nächste gleich drüber.



Als das Gelände flacher wird, treffe ich auf einen Pfad...war also richtig.
Nach 100 m bin ich am Ende der Strasse beim Radl.

Gut dass ich das mit habe, die 10 km zum Parkplatz sind so nämlich flott in etwas mehr als einer halben Stunde abgehakt.
Zuzuglich Pausen zum Schauen und so  Cheesy








« Letzte Änderung: 21, Aug, 2006, 07:15:40 von Hawkeye » Moderator informieren   Gespeichert

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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #1 am: 11, Mai, 2007, 10:13:38 »

@Hawkeye

Hab mir den Kameraden (Gabelschrofen) mal bei meiner letzten Hochplatten - Krähe - Tour aus dem Gabelschrofensattel mal etwas genauer angesehen. Das Ganze sieht schon ziemlich scharf und ausgesetzt aus... 

Scheint ja auch der schärfste Gipfelanstieg in den Ammergauern zu sein?

Shocked
« Letzte Änderung: 11, Mai, 2007, 10:16:21 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

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Hawkeye
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« Antworten #2 am: 13, Mai, 2007, 20:23:42 »

Ansichtssache...
Ich fand ihn nicht schwieriger als den Normalweg auf den Geiselstein.
Am Geiselstein ist die Route etwas einfacher zu finden, weil es da ein paar Haken gibt und sie abgegriffen ist.
Am Gabelschrofen gibts keine so ausgeprägten Begehunsspuren und es liegen einige lose Steine rum.
Jedenfalls muss man einen Zweier rauf und runter klettern können.
Damit zählen beide zu den schwierigen Ammergauer Bergen.
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Claus


« Antworten #3 am: 24, Mai, 2007, 19:26:50 »

Wir waren am 22.4. auf dem Gabelschrofen, in diesem Jahr als erste. Ich stelle mal zwei Bilder ein, auf denen man  ganz gut die Steilheit und die vielen losen Steinchen erkennen kann. Da ist sauberes, konzentriertes Steigen angesagt. Zur Not kann man sich an ein paar alten Haken sichern, muss dann aber mit verstärktem Steinschlag rechnen. Ich persönlich finde den Normalweg auf den Geiselstein leichter. Der Fels ist dort kompakter und an der einzigen Zweierstelle sind zwei Trittstifte vorhanden. Obacht geben heißt es aber überall.


* Gabel1.JPG (38.36 KB, 336x448 - angeschaut 1653 Mal.)

* Gabel2.JPG (41.21 KB, 336x448 - angeschaut 1626 Mal.)
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #4 am: 25, Mai, 2007, 00:13:42 »

Hallo und willkommen Claus!

Danke für die sehr aussagekräftigen Bilder!

Respekteinflössend ist am Gabelschrofen meiner Meinung nach der Umstand, dass eigentlich alles in einer Flucht hinaufgeht, wie etwa bei einer enorm hohen Leiter. Schon recht imposant, wie ich meine.

Gruß
Kalle
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Andi
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k
« Antworten #5 am: 25, Mai, 2007, 10:16:41 »

Ich war erst letztes Wochenende auf dem Geiselstein, Gabelschrofen, Krähe und Hochplatte.
Während ich den Normalweg auf den Geiselstein eher unproblematisch und locker finde, ist der Gabelschrofen deutlich anspruchsvoller. Eine Stelle unter dem Gipfel würde ich mit III bewerten.
Im Aufstieg bin ich etwa 30m links dieser Mulde da geklettert, was richtig geil war. Das Gestein war dort zuverlässig, dafür war`s Futter für die Klettererpsyche...
Also ich denke auch, dass der Gabelschrofen wohl der schwerste Gipfel dort in der Nähe ist.
Wie ist eigentlich diese Gumpenkarspitze zwischen Geiselstein und Gabelschrofen einzustufen?
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #6 am: 25, Mai, 2007, 10:19:56 »

@Andi

Laut den Ausführungen von Herrn Laudahn in seinem Buch über die Ammergauer, gibt es dort keine klettertechnischen Schwierigkeiten. Wer aber dort hinaufmöchte sollte über Orientierungssinn, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen.

Gruß
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eganahl
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« Antworten #7 am: 25, Mai, 2007, 11:42:18 »

Wie ist eigentlich diese Gumpenkarspitze zwischen Geiselstein und Gabelschrofen einzustufen?


Bei der Gumpenkarspitze kommt es halt auch auf die Aufstiegsroute an !
Normalaufstieg vom Geiselsteinsattel kannst unter Gumpenkarspitze  nachlesen. Etwas spannender, für den Kletterfan reizender ist der Aufstieg über den Nordostgrat. Direkt vom Geiselsteinsattel geht es los.
Viel Spass dabei wünscht Dir Egon
« Letzte Änderung: 25, Mai, 2007, 12:01:15 von eganahl » Moderator informieren   Gespeichert
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Stoahogga


« Antworten #8 am: 25, Mai, 2007, 14:24:49 »

Hallo Claus-und ein Herzliches Willkommen in der Runde
               Laola

............aber der Gabelschrofen hat dir so richtig rote Backen gemacht
wenn ich so die Bilder betrachte Grin und du langst da kräftig zu
im Fels. Da bekomme ich auch Lust einzusteigen. War noch nicht
auf dem Gabelschrofen, aber nach den Routenbeschreibungen
kann das nicht so schwer sein.

Bestens Horst
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Claus


« Antworten #9 am: 26, Mai, 2007, 10:42:49 »

Hallo Horst,
die roten Backen gehören Herbert, nicht mir Smiley. Aber Du hast schon recht: ein Aufstieg in der sonnenbeschienenen Südrinne kann schon zu Hitzewallungen führen. Als Zugangsweg zum Gabelschrofensattel vom Ausgangspunkt Hotel Ammerwald kann ich übrigens den Weg über den Niederstraussbergsattel und den Krähe-Westgrat empfehlen.

Bild 1: Umfassender Blick am Grat zum Niederstraussberg.
Bild 2: Der Gratverlauf des Krähe-Westgrats im oberen Teil


* Krähe Westgrat2.JPG (32.53 KB, 448x336 - angeschaut 1511 Mal.)

* Krähe Westgrat.JPG (30.37 KB, 448x336 - angeschaut 1527 Mal.)
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horst
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Stoahogga


« Antworten #10 am: 26, Mai, 2007, 12:02:35 »

Zwei geile Bilder hast du da gepostet-das erste sieht ja richtig
verwegen aus. Solche ausgesetzten und doch relativ sicheren
Stellen koste ich auch immer voll aus. Die Aussicht auf dieser Tour
ist anscheinend hervorragend. Das bestärkt mich, sie in die
engere Wahl zu ziehen. Nochmal zu der Südrinne am Gabelschrofen:
diese scheint aber sehr gut gestuft zu sein-jedoch sehr steil. Man
guckt also lieber immer nach oben. Grin
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Geröllschleicher
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« Antworten #11 am: 26, Mai, 2007, 15:06:45 »

Den Gabelschrofen bin ich glaub ich auch schon 5 oder 6 mal gegangen. Meistens im Mai oder November. Jedesmal wieder ein Genuß.
Ebenfalls in der Schwierigkeit liegt auch noch die Kleine Klammspitze über den Ostgrat oder Ostsporn, hier gibts mehrere Variationen. Erwischt man die Kleine Klammspitze zum richtigen Zeitpunkt im Frühjahr kann man auch über die nordwestliche Gipfelrinne aufsteigen (I+). Im Sommer apert dort jedoch ein 4-5 Meter hoher überhängender Klemmblock raus, dann wirds schwieriger.
Gruß Geröllschleicher
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