heute war wieder mal eine tour im ammerwaldgebiet angesagt, zu diesem zweck führte mich nadja mit dem auto bis kurz hinter die ammerwaldalm. von dort zunächst über den fahrweg in östlicher richtung bis zu der spitzkehre. einige meter nach der kehre zweigt ein kleiner pfad nach rechts ab. durch wald hinauf zum vordereck und zur weitalm. rechts der hütte am grat entlang und durch latschengassen hinauf zum gipfel der weitalpspitze (1870m).
gipfel der weitalpspitze
am weitalpjoch; im hintergrund die hochplatte (rechts) und hochblasse
in nördlicher richtung entlang des grates vorsichtig über teils verschneite stufen hinüber zum weitalpjoch. über weidegebiet und einem schönen almkessel hinüber zum lösertaljoch, über ein paar kehren gelangt man flott ins darüberliegende scheinbergjoch. in der "kompass"-karte ist der weg zum hasentalkopf (1797m) nicht eingezeichnet, vom joch aus kann man aber das kleine steiglein gut erkennen. vor allem jetzt, da es durch den schnee noch auffälliger ist und einem geradezu entgegenblinkt.
am gipfelgrat des hasentalkopfes; im hintergrund die hochplatte in ihrem winterlichen kleid
tief unten im kessel liegt der kleine see, darüber der vorderscheinberg (links)
wer den anstieg zum hasentalkopf angehen möchte, muss über schwindelfreiheit und trittsicherheit verfügen. tatsächlich geht es nämlich stellenweise etwas luftig her. nach wenigen minuten am hasentalkopf angekommen, heißt es ersteinmal die herrliche rundsicht genießen. sehr auffällig ist der beinahe kreisrunde kessel, welcher sich zu füssen des hasentalkopfes und der vorderen scheinbergspitze absenkt. ich frage mich, wie solch ein enormer kessel überhaupt entstehen konnte? vielleicht weiß ja jemand mehr dazu?
blick vom hasentalkopf in richtung graswangtal und linderhof
v.l.n.r.: hochplatte, krähe, gabelschrofensattel und gabellschrofen
über den grat wieder zurück zum scheinbergjoch und dann nach norden in den kessel absteigend geht es im weiten bocgen in den gegenüberliegenden sattel. abermals ist ein kurzer anstieg zu bewältigen und in einer langgezogenen linkskehre geht es in die steile flanke in richtung kesselwand. in kurzen kehren steil hinunter durch mannshohes strauch- und buschwerk hinunter zum bäckenalmsattel. nach links würde man zur nahen kenzenhütte gelangen, von der man mit einem kleinbus nach halblech gelangen würde. nach rechts geht es durch das fast vier kilometer lange sägerbachtal hinaus zum großen parkplatz am taleingang.
rückblick zur weitalpspitze (bildmitte), links der lösertalkopf
rückblick über den kessel zum hasentalkopf
links die kesselwand; anschließend im blickfeld die krähe, gabelschrofen, gumpenkarspitze, geiselstein und branderschrofen im hintergrund
vom bäckenalmsattel geht es hinaus durch das sägertal; links die große klammspitze
fazit: schöne und abwechslungsreiche wanderung über grate und almböden, einem interessanten kessel und schlussendlich durch ein etwas langweiliges tal. vom ammerwald bis zum parkplatz sägertal kann man etwa sechseinhalb bis sieben stunden einplanen.