von bichlbächle (1278m) dem kaltbrunnbach folgend ins tal hinein. zunächst auf einem fahrweg, dann über den bach und auf einem steig über steiles waldgelände hinauf zu den hütten des bichlbächler älpeles (1610m). gerade an tagen wie heute, wo die sonne kräftig herunterbrennt, ist der brunnen inmitten der kleinen alphütten eine wohltat. hier kann man seine trinkvorräte wieder auffüllen und vielleicht auf der kleinen bank neben dem brunnen eine rast einlegen.
start bei dem kleinen ort bichlbächle
eine der hütten beim bichlbächler älpele, im hintergrund ein teil der gartnerwand
weiter geht es links zu den obersten hütten hinüber und über den geländerücken durch lichten wald empor. bald schon endet der schattenspendende wald und es geht über eine steilen wiesenhang weiter hinauf, bis der weg nach rechts den hang quert und ins sommerbergjöchl hinaufzieht. schon von hier aus hat man einen tollen ausblick auf die zugspitze und das wettersteinmassiv.
ausblick von der pleisspitze nach bichlbach und heiterwang
der originelle wegweiser zeigt an, dass der gipfel der pleisspitze im norden liegt. wieder über steile grasrücken hinauf und über einen vorkopf. über einen kleinen sattel hinweg und abermals über steile grasflanken geht es dann endlich in den gipfelbereich. zuletzt über einen fast waagrechten grasgrat zum gipfelkreuz (2227m). um das gipfelkreuz schwirren tausende von fliegenden ameisen, die sich sogleich auf einen setzen und einen erkunden. die aussicht vom gipfel ist wirklich schön.
gipfel der pleisspitze, die auch oft als bleispitze bezeichnet wird
immer wieder fällt mir bei so stark bewachsenen gipfeln auf, dass es dort immer haufenweise insekten gibt die einen umschwirren und in den rucksack hineinkriechen

jedenfalls mache ich mich daran, wieder in das sommerbergjöchl abzusteigen.
blick vom sommerbergjöchle hinüber zum wettersteinmassiv
eigentlich hätte ich vorgehabt vom jöchl in die gartnerwand aufzusteigen, aber ich belasse es für heute und steige wieder über den aufstiegsweg ab. für die gesamte tour habe ich nicht ganz vier stunden benötigt, wobei etwa 950 höhenmeter zu absolvieren waren.
der östliche teil der gartnerwand (mit grubigstein als gratabschluss)
in der bildmitte der rote stein, links davon die steinmandlspitze
fazit: die tour verfügt über ein paar tolle ausblicke (gebiet um den roten stein, die danielkette und das wettersteinmassiv), aber der weg selbst ist nicht unbedingt herausragend. einzig im bereich des bichlbächler älpeles könnte man den wegverlauf als nett bezeichnen, ansonsten ist es aber eher ein steiler grasberg ohne allzuviel reiz. bei regen oder wenn es zuvor ein paar tage naß war, würde ich diesen berg gar nicht empfehlen...