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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Iseler - Kühgundkopf - Wannenjoch (Sonnenuntergangswanderung) 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Iseler - Kühgundkopf - Wannenjoch (Sonnenuntergangswanderung)  (Gelesen 8494 mal)
Kalle
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d´r Jochtappar


« am: 21, Sep, 2006, 16:23:31 »

nach getaner arbeit braucht der mensch auch einen ausgleich und darum machte ich mich auf, eine sonnenuntergangswanderung zu unternehmen. mit dem auto nach oberjoch und am parkplatz unweit der iseler-bergbahn-talstation stellte ich dieses ab. zunächst auf einem fahrweg über wiesen und weiden hinauf zur gundalpe. weiterhin auf weidegelände emporsteigend geht es hinauf und rechts an der vorderen wiedhagalpe vorbei. weit ausholend nach rechts in einen kessel unterhalb der iselerabstürze und in kurzen kehren auf eine geländekante.

blick hinunter auf den palmenberg (im vordergrund) und nach hindelang

nach wenigen minuten erreicht man die bergstation der iseler-bergbahn und hält sich den wegweisern folgend zunächst in westlicher richtung zur iseler-platz-hütte, von wo aus ein steig in langen serpentinen durch latschengassen am nordwesthang des gipfelrückens hinaufzieht und bald den grat erreicht. eine herrliche aussicht auf die südlichen allgäuer alpen, ins ostrachtal und hinunter nach hindelang tut sich auf. nach links führt der steig in wenigen minuten zum bereits sichtbaren gipfelkreuz des iseler-ostgipfels (1811m).

ankunft am gipfel des iseler-ostgipfels

nach einer kurzen rast verfolge ich den pfad, welcher direkt am grat in östliche richtung führt. zunächst tief hinab in eine einsattelung, steigt der weg im weiteren verlauf wieder gemächlich an und zieht in stetem auf und ab hinauf zu der höchsten erhebung des gesamten bergrückens: dem kühgundkopf (1909m). lediglich ein grenzstein ziert sein haupt, da ja hier ab nun die deutsch-österreichische grenze stets am grat verläuft.

ausblick vom iseler hinein ins tannheimer tal, am linken bildrand ist schon der weitere wegverlauf entlang des grates erkennbar

weiter geht es über den recht breiten rücken, hinunter zum gipfelkreuz auf dem wannenjoch. eine herrliche aussichtskanzel hoch über oberjoch und schattwald, die einen interessanten ausblick auf die allgäuer vorberge wie grünten, reuter wanne oder den edelsberg inne hat. es beginnt bereits zu dämmern und die schatten der berge ziehen sich schon lang durch die täler, ein wunderbarer herbsttag in den bergen und das obwohl es "nur" eine abendliche wanderung ist. am schönsten ist die ruhe, die man unter tags so sicherlich nicht genießen könnte. ich mag es um diese uhrzeit unterwegs zu sein.

blick vom grat hinunter auf den wasserspeicher (beschneiungsanlage) bei der vorderen wiedhagalpe

ab dem wannenjoch beginnt dann auch das anspruchsvollste wegstück der tour: der kühgundrücken. schon kurz unter dem gipfel sind drahtseile an dem weg angebracht, weiter unten läuft der grat dann immer schärfer zu und man schreitet direkt an der gratschneide entlang auch schon mal über höhere stufen hinab. immer wieder trifft man auf seilsicherungen, trittbleche und eisenklammern und fühlt sich dadurch manchmal wie auf einem klettersteig, aber so schlimm ist es natürlich nicht. diese "maßnahmen" wurden wahrscheinlich nur durchgeführt, damit auch wirklich jeder in den genuß dieser schönen tour kommen kann.

am gipfel des wannenjoches (1852m), im hintergrund die allgäuer vorberge

der steig über den kühgundrücken verläuft auf einem teilweise recht schmalen grat

kurz unterhalb der gratköpfe, am sogenannten wiedhag, verlässt man den rücken gegen westen und steigt in richtung hintere wiedhagalpe ab. stetig leitet uns der schmale steig in etwa der höhenmarke von 1400 metern am hang entlang bis wir die bergstation der grenzwieslifte erreichen. wenige minuten später steigt man auch schon in einen weiträumigen tobel ab, an dessen unterem ende gar eine leiter in die talsohle hinabführt. die leiter ist auch notwendig, da das lockere geröll es unmöglich macht einen vernünftigen weg in den tobel zu bauen.

die sonne geht bald unter, die stimmung ist herrlich

noch einmal steigt der weg an und man umgeht einen weiteren graben an dessen oberer kante. wenige minuten später befindet man sich dann bei der vorderen wiedhagalpe, die man beim aufstieg zunächst links liegen gelassen hat. der rest des abstieges ist dann vom aufstieg her bekannt.

ohne worte

fazit: eine überaus eindrucksvolle gratwanderung hoch über oberjoch, dem höchstgelegenen ort deutschlands. die tour gestaltet sich durchwegs recht einfach, trotzdem kann trittsicherheit und schwindelfreiheit nicht schaden (vor allem im bereich des gratüberganges vom iseler zum kühgundkopf und am kühgundrücken!). was die tour letztendlich zu einem highlight machte, war der umstand, dass ich sie zu vorgerückter stunde unternommen hatte...
(gesamtdauer ca. 3,5 bis 4 stunden)
« Letzte Änderung: 16, Okt, 2006, 19:19:16 von kalle » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #1 am: 13, Sep, 2007, 21:33:26 »


Gestern war ein schöner, sonniger Tag und diesen nutzten wir für eine Wanderung. Diesmal gings ins Tannheimer Tal, genauer gesagt nach Oberjoch, von wo aus wir unsere Tour auf das Wannenjoch (wie wir Ausserferner dazu sagen) oder auf den Kühgundkopf (das deutsche Pendant) über den Iseler starteten. Kalle war die Tour schon mal gegangen - von der anderen Seite - und kannte die Tour bereits.

Hier einige Eindrücke...

Nur noch kurze Zeit sind Kühe und Jungrinder auf den Bergen anzutreffen, da sie in den kommenden zwei Wochen vielerorts ins Tal abgetrieben werden.  Undecided

Kalle beim Aufstieg zum Wannenjoch (im Bildhintergrund)...

Die kühlen Temperaturen ermöglichten, daß Joe auf diese Tour mitgenommen werden konnte... Wir nahmen ihn früher auf fast allen Touren mit, da er es liebt, in den Bergen zu laufen. Leider kann unser "alter Herr" nun nicht mehr alles mitgehen, aber umsomehr freute er sich gestern.
Dieses Bild spricht Bände, nicht?  Cheesy

Am Gipfel des Wannenjoches bzw. Kühgundkopfes

Blick ins Tannheimer Tal

Der Weg vom Wannenkopf zum Iseler erfolgt am Grat entlang. Der Weg dorthin ist nicht sehr anstrengend, bietet aber schöne Ausblicke... Hier bin ich bereits am Iseler angelangt und es erfolgte der Abstieg ins Tal.
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« Antworten #2 am: 14, Sep, 2007, 22:48:53 »

Moin zusammen !
Eine schöne Abendrunde Daumen. Als wir oben waren, war gerade Hauptstoßzeit. Habt Ihr Joe auch auf ausgesetzten Wegen und kleineren Kletterstellen mitgenommen ? Habt Ihr da Tips ? Huh Unsere Celine ist etwa gleich groß.
Gruss Daniel
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #3 am: 15, Sep, 2007, 19:33:52 »

Hallo Nordmann

Tipps geben... mmmhh... wir lassen Joe einfach nur machen. Wichtig ist es bei solchen Wegpassagen auf jeden Fall, dass der Hund nicht angeleint ist bzw. er genug Freiraum um zu agieren hat und machen kann was er will. Wenn es Joe nämlich zu brenzlig wird, dreht er von selbst um und signalisiert einem somit, dass seine Leistungsgrenze erreicht ist. Das hatten wir mal am Gratübergang der Schneidspitze, da wurde es ihm zu schmal und ausgesetzt und er drehte winselnd um. Also haben wir kehrt gemacht und sind wieder über den Gratrücken aufgestiegen und über das Gehrenjoch und unterhalb der Schneidspitze zum Sabachjoch rüber.

Somit hatten wir unser Ziel auch erreicht.

Kletterstellen wird ein Hund von selbst nicht überwinden und einen Hund mittels eines Tragegurtes empor zu hieven, das haben wir mal an der Gehrenspitze gesehen, halte ich für überflüssig. Wenn der Hund dann noch ängstlich ist, sogar für Tierquälerei. Sicher, es gibt auch Hunde, die kennen das und haben sowas schon öfter gemacht. Man denke da nur an die Bergwacht-Hunde, aber die hatten auch eine Ausbildung dafür.

Joe ist zwar auch sehr geländegängig, aber das würde ich ihm jedenfalls nicht zumuten wollen.

Die schwierigsten Anstiege mit Joe waren bis jetzt eben das Wannenjoch, die letzten Meter vor dem Gipfelkreuz und einmal der Übergang von der Gaichtspitze durch die Rinne (3. Bild) hinunter in Richtung Hahnenkamm, dass ist aber schon lange her. Man darf halt nicht den Fehler machen anzunehmen, dass eine Tour die für einen selbst leicht ist, auch für den Hund einfach ist. Muss an einem Wegpunkt einmal die Hand zu Hilfe genommen werden oder über eine sehr hohe Stufe gestiegen werden, ist für einen Hund dort im Normalfall Schluss.

Gruß
Kalle
« Letzte Änderung: 15, Sep, 2007, 19:41:04 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

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« Antworten #4 am: 17, Sep, 2007, 15:28:39 »


Hallo Daniel,

Kalle hat ja schon genau ausgeführt, daß man einen Hund nie zwingen darf. Sobald die Angst haben, kann man evt. probieren mit gut zureden, aber bitte ja nie an der Leine ziehen und den Hund zwingen...
Normalerweise sind Hunde recht geländegängig und sie wissen genau, was sie sich zumuten können und was nicht.

Mir ist spontan auch noch was in den Sinn gekommen, das mich amüsiert hat, Dir aber wahrscheinlich nicht weiterhilft:   Grin

Vielleicht liegt ein Grund, daß Joe so geländegängig und gern in den Bergen ist auch daran, daß er ein Schwabe ist...  Daumen Grin Grin

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« Antworten #5 am: 17, Sep, 2007, 17:16:22 »

Hallo Zusammen ! Grin
Bisher hat unsere jüngste ja auch alles mitgemacht Daumen. Nächstes Jahr soll es vielleicht  noch etwas anspruchsvoller werden (Ihr wisst ja das Gipfelfieber Grin). Celine ist aber auch ziemlich geländegängig, sie ist nämlich ein rumänischer Karpatenwolf (wir haben sie von einer Tierschutzorganisation die Hunde aus Smeura, dem übelsten Tierheim der Welt holt Cry). Das sind wirlich dankbare, intelligente und hübsche Hunde. Falls jemand mehr darüber erfahren möchte , kann er sich ja bei mir melden Wink.


* SG1L1040.JPG (53.58 KB, 640x426 - angeschaut 3756 Mal.)

* SG1L1141.JPG (50.46 KB, 640x426 - angeschaut 3687 Mal.)
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der mit der Gipfelpizza


« Antworten #6 am: 02, Jul, 2008, 21:18:44 »

hey Kalle
weißt du noch wie lange du für den Aufstieg zum Iseler vom Tal aus gebraucht hast?

Gruß Max
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