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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Stanzacher Steinmandl 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Stanzacher Steinmandl  (Gelesen 2876 mal)
Kalle
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d´r Jochtappar


« am: 03, Okt, 2006, 20:38:15 »

heute machten wir (nadja und ich) uns auf, noch eine kleine bergtour zu unternehmen, bevor der föhn zusammenbricht und der regen sich festsetzt. dazu ging es mit dem pkw erst mal ins lechtal, von stanzach in richtung namlos und gleich dort, wo die steilste steigung der straße endet rechts in die ausweiche. von hier leitet auch gleich ein wegweiser in richtung steinmandl und veranschlagt 3 stunden für den aufstieg.

der aufstieg ist steiler, als man anhand dieses bildes vermuten könnte

der aufstieg im mittleren teil, führt durch einen sehr schönen und lichten lärchen- und mischwald

wir folgen dem kleinen steiglein und treffen schon bald auf einen fahrweg. über diesen nach rechts entlang und eine kehre hinauf, bis abermals ein wegweiser zum steinmandl deutet. der rest des anstieges ist eigentlich recht schnell erklärt: einfach die direttissima und teilweise sehr steil durch den wald empor. bis dato dachte ich immer, der tauern bei breitenwang wäre im anstieg sehr steil, das steinmandl stellt ihn aber in den schatten  Lips Sealed

ausblick in das hornbachtal, gesäumt von der hornbachkette (links) und dem hochvogel

nadja am gipfel des steinmandls, im tal sieht man den ort vorderhornbach

wenn man dann allerdings den anstieg hinter sich gebracht hat (wir benötigten 1 1/2 stunden), wird man mit einer grandiosen aussicht belohnt. weite teile des lechtales sind einsehbar, dann ein schöner blick hinein in das hornbachtal und tolle ausblicke auf die lechtaler gipfel, welche am talsaum entlang aufgereiht sind, ebenso wie hinüber zu den allgäuern. sehr schön in szene setzt sich die hornbachkette und der hochvogel, weiter über die leilachspitze und dahinter die tannheimer berge. über dem talgrund grüßen gipfel wie die stanzacher pleisspitze und die knittelkarspitze herüber.

blick in das obere lechtal

nadja beim eintragen ins gipfelbuch, im hintergrund rechts die saldeinerspitze

leider können wir die tolle schau nicht lange genießen, denn es fallen schon die ersten regentropfen. wir wollen angesichts der steilheit des geländes bzw. des weges soviel strecke wie möglich im "noch" trockenen zustand absolvieren und machen uns eilends in richtung tal auf. nadja bekommt dann aber auch noch das zähneklappern, weil nicht weit von uns die ersten hirsche ihr röhren erklingen lassen  Grin

fazit: eine tolle kurztour, die es aber in sich hat. für alle strapazen entlohnen aber dann die ausblicke  Daumen
« Letzte Änderung: 05, Okt, 2006, 15:59:04 von kalle » Moderator informieren   Gespeichert

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eganahl
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BERG STEIL !


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« Antworten #1 am: 05, Okt, 2006, 14:30:03 »

Eine herrliche Tour die nicht nur schnell am Vormittag oder zwischen Marent und Brotzeit zu begehen ist. Das Kreuz hat ja seine Besonderheiten, im Gipfelbuch waren sie vor einiger Zeit noch nachzulesen.
Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass bei Tourenbeschreibungen immer mehr mit Zeiten geprotzt wird, was glaubt ihr wie lange ein Schiessel oder ein Zacherl für die Tour benötigt Grin
Mein Vorschlag wäre für Zeitangaben von Tourenbeschreibungen die Gehzeiten zu verwenden die sich der Alpenverein mit den Gemeinden, Touristikvereinen und und.... gemacht hat. Wen Bedarf für ein Berglaufforum besteht dann sollte ein solches auch eingerichtet werden.
Wenn Charly noch mit seinen zeiten für den Dürrenberg oder den Zunterkopf beginnt dann ist das Bergrennforum schon geboren Grin was meinst Du Charly?

Gruß
Egon
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Max
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Aufm Noppaspitz


« Antworten #2 am: 06, Okt, 2006, 15:09:45 »

Hi Egon,

Charly hat mir auch schon einmal von seinen "wilden" Aktionen der früheren Tage erzählt Grin Z. B. jeden Tag so von Namlos nach Fallerschein und das im Laufschritt...
 Grin
Max
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"Weise ist nicht, wer viele Erfahrungen macht, sondern wer aus wenigen lernt, viele nicht machen zu müssen."
Karlheinz Deschner
charly
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« Antworten #3 am: 06, Okt, 2006, 16:42:16 »

Na.... Kalle , mein Steinmandl - das ist von mir ....vor mehr als 4o jahren das erste mal bestiegen worden  Huh
Steinmandl ...... Ja- aber wir kennen das alle nur unter

DOLLFUSS -Kreuz , ...es wurde anlässlich seiner ermordung errichtet ,  es dürfte also seit 1934 ein Kreuz da stehen  Huh

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/DollfussEngelbert/index.html

und nun zu den zeiten - die den Egon etwas aus der reserve locken  Grin

Ja- ich war auch mal so einer - der nur schnell rauf wollte - und meinte alles muss unterboten werden - was andere vorgeben !



Tatsache ist doch - das die 1,5 Std vom kalle .... eine zeit sind - die für gute - regelmässige geher - zu schaffen sind  Roll Eyes

die vom tourismusverband angegebenen 3 std. - die sind für die Belgischen Jugendgruppen ...die im Pulk - zu 20 -30 personen - mit Turnpartschen - da raufkrichen  Huh

der mittelwert - der wird für normal sicherlich passen - das währen also
3 std. zu 1,5 =  so ca.  Grin Huh Roll Eyes  = 2+ 1/4 std . da kann geknipst - getrunken - und geplaudert werden.....

aber da ich ja nun keine belehrung machen will - soll -darf - Spinner würde ich mal einen Forumsmarsch ausschreiben- und wir testen diese wahrlich steile strecke - und legen dann die zeit fest  Daumen

Ps: im winter ...mit den schneeschuhen ....da ist das schön ....und nur halb so steil  Grin hüpf
« Letzte Änderung: 13, Jul, 2008, 11:11:55 von charly » Moderator informieren   Gespeichert

ich muss nicht .....ich darf , auf die berge !
Mimo
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« Antworten #4 am: 06, Okt, 2006, 21:01:33 »

Wenn ihr es in der 1.Januarwoche macht sind wir dabei............. Roll Eyes
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Kalle
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d´r Jochtappar


« Antworten #5 am: 07, Okt, 2006, 12:35:19 »

zum thema zeiten...

ich habe die zeit (1 1/2 stunden) nicht zum protzen hingeschrieben, da nadja und ich nicht im eiltempo dort rauf sind. die zeit von 3 stunden kam auch mir reichlich übertrieben vor, im übrigen achte ich stets auf solche zeiten, welche an den strecken angegeben sind, gerade weil ich ja noch oft eine feierabend-runde drehe und wissen sollte wie lange ich denn in etwa benötige, bis ich wieder beim gefährt bin.

die angegebenen 3 stunden schrecken beim steinmandl so manchen ungerechtfertigter weise ab und deshalb unsere angabe.

ich hab schon öfter auch mit nicht-täglich-am-berg-gehern gesprochen und die zeiten sind eigentlich immer "sehr großzügig" bemessen.
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much
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« Antworten #6 am: 07, Okt, 2006, 12:42:59 »

Ich würde sagen mit dem schnell amol auiloffa das gehört einfach dazu.
Und jeder macht diese Zeit durch.
So sammelt man auch Erfahrung.
Irgendwann pendelt sich das dann schon ein.
Besonders wenn man nachher von der Tour gar nichts mitbekommen hat.
Wenn man sich dann seinen normalen Schritt angewohnt hat kann man ewig gehen.
Und so ganz im inneren ist doch jeder ein kleiner Bergauiläufer!

Grüsse much
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charly
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« Antworten #7 am: 02, Nov, 2006, 21:27:15 »

Noch ein kleiner geschichlicher - nachtrag !
ein auszug aus der STANZACHER - Chronik


* dollfuß.jpg (74.35 KB, 640x480 - angeschaut 801 Mal.)
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ich muss nicht .....ich darf , auf die berge !
livocatra
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« Antworten #8 am: 03, Nov, 2006, 12:37:34 »

Interessant. Neulich bei einem Vortrag über die Zeit zwischen den Weltkriegen habe ich gehört, dass es auch auf dem Tauern ein solches Dollfuß-Kreuz gegeben hat. Es soll von den Nationalsozialisten zerstört und anschließend neu errichtet worden sein.
« Letzte Änderung: 03, Nov, 2006, 12:40:45 von rps » Moderator informieren   Gespeichert
alex
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Galtjoch


« Antworten #9 am: 03, Jul, 2008, 13:55:43 »

der rest des anstieges ist eigentlich recht schnell erklärt: einfach die direttissima und teilweise sehr steil durch den wald empor. bis dato dachte ich immer, der tauern bei breitenwang wäre im anstieg sehr steil, das steinmandl stellt ihn aber in den schatten  Lips Sealed

 Wink

da gehts echt nett steil rauf - zwar nicht lang aber in der kürze liegt ja bekanntlich die würze  schwitzen

bisher haben sich im jahr 2008 nur fünf personen im gipfelbuch eingetragen. dies liegt jedoch wahrscheinlich aber nur an der relativen unbekanntheit des kleinen berges  -  hmmm  -  je länger ich darüber nachdenke  -  vlt. liegt das ja doch an der steilheit des weges  Wink

bild: beim abstieg blickrichtung leilachspitze


* 01.jpg (88.01 KB, 450x600 - angeschaut 458 Mal.)
« Letzte Änderung: 03, Jul, 2008, 14:12:29 von alex » Moderator informieren   Gespeichert

[...]Dem Tambour will der Wirbel nicht unterm Schlägel vor[...]
charly
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« Antworten #10 am: 13, Jul, 2008, 11:20:59 »

als eingeborener muss ich auch noch einwerfen - das mir wegführung und markierung - nicht besonders ins auge gestochen ist ... Huh Roll Eyes

aber steil nach oben .... und nie nach  der seite ausweichend - finden die meisten  den schönen aussichtspunkt ....

die beste markierung ist am start ..... der rest ist ansichtssache  Huh

http://charlywinkler.net/?p=63


* Dolfußkreuz.jpg (112.77 KB, 640x480 - angeschaut 347 Mal.)
« Letzte Änderung: 13, Jul, 2008, 15:28:03 von charly » Moderator informieren   Gespeichert

ich muss nicht .....ich darf , auf die berge !
jimbobkeli
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« Antworten #11 am: 19, Jul, 2008, 22:55:32 »

na so viele sind dort ja seit Oktober 2006 nicht gewesen (laut Gipfelbuch), ein erstaunlich selten besuchter Gipfel wenn man die Aussicht bedenkt. Als Langsamgeher und Herumfotografierer war sogar ich schneller wie die "Jekas" für die die 3 Std. gemeint sind. Aber denen wird's wohl gleich zu steil sein. Die längste Erholungsstrecke im Aufstieg beträgt ca. 25 Meter waagrecht am Hang entlang. Bin um den Weg zurück mit relativ frisch operierter Bandscheibe zu meiden lieber querfeldein vorne runter zum Stanzacher Skilift. Ist aber auch kein Honigschlecken und nur für Leute die nicht nervös werden wenn sie in den Latschen keinen Weg mehr sehen. Übrigens, die Geschichte des (Lärchen-) Kreuzes und seines späteren Metallersatzes liegt in Folie im Gipfelbuch. Ausserdem eine Missionsschrift mit Geschichten einer Südamerikanerin der das satte Wohlstandsleben langweilig wurde und die jetzt ganz alte Weisheiten für neu vertreibt.
jimobkeli


* hornbachumrandung vom dollfusskreuz.JPG (78.04 KB, 1000x750 - angeschaut 289 Mal.)
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« Antworten #12 am: 27, Jul, 2008, 18:04:10 »

Für die heutige Wetterprognose genau die richtige Tour, obwohl das Wetter sich besser gehalten hatte als erwartet. Der Aufstieg, wie schon beschrieben steil, aber im unteren Bereich auch ziemlich öde. Ab der oberen Hälfte landschaftlich aufgelockert und interessant. Auf der ganzen Route und am Gipfel herrlich einsam. Weil der Aufstieg teilweise wenig attraktiv und eben steil war, wählten wir für den Abstieg die meist weglose Strecke erst Richtung Mittagspitze, dann quer durch Latschen und Schotterrinnen, den Schutthang des Schafkar runter und entlang des Karbaches, teilweise durch einen netten Jungwald, zurück zu Straße und Parkplatz.


* Steinmandlgipfel.jpg (147.32 KB, 800x600 - angeschaut 237 Mal.)

* Schutthang.jpg (141.77 KB, 800x600 - angeschaut 231 Mal.)
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« Antworten #13 am: 27, Jul, 2008, 18:10:40 »

... Ausserdem eine Missionsschrift mit Geschichten einer Südamerikanerin der das satte Wohlstandsleben langweilig wurde und die jetzt ganz alte Weisheiten für neu vertreibt ...
Wurde inzwischen von jemandem passend kommentiert


* ortiz.jpg (91.62 KB, 505x703 - angeschaut 227 Mal.)
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« Antworten #14 am: 24, Aug, 2008, 21:06:32 »

Das Steinmandl von der Stanzacher Pleisspitze hergezoomt


* Steinmandlzoom.jpg (119.76 KB, 800x600 - angeschaut 151 Mal.)
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