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Forum für Lechtaler, Allgäuer, Tannheimer, Ammergauer Alpen und Wettersteingebirge  |  Alpin  |  Sommer/Herbst in den Bergen (Moderatoren: Kalle, oliver)  |  Thema: Bergtour auf die Leilachspitze 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
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Autor Thema: Bergtour auf die Leilachspitze  (Gelesen 3061 mal)
Kalle
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Beiträge: 2228


d´r Jochtappar


« am: 30, Aug, 2005, 13:16:49 »

Endlich war das Wetter wieder einmal halbwegs annehmbar und das nutzte ich gleich aus um die Leilachspitze zu erklimmen. Die Frage, von wo aus ich die Tour starten würde, stellte sich mir nicht. Im Frühjahr hatte ich schon eine kleine Erkundungstour ins Fahlenbachtal unternommen und dort einen Wegweiser in Richtung Leilachspitze entdeckt. Diesen Weg würde ich heute für meinen Aufstieg wählen.

das untere Lechtal bei Forchach

Das Auto parkte ich dazu bei dem kleinen Steinbruch am Ortsende von Weißenbach. Zu Fuß dann weiter über den Fahrweg bis zu dem Wegweiser, welcher ins Fahlenbachtal deutet. Wenige Meter nach dem Wegweiser ist schon ein weiterer Wegweiser an einem Baum angebracht auf welchem die Aufschrift "Leilachspitze" erkennbar ist. Durch den dichten Wald geht es in angenehmer Steigung bergauf und die Kühle des Waldes macht das Gehen wirklich angenehm. Allerdings scheint dieser Weg nicht oft begangen zu sein. Wohl aus dem Grund, dass dieser Steig so ziemlich die längste Anmarschroute zum Gipfel darstellt.

Blick zurück nach Weißenbach

Nach etwa einer Stunde erreiche ich den Gampelboden, wo sich die Wege aus dem Birkental und meine Aufstiegsroute treffen. Durch eine Latschengasse führt der Weg weiter und zieht unter dem Felskopf des Gampel hindurch. Die Aussicht auf das untere Lechtal ist grandios. Schön erkennbar ist der geschwungene Verlauf des Lech durch die Auen und die Schotterbänke leuchten aus dem dichten Grün der Waldsäume heraus.

Blick auf die Aufstiegsrinne

Nach dem Gampel führt der Weg in eine Einsattelung hinauf, durch welche man zum Weißenbacher Notländekar absteigen kann. Das Notländekar ist ein von Latschen durchsetztes Hochplateau am Fuße der Leilachspitze. Es wäre hier zwar ein Weg vorgegeben, aber ein Einheimischer den ich auf dem Weg getroffen hatte erklärte mir, dass der Aufstieg zum Kamin über ein etwas beschwerlich zu gehendes Schotterries erfolgen würde. Ich versuchte also gleich in dem Kar so gut wie möglich an Höhe zu gewinnen.

Alpenmohn am Wegesrand

Durch die Schotterriese aus den Felswänden der Leilach stapfe ich also in Richtung "Einstieg". Der Kamin selbst zieht sich steil hinauf und man sollte hier unbedingt auf Steinschlag durch losgetretene Steine Vorausgehender achten. Am Grat angekommen öffnet sich die Sicht in Richtung Tannheimer Berge, ins Birkental und zu den Gipfeln der Litnis, der Sulzspitze und der Krinnenspitze.

Gipfel der Leilachspitze; im Hintergrund die Tannheimer Berge

Am Grat entlang führt der Steig in Richtung Gipfelkreuz. An manchen Stellen müssen jetzt die Hände zu Hilfe genommen werden und mit leichter Kletterei geht es ab dem Kamin in etwa 20 Minuten zum Gipfel, von dem eine wunderbare Aussicht genossen werden kann.

Der Abstieg gestaltet sich generell immer schwieriger als der Aufstieg. Bei dem Weg über die Krottenköpfe kommt allerdings noch das brüchige, feine Geröll als erschwerender Faktor hinzu, was das Gehen an den exponierten Stellen teilweise ein wenig unangenehm macht. In leichtem Auf und Ab geht es an den doch recht eindrucksvollen Türmen der Krottenköpfe vorbei. Über ein kleines Joch erfolgt dann der Abstieg ins Gappenfelder Notländ. In dem weiträumigen Kar hinter der Lachenspitze mache ich nun erst einmal Rast.

der Weg im Bereich der Krottenköpfe

Auf dem Saalfelder Höhenweg, der über die Ostschulter der Schochenspitze herführt, sehe ich sehr viele Wanderer in Richtung Landsberger Hütte wandern. Eigentlich wollte ich auch noch zur Landsberger Hütte absteigen. Ich habe allerdings keine Lust auf eine solche Menschenmasse und beschließe gleich direkt durch das Birkental abzusteigen.

der Weg im Bereich der Krottenköpfe; im Hintergrund die Lachenspitze

Am Weg lauern mir dann einige Jungrinder auf und ich komme nicht drum herum einige Aufnahmen der "Models" zu machen ;-)

Jungrinder auf der Gappenfelder Notlände

Höhendifferenz: 1400m
Charakter: unschwierige, alpine Wege bis Weißenbacher Notländekar; ab Einstieg Kamin ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich; im Gipfelbereich oftmals I. Schwierigkeitsgrad, Wegabbrüche durch Erosion bei den Krottenköpfen; ab Gappenfelder Notlände wieder unschwieriger Steig (Ausnahme: Krottental -> Steinschlaggefahr!)
Gehzeiten: 9 bis 11 Stunden


* IMG_4429.jpeg (52.32 KB, 600x400 - angeschaut 1580 Mal.)
« Letzte Änderung: 12, Mai, 2008, 21:59:56 von Kalle » Moderator informieren   Gespeichert

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Peter F.
Spaziergänger
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Beiträge: 21


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« Antworten #1 am: 02, Sep, 2005, 07:45:03 »

Auf der Leilachspitze war ich auch schon, allerdings nur von der Landsberger Hütte aus. Der Anstieg kurz unterhalb des Gipfels ist etwas mühevoll durch das viele Geröll in der Gipfelrinne. Aber der Ausblick ist wunderschön, wie man ja auf dem Bild sehen kann.

HG
Peter
« Letzte Änderung: 02, Sep, 2005, 07:45:36 von Peter F. » Moderator informieren   Gespeichert
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