Hallo Kristian,
vielen Dank für Dein erneutes Eingehen auf die angesprochenen Themen,
die Internetadressen und die detailierte Schilderung der Dinge in Zusammenhang mit dem Wetterdiagramm. Hier ist besonders am 12.2.
sehr deutlich zu sehen, wie ca. um 5 Uhr früh die Temperatur wie ein
Stein auf -10°C absackt. Vorher hat es ein wenig geschneit(ich schätze
5 cm). Damit kann man von einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgehen. Um
5 Uhr muß dann die Wolkendecke schlagartig aufgerissen sein und
damit setzte die Abstrahlungswetterlage ein. Da die Luft feucht war und
der Wind sich in Grenzen hielt(zwischen 15 und 25 km/h), kam
es sicherlich zur Ausbildung von Oberflächenreif. Der Schneezuwachs war
gering(ich schätze ca. 5 cm), sodaß es zu keiner größeren Isolierwirkung
des Neuschnees kam. Dies brachte wahrscheinlich dann auch die Diffusion
der Dampfmoleküle innerhalb der Schneedecke von unten nach oben während der Ausstrahlungskälte in Gang, sodaß sich dort eine aufbauende
Umwandlung durchsetzte(Temperaturgradient 10/45=0,22°C/cm), die ja bekanntlich bei längerem Anhalten zu 'Tiefenreif' oder besser nach dem fachgerechten Wort:zu Schwimmschnee führt. Falls allerdings der Neuschnee hoch und auch locker genug war, um eine isolierende Wirkung hervorzurufen, dann begann die Schwimmschneebildung nur in dieser
Neuschneeschicht, denn der Temperaturgradient betrug ja dann etwa
8/10=0,8°C/cm-also einen sehr hohen Wert(ich gehe hier von 8° Temperaturgefälle in einer 10cm dicken Neuschneeschicht aus;entgegen meiner ersten Annahme von 5cm). Am 12.2. sind ähnliche Dinge, wenn auch nicht so deutlich, zu sehen.
Bei Deiner Schilderung habe ich wieder viel gelernt, vor allem auch, die Dinge im Zusammenhang zu sehen. Dies ist durch das Einblenden des Diagramms sehr erleichtert worden und hat mir sehr geholfen.
Vielen Dank nochmal für diese klare Darstellung der Naturvorgänge

Bestens
Horst
P.S.Bin erst jetzt wieder auf die Seite gestoßen: war einige Tage
unterwegs gewesen.